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Von A bis Z

Keine Verhandlungen zu Nofretete
Stiftung Preußischer Kulturbesitz dementiert Medienberichte, es gebe Verhandlungen über die Rückgabe der berühmten Büste
Spekulationen, das Ägyptische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin verhandele mit der Ägyptischen Antikenverwaltung in Kairo über den Verbleib der Nofretete, »entbehren jeglicher Grundlage«, teilte die Stiftung am Freitag mit.

Bleibt in Berlin: Büste der Königin Nofretete (Neues Reich, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten. Um 1340 v. Chr.) © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker

Seit Oktober wird die Büste der Nofretete im Kuppelsaal des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel standesgemäß präsentiert. © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker
Die Direktorin Dr. Friederike Seyfried, die seit August 2009 im Amt ist, fährt in den nächsten Tagen zu einem Antrittsbesuch nach Ägypten. Dort wird sie unter anderem mit Dr. Zahi-Hawass, dem Generaldirektor
der Ägyptischen Antikenverwaltung, über zukünftige gemeinsame Projekte sprechen. Beide streben eine enge Zusammenarbeit auf wissenschaftlicher und musealer Ebene an.
Bei dieser Gelegenheit wird Seyfried ihrem ägyptischen Kollegen Unterlagen zur Fundteilung der Grabung der deutschen Orientgesellschaft vom Januar 1913, bei der auch die Büste der Nofretete gefunden wurde, übergeben. Diese Dokumente lagen Hawass offensichtlich bislang noch nicht vor. Sie belegen eindeutig, dass der preußische Staat die Büste rechtmäßig erwarb und keine Rechtsansprüche von Seiten Ägyptens bestehen.
Die Büste der Nofretete wurde1912 im Rahmen einer von Ägypten genehmigten und wissenschaftlich durchgeführten Grabung in Tell-el-Amarna gefunden. Die Grabung war durch die Finanzierung des Berliner Kaufmanns und Kunstsammlers James Simon ermöglicht und von Professor Dr. Borchardt vom Kaiserlichen Deutschen Institut für Ägyptische Altertumskunde geleitet worden. Die Vereinbarung mit der ägyptischen Seite sah von Anfang an eine damals übliche Fundteilung (als Gegenleistung für die Finanzierung) vor. Um sicherzustellen, dass beide Parteien gleichwertige Anteile der Grabungsfunde erhalten, war vereinbart, dass das Archäologenteam die Funde in zwei Teile teilt und der ägyptische Antikendienst als Vertreter der ägyptischen Regierung dann einen davon auswählt. Das ist so auch geschehen. Die Objekte waren in Listen genau erfasst. Von den herausragenden Fundstücken – so auch von der Büste der Nofretete - lagen Fotografien vor, die die Schönheit und Qualität der Objekte wiedergeben. Zudem standen die geöffneten Kisten zur Begutachtung der Objekte bereit. Von einer Täuschung bei der Teilung könne somit keine Rede sein, teilte die Stiftung mit. Ein offizielles Rückgabeersuchen des ägyptischen Staates habe es nie gegeben.
Die Frage einer möglichen Ausleihe der Büste nach Kairo im Rahmen einer zeitlich befristeten Ausstellung wird derzeit in Berlin noch geklärt. Ausschlaggebend werden dabei allein die Ergebnisse der konservatorischen Untersuchungen insbesondere zur Transportfähigkeit sein, die noch nicht abgeschlossen sind.


Kommentare
stellen. Wenn die Europäer nicht
wären, gäbe es wohl kaum noch so viel erhaltene wertvolle Kulturgüter
der Menschheit. Siehe Afghanistan Irak usw. Den geht es doch nur um eine
gute Einnnahmequelle. Alles vorislamische kümmert die doch ein Dreck.
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Darf ich den Autor dieser Stellungnahme darauf aufmerksam machen, dass v.a. bei der Plünderung des Nationalmuseums in Baghdad nicht nur Iraker freudig zugriffen und Kunstschätze raubten.
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Gut ist, daß es nun ein statement zu diesen medialen Gerüchten bzgl. der Nofretete-Büste gibt. Gerüchte sind eben nicht per se an Fakten gebunden. Es bleibt zu hoffen, daß sich die Berichterstattung künftig eher an Fakten orientiert.
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Man könnte sich allerdings mal im Louvre umsehen, was Napoleon so an Kriegsbeute aus Ägypten mitgebracht hat...
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