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Innovativer Masterstudiengang »Digitale Methodik in den Geistes- u Kulturwissenschaften« gestartet

Kategorie: Studium
21.10.2016 -   Uni Mainz / AB

Hochschulübergreifendes Studienangebot der Hochschule Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet Schnittstelle zwischen Geisteswissenschaften und angewandter Informatik

In den Räumen der Akademie der Wissenschaften und der Literatur ǀ Mainz sind die rund 20 Studierenden des neuen, zum Wintersemester 2016/2017 erstmals angebotenen Masterstudiengangs »Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften« mit einer kleinen Feierstunde begrüßt worden.

Begrüßung der Studierenden zum Start des Studiengangs »Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften«. Foto: Stefan F. Sämmer

Begrüßung der Studierenden zum Start des Studiengangs »Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften«. Foto: Stefan F. Sämmer

In kurzen Ansprachen würdigten Prof. Dr. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität (JGU), und Prof. Dr.-Ing. Gerhard Muth, Präsident der Hochschule Mainz, die gemeinsamen Bemühungen aller Beteiligten, die formalen Hürden zu überwinden, um ein hochschulübergreifendes und interdisziplinäre Studienangebot zu schaffen.

»Der Studiengang ist ein echtes Mainzer Kind«, erklärte Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn als Direktor des mainzed – Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften und Professor an der Hochschule Mainz den neuen Studierenden. Bruhn leitet den Studiengang und betonte, wie dringend der Wissenschaftsstandort Mainz Menschen braucht, die sich aufmachen, die gemeinsame Zukunft der Geisteswissenschaften und Informatik zu gestalten. »Immer stärker berührt die Digitalisierung Fragen, die nur von Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern sowie Kulturwissenschaftlerinnen und Kulturwissenschaftlern und vice versa beantwortet werden können. Der Umgang mit dem Digitalen wird damit zu einer Schlüsselkompetenz, auch um den Wandel aktiv mitgestalten zu können.«

Über vier Semester hinweg werden sich die Studierenden des Masterstudiengangs »Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften« stark praxisorientiert Kompetenzen im technologiebasierten Umgang mit digitalen Forschungsdaten aneignen und zur Lösung geistes- und kulturwissenschaftlicher Fragestellungen beitragen. Neben der Hochschule Mainz mit ihrem Fachbereich Technik und dem Fachbereich 07 – Geschichts- und Kulturwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind auch die Partner im mainzed mit Angeboten aus der eigenen Forschung und Praxis an der Lehre beteiligt. So werden die Studierenden direkt von den Erfahrungen und aktuellen Vorhaben des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität e. V. und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums ǀ Leibniz-Forschungsstelle Archäologie profitieren.

»Als Volluniversität verfügt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz über ein breites Spektrum an Studienangeboten in den Geistes-, Kultur- und Geschichtswissenschaften. Mit dem neuen hochschulübergreifenden Masterstudiengang eröffnen wir gemeinsam mit unseren mainzed-Verbundpartnern Studierenden die Möglichkeit, Fragestellungen aus diesen Wissensbereichen, die zumeist über enorme digitale Quellenbestände verfügen, mit innovativen digitalen Methoden an der Schnittstelle zur angewandten Informatik zu bearbeiten und auszuwerten«, erklärte Prof. Dr. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. »Dabei erweist sich das gemeinsame Studienangebot mit der Hochschule Mainz und die darin eingeschlossene enge Kooperation mit weiteren Forschungseinrichtungen in der Stadt als ein enormer Standortvorteil.«

Prof. Dr. Gerhard Muth, Präsident der Hochschule Mainz, richtete den Blick in seiner Begrüßung auf die Bedeutung des angewandten Wissens als Brücke zum Austausch mit der Gesellschaft und Wirtschaft in der Region. »Für die Hochschule Mainz steht die angewandte Forschung im Mittelpunkt«, erklärte er und unterstrich: »Angewandte Forschung schöpft aus dem Dialog mit der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir greifen Themen auf, die an uns herangetragen werden und setzen Grundlagenforschungen in konkrete Anwendungen und Lösungen um. Nicht allein Wissen, sondern auch Technologien, um Wissen zu teilen, faszinieren und beschäftigen uns an der Hochschule. Daher freuen wir uns jetzt sehr auf Ihre Ideen und Ihr Engagement!«

Der Studienbetrieb beginnt mit einer einwöchigen intensiven Blockveranstaltung in den Räumen der Akademie der Wissenschaften und der Literatur ǀ Mainz, in deren Rahmen die Studierenden erste Erfahrungen mit digitalen Werkzeugen sammeln und auf ihr anspruchsvolles Studium an der Schnittstelle von Informatik und Geisteswissenschaften vorbereitet werden. Verantwortet wird die Blockveranstaltung von Torsten Schrade, dem Leiter der Digitalen Akademie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz und seinem Team. Schrade freut sich besonders über die Möglichkeit, Wissen weiterzugeben: »In einer aktiven Beteiligung am neuen Studiengang sieht die Mainzer Akademie die große Chance, ihre im Team der Digitalen Akademie vorhandenen vielseitigen methodischen Kompetenzen und die dort entwickelten zahlreichen Technologien und Tools für die geisteswissenschaftliche Forschung praxisorientiert in der Lehre und somit der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu verankern. Darüber hinaus eröffnet das Engagement der Akademie im Studiengang auch den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Team neue Qualifikationsmöglichkeiten und neue Themenfelder.«

Der Studiengang beginnt jährlich zum Wintersemester; die Bewerbungsfrist läuft jeweils vom 1. April bis 15. Mai desselben Jahres.