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Hauke Horn erhält Romanik-Forschungspreis

Kategorie: Personalia
05.03.2015 -   JGU / CS

Dr. Hauke Horn von der Abteilung Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist für seine Dissertation "Die Tradition des Ortes. Ein formbestimmendes Moment in der deutschen Sakralarchitektur des Mittelalters" mit dem renommierten Romanik-Forschungspreis 2014 ausgezeichnet worden.

Staatssekretär Marco Tullner (vorn Mitte) gratuliert Preisträger Dr. Hauke Horn (l.) im Beisein von Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn (hinten r.), dem Direktor des ERZ, zur Auszeichnung mit dem renommierten Romanik-Forschungspreis 2014. (Foto: Kati Gaudig)

Staatssekretär Marco Tullner (vorn Mitte) gratuliert Preisträger Dr. Hauke Horn (l.) im Beisein von Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn (hinten r.), dem Direktor des ERZ, zur Auszeichnung mit dem renommierten Romanik-Forschungspreis 2014. (Foto: Kati Gaudig)

Mit diesem mit 2.000 Euro dotierten Preis fördert das Europäische Romanik Zentrum (ERZ) in Merseburg, ein An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Romanik in Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte, Kirchen- und Rechtsgeschichte. "Mit dieser Auszeichnung wird eine bedeutende Forschungsleistung für ein kulturwissenschaftliches Verständnis der mittelalterlichen Bau- und Architekturgeschichte gewürdigt", so Prof. Dr. Matthias Müller vom Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der JGU, der die Dissertation betreut hat. "Die Dissertation erschließt erstmals systematisch die Kategorie der 'Erinnerungskultur' für die deutsche Sakralarchitektur des Mittelalters", so Müller weiter.

Nach seinem Studium der Architektur, Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Philosophie in Münster, Darmstadt und Mainz forschte Horn, gefördert mit einem zweijährigen Promotionsstipendium der Stipendienstiftung Rheinland-Pfalz, ab 2008 zur Bedeutsamkeit der Tradition des Ortes für den mittelalterlichen Kirchenbau im deutsch-römischen Kaiserreich. Dafür hat er mit dem Trierer Dom und seiner Liebfrauenkirche, dem Magdeburger Dom und dem ehemaligen Essener Münster in seiner Dissertation exemplarisch Sakralbauten analysiert, deren historischer und architektonischer Rang, aber auch deren Forschungsgeschichte eine ebenso aussagekräftige wie differenzierte Auseinandersetzung mit der Tradition des Ortes ermöglichen. "Die gewonnenen Ergebnisse sollen nicht nur zum Verständnis der jeweiligen Bauten beitragen, sondern auch neue Perspektiven auf die Baukultur des Mittelalters und die Methoden ihrer Erforschung eröffnen", so Horn. Die mit dem Prädikat "summa cum laude" ausgezeichnete Arbeit erscheint im März 2015 in der Reihe "Kunstwissenschaftliche Studien" im Deutschen Kunstverlag (DKV), Berlin.

Dr. Hauke Horn ist nach mehrjähriger Tätigkeit am Institut für Baugeschichte der Technischen Universität Darmstadt sowie Lehraufträgen und Gastdozenturen an der JGU, der Hochschule Mainz sowie der Universität von Las Palmas de Gran Canaria in Spanien seit 2014 in der Abteilung Kunstgeschichte des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Universität Mainz beschäftigt. Hier arbeitet er federführend im DFG-Forschungsprojekt "Regionale Vernetzung und überregionaler Anspruch: Mittelalterliche Sakralarchitektur am Mittelrhein (ca. 1220 bis 1350)" unter der Projektleitung von Prof. Dr. Matthias Müller. Darüber hinaus setzt er sich für seine Habilitationsschrift mit zeitgenössischer Unternehmensarchitektur auseinander.