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Hamburger Forscher entdecken Palast der Königin von Saba

Kategorie: Ausgrabungen
07.05.2008 -   Uni Hamburg / CS

Viele Legenden ranken sich um die Königin von Saba und die Bundeslade. Forscher der Universität Hamburg konnten nun einige Geheimnisse lüften. Eine Gruppe von Wissenschaftlern um Prof. Dr. Helmut Ziegert hat während ihrer dreimonatigen Feldforschung im Frühjahr 2008 den Palast der Königin Saba aus dem 10 Jh. v. Chr. in Axum-"Dungur" (Äthiopien) gefunden. In diesem Gebäude könnte zeitweise auch die Bundeslade aufbewahrt worden sein.

Entdeckt wurde das Bauwerk unter dem Palast eines christlichen Königs. Die Untersuchung hat gezeigt, dass dieser erste Palast der Königin von Saba nach kurzer Zeit abgetragen und, ausgerichtet zum Stern Sirius, neu errichtet wurde. Die Forscher vermuten, dass Menelek, nach der Überlieferung Sohn der Königin von Saba und des Königs Salomon in Jerusalem, für die Neuerrichtung verantwortlich war. Hier wurde auch ein Altar mit zwei Basaltsäulen errichtet, nach O 18°S zum Sirius orientiert, auf dem möglicherweise vor dem Bau des ersten Tempels in Axum die Bundeslade stand. Die besondere Bedeutung dieses Altars muss über Jahrhunderte überliefert worden sein. Dies zeigen die vielen Opfergaben, die rund um diese Stelle gefunden worden sind. Später wurde die Bundeslade im 1. Tempel am Platz der ersten Kirche "St. Maryam" aufbewahrt, nach 325 n. Chr. im 2. Tempel, nach 400 n. Chr. in dem heute noch stehenden Bau auf den Mauern jenes Tempels.

Prof. Dr. Ziegert und seine Mitarbeiter untersuchen seit 1999, teilweise unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die C. Nordmann-Mission, in Axum den Beginn des Äthiopischen Staates und der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. Im Mittelpunkt der Feldforschung 2008 stand die Fragestellung: "Wie kam im 10. Jh. v. Chr. das Judentum nach Äthiopien, und wo ist die Bundeslade heute?" Die nun vorliegenden Ergebnisse weisen darauf hin, dass mit der Bundeslade und dem Judentum ein bis nach 600 n. Chr. praktizierter Sothis-Kult nach Äthiopien kam, für den die Sirius Zeichen, die Orientierung aller Kultbauten zum Sirius-Aufgang und aufgefundene Reste von Rinder-Opfern charakteristische Merkmale sind.

Kommentare

Wolfgang Kempkes , 10.05.2008 10:10
Den Archäologen ist weiterhin Glück bei ihren Forschungen zu wünschen. Hoffentlich erweist sich ihre Arbeit und deren Ergebnisse als richtungsweisend zur Aufklärung des Falles "Königin von Saba".
Den Artikel werde ich weiterempfehlen, da er in gebotener Kürze viele wichtige Details vorstellt und einen Abriß der momentanen Erkenntnislage vorstellt.
Mit freundlichem Gruß
W.K.
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Klaas Sternenberg , 10.05.2008 14:03
Die Behauptungen von Professor Ziegert entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage. Die "Königin von Saba" ist eine mythologische, keine historische Gestalt. Und das Königreich der Sabäer liegt nach gesicherten Ergebnissen im Jemen, nicht in Äthiopien. Selbst die tatsächliche Existenz von König Salomo wird heute unter seriösen Wissenschaftlern angezweifelt. Die ganze methodische Grundlage von Ziegerts Forschung ist höchst zweifelhaft. Seine Datierungsmethode anhand von "Sedimenten" ist mehr als fragwürdig und selbst wenn er eine Kultraum entdeckt hat, ist es völlig aus der Luft gegriffen, ihn mit der mythologischen Bundeslade in Verbindung zu bringen. Solange keine fundierte Publikation der Ergebnisse vorliegt, darf die Behauptung als nichts anderes gelten, als die Wunschvorstellung eines unbedeutenden wissenschaftlichen Außenseiters.
Vielleicht wird uns Professor Ziegert in Zukunft ja auch noch mit der Entdeckung von Atlantis beglücken.
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naffets0 , 10.05.2008 16:18
Es ist schon erstaunlich. Mir ist aus der bisherigen Forschung und Literatur auch nur der Jemen
als das Königreich der Sabäer bekannt.
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Rolf Redelings , 11.05.2008 01:20
@ Klaas Sternenberg,
Ihre Meinung und Wissen in Ehren aber ...

Professor Ziegert ist also ein Spinner?

Die Universität Hamburg ist wohl von ihm getäuscht worden um den Forschungsauftrag zu erhalten?

... und wer sind Sie, um mit dieser Arroganz zu kommentieren?

Jeder soll seine eigene Meinung haben und auch schreiben können, aber dabei sachlich bleiben.
Ironie fällt leicht auf den schreibenden zurück, wie in diesem Fall.

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Hedi Fuchs , 17.05.2008 10:37
Es wird auf jedenfall wichtig sein, durch die
Erkenntnisse der Archäologie auch die "Myt-
hen" aufzuklären ! Ob sie biblischen Ursprungs sind oder anderswie entstanden
sind. Daten und Fakten hier zu sammeln, ist
deshalb dringend notwendig, um nicht mehr
"glaubensmäßig" an dem hängenbleiben zu
müssen, was bisher angeboten war.
Wozu braucht heute noch irgendwer "Mythen", wenn wir die Archäolo-
gie haben, die uns die wahren und wirklichen
"Geschichten" bieten kann ?

H.F.
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Ewald Butz , 10.08.2008 09:58
... Behauptungen, Vermutungen, aber keinerlei Belege für Saba-Palast außer vielen Rinderknochen ;-) .... nach Art eines Theologie-Professors vielleicht ? E.B.
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Hammurabi , 06.12.2008 18:46
Aber Herr Redelings!
Sind Sie doch nicht so empfindlich!
Herr Sternenberg hat doch nur die Wahrheit gesagt und sonst nichts!
Untereinander kämpfen doch die Herren Professoren mit ganz anderen Waffen.
Und der Einwurf mit der Uni Hamburg ist ja wohl ziemlich lächerlich. Seit wann werden denn Vorhaben von Professoren angezweifelt ( auch wenn sie noch so absurd sind )?

Und der Herr Kempkes hat ja nun mal alles auf den Kopf gestellt!
Genau das, was er schreibt, wird nicht erfüllt bzw. ist garnicht vorhanden.
Es gibt kein einziges irgendwie geartetes Zeichen von der Königin von Saba oder ihrem Sohn, aber es wird dahingeschwätzt!?

Ohje, Ohje!

Hammurabi

Beste Grüsse
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Georg Hausmann , 09.12.2008 09:41
Im Mittelpunkt der Feldforschung 2008 stand die Fragestellung: "Wie kam im 10. Jh. v. Chr. das Judentum nach Äthiopien, und wo ist die Bundeslade heute?"
Diese Frage ganz besonders auf den Kopf stellen:
Warum wanderte der Kult, den man heute als Judentum bezeichnet im 10 Jh. v. Chr. aus Athiopien nach Ägypten? Und umgekehrt ägypt. Kulte nach Äthiopien? Wieso musste ein Angehöriger der Führung namens -Moses fluchtartig das Land verlassen?
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aquamarin , 15.12.2008 22:28
Ich finde man muß respektieren was die anderen sagen, und solche leute sind Forscher und durch ihre Arbeit helfen sie uns and die wahrheit näher zukommen, auch wenn das nur vermutungen sind trotzdem ihre arbeit ist zu schätzen.tatsache ist das Königin von Saba gab es wirklich.. und die beziehung zwischen die beiden Länder Yemen und Ethiopien stand auch sehr nah geschweige davon die sprache ,,, also lassen sie bitte die Forscher arbeiten bis die wahrheit rauskommt kann man glauben oder nicht .. viel glück Uni Hamburg
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