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Goldschatz unter Fußboden gefunden

Kategorie: Ausstellungen
12.12.2008 -   LWL / CS

Spektakulärer Münzfund aus Minden kommt ins Museum

Seit Jahrhunderten lag ein Goldschatz unbeachtet unter dem Fußboden eines Wohnhauses in der Mindener Altstadt in Nordrhein-Westfalen verborgen: Es handelt sich dabei um 37 Goldstücke, die im 15. Jahrhundert versteckt wurden. Im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte hat jetzt Dr. Peter Ilisch, Numismatiker und Leiter des Münzkabinetts, den Fund bearbeitet und wissenschaftlich erfasst.

Der Goldfund von Minden-Brüderstraße (Foto: LWL)

Der Goldfund von Minden-Brüderstraße (Foto: LWL)

Bayrischer Goldgulden von 1506, die jüngste Münze im Schatzfund (Foto: LWL)

Bayrischer Goldgulden von 1506, die jüngste Münze im Schatzfund (Foto: LWL)

Münzübergabe: Finder James Ward (links) und Numismatiker Dr. Peter Ilisch (rechts) übergaben den Fund an Museumsleiter Martin Beutelspacher (Foto: Rolf Plöger, Mindener Museum)

Münzübergabe: Finder James Ward (links) und Numismatiker Dr. Peter Ilisch (rechts) übergaben den Fund an Museumsleiter Martin Beutelspacher (Foto: Rolf Plöger, Mindener Museum)

"Zu Zeiten als es noch keine Sparkassen gab, verwahrte man die Ersparnisse in den eigenen vier Wänden und versteckte sie so, dass Räuber sie nicht finden sollten. Wenn Sparer aus verschiedenen Gründen die Vermögenswerte nicht ausgaben, dann blieben sie in ihrem Versteck und überdauerten so die Jahrhunderte", erklärt der Münzexperte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

So war es auch in der Mindener Altstadt: Hier hat ein Mindener Bürger ein denkmalgeschütztes mit-telalterliches Haus in der Brüderstrasse gekauft. Bei Renovierungsarbeiten fand er im Fußboden 37 Goldstücke. Dabei handelte es sich offensichtlich um sorgfältig aus dem Umlauf heraus ausgesuchte Münzen. "Es konnten sich nicht viele leisten Gold zu sparen. Der mittelalterliche Mindener muss durchaus wohlhabend gewesen sein", betont Ilisch.

Die meisten Goldstücke, alle im Gewicht von rund 3 ¼ Gramm, stammen noch aus dem 15. Jahrhundert. Die jüngste jedoch trägt die Jahreszahl 1506. Da zwischen den ältesten und der nächst jüngsten Münzen eine zeitliche Lücke besteht, lässt sich nicht ganz exakt festlegen, zu welchem Zeitpunkt das Gold eingegraben wurde. Die meisten Münzen, insgesamt zwölf, stammen aus Frankfurt am Main. Die Stadt war auch damals schon mit der Frankfurter Messe ein Zentrum des Geldhandels und verfügte dementsprechend über Goldvorräte. Aus Westfalen stammt keines der Goldstücke, aus Niedersachsen nur eines aus Lüneburg.

Der Fund konnte mit der Hilfe von Sponsoren des Mindener Museums für Geschichte, Landes- und Volkskunde erworben werden. Hier wird er auch in Zukunft zu sehen sein.

 

Kommentare

aquamarin , 15.12.2008 20:29
na das ist schön, aber der Mindener Bürger sollte ein belohnung erhalten.... oder wie sehen sie das !!!!!!!!!!!!
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Martin Beutelspacher , 17.12.2008 16:56
Der Mindener Bürger hat den Schatz, der ihm je zur Hälfte als Finder und als Eigentümer des Fundortes gehört, ordnungsgemäß verkauft, weshalb das Mindener Museum beim Erwerb auf Sponsoren angewiesen war.
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Martin Beutelspacher , 17.12.2008 16:58
Der Mindener Bürger hat den Schatz, der ihm je zur Hälfte als Finder und als Eigentümer des Fundortes gehört, ordnungsgemäß verkauft, weshalb das Mindener Museum beim Erwerb auf Sponsoren angewiesen war.
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Stuart Hodgson , 04.01.2009 23:30
Was fuer ein grossartiger Fund! Es scheint das die Personein Sammler war, der verschiedenen Praegungen der Muenzen nach zu beurteilen.
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