24.10.2017 - 11:25:07

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Funde & Befunde

03.09.2015
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Die Studenten Nico Prantner (l.) und Joschua Klein (r.) legen Steine eines römischen Bauwerkes frei. Foto: Saar-Uni

Rätselhaftes römisches Bauwerk auf dem Campus

Dass sich im Wald neben dem Gelände der Universität des Saarlandes Ruinen eines römischen Bauwerks befinden, ist schon länger bekannt. Bisher war man davon ausgegangen, dass es sich um die Überreste einer römischen Villa handelt. Doch was die Experten für Vor- und Frühgeschichte Professor Rudolf Echt und Frank Fecht gemeinsam mit ihren Bachelorstudenten bei der diesjährigen Lehrgrabung bisher freigelegt haben, gibt ihnen noch Rätsel auf. Die Überreste lassen am ehesten auf einen Kultbezirk der Römer schließen.

02.09.2015
Funde & Befunde, Personalia
v.l.n.r.: Der derzeitige Konservierungsbeauftragte Dr. Eduard Egarter Vigl, Museumsdirektorin Dr. Angelika Fleckinger und der Nachfolger PD Dr. med. Oliver Peschel (© Südtiroler Archäologiemuseum)

Ötzi bekommt neuen "Pfleger"

Bis August 2016 wird Dr. Eduard Egarter Vigl noch Konservierungsbeauftragter für den Mann aus dem Eis im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen bleiben. Dann wird er diese Aufgabe auf eigenen Wunsch nach fast 20 Jahren anspruchsvoller Arbeit rund um die Mumie an einen Nachfolger übergeben.

28.08.2015
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Diese Goldringe wurden im Keltengrab in Kirchheim unter Teck gefunden. Foto: LAD/Felix Pilz

Frühkeltisches Frauengrab mit Goldschmuck geborgen

Überraschungsfund bei der Ausgrabung einer prähistorischen Siedlung in Kirchheim unter Teck

Am Rand der Stadt Kirchheim unter Teck stießen Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, die dort seit Juli 2014 im Zuge von Rettungsgrabungen tätig sind, auf einen außergewöhnlichen und unerwarteten Fund: Im Areal einer jungsteinzeitlichen Siedlung des 6. Jahrtausends vor Christus, das im Vorfeld von Erschließungsmaßnahmen für ein Gewerbegebiet derzeit flächig untersucht wird, konnte das Grab einer keltischen Frau aus der Zeit um 500 vor Christus geborgen werden. Fein gearbeiteter Goldschmuck, der im Kopfbereich der Bestattung lag, zeigt, dass die hier bestattete Frau der keltischen Oberschicht angehört haben muss.

24.07.2015
Funde & Befunde
Diese Montage zeigt das bei Grabungen im Hohle Fels neu entdeckte Fragment aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Fotos: J. Lipták/Universität Tübingen

Eine weitere Frauenstatuette aus dem Hohle Fels?

Ein neu entdecktes Elfenbeinfragment aus dem Hohle Fels in Baden-Württemberg gehört möglicherweise zu einer zweiten weiblichen Figurine. Der im letzten Jahr gemachte Fund aus der Altsteinzeit ist derzeit in einer Sonderpräsenation in Blaubeuren zu sehen.

24.07.2015
Funde & Befunde
Restauratorin Susanne Kummer konserviert den über 2.600 Jahre alten Sarg. (Bild: Costa Belibasakis/FH Köln)

Die Restaurierung des Sargs der Harsiese

Im 8. oder 7. Jahrhundert vor Christus wurde im altägyptischen Abusir el Meleq eine Dame namens Harsiese bestattet. Mehr als 2.600 Jahre später liegt ihr hölzerner Sarg im Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS) der Fachhochschule Köln. Susanne Kummer, Absolventin des Masterstudiengangs Restaurierung und Konservierung von Kunst- und Kulturgut, restauriert den beschädigten Sarg, damit dieser wieder ausgestellt werden kann.

17.07.2015
Funde & Befunde
Münzschatz von Lüneburg. Foto: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/User:AxelHH" target="_blank">Axel Hindemith</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode">Creative Commons CC-by-sa-3.0 de</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">Kurzfassung</a>). Bearbeitung AB: geschärft. Originaldatei: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Münzschatz_von_Lüneburg_Haufen.jpg" target="_blankd">Münzschatz von Lüneburg</a> zu finden.

Rätselhafter Schatzfund bei Lüneburg: Reichsbankgold aus der NS-Zeit

Bei Begehungen nahe Lüneburg entdeckte ein archäologisch interessierter Bürger Goldmünzen, die er unverzüglich der archäologischen Denkmalpflege meldete. Die Ausgrabung erbrachte einen Versteckfund Goldmünzen, die von Teerpappe geschützt in zwei versiegelten Beuteln niedergelegt waren. Die Plomben der Berliner Reichsbank legen eine Vergrabung im Kontext des Zweiten Weltkrieg nahe.

26.06.2015
Funde & Befunde
Die in der Feuchtwiese erhaltene sogenannte »Baumleiche« einer Eiche bestand noch aus einem langen Stamm und mindestens drei Astteilen. Foto: LWL/Hallenkamp-Lumpe

"Baumleiche" in Salzkotten entpuppt sich als wertvoller Zeitzeuge

Eigentlich sollte nur ein störendes Holzstück aus den Feuchtwiesen bei Salzkotten-Scharmede beseitigt und vorsichtshalber im Vorfeld untersucht werden. Dass sich das Holz als »Baumleiche«, 1.500 Jahre alt und als historischer Zeuge von großem Wert herausstellte, überraschte nicht nur die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), sondern auch weitere Fachwissenschaftler und den Eigentümer der Wiese. Der Baum stürzte um, als die Völker im Norden Europas und auch in dieser Region in Bewegung kamen und sich neue Siedlungsgebiete suchten.

19.06.2015
Funde & Befunde
Die Überreste des «Kennewick Man» werden derzeit im Burke Museum in Seattle, WA aufbewahrt.

Herkunft des «Kennewick Man» geklärt

Seit fast 20 Jahren rätseln Wissenschaftler über die Herkunft eines 8500 Jahre alten Skelettes. Nach jahrelangen wissenschaftlichen Kontroversen haben Forschende der Universität Zürich und der Universität Kopenhagen nun das Geheimnis um den sogenannten Kennewick Man aus dem Nordwesten der USA entschlüsselt: Es handelt sich um einen Ureinwohner Nordamerikas, dessen Nachkommen noch heute in dieser Region leben.

12.06.2015
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Diese Reste von mittelalerlichen Mauer-Befunden sind in Werl zum Vorschein gekommen. Foto: LWL/Klostermann

Teil der Stadtmauer und eines spätmittelalterlichen Hauses entdeckt

Dass eine Stadtmauer im Garten auftaucht, ist nicht unbedingt Alltag. Auch nicht für die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Stadt Werl hat eine lange Geschichte, nicht zuletzt als Wallfahrtsort. Die Stadtmauer kann davon einiges erzählen - von Großbränden, Fehden und Überfällen, aber auch von einer Blütezeit aus Salz und Pilgertum. Wie das noch undatierte Stück der Stadtbefestigung, das jetzt an der Erbsälzerstraße zum Vorschein gekommen ist.

05.06.2015
Funde & Befunde
Dr. Volker Neubeck von der Universität Jena untersucht Gesteinsfunde von Bilzingsleben. Foto: Anne Günther/FSU

Die Steine von Bilzingsleben

Wissenschaftler der Universität Jena untersuchen Gesteinsfunde von Bilzingsleben neu

Mit einer Sisyphusarbeit ist Dr. Volker Neubeck vom Bereich ur- und frühgeschichtliche Archäologie der Universität Jena betraut. Der 35-Jährige untersucht die Gesteine des steinzeitlichen Fundortes Bilzingsleben in Thüringen. Insgesamt 20.000 Steine müssen Neubeck und seine Hilfskraft Clemens Bock in die Hand nehmen, bestimmen, vermessen und katalogisieren. Ziel ist es, die Genese des Fundortes zu erfassen und zu bewerten.

22.05.2015
Funde & Befunde

4000 Jahre altägyptische Kulturgeschichte online

Eine neue Forschungsdatenbank erschließt die sogenannte "Rubensohn-Bibliothek" des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt rund 800 Schriftstücke restauriert und wissenschaftlich aufgearbeitet und sind jetzt über die Datenbank frei zugänglich.

02.05.2015
Funde & Befunde, Denkmalschutz
Fragment eines Lehmziegels mit gestempelter Gedenkinschrift des Königs Amar-Suena in sumerischer Sprache (um 2000 v. Chr., Südirak; Höhe: 10,1 cm, Breite: 12,9 cm, Dicke: 6,5 cm) (© Markus Hilgert)

Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergibt Ziegelfragment an den Irak

Ein Ziegelfragment aus dem 3. Jahrtausend vor Christus hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz am vergangegen Dienstag, den 28.4.2015, dem Irak übergeben. Eine Privatperson hatte das wertvolle Stück im März 2015 mit der Post an das Vorderasiatische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin geschickt und es diesem zur weiteren Verwahrung als Geschenk überlassen. Dabei hatte die Privatperson angegeben, das Fragment in den 1980er Jahren im Südirak "als Souvenir" geschenkt bekommen zu haben.

02.05.2015
Funde & Befunde
Forensische Gesichtsrekonstruktion des Herrn von Morken von Dr. C. Niess, Frankfurt: Vorderansicht (© Jürgen Vogel/LVR-LandesMuseum Bonn)

Gesichtsrekonstruktion des Herrn von Morken in Bonn

Ein 1400 Jahre alter Rheinländer erhält sein Gesicht zurück

Der Herr von Morken bekommt ein Gesicht! Als Endpunkt eines interdisziplinären Forschungsprojektes zu Lebensweise, Ernährung, wirtschaftlichen Ressourcen und internationalen Kontakten der merowingerzeitlichen Bevölkerung im Rheinland steht die Begegnung mit einer einzelnen, vor 1400 Jahren verstorbenen Person. Jetzt konnte eine forensische Gesichtsrekonstruktion des Herrn von Morken angefertigt werden.

16.04.2015
Funde & Befunde
Der Münzschatz von Spay (© Jürgen Vogel,  LVR-LandesMuseum Bonn)

LVR-LandesMuseum Bonn erwirbt spätantiken Münzschatz

Ein herausragender Münzschatz aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. konnte vom Landschaftsverband Rheinland angekauft werden und ist seit dem 8. April im LVR-LandesMuseum in Bonn zu sehen. Es handelt sich um 859 fast prägefrische, versilberte Bronzemünzen, die zwischen 294 und 299 n. Chr. in der Zeit der Tetrarchie (293‒305 n. Chr.) in der Münzstätte in Trier geprägt wurden.

10.04.2015
Funde & Befunde
Saisonale Paläo-Spezialität? Ei eines Singschwans (Naturhistorische Sammlung des Museums Wiesbaden. Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Klausrassinger" target="_blank">Klaus Rassinger</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Gerhardcammerer" target="_blank">Gerhard Cammerer</a>; Auschnitt durch AB, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode" target="_blank">Creative Commons CC-by-sa-3.0 de</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">Kurzfassung</a>). Originaldatei: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cygnus_cygnus_MWNH_1960.JPG" target="_blank">Cygnus cygnus MWNH 1960</a>.

Was 300.000 Jahre alte Eierschalen über die Umwelt der Altsteinzeit verraten

Am ehemaligen See in Schöningen brüteten Singschwäne

Bei Ausgrabungen in der altpaläolithischen Fundstelle Schöningen in Niedersachsen hatten Archäologen der Universität Tübingen Überreste von Eierschalen entdeckt, die nun verschiedenen Vogelarten zugeordnet werden konnten. Der Fund könnte ein Indiz dafür sein, dass Vogeleier eine saisonal wichtige Nahrungsquelle der frühen Menschen gewesen sein könnten.

22.01.2015
Denkmalschutz, Funde & Befunde
Die an Italien zurückgegebenen Objekte aus aus dem Steinkistengrab von Laterza. Bild: V. Iserhardt © Bildarchiv RGZM

RGZM gibt aus Raubgrabung stammende Antiken an Italien zurück

Im Jahr 1978 plünderten Raubgräber in der Nähe von Laterza in Apulien ein 6.000 Jahre altes Steinkistengrab, die Funde gelangten in den Antikenhandel und schließlich in den Besitz des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM). Heute übergab Generaldirektor Falko Daim die Fundobjekte an den Generalkonsul der Republik Italien.

09.01.2015
Ausstellungen, Funde & Befunde
Der Finder Paul Bazynski mit der vermeintlichen archäologischen »Sensation«, dokumentiert 1980 von der Hertener Zeitung. Foto: Hertener Allgemeine/Peter Rudolph

Irrtümern und Fälschungen auf der Spur

Ausstellungsvorbereitungen rollen westfälischen Fall neu auf

Ein Skelett des sagenhaften Einhorns, das tatsächlich aus Bären- und Mammutknochen zusammengesetzt wurde, eine fränkische Krone, bei der es sich in Wahrheit um die Beschläge eines Eimers handelt: Dreiste Betrüger hatten angebliche Sensationsfunde manipuliert, denn Irrtümer und Fälschungen machen auch vor der Archäologie nicht Halt.

28.11.2014
Funde & Befunde
Auf dem mittelalterlichen Pergament kam wieder der Ursprungstext zum Vorschein. (Foto: spectral imaging by EMEL, processed image by david kelbe. © project fwf p24523-g19)

Zwischen den Zeilen gelesen

Wissenschaftler aus Bern und Wien haben auf einem mittelalterlichen Pergament einen nahezu unsichtbaren Text entdeckt und entziffert. Die vor 1000 Jahren niedergeschriebenen Zeilen gehören vermutlich zum verschollen geglaubten Werk eines antiken Historikers und bringen Licht in eine wenig bekannte Epoche des römischen Reiches.

21.11.2014
Funde & Befunde
Bei der Ausgrabung dieses jungsteinzeitlichen Friedhofs in Nubien (Sudan) entdeckten die Forscherinnen und Forscher Pflanzenpartikel, die sich im Labor als Spuren von angebautem Getreide herausstellten. Foto: © D. Usai/ S. Salvatori

Afrika: Frühe Vielfalt auf dem Speiseplan

Spuren von angebautem Getreide im Sudan schon vor 7.000 Jahren

Die Menschen in Ostafrika ernährten sich mehrere Jahrhunderte früher als bisher bekannt von angebautem Getreide. Einem Forschungsteam aus Barcelona, Treviso, London und Kiel gelang der Nachweis uralter Gerste- und Weizenreste in Grabbeigaben und Zähnen von zwei jungsteinzeitlichen Friedhöfen im Zentralsudan und Nubien. Die Ergebnisse der Analysen sind kürzlich im Fachjournal PLoS ONE (online) erschienen.

21.11.2014
Funde & Befunde
Neu entdeckter Steinblock im Steinbruch von Baalbek (rechte Bildhälfte). Foto © DAI

Der dickste Brocken der Antike liegt im Libanon

Libanesisch-deutsches Forscherteam entdeckt weltweit größten antiken Steinblock in Baalbek

Der monolithische Block im Steinbruch von Baalbek ist 19,60 m lang, 6 m breit und mindestens 5,5 m hoch. Sein Gewicht wird auf ca. 1.650 Tonnen geschätzt. Nun soll erforscht werden, warum der Steinblock nicht fertiggestellt wurde und im Steinbruch verblieb – und mit welchen Mitteln er überhaupt hätte transportiert werden können.

21.11.2014
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Die Grabstele nach der Reinigung. Foto: J. Stroszeck / DAI Athen

Attische Grabstele auf dem Kerameikos gefunden

Bei den derzeit laufenden Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) im Kerameikos von Athen wurde überraschend das Fragment einer klassischen Grabstele gefunden. Es war im Lauf der Jahrhunderte mehrfach wiederverwendet worden.

20.11.2014
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Watenstedt. Die bronzezeitliche Burg mit Grabungsarbeiten in der Unterstadt. Foto: A. Grüttemann

Speiseplatz der Götter

3.000 Jahre alter skandinavischer Zeremonialort bei Watenstedt entdeckt

Bei Ausgrabungen an der Hünenburg bei Watenstedt im Landkreis Helmstedt fanden Archäologen der Universität Göttingen ein Feld von 450 Gargruben. Solche Gruben, in denen Speisen auf erhitzten Steinen gegart wurden, sind ansonsten weiter östlich und vor allem im skandinavischen Raum verbreitet. Sie liegen - wie in auch Watenstedt - in der Regel außerhalb der Siedlungsbereiche und werden mit rituellen Handlungen in Verbindung gebracht. Für eine skandinavische Herkunft der jungbronzezeitlichen Bewohner des Herrschaftssitzes am Nordrand des Harzes sprechen nach Ansicht der Forscher auch die hier gefundenen Bronzebecken samt passender Gießformfragmente, von denen Parallelen bisher nur aus Dänemark bekannt sind.

14.11.2014
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Basaltstele mit unbekannter Götterdarstellung. Foto: Forschungsstelle Asia Minor

Einzigartiges römisches Relief entdeckt

Überreste aus 2.000 Jahren Kultgeschichte freigelegt

Altertumswissenschaftler des Exzellenzclusters »Religion und Politik« an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster finden nahe der antiken Stadt Doliche im Südosten der Türkei eine unbekannte Götterdarstellung.

30.10.2014
Funde & Befunde
Diese Figur wurde jetzt dem bolivianischen Nationalmuseum für Archäologie übergeben: Steinfigur aus Tiwanaku im Pukara-Stil, 200 v. Chr. bis 200 n. Chr. © Bernisches Historisches Museum, Bern. Foto Christine Moor

»Ekeko«-Figur zurück in Bolivien

Das Bernische Historische Museum hat dem bolivianischen Nationalmuseum für Archäologie in La Paz eine Steinfigur übergeben, die als eines der besterhaltenen und schönsten Zeugnisse der Pukara-Kultur gilt. Diese ist somit ab sofort in Bolivien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Die beiden Museen haben in Bezug auf die Figur eine Zusammenarbeit in den Bereichen Konservierung, Forschung und Vermittlung vereinbart.

24.10.2014
Funde & Befunde, Forschung, Veröffentlichungen
Die Untersuchungsergebnisse sind im soeben erschienenen Tagungsband zum 6. Mitteldeutschen Archäologentag publiziert. Bild: LDA Sachsen-Anhalt

Goldfund von Bernstorf stammt wohl doch nicht aus der Bronzezeit

Neue Materialanalysen zeigen, dass es sich um modernes Gold handelt

Als im Jahr 1998 im Umfeld der mittelbronzezeitlichen Befestigungsanlage im bayerischen Bernstorf mehrere Gold- und Bernsteinobjekte gefunden wurden, sorgte das für jede Menge Gesprächsstoff. Rätselhafte, anscheinend der mykenischen Linearschrift B zuzuordnende Zeichen auf den Bernsteinobjekten und erste Materialanalysen des Goldes, die Ähnlichkeiten mit Funden aus dem Grab des ägyptischen Pharaos Echnaton zeigten, wurden als Beleg für Handelsbeziehungen zwischen Bayern und dem Mittelmeerraum während der Bronzezeit gewertet. Die Ergebnisse neuer Materialanalysen, die am gestrigen Donnerstag in einem neu erschienenen Tagungsband vorgelegt wurden, zeigen nun allerdings, dass das Gold einen Reinheitsgrad von 99,99% aufweist - und demnach mit modernen Verfahren hergestellt worden sein muss. Auch die Echtheit der Bernsteinfunde wird nun in Zweifel gezogen.

17.10.2014
Funde & Befunde
Spätkeltische Silbermünzen aus Merklingen. Foto: Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg / Y. Mühleis

Keltischer Münzschatz bei Merklingen entdeckt

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart jetzt mitteilte, haben Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart bei archäologischen Untersuchungen im Vorfeld des Neubaus der ICE-Strecke Wendlingen-Ulm/Ausbau A 8 in der Nähe von Merklingen im Juli 43 keltische Silbermünzen entdeckt.

12.09.2014
Forschung, Funde & Befunde
Die Bildmontage aus Luftbildern, LIDAR-Scan- und Bodenradar-Daten zeigt die prähistorischen Monumente rund um Stonehenge, von denen es mehr gibt als bislang angenommen. Die neuen Entdeckungen sind rot hervorgehoben. Bild: © LBI ArchPro, Wolfgang Neubauer

Neue Entdeckungen bei Stonehenge

Stonehenge, das bekannteste prähistorische Monument der Welt, ist mehr als nur ein Steinkreis. Umgeben von einem Graben und einem Wall steht das Monument im Zentrum hunderter Grabhügel, die bis heute die umliegende Landschaft prägen. Trotz jahrhundertelanger Erforschung blieben die Flächen zwischen den im Gelände sichtbaren Monumenten terra incognita. Nun hat ein internationales Forscherteam das Gebiet rund um das Megalithbauwerk im Rahmen eines mehrjährigen Projektes mit geophysikalischen Methoden genauer unter die Lupe genommen und dabei 17 bisher unbekannte Monumente entdeckt.

05.09.2014
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Gussform für eine Kolbenkopfnadel aus den aktuellen Grabungen im Vorfeld der JAGAL-Trasse. Foto: R. Hüthig © LDA Sachsen-Anhalt

Bronzezeitliches Metallhandwerk bei Preußlitz

Rückschlüsse auf vorgeschichtliche Wirtschafts- und Austauschsysteme

Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Neubaus einer Gastrasse unweit von Bernburg fanden Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt eine große Kreisgrabenanlage und Gußformen aus der Bronzezeit.

29.08.2014
Funde & Befunde
In der Kirche Sant'Ambrogio in Mailand: Prof. Dr. Sabine Schrenk (rechts) von der Universität Bonn und die Kölner Textilrestauratorin Ulrike Reichert mit den wertvollen Tuniken. (&copy; Foto: Jochen Schaal-Reichert)

Vom Seidentuch zur Reliquie

Archäologen der Universität Bonn und Restauratoren sichern und erforschen Tuniken, die dem heiligen Ambrosius aus dem vierten Jahrhundert zugeschrieben werden. Bei der Untersuchung der kostbaren Seidengewänder fördern sie erstaunliche wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte der frühen Reliquienverehrung zutage.

09.08.2014
Ausstellungen, Funde & Befunde
Dr. Hans-Peter Müller (rechts) lässt sich von Bernhard Gutmann zeigen, wie die Restaurierung des zirka vier mal zwei Meter großen Gibsabgusses vorangeht. (Foto: Grit K. Friedmann)

Antikenmuseum Leipzig restauriert Relief-Koloss

Im Antikenmuseum in Leipzig wird derzeit ein über 100 Jahre alter Gipsabguss des sogenannten Beutereliefs vom Titusbogen auf dem Forum Romanum in Rom restauriert. Vom 11. Dezember an soll der gewaltige, generalüberholte Relief-Koloss mit einer Größe von zirka vier mal zwei Metern dann erstmalig in Frankfurt am Main in einer Ausstellung des Jüdischen Museums zu sehen sein.