- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.2: Fundpunkt.
- 1.3: Nachrichten.
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- 1.3.2: Ausgrabungen.
- 1.3.3: Ausstellungen.
- 1.3.4: Denkmalschutz.
- 1.3.5: Forschung.
- 1.3.6: Funde & Befunde.
- 1.3.7: Personalia.
- 1.3.8: Studium.
- 1.3.9: Universität.
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- 1.3.12: Veröffentlichungen.
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- 9: FAQ.
Von A bis Z

Forschung
Forschen in der Wüste
Dass eine Ägyptologin im Sudan arbeitet, ist so ungewöhnlich nicht. Denn zur Zeit der Ramessiden wurde das damalige Nubien von Ägypten beherrscht. 700 vor Christus war es dann so weit erstarkt, dass es im Gegenzug das Land am Nil unterwarf und es 50 Jahre lang beherrschte. So ist der unbekanntere Nachbar der Forschungsschwerpunkt der Ägyptologin Prof. Dr. Angelika Lohwasser vom Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Münster (WWU). Gerade ist sie von einer durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierten Kampagne zurückgekehrt.
"hie sal nymant yn gan ..." - Mittelalterliches "Verbotsschild" entdeckt
Das wohl älteste "Verbotsschild" Westfalens haben Denkmalpfleger des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) jetzt auf der Burg Dringenberg im Bad Driburger Ortsteil Dringenberg (Kreis Höxter) entdeckt. Im Torhaus der Burg wurde eine äußerst seltene in den Putz geritzte Inschrift aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts identifiziert.
Blick in den Untergrund
Der Universitäts-Förderpreis der mainfränkischen Wirtschaft geht in diesem Jahr an Dr. Christof Kneisel. Der Geograph investiert das Geld in ein High-Tech-Messgerät, mit dem er den Bodenwasserhaushalt in Unterfranken und den Permafrost in den Alpen erforschen wird. Geoarchäologische Projekte können von dem Gerät ebenfalls profitieren.
Archäologen auf den Spuren des Dreißigjährigen Krieges
Neue Einblicke durch systematische Prospektion
Die Schlacht von Lützen markiert einen Wendepunkt des Dreißgjährigen Krieges. 6.500 Soldaten fielen in dieser Schlacht am 16. November 1632 und auch der Schwedenkönig Gustav II. Adolf fand den Tod. Fast 400 Jahre danach versuchen Archäologen, ein objektives Bild der Ereignisse zu zeichnen. Dazu untersuchten sie seit Ende 2009 etwa ein Drittel des damaligen Schlachtfeldes mit Metallsonden. Die Verteilung der bisher mehr als 10.000 Funde ermöglicht detaillierte Einblicke in den Verlauf der Schlacht.
Römisches Kriegsschiff kreuzt im Dienst der Wissenschaft
Trierer Professor Christoph Schäfer betreut Nachbau einer „Navis Lusoria“
Ein Desaster? Über Monate haben viele Hände an dem Nachbau eines römischen Kriegsschiffs gebaut. Und dann das: Bei der Jungfernfahrt dringt Wasser in den Rumpf. Was Laien in eine Schrecken versetzt, ist für Experten kein unrühmlicher Untergang eines ambitionierten Projekts, sondern durchaus beabsichtigt.
Der "Fluch" der ägyptischen Oberschicht
Herz-Kreislaufprobleme und Arterienverhärtung waren häufige Leiden im Alten Ägypten
Ein Forschterteam unter der Leitung der Kardiologen Adel Allam von der Al Azhar Medical School in Kairo und Gregory Thomas von der University of California in Irvine hat 52 altägyptische Mumien im Computertomographen untersucht, um mehr über den Gesundheitszustand der damaligen Oberschicht zu erfahren.
Ein Blick auf 400.000 Jahre Vergangenheit
Nie zuvor konnten Wissenschaftler so weit in die Klimageschichte des Nahen Ostens zurückblicken: Ein internationales Team hat 220 Meter tief im Grund des Vansees gebohrt. Erste Stichproben der Bohrkerne zeigen: Das Klima schwankte dramatisch, gewaltige Vulkanausbrüche waren nicht selten, Erdbeben erschütterten die Region − und der jetzt lebensfeindliche salzhaltige See war früher mal ein Süßwassersee.
Ohne Grabung "ausgegraben": Großflächige Prospektion auf der Schwäbischen Alb
Das Wiener Ludwig Boltzmann Institut und das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz wollen in einem mehrjährigen Forschungsprojekt ein 20 km² großes Gebiet auf der Schwäbischen Alb untersuchen.
Zeitreise in das frühe Christentum
Einen Einblick in die Organisation und Institutionalisierung des frühen Christentums bieten kirchenrechtliche Texte aus dem christlichen Orient des 5. und 6. Jahrhunderts, denen sich die Forschungsstelle Christlicher Orient an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) in einem dreijährigen Projekt widmen wird. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 300.000 Euro.
Antiker Kulturaustausch am Horn von Afrika
Das Hochland von Äthiopien war bereits im 1. Jahrtausend v.Chr. ein Schmelztiegel der Kulturen. Die Universität Jena und die äthiopische Mekelle University wollen bei der Erforschung des antiken Kulturaustausches zusammenarbeiten.
VolkswagenStiftung startet Videoblog
Acht von der VolkswagenStiftung geförderte Projekte aus unterschiedlichen Fachdisziplinen präsentieren sich auf dem Portal sciencemovies. Mehrere Monate lang haben die Wissenschaftler ihren Forschungsalltag mit der Kamera begleitet. In jeweils rund dreiminütigen Videobeiträgen geben sie einen lebendigen und anschaulichen Einblick in ihre wissenschaftliche Arbeit.
Bamiyan-Buddhas strahlten rot, weiß und blau
Die monumentalen Buddhas von Bamiyan leuchteten früher in kräftigen Farben. Restauratoren der Technischen Universität München (TUM) haben hunderte Fragmente der von den Taliban gesprengten Statuen analysiert. Sie haben den Zeitraum der Entstehung erstmals verlässlich datiert und die technisch brillante Bauweise erforscht. Ein Verfahren, das sie gemeinsam mit der Firma eines TUM-Absolventen entwickelt haben, könnte das poröse Gestein festigen und einen Wiederaufbau des antiken Weltkulturerbes ermöglichen.
Lebensbedingungen und Körpergröße in prähistorischer Zeit
In einem auf vier bis fünf Jahre angelegten Projekt sollen Nachwuchswissenschaftler am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin den Zusammenhang der vorgeschichtlichen Lebensbedingungen mit der Körpergröße des prähistorischen Menschen untersuchen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Vorhaben im Rahmen ihres Emmy-Noether-Programms mit etwa einer Million Euro.
Dissertation über das Mittelpaläolithikum ausgezeichnet
Dr. Héloïse Koehler erhält den Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie. In ihrer Arbeit stellt sie die bisher vorliegenden Kategorisierungen von Neandertaler-Artefakten auf den Prüfstand.
Antike Astronomie: Eine Neuentdeckung im Neuen Museum?
Berliner Wissenschaftshistoriker scannen antikes Marmorfragment mit eingravierter Sterndarstellung.
Out of Africa - früher als bisher angenommen
Ein internationales Wissenschaftlerteam um Prof. Hans-Peter Uerpmann von der Eberhard Karls Universität Tübingen hat die bisher verbreitete Ansicht widerlegt, dass anatomisch moderne Menschen vor etwa 70.000 Jahren von Afrika über Arabien nach Südasien eingewandert seien. Die neuen Daten belegen, dass dies schon gut 50.000 Jahre früher geschah und dass moderne Menschen schon vor etwa 125.000 Jahren den Südosten Arabiens erreicht hatten. "Anatomisch moderne" Menschen – unsere direkten Vorfahren – entstanden vor etwa 200.000 Jahren in Afrika und haben in der Folgezeit den Rest der Welt bevölkert.
Mitteldeutscher Archäologiepreis 2011
Die Stiftung zur Förderung der Archäologie in Sachsen-Anhalt vergibt auch im Jahr 2011 wieder den Mitteldeutschen Archäologiepreis. Nominierungsvorschläge können noch bis zum 15. April eingereicht werden.
Klimadynamik und gesellschaftliche Veränderungen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Willy Tegel von der Universität Freiburg, Institut für Waldwachstum, und Dr. Ulf Büntgen von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL, und hat erstmals das europäische Sommerklima der letzten 2500 Jahre anhand von Jahrringen erfasst. Die Resultate zeigen auffällige Parallelen zwischen starken Klimaschwankungen und grossen gesellschaftlichen Veränderungen wie Völkerwanderung, mittelalterlicher Blütezeit sowie Folgen von Pest und Krieg.
Weder Neandertaler noch moderner Mensch
Das Genom eines ausgestorbenen Urmenschen liefert neue Erkenntnisse über die Ursprünge des modernen Menschen
Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat das Kerngenom eines mindestens 30.000 Jahre alten Fingerknochens sequenziert. Dieser stammt von einem ausgestorbenen Urmenschen, dessen Überreste von Archäologen der Russischen Akademie der Wissenschaften 2008 in der Denisova-Höhle im südlichen Sibirien ausgegraben wurden. Demnach war der Mensch aus Denisova weder Neandertaler noch moderner Mensch, sondern eine neue Homininenform.
Leibniz-Preis für Ägyptologen der Universität Heidelberg
Prof. Dr. Joachim Friedrich Quack, Direktor des Ägyptologischen Instituts der Universität Heidelberg, erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2011 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Heidelberger Wissenschaftler wird als einer der »international bedeutendsten deutschen Ägyptologen« ausgezeichnet, wie die DFG mitgeteilt hat. Die Auszeichnung – der bedeutendste Forschungspreis in Deutschland – ist mit einem Preisgeld von 2,5 Millionen Euro verbunden. Die Mittel kann Prof. Quack für künftige Forschungsaktivitäten einsetzen.


















