27.04.2017 - 12:58:12

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Forschung

13.04.2017
Forschung
Kopf einer Salzmumie im Nationalmuseum Teheran. Foto: A. Brunn

Salzmumien aus dem Iran und ein Schatzfund aus Bulgarien

Fördermittel für Forschungsprojekte

Die Gerda Henkel Stiftung hat für mehr als 40 neue Forschungsprojekte insgesamt 3,5 Millionen Euro bewilligt, darunter eines zu den Salzmumien aus dem Iran und zu einem byzantinischen Schatz aus Bulgarien.

12.04.2017
Forschung
Wölbäcker bei Cold Newton in Leicestershire (England). Foto: Matt Neale (CC BY-SA 2.0)

Welchen Nutzen hatten Wölbäcker?

Neues Forschungsprojekt der Uni Halle

Ihre Bedeutung und ihr Nutzen sind bis heute nicht abschließend geklärt – trotzdem gibt es diese Äcker im ganzen Land: Wölbäcker sind das Produkt einer Jahrhunderte alten Agrartechnik. Bodenkundler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wollen ihren Eigenschaften und ihrer Geschichte auf den Grund gehen. Dabei verbinden sie modernste bodenchemische Methoden mit dem Knowhow von Historikern und Archäologen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt für drei Jahre mit rund 240.000 Euro.

07.04.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Das Eisfeld am Schnidejoch Pass (2.756 m.ü.M.) ist in den vergangenen Jahrzehnten stark abgeschmolzen. Das Bild zeigt die Situation im Jahr 2005. Bild: Kathrin Glauser

Prähistorische Weidewirtschaft in den Hochalpen

Bereits vor 7.000 Jahren - und damit viel früher als bisher angenommen - waren die Menschen in der Schweiz in den Hochalpen unterwegs und betrieben Weidewirtschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Bern, in der archäologisches Wissen mit Erkenntnissen aus der Paläoökologie kombiniert werden. Eine entscheidende Rolle spielten dabei prähistorische Funde vom Schnidejoch Pass.

04.04.2017
Forschung

Ernährung vielfältiger als bisher angenommen

Nahrungsspektren prä- und frühhistorischer, nichtagrarischer Gesellschaften waren laut einer Studie von Paläontologen und Archäologen vielfältiger als bisher angenommen. Wie die archäobotanische Untersuchung von Fundmaterial aus Nordjapan belegt, gab es bereits in der Ochotsk-Kultur im ersten Jahrtausend n. Chr. eine besondere Form hybrider Subsistenzwirtschaft. Diese war gekennzeichnet durch Jagen und Sammeln auf der einen Seite sowie Landwirtschaft mit dem Anbau vollständig domestizierter Pflanzen wie Gerste auf der anderen Seite.

03.04.2017
Forschung
Das deutsche Forschungsschiff METEOR wird für die Wissenschaftler während der Expedition Labor und Wohnung zugleich sein (Foto: Tobias Fischer)

Die Suche nach dem Zusammenhang zwischen Klima- und Kulturwandel

Wie haben Umwelt- und Klimaveränderungen in früheren Phasen der Menschheitsgeschichte die Kulturen beeinflusst – und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für den gegenwärtigen Klimawandel ziehen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer dreiwöchigen Expedition mit dem Forschungsschiff METEOR, die ein internationales Team aus Geowissenschaftlern und Archäologen unter der Leitung von Forschern der Universität Heidelberg in das östliche Mittelmeer führen wird.

31.03.2017
Ausgrabungen, Forschung
Überblick über Tavernen, Amphitheater und Gladiatiorenschule (© LBI ArchPro, 7reasons)

Panem et circenses: Neue Entdeckungen im römischen Carnuntum

Die Forscher des Ludwig Boltzmann Instituts für archäologische Prospektion und virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) haben nach der Entdeckung der Gladiatorenschule 2011 nun auch das gesamte Stadtgebiet von Carnuntum östlich von Wien im Auftrag des Landes Niederösterreich mit Bodenradar durchleuchtet.

29.03.2017
Forschung
Die Freiburger Althistorikerin Prof. Dr. Sitta von Reden will ein umfassendes Modell des Austauschs zwischen den Imperien in der Antike entwickeln. Foto: Olaf Pascheit

Wirtschafts- und Kulturaustausch zwischen den Imperien in der Antike im Fokus

Der Europäische Forschungsrat fördert das Projekt »Jenseits der Seidenstraße« mit 2,5 Millionen Euro

Sitta von Reden, Professorin für Alte Geschichte an der Universität Freiburg, wird den Zusammenhang von Wirtschaft, kulturellem Austausch, Migration und die Bedeutung von Grenzregionen untersuchen – jene Faktoren also, die es unter anderem ermöglichten, dass chinesische Seide bis nach Rom gelangte. Mit einem internationalen und fächerübergreifenden Forschungsteam möchte sie ein umfassendes Modell des Austauschs zwischen den Imperien in der Antike entwickeln.

28.03.2017
Forschung
Verhaltensforscher Dr. Claudio Tennie möchte herausfinden, ob für die Herstellung und Benutzung von frühen Steinwerkzeugen die kognitiven Fähigkeiten von Menschenaffen ausreichen oder menschliches Kognitionsvermögen erforderlich ist. Foto: Friedhelm Albrecht / Universität Tübingen

Verhaltensforscher untersucht die Entwicklung früher Steinwerkzeuge

1,5 Millionen Euro Förderung durch den Europäischen Forschungsrat

Dr. Claudio Tennie vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen wird ab dem 1. April mit einem Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert. Mit diesem Programm soll jungen Wissenschaftlern der Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe ermöglicht werden. Tennies Projekt »STONECULT« wird in den nächsten fünf Jahren mit 1,5 Millionen Euro unterstützt. Der Verhaltensforscher, der bisher an der Universität Birmingham tätig war, möchte herausfinden, ob für die Herstellung und Benutzung von frühen Steinwerkzeugen die kognitiven Fähigkeiten von Menschenaffen ausreichen, oder menschliches Kognitionsvermögen erforderlich ist.

17.03.2017
Forschung
Karte der Orte, die während der Expeditionen zwischen 1921 und 1965 besucht wurden.

»Seit Anbeginn der Zeit«

DNA-Analyse bestätigt einzigartige Bindung der australischen Ureinwohner an ihr Land

Die Analyse von DNA aus Haarproben, die in den 1900er Jahren in vielen Regionen Australiens gesammelt wurden, zeigt ein ausgeprägtes geografisches Muster. Das deutet darauf hin, dass die verschiedenen Bevölkerungsgruppen der australischen Ureinwohner bis zu 50.000 Jahre lang beständig in derselben Region siedelten. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie unterstreicht die einzigartige Bindung der Ureinwohner Australiens an ihr Land und zeichnet erstmals eine detaillierte genetische Karte Australiens vor der Ankunft der Europäer.

17.03.2017
Forschung
Virtuelle Rekonstruktion der Hammaburg-Siedlung mit Ansgars Kirche vor 845, projiziert in das heutige Stadtbild mit Rathaus, Jungfernstieg und Binnenalster. Archäologisches Museum Hamburg (AMH)

Verbundprojekt der HafenCity Universität Hamburg erweckt Domplatz wieder zum Leben

Kann die Geschichte des Hamburger Domplatzes mittels neuer Technologien erlebbar gemacht werden? Und kann die Attraktivität des Platzes durch kulturelles Storytelling und innovative Dienstleistungsangebote gesteigert werden? Auf Grundlage dieser Fragestellungen untersuchen Forschende der HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Kooperation mit dem Archäologischen Museum Hamburg (AMH), dem Digitalnetzwerk Hamburg@work und eCulture.info die Revitalisierungspotenziale dieses zentralen Ortes in der Hamburger Innenstadt.

17.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
In Tønsberg, Norwegens ältester Stadt werden die berühmten Wikingerschiffe neu hergestellt ‒ hier findet auch das jährliche Wikinger-Festival statt. Foto: Nina Nordström

Wikinger sind die neuen Helden

Archäologin untersucht im Sonderforschungsbereich »RessourcenKulturen« der Universität Tübingen den Wandel der Wikinger-Begeisterung zur globalen Marke

Wikinger sind die neuen Helden der Gegenwart: Im vergangenen Jahrzehnt ist ein regelrechter »Viking Hype« entstanden, der »den Wikinger« zur globalen Marke gemacht hat, wie Dr. Nina Nordström vom Sonderforschungsbereich RessourcenKulturen (SFB 1070) der Universität Tübingen in ihrer Forschung dokumentiert. Anstelle des lange gängigen Bildes vom primitiven Krieger stünden die skandinavischen Seefahrer heute für Mut, Abenteuer, Revolution und starke Frauen.

08.03.2017
Forschung

Nominierungen für Berliner Digital Humanities-Preis 2017

Ab sofort können Projekte für den Berliner DH-Preis 2017 nominiert werden. Der Berliner DH-Preis wird vom Interdisziplinären Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) seit 2015 einmal jährlich für herausragende Berliner Projekte auf dem Gebiet der Digital Humanities (DH) verliehen. Vorschläge können sowohl von WissenschaftlerInnen, die in dem vorgeschlagenen Projekt aktiv mitwirken als auch von dessen NutzerInnen kommen.

03.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Grabhügel der Pazyryk Kultur (Ukok, südliches Altai, Russland). Foto/©: Vyacheslav Molodin

Eisenzeitliche Reiternomaden der Steppe haben europäische und ostasiatische Vorfahren

Genfluss über den Steppenraum geht einher mit der Verbreitung der skythischen Kultur und bringt ostasiatische Gene nach Europa

Im 1. Jahrtausend vor Christus war die Eurasische Steppe vom Karpatenbecken bis zum Altai-Gebirge von reiternomadischen Gruppen besiedelt. Die bekanntesten unter ihnen sind die Skythen, die im Bereich nördlich des Schwarzen Meeres zu finden waren. Die skythische Kultur, zu der neben dem berittenen Bogenschießen auch eine besondere Kunstform, der »Tierstil« gehört, findet sich allerdings nicht nur im nordpontischen Raum, sondern über die gesamte Eurasische Steppe bis ins Altai-Gebirge wieder. Tatsächlich finden sich die bislang ältesten Artefakte, die dem Tierstil zugeschrieben werden können, im Osten der Eurasischen Steppe.

03.03.2017
Forschung
Gefunden auf dem antiken Schlachtfeld in Kalkriese: Acht Goldmünzen. Foto: Hermann Pentermann, Varusschlacht im Osnabrücker Land

Kalkriese als Ort der Varusschlacht? Großes Forschungsprojekt startet in Museum und Park Kalkriese

»Kalkriese als Ort der Varusschlacht? – eine anhaltende Kontroverse« ist die zentrale Frage des neuen Kalkrieser Forschungsprojekts. Gemeinsam mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum und der Ludwig-Maximilians-Universität München werden erstmals im großen Umfang Untersuchungen zur kulturhistorischen Kontextualisierung der archäologischen Funde des antiken Schlachtfelds von Kalkriese vorgenommen.

03.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Kultivierter Urwald: Menschen prägten die Pflanzenwelt im Amazonasbecken, wie etwa im Staatswald von Humaitá im brasilianischen Bundesstaat Amazonas, stärker als bislang angenommen. Denn sie domestizierten etwa Acai-Palmen und sorgten für deren Verbreitung. © Carolina Levis

Der Mythos vom unberührten Amazonaswald

Ureinwohner hinterließen Spuren im Regenwald indem sie Baumarten domestizierten

Bäume, die von präkolumbianischen Völkern domestiziert wurden, spielen bis heute eine wichtige Rolle in den Wäldern des Amazonas-Beckens. Die Vorstellung, dass die ausgedehnten Regenwälder vor der Ankunft der Spanier in Südamerika unberührt von menschlichem Einfluss waren, hat damit einen Dämpfer erhalten.

03.03.2017
Forschung
Hofheim (Main-Taunus-Kreis). Georadar im Einsatz © Dr. B. Leinthaler, hessenARCHÄOLOGIE

Geophysikalische Untersuchungen im Bereich des römischen Hofheims

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der Stadt Hofheim, der hessenARCHÄOLOGIE, der Römisch-Germanischen Kommission (RGK) des DAI sowie der Universität Frankfurt a. M. begannen in den letzten Tagen die geophysikalischen Messungen im Bereich der römischen Militärlager.

03.03.2017
Forschung
Dr. Eneko Hiriart bei der Preisverleihung (Foto: RGZM)

Preisträger zu Forschungszwecken im RGZM

Die hauseigene Sammlung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) steht dem Preisträger des "Prix Européen d’Archéologie Joseph Déchelette 2016" offen: Zu weiteren Forschungszwecken erhält der Archäologe Dr. Eneko Hiriart Einblicke in die umfangreiche keltische Münzsammlung des RGZM. Der im Juni letzten Jahres erstmals ausgelobte europäische Archäologiepreis Joseph Déchelette unterstützt den jungen Archäologen beim Karrierestart nach der Promotion finanziell und stellt zudem Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung.

17.02.2017
Forschung
Forscher können kurze Ribonukleinsäure-Moleküle (mikroRNA) sogar in Mumien wie dem Ötzi nachweisen. (Abb.: Andreas Keller, Universität des Saarlandes)

Ötzi bietet Beweis für die Stabilität von genetischen Markern

Biomarker sind biologische Merkmale, die Ärzten oder Forschern Hinweise auf den Gesundheitszustand oder Erkrankungen eines Patienten geben können. Große Hoffnungen setzen Wissenschaftler auf einen neuen Typ von Biomarkern, sogenannte microRNAs. Ein internationales Forscherteam hat nun festgestellt, dass solche microRNAs noch nach 5300 Jahren stabil sein können. Sie wiesen die Moleküle in der berühmten Gletschermumie "Ötzi" nach.

16.02.2017
Forschung
Entnahme eines Sedimentkerns von einer Bohrplattform aus. (© Oliver Heiri, Universität Bern)

Berner Studie rehabilitiert Klimamodelle

Mit Hilfe neuer Rekonstruktionsmethoden können Berner Klimaforscher zeigen, dass es im Mittelmeerraum vor 9000 bis 5000 Jahren deutlich wärmer war, als frühere Studien vermuten liessen. Damit werden nicht zuletzt Zweifel an der Zuverlässigkeit von Klimamodellen ausgeräumt.

03.02.2017
Forschung
Ein typisches Steinplattengrab aus der Untersuchungsregion. Das Grab ist komplett mit Tuffsteinplatten ausgekleidet und meist auch mit Tuffplatten abgedeckt. (Foto: Kubiczek, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München)

Neue Erkenntnisse zu den Verwandtschaftverhältnissen auf frühmittelalterlichen Gräberfeldern

In einem gemeinsamen Projekt des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie München wurden menschliche Skelette aus frühmittelalterlichen Steinplattengräbern in Bayern erstmals genetisch untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass hier überwiegend Verwandte bestattet wurden.

03.02.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Blick von La Paz auf den Gletscher des Nevado Illimani in Bolivien. Foto: Paul Scherrer Institut/Theo Jenk

Historisches Kupfer, gefangen im Eis

In Südamerika wurde etwa ab dem Jahr 700 v. Chr. Kupfer gewonnen

Der Bergbau Südamerikas versorgt den halben Globus mit Kupfer. In den Anden liegen die weltgrössten Minen. Doch wann die Kupferproduktion dort begann, blieb bislang unklar. Von den frühen Hochkulturen in Peru, Chile und Bolivien sind kaum Überlieferungen und Artefakte erhalten. Schweizer Wissenschaftler sind dem Geheimnis nun trotzdem auf die Spur gekommen. Ihre Analyse des Eises am Illimani-Gletscher in den bolivianischen Anden ergab, dass in Südamerika etwa ab dem Jahr 700 v. Chr. Kupfer gewonnen wurde.

03.02.2017
Veröffentlichungen, Forschung
Bab Mafraque Höhle im Mittleren Atlas, Marokko: Flowstones und Stalaktiten. Foto/©: Jasper Wassenburg

Stalagmiten liefern Paläo-Klimadaten

Stalagmiten aus Tropfsteinhöhlen zeigen veränderten Einfluss der Nordatlantischen Oszillation auf Wetterregimes in Mitteleuropa und Marokko

Die Nordatlantische Oszillation (NAO) ist der vorherrschende Luftdruckmodus über dem Nordatlantik, der vor allem das Winterklima in Europa wesentlich beeinflusst. Je nach Ausprägung der NAO kann es zu milden oder sehr kalten Wintern, aber auch zu starken Stürmen kommen. Geowissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) versuchen, den Verlauf der NAO während der letzten 10.000 Jahre zu rekonstruieren, um damit auch künftige Entwicklungen abzuschätzen. Sie nutzen dazu Tropfsteine aus unterirdischen Höhlen als Klimaarchiv und entwickeln Methoden, um die gespeicherten Klimaindikatoren möglichst genau auszuwerten. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Nordatlantische Oszillation auf ein Abschmelzen der Eisschilde in der Zukunft wahrscheinlich sehr sensibel reagieren würde – mit den entsprechenden Auswirkungen auf das Klima und ökologischen und ökonomischen Folgen.

03.02.2017
Forschung
Blick auf den Zeustempel/Olympia (Foto: H. Baitinger/ RGZM)

Sammeln, Clustern und Auswerten in Olympia

DFG bewilligt RGZM und DAI Forschungsprojekt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte ein dreijähriges Kooperationsprojekt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) mit der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) zu Weihgaben im Zeusheiligtum von Olympia. Das Projekt startete am 1. Januar 2017.

03.02.2017
Forschung
Prächtige Residenz: Rekonstruktion des Heidelberger Schlosses um 1683. (Bild: KIT)

Wohnen wie der Pfalzgraf

Blitzeinschläge, Brände, Kriege – am Heidelberger Schloss hat über die Jahrhunderte nicht nur der Zahn der Zeit genagt. Heute gilt es nicht nur als eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke nördlich der Alpen, es ist mit 1,1 Millionen Besuchern aus aller Welt jährlich auch eines der beliebtesten Ziele für Touristen in Deutschland. Jetzt hat ein Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Burg in ihrer einstigen Gestalt wiedererstehen lassen – als dreidimensionale virtuelle Rekonstruktion.

20.01.2017
Forschung
Die berühmten Schöninger Speere (hier einer der Speere während der Ausgrabung) werden nun von Senckenberg erforscht. Foto: © N.J. Conard, Universität Tübingen

Ein- und Ausblick in die Erforschung der Altsteinzeit

Die Kooperationspartner der neuen Senckenberg-Forschungsstation Schöningen stellten letzte Woche ihre Pläne für die Zukunft vor. Die Forschungsschwerpunkte sollen unter anderem auf der Rekonstruktion des Lebensraums von Homo heidelbergensis im damaligen Ökosystem liegen. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Vertreter der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und der paläon GmbH unterzeichneten zudem eine Vereinbarung zur guten Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Wissenschaft und Erlebniszentrum. Zur Förderung der nationalen und internationalen Kooperation in Schöningen wurde ein Wissenschaftlicher Beirat eingerichtet.

20.01.2017
Forschung
Rekonstruktion der letzten Kaltzeit

Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten

Haben die Jäger und Sammler vor 20.000 Jahren bereits gezielt Feuer eingesetzt, um so den steppenartigen Charakter der eiszeitlichen europäischen Landschaft zu erhalten? Eine kürzlich im Fachjournal »PLOS ONE« veröffentlichte Studie lässt dies plausibel erscheinen. Es wäre einer der frühesten Hinweise auf einen großflächigen Eingriff des Menschen in die natürliche Vegetation seiner Umgebung.

20.01.2017
Forschung
Frühmittelalterliche Urkunde

Neues Forschungsprojekt zu frühmittelalterlichen Urkunden und Briefen

Das neue Langzeitvorhaben "Formulae – Litterae – Chartae“ der Akademie der Wissenschaften in Hamburg beginnt mit seiner Arbeit. Es gehört zu insgesamt fünf Vorhaben, die von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im Herbst 2016 neu in das Akademienprogramm aufgenommen wurden. Das geisteswissenschaftliche Langzeitvorhaben ist mit einem Gesamtfördervolumen von 4,4 Mio Euro für die Akademie der Wissenschaften in Hamburg bewilligt worden.

06.01.2017
Forschung
Die im Travertin hinterlassenen Hand- und Fußabdrücke. (Foto: Mark Aldenderfer)

Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke

Die Besiedelungsgeschichte des Tibetischen Hochplateaus lag bis heute weitgehend im Dunkeln. Michael Meyer vom Institut für Geologie an der Uni Innsbruck hat gemeinsam mit seinem Team den bisher ältesten archäologischen Nachweis für dauerhafte Besiedelung des Hochplateaus erbracht und die Ergebnisse im Fachmagazin Science veröffentlicht.

06.01.2017
Forschung
Bohrplattform auf dem Toten Meer: Die Wissenschaftler erbohrten insgesamt 455 Meter tief die Sedimente am Meeresgrund und rekonstruierten anhand der Pollen das Klima der Region. (© Foto: Thomas Litt)

Urwälder stoppten Vormarsch des frühen Homo sapiens

Die Wiege der Menschheit stand in Afrika. Vor rund 200.000 Jahren bildete sich dort der Homo sapiens heraus und verbreitete sich anschließend über die ganze Erde. Aber sein Vormarsch nach Europa stoppte zunächst im östlichen Mittelmeergebiet: Dafür waren nicht ausgedehnte Wüsten verantwortlich, sondern Urwälder. Das haben Forscher der Universität Bonn anhand von Pollenanalysen aus dem Toten Meer nachgewiesen.

16.12.2016
Forschung, Veröffentlichungen
Einer der vier Reiter der Apokalypse auf einem gescheckten Pferd. Ausschnitt aus dem Werk: Beato de Fernando I Doña Sancha, datiert auf 1047 n. Chr. Apoc. VI, 1–8f. 135; shelf 14-2 National Bibliothek, Madrid/Wikimedia

Vom Pferd der Könige zum Überbringer der Pest

Menschliche Vorlieben hinsichtlich der Fellfärbung bei Pferden haben sich über die Zeit und die Kulturen sehr verändert. Gefleckte und helle Pferde waren vom Beginn der Domestikation bis zur Römerzeit häufig, wohingegen einfarbige, nichtgescheckte Pferde im Mittelalter dominierten. Zu dieser Erkenntnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW).