24.06.2017 - 07:19:27

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Für den schnellen Überblick: Das Schlagwortverzeichnis der Artikel und Rezensionen (nur für Clubmitglieder)

Forschung

23.06.2017
Forschung
Prof. Gernot Fink (l.) und Sebastian Sudholt haben das Projekt "Tiefes Lernen“ maßgeblich vorangetrieben. (Oliver Schaper/TU Dortmund)

TU Dortmund entschlüsselt mit "tiefem Lernen" Keilschrift

Wie können historische Handschriften entschlüsselt werden? Dafür hat an der TU Dortmund die Arbeitsgruppe Mustererkennung der Fakultät für Informatik jetzt einen Spezialserver in Betrieb genommen, der das Lesen von komplizierten Handschriften unterstützt. Methodisch setzt das Team dabei auf "Deep Learning“: Der Rechner selbst lernt bestimmte Schlüsselwörter kennen und findet diese dann in Texten wieder. Dieses "tiefe Lernen“ schafft der Rechner in rasanter Geschwindigkeit, etwa 100 Mal schneller als handelsübliche Hardware.

09.06.2017
Forschung
Prof. Dr. Norbert Kuhn, Michael Hoffmann, Prof. Dr. Christoph Schäfer und Prof. Dr. Michael Jäckel (von links) gaben per Hammerschlag den Startschuss für das Projekt Rekonstruktion der "Laurons 2“. (Sheila Dolman, Universität Trier)

Rekonstruiertes Schiff soll römischen Handel erklären

Mit Hammerschlägen haben gestern die Präsidenten der Universität Trier und der Hochschule Trier ein besonderes Wissenschaftsprojekt gestartet. Vordergründig geht es darum, ein antikes römisches Handelsschiff des Typs Laurons 2 möglichst originalgetreu und in ursprünglicher Größe nachzubauen. Dahinter steht die Absicht, Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die eine Neubewertung des Seehandels wie auch des Wirtschaftssystems des römischen Reiches insgesamt erlauben.

08.06.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Die ersten unserer Art: Zwei Ansichten einer zusammengesetzten Rekonstruktion der frühesten bekannten Homo sapiens-Fossilien von Jebel Irhoud (Marokko) basierend auf modernster Computertomografie (micro-CT) mehrerer Originalfossilien. Vor 300.000 Jahren hatten diese frühen Homo sapiens bereits einen modernen Gesichtsschädel, der in die Variation von heute lebenden Menschen fällt. Allerdings zeigt der archaisch aussehende Gehirnschädel (blau), dass sich die Gehirnform und möglicherweise die Gehirnfunktion noch innerhalb der Homo sapiens-Linie entwickelt haben. Foto: © Philipp Gunz, MPI EVA Leipzig (CC-BY-SA 2.0)

Der Homo sapiens ist älter als gedacht

Forscher entdecken in Marokko die bislang ältesten Fossilien unserer Art

Neue Fossilien und Steinwerkzeuge aus Jebel Irhoud (Marokko) belegen den Ursprung des heutigen Menschen vor etwa 300.000 Jahren in Afrika. Diese Fossilien sind rund 100.000 Jahre älter als die ältesten bislang bekannten Homo sapiens-Funde und dokumentieren, dass bereits vor zirka 300.000 Jahren wichtige Veränderungen im Aussehen und Verhalten des modernen Menschen in ganz Afrika stattgefunden haben.

03.06.2017
Forschung
Die Paläogenetikerin Verena Schünemann bei der Untersuchung menschlicher Knochen im Reinstraum. Foto: Johannes Krause

Erstmals gesamtes Erbgut von altägyptischen Mumien entziffert

Die nächsten Verwandten der alten Ägypter stammten aus dem Nahen Osten – Kaum Genaustausch mit Afrika südlich der Sahara

Erstmals konnte ein internationales Wissenschaftlerteam Genmaterial von ägyptischen Mumien aus der Zeit um 1.400 v. Chr. bis 400 n. Chr. umfassend rekonstruieren und analysieren. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt: Heutige Ägypter sind genetisch enger mit den Bewohnern Afrikas südlich der Sahara verwandt, als es die alten Ägypter waren, während diese genetisch am engsten mit den damaligen Bewohnern des Nahen Ostens verwandt waren.

02.06.2017
Forschung
Das Fundstück ist ein Teil eines Rundschildes, spannend sind die schwarzen, nicht-korrodierten Stellen (Brandpatina), die durch den Leichenbrand entstanden sein müssen. Foto: David Bitter

Grabbeigabe unter dem Elektronenmikroskop

Die Untersuchung des Schildes eines keltischen Kriegers zeigte, dass eine vermutlich bei der Brandbestattung entstandene Patina Herstellungs- und Gebrauchsspuren bewahrt hat, die ansonsten dem Rost zum Opfer gefallen wären.

26.05.2017
Forschung
Unterkiefer des 7,175 Millionen Jahre alten Graecopithecus freybergi (El Graeco) aus Pyrgos Vassilissis, Griechenland (heutiges Stadtgebiet von Athen) (Foto: Wolfgang Gerber, Universität Tübingen)

Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa

Die gemeinsame Linie von Schimpansen und Menschen hat sich möglicherweise mehrere hunderttausend Jahre früher getrennt als bislang angenommen: Diese These veröffentlichte ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen jetzt in zwei zeitgleich erschienen Publikationen im Fachjournal PLOS One.

26.05.2017
Forschung
Karte der albanisch-, griechisch- oder italienischsprachigen Orte an denen die Gen-Proben für die Studie gesammelt wurden (Quelle: Sarno et al. DOI: <a href="https://dx.doi.org/10.1038/s41598-017-01802-4">10.1038/s41598-017-01802-4</a>)

Gemeinsames genetisches Erbe von Sizilien bis Zypern

Die Mittelmeerküsten von Sizilien, über Süd-Italien bis zum südlichen Balkan sind Zeugen einer langen Reihe von Migrationsbewegungen und intensiven Austauschs. Ungeachtet dieser komplexen Geschichte und heutiger nationalen Grenzen teilen die Bewohner der südosteuropäischen Mittelmeerküsten jedoch ein gemeinsames genetisches Erbe und die Bewohner mancher griechischsprachiger Inseln sind genetisch enger mit einigen Populationen Süditaliens verwandt als mit den Bewohnern des griechischen Festlands. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer in Scientific Reports publizierten Studie, an der auch Chiara Barbieri vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena beteiligt war.

12.05.2017
Veröffentlichungen, Forschung
Probenentnahme am Origliosee (TI). Foto: Universität Bern

Was alte Weisstannen-DNA über die Wälder der Jungsteinzeit verrät

Mit einer neuen Methode lässt sich Erbmaterial aus subfossilen Pflanzen- und Tierresten kostengünstig analysieren. Bei der Untersuchung der DNA von Weisstannennadeln in Tessiner Seesedimenten fanden Schweizer Wissenschaftler Hinweise darauf, wie die Wälder auf den Beginn des Ackerbaus reagierten.

12.05.2017
Forschung
Festakt mit Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Alle Fotos: Universität Tübingen/Paul Mehnert

Forschung zur Frühzeit des Menschen

Senckenberg und Universität Tübingen verstärken Kooperation

Wie, warum und wann sind wir zu dem geworden was wir sind? Welche Einflüsse hatten und haben Umwelt- und Klimaveränderungen auf unsere Evolution? Und was können uns Fossilfunde über längst vergangene Ökosysteme erzählen? Am Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment – kurz HEP – beschäftigen sich sieben Arbeitsgruppen mit der Erforschung der Frühzeit des Menschen. Am heutigen Freitag wurde das HEP in einem Festakt in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen.

28.04.2017
Forschung
Eingang der Vindija-Höhle in Kroatien, einer der Fundstätten, in denen die Wissenschaftler Urmenschen-DNA im Sediment nachweisen konnten. (© MPI f. evolutionäre Anthropologie/ J. Krause)

Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt

Obwohl es in Europa und Asien zahlreiche prähistorische Fundstätten gibt, die Werkzeuge und andere von Urmenschen verwendete Gegenstände enthalten, sind Skelettüberreste ihrer Schöpfer selten. Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben daher nach neuen Wegen zur Gewinnung von Urmenschen-DNA gesucht.

28.04.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Eingebrannt in Keramikgefäße lässt sich das kleinfrüchtige Getreide Hirse aus der Spätbronzezeit noch heute mit chemischen Methoden untersuchen. Foto/Copyright: Kneisel

Als Hirse auf den Speiseplan des Menschen kam

Neue Keramikfunde deuten auf eine Ernährungsrevolution in der Bronzezeit hin.

Gebrauchsgegenstände wie Werkzeuge, Waffen oder Schmuck wurden etwa ab 1800 vor Christus erstmals in der Geschichte der Menschheit aus Bronze hergestellt – die Erfindung dieser Legierung gab der Epoche ihren Namen. Doch die Veränderungen in diesem etwa 600 Jahre umfassenden Zeitraum reichen noch viel weiter, davon sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Kiel überzeugt.

28.04.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Mongolische Pferde, Arkhangaï, Mongolien. Mission archéologique française en Mongolie. © Sébastien Lepetz, CNRS.

Wie vor Jahrtausenden Pferde gezüchtet wurden

Eine internationale Studie zeigt, dass schon früher als angenommen Pferdezucht betrieben wurde – nämlich bereits in der Eisenzeit, wie DNA aus archäologischen Knochenfunden belegt. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Science veröffentliche Studie zeigt zudem, dass Pferde aus der Eisenzeit im Gegensatz zu heutigen Pferden eine viel höhere genetische Vielfalt aufwiesen.

27.04.2017
Forschung
Dieses Speichergebäude ist Gegenstand aktueller archäologischer Ausgrabungen. Foto Copyright: Archäologisches Institut Belgrad

Wovon zehren in der Krise?

Diese Frage stellten sich auch schon die Menschen in der Krisenzeit der Spätantike. Ein gemeinsames Forschungsprojekt des Römisch-Germanischen Mainz und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel will in den kommenden zwei Jahren mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung auf die Erforschung der Überreste von Nahrungsmittelvorräten durch archäobotanische und geoarchäometrische Methoden dieser Frage nachgehen.

13.04.2017
Forschung
Kopf einer Salzmumie im Nationalmuseum Teheran. Foto: A. Brunn

Salzmumien aus dem Iran und ein Schatzfund aus Bulgarien

Fördermittel für Forschungsprojekte

Die Gerda Henkel Stiftung hat für mehr als 40 neue Forschungsprojekte insgesamt 3,5 Millionen Euro bewilligt, darunter eines zu den Salzmumien aus dem Iran und zu einem byzantinischen Schatz aus Bulgarien.

12.04.2017
Forschung
Wölbäcker bei Cold Newton in Leicestershire (England). Foto: Matt Neale (CC BY-SA 2.0)

Welchen Nutzen hatten Wölbäcker?

Neues Forschungsprojekt der Uni Halle

Ihre Bedeutung und ihr Nutzen sind bis heute nicht abschließend geklärt – trotzdem gibt es diese Äcker im ganzen Land: Wölbäcker sind das Produkt einer Jahrhunderte alten Agrartechnik. Bodenkundler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wollen ihren Eigenschaften und ihrer Geschichte auf den Grund gehen. Dabei verbinden sie modernste bodenchemische Methoden mit dem Knowhow von Historikern und Archäologen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt für drei Jahre mit rund 240.000 Euro.

07.04.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Das Eisfeld am Schnidejoch Pass (2.756 m.ü.M.) ist in den vergangenen Jahrzehnten stark abgeschmolzen. Das Bild zeigt die Situation im Jahr 2005. Bild: Kathrin Glauser

Prähistorische Weidewirtschaft in den Hochalpen

Bereits vor 7.000 Jahren - und damit viel früher als bisher angenommen - waren die Menschen in der Schweiz in den Hochalpen unterwegs und betrieben Weidewirtschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Bern, in der archäologisches Wissen mit Erkenntnissen aus der Paläoökologie kombiniert werden. Eine entscheidende Rolle spielten dabei prähistorische Funde vom Schnidejoch Pass.

04.04.2017
Forschung

Ernährung vielfältiger als bisher angenommen

Nahrungsspektren prä- und frühhistorischer, nichtagrarischer Gesellschaften waren laut einer Studie von Paläontologen und Archäologen vielfältiger als bisher angenommen. Wie die archäobotanische Untersuchung von Fundmaterial aus Nordjapan belegt, gab es bereits in der Ochotsk-Kultur im ersten Jahrtausend n. Chr. eine besondere Form hybrider Subsistenzwirtschaft. Diese war gekennzeichnet durch Jagen und Sammeln auf der einen Seite sowie Landwirtschaft mit dem Anbau vollständig domestizierter Pflanzen wie Gerste auf der anderen Seite.

03.04.2017
Forschung
Das deutsche Forschungsschiff METEOR wird für die Wissenschaftler während der Expedition Labor und Wohnung zugleich sein (Foto: Tobias Fischer)

Die Suche nach dem Zusammenhang zwischen Klima- und Kulturwandel

Wie haben Umwelt- und Klimaveränderungen in früheren Phasen der Menschheitsgeschichte die Kulturen beeinflusst – und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für den gegenwärtigen Klimawandel ziehen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer dreiwöchigen Expedition mit dem Forschungsschiff METEOR, die ein internationales Team aus Geowissenschaftlern und Archäologen unter der Leitung von Forschern der Universität Heidelberg in das östliche Mittelmeer führen wird.

31.03.2017
Ausgrabungen, Forschung
Überblick über Tavernen, Amphitheater und Gladiatiorenschule (&copy; LBI ArchPro, 7reasons)

Panem et circenses: Neue Entdeckungen im römischen Carnuntum

Die Forscher des Ludwig Boltzmann Instituts für archäologische Prospektion und virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) haben nach der Entdeckung der Gladiatorenschule 2011 nun auch das gesamte Stadtgebiet von Carnuntum östlich von Wien im Auftrag des Landes Niederösterreich mit Bodenradar durchleuchtet.

29.03.2017
Forschung
Die Freiburger Althistorikerin Prof. Dr. Sitta von Reden will ein umfassendes Modell des Austauschs zwischen den Imperien in der Antike entwickeln. Foto: Olaf Pascheit

Wirtschafts- und Kulturaustausch zwischen den Imperien in der Antike im Fokus

Der Europäische Forschungsrat fördert das Projekt »Jenseits der Seidenstraße« mit 2,5 Millionen Euro

Sitta von Reden, Professorin für Alte Geschichte an der Universität Freiburg, wird den Zusammenhang von Wirtschaft, kulturellem Austausch, Migration und die Bedeutung von Grenzregionen untersuchen – jene Faktoren also, die es unter anderem ermöglichten, dass chinesische Seide bis nach Rom gelangte. Mit einem internationalen und fächerübergreifenden Forschungsteam möchte sie ein umfassendes Modell des Austauschs zwischen den Imperien in der Antike entwickeln.

28.03.2017
Forschung
Verhaltensforscher Dr. Claudio Tennie möchte herausfinden, ob für die Herstellung und Benutzung von frühen Steinwerkzeugen die kognitiven Fähigkeiten von Menschenaffen ausreichen oder menschliches Kognitionsvermögen erforderlich ist. Foto: Friedhelm Albrecht / Universität Tübingen

Verhaltensforscher untersucht die Entwicklung früher Steinwerkzeuge

1,5 Millionen Euro Förderung durch den Europäischen Forschungsrat

Dr. Claudio Tennie vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen wird ab dem 1. April mit einem Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert. Mit diesem Programm soll jungen Wissenschaftlern der Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe ermöglicht werden. Tennies Projekt »STONECULT« wird in den nächsten fünf Jahren mit 1,5 Millionen Euro unterstützt. Der Verhaltensforscher, der bisher an der Universität Birmingham tätig war, möchte herausfinden, ob für die Herstellung und Benutzung von frühen Steinwerkzeugen die kognitiven Fähigkeiten von Menschenaffen ausreichen, oder menschliches Kognitionsvermögen erforderlich ist.

17.03.2017
Forschung
Karte der Orte, die während der Expeditionen zwischen 1921 und 1965 besucht wurden.

»Seit Anbeginn der Zeit«

DNA-Analyse bestätigt einzigartige Bindung der australischen Ureinwohner an ihr Land

Die Analyse von DNA aus Haarproben, die in den 1900er Jahren in vielen Regionen Australiens gesammelt wurden, zeigt ein ausgeprägtes geografisches Muster. Das deutet darauf hin, dass die verschiedenen Bevölkerungsgruppen der australischen Ureinwohner bis zu 50.000 Jahre lang beständig in derselben Region siedelten. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie unterstreicht die einzigartige Bindung der Ureinwohner Australiens an ihr Land und zeichnet erstmals eine detaillierte genetische Karte Australiens vor der Ankunft der Europäer.

17.03.2017
Forschung
Virtuelle Rekonstruktion der Hammaburg-Siedlung mit Ansgars Kirche vor 845, projiziert in das heutige Stadtbild mit Rathaus, Jungfernstieg und Binnenalster. Archäologisches Museum Hamburg (AMH)

Verbundprojekt der HafenCity Universität Hamburg erweckt Domplatz wieder zum Leben

Kann die Geschichte des Hamburger Domplatzes mittels neuer Technologien erlebbar gemacht werden? Und kann die Attraktivität des Platzes durch kulturelles Storytelling und innovative Dienstleistungsangebote gesteigert werden? Auf Grundlage dieser Fragestellungen untersuchen Forschende der HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Kooperation mit dem Archäologischen Museum Hamburg (AMH), dem Digitalnetzwerk Hamburg@work und eCulture.info die Revitalisierungspotenziale dieses zentralen Ortes in der Hamburger Innenstadt.

17.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
In Tønsberg, Norwegens ältester Stadt werden die berühmten Wikingerschiffe neu hergestellt ‒ hier findet auch das jährliche Wikinger-Festival statt. Foto: Nina Nordström

Wikinger sind die neuen Helden

Archäologin untersucht im Sonderforschungsbereich »RessourcenKulturen« der Universität Tübingen den Wandel der Wikinger-Begeisterung zur globalen Marke

Wikinger sind die neuen Helden der Gegenwart: Im vergangenen Jahrzehnt ist ein regelrechter »Viking Hype« entstanden, der »den Wikinger« zur globalen Marke gemacht hat, wie Dr. Nina Nordström vom Sonderforschungsbereich RessourcenKulturen (SFB 1070) der Universität Tübingen in ihrer Forschung dokumentiert. Anstelle des lange gängigen Bildes vom primitiven Krieger stünden die skandinavischen Seefahrer heute für Mut, Abenteuer, Revolution und starke Frauen.

08.03.2017
Forschung

Nominierungen für Berliner Digital Humanities-Preis 2017

Ab sofort können Projekte für den Berliner DH-Preis 2017 nominiert werden. Der Berliner DH-Preis wird vom Interdisziplinären Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) seit 2015 einmal jährlich für herausragende Berliner Projekte auf dem Gebiet der Digital Humanities (DH) verliehen. Vorschläge können sowohl von WissenschaftlerInnen, die in dem vorgeschlagenen Projekt aktiv mitwirken als auch von dessen NutzerInnen kommen.

03.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Grabhügel der Pazyryk Kultur (Ukok, südliches Altai, Russland). Foto/©: Vyacheslav Molodin

Eisenzeitliche Reiternomaden der Steppe haben europäische und ostasiatische Vorfahren

Genfluss über den Steppenraum geht einher mit der Verbreitung der skythischen Kultur und bringt ostasiatische Gene nach Europa

Im 1. Jahrtausend vor Christus war die Eurasische Steppe vom Karpatenbecken bis zum Altai-Gebirge von reiternomadischen Gruppen besiedelt. Die bekanntesten unter ihnen sind die Skythen, die im Bereich nördlich des Schwarzen Meeres zu finden waren. Die skythische Kultur, zu der neben dem berittenen Bogenschießen auch eine besondere Kunstform, der »Tierstil« gehört, findet sich allerdings nicht nur im nordpontischen Raum, sondern über die gesamte Eurasische Steppe bis ins Altai-Gebirge wieder. Tatsächlich finden sich die bislang ältesten Artefakte, die dem Tierstil zugeschrieben werden können, im Osten der Eurasischen Steppe.

03.03.2017
Forschung
Gefunden auf dem antiken Schlachtfeld in Kalkriese: Acht Goldmünzen. Foto: Hermann Pentermann, Varusschlacht im Osnabrücker Land

Kalkriese als Ort der Varusschlacht? Großes Forschungsprojekt startet in Museum und Park Kalkriese

»Kalkriese als Ort der Varusschlacht? – eine anhaltende Kontroverse« ist die zentrale Frage des neuen Kalkrieser Forschungsprojekts. Gemeinsam mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum und der Ludwig-Maximilians-Universität München werden erstmals im großen Umfang Untersuchungen zur kulturhistorischen Kontextualisierung der archäologischen Funde des antiken Schlachtfelds von Kalkriese vorgenommen.

03.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Kultivierter Urwald: Menschen prägten die Pflanzenwelt im Amazonasbecken, wie etwa im Staatswald von Humaitá im brasilianischen Bundesstaat Amazonas, stärker als bislang angenommen. Denn sie domestizierten etwa Acai-Palmen und sorgten für deren Verbreitung. © Carolina Levis

Der Mythos vom unberührten Amazonaswald

Ureinwohner hinterließen Spuren im Regenwald indem sie Baumarten domestizierten

Bäume, die von präkolumbianischen Völkern domestiziert wurden, spielen bis heute eine wichtige Rolle in den Wäldern des Amazonas-Beckens. Die Vorstellung, dass die ausgedehnten Regenwälder vor der Ankunft der Spanier in Südamerika unberührt von menschlichem Einfluss waren, hat damit einen Dämpfer erhalten.

03.03.2017
Forschung
Hofheim (Main-Taunus-Kreis). Georadar im Einsatz © Dr. B. Leinthaler, hessenARCHÄOLOGIE

Geophysikalische Untersuchungen im Bereich des römischen Hofheims

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der Stadt Hofheim, der hessenARCHÄOLOGIE, der Römisch-Germanischen Kommission (RGK) des DAI sowie der Universität Frankfurt a. M. begannen in den letzten Tagen die geophysikalischen Messungen im Bereich der römischen Militärlager.

03.03.2017
Forschung
Dr. Eneko Hiriart bei der Preisverleihung (Foto: RGZM)

Preisträger zu Forschungszwecken im RGZM

Die hauseigene Sammlung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) steht dem Preisträger des "Prix Européen d’Archéologie Joseph Déchelette 2016" offen: Zu weiteren Forschungszwecken erhält der Archäologe Dr. Eneko Hiriart Einblicke in die umfangreiche keltische Münzsammlung des RGZM. Der im Juni letzten Jahres erstmals ausgelobte europäische Archäologiepreis Joseph Déchelette unterstützt den jungen Archäologen beim Karrierestart nach der Promotion finanziell und stellt zudem Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung.