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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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26.06.2015
Forschung
Das einem 40.000 Jahre alten Unterkiefer entnommene Erbgut zeigt, dass dieser moderne Mensch vor nur vier bis sechs Generationen einen Neandertaler-Vorfahren gehabt hatte.

Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt

DNA-Analysen eines 40.000 Jahre alten Kieferknochens aus Rumänien zeigen, dass sich moderne Menschen mit Neandertalern vermischt haben, als sie nach Europa einwanderten.

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26.06.2015
Funde & Befunde
Die in der Feuchtwiese erhaltene sogenannte »Baumleiche« einer Eiche bestand noch aus einem langen Stamm und mindestens drei Astteilen. Foto: LWL/Hallenkamp-Lumpe

"Baumleiche" in Salzkotten entpuppt sich als wertvoller Zeitzeuge

Eigentlich sollte nur ein störendes Holzstück aus den Feuchtwiesen bei Salzkotten-Scharmede beseitigt und vorsichtshalber im Vorfeld untersucht werden. Dass sich das Holz als »Baumleiche«, 1.500 Jahre alt und als historischer Zeuge von großem Wert herausstellte, überraschte nicht nur die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), sondern auch weitere Fachwissenschaftler und den Eigentümer der Wiese. Der Baum stürzte um, als die Völker im Norden Europas und auch in dieser Region in Bewegung kamen und sich neue Siedlungsgebiete suchten.

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26.06.2015
Denkmalschutz

SPK kooperiert mit UNESCO beim Kampf gegen illegalen Handel mit Antiken

Um den illegalen Handel mit Antiken aus dem Irak und Syrien einzudämmen, werden die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und die UNESCO künftig enger zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Kooperationsabkommen wurde jetzt unterzeichnet. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf bewusstseinsbildenden Maßnahmen sowie auf einer engen Zusammenarbeit zum Wissensaustausch und Hilfe zur Selbsthilfe.

3 Kommentar(e)

26.06.2015
Forschung, Universität

Minerva-Forschungszentrum nimmt Arbeit auf

Das neue Minerva-Forschungszentrum an der israelischen Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan, an dem die Universität Leipzig als deutscher Partner beteiligt ist, nimmt am 1. Juli seine Arbeit auf. In den kommenden sechs Jahren wird unter der Leitung des Archäologen Prof. Dr. Aren M. Maeir (Bar Ilan) als Direktor und der Theologin Prof. Dr. Angelika Berlejung (Universität Leipzig) als Co-Direktorin "das Konstrukt von autonomer Entscheidungsfindung und Wechselwirkungen am Fall von Israel und Aram in biblischen Zeiten" (zirka 1000 v. Chr. bis zirka 300 n. Chr.) erforscht.

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26.06.2015
Veranstaltungen

Mit Sieb und Schaufel in die Römerzeit

Neun Schulen aus Haltern am See und eine aus Bochum beteiligten sich mit Sieb und Schaufel an den archäologischen Arbeiten auf dem Gelände des Römerparks Aliso hinter dem LWL-Römermuseum in Haltern am See.

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19.06.2015
Funde & Befunde
Die Überreste des «Kennewick Man» werden derzeit im Burke Museum in Seattle, WA aufbewahrt.

Herkunft des «Kennewick Man» geklärt

Seit fast 20 Jahren rätseln Wissenschaftler über die Herkunft eines 8500 Jahre alten Skelettes. Nach jahrelangen wissenschaftlichen Kontroversen haben Forschende der Universität Zürich und der Universität Kopenhagen nun das Geheimnis um den sogenannten Kennewick Man aus dem Nordwesten der USA entschlüsselt: Es handelt sich um einen Ureinwohner Nordamerikas, dessen Nachkommen noch heute in dieser Region leben.

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19.06.2015
Forschung
Vertragsunterzeichnung in Dublin (Foto: Discovery Programme, Dublin, CC-BY-NC-ND)

RGK forscht am legendären Königssitz Tara in Irland

Eszter Bánffy, Direktorin der Römisch-Germanischen Kommission des DAI in Frankfurt/Main hat am 6.6.2015 in Dublin einen Kooperationsvertrag mit dem Discovery Programme und der National University Ireland Galway unterzeichnet.

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19.06.2015
Ausgrabungen
A. Feuerstelle aus gebrannten Sedimenten in der "roten Lünette" (Uferdüne), B. Wärmespeicher aus Lehm, C. Detailansicht einer Feuerstelle aus gebrannten Sedimenten. (William Truscott, La Trobe University)

Bootsbauer in der Wüste?

Der Mega-See Lake Mungo hat Australier vor 24.000 Jahren möglicherweise dazu inspiriert, inmitten der Wüste das Boot erneut zu erfinden

Geologen und Archäologen vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der La Trobe University (Australien) und der University of Wollongong (Australien) haben inmitten der australischen Wüste erstmals Belege dafür gefunden, dass der Lake Mungo vor 24.000 Jahren einen größeren Füllgrad hatte, als bislang angenommen. Darüber hinaus präsentieren die Forscher archäologische Belege dafür, dass die damaligen Menschen wiederholt eine in der Mitte des Mega-Sees entstandene Insel besuchten. Dazu hatten sie möglicherweise innerhalb der kurzen Zeit, die der Mega-See bestand, das Bootsfahren noch einmal erfunden.

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19.06.2015
Ausgrabungen
Die weißen Fähnchen markieren die Stellen, an denen Keramik, Knochen und Holzkohle im hart getrockneten Lehmboden erkennbar waren. Foto: LWL/Hallenkamp-Lumpe

Brandgräber unter Baggerschaufel

Beim Kiesabbau in der Nähe des Römerlagers Anreppen bei Delbrück-Bentfeld (Kreis Paderborn) wurden überraschend Überreste von Bestattungen zutage gefördert, die nun die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) beschäftigen. In den Gräbern wurden vor gut 2.000 Jahren die Aschereste von Toten bestattet. Damals war es Brauch, die Verstorbenen auf Scheiterhaufen zu verbrennen und die Asche anschließend in Gräbern beizusetzen. Gleich mehrere dieser Begräbnisstellen kamen unter der Baggerschaufel bei aktuellen Kiesabgrabungen zum Vorschein.

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19.06.2015
Ausgrabungen
Deutlich zu erkennen sind die Eingriffe in die Schädelknochen. Handelt es sich dabei um medizinische Experimente? Foto. LWL/Archaeonet

Mehr als 40 Bstattungen unweit der Stiftsruine entdeckt

Gräber in Lippstadt überraschen die Archäologen

Damit hatte niemand gerechnet. Unweit eines der Wahrzeichen der Stadt Lippstadt, der malerischen Stiftsruine, kamen jetzt bei Bauarbeiten mehr als 40 Tote zum Vorschein. Eine echte Überraschung, die für die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) unverhoffte Einblicke in ein unbekanntes Kapitel der Stadtgeschichte ermöglicht. Die Gräber könnten Überreste eines ehemaligen Garnisonsfriedhofs aus dem 18. Jahrhundert sein.

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19.06.2015
Ausgrabungen
Blick auf die Ausgrabungsfläche in Freienbessingen (Foto: H. Ries, TLDA, Weimar)

Frühmittelalterliche Siedlungsspuren in einer Wallanlage in Freienbessingen

Die bisher als karolingisch-ottonische Straßenstation gedeutete Anlage »Pfarre/Heergeist« im Kyffhäuserkreis ist gut 200 Jahre älter als gedacht. Neue Funde zeigen, dass sie schon in der Merowingerzeit bestand.

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12.06.2015
Ausgrabungen
Die Doppelheiligenfibel mit rotem Grubenemail ist eine der am besten erhaltenen derartigen Stücke aus Westfalen-Lippe. (LWL/Brentführer)

Ausgrabung in Herford bringt Funde aus der Karolingerzeit

Was als Routine begann wurde zur archäologischen Überraschung. Denn der Boden an der Clarenstraße in Herford offenbarte den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein ganz neues Kapitel der Herforder Stadtgeschichte. Zum Abschluss der baubegleitenden Ausgrabungen halten die Archäologen jetzt neben wertvollen Funden und Befunden vor allem wichtige Erkenntnisse über die Siedlungsgeschichte rund um das bekannte Damenstift aus der Karolingerzeit ab dem 9. Jahrhundert in den Händen.

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12.06.2015
Denkmalschutz
Visualisierung des geplanten Schutzbaus für die Königlichen Bäder in Meroë nach einem Entwurf von Kéré Architecture, Berlin. © DAI

Schutz für die Königlichen Bäder in Meroë

Über dem Gebäudekomplex der zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden Königlichen Bäder in Meroë, der antiken Hauptstadt des Reiches von Kusch, soll ein neuer Schutzbau errichtet werden.

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12.06.2015
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Diese Reste von mittelalerlichen Mauer-Befunden sind in Werl zum Vorschein gekommen. Foto: LWL/Klostermann

Teil der Stadtmauer und eines spätmittelalterlichen Hauses entdeckt

Dass eine Stadtmauer im Garten auftaucht, ist nicht unbedingt Alltag. Auch nicht für die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Stadt Werl hat eine lange Geschichte, nicht zuletzt als Wallfahrtsort. Die Stadtmauer kann davon einiges erzählen - von Großbränden, Fehden und Überfällen, aber auch von einer Blütezeit aus Salz und Pilgertum. Wie das noch undatierte Stück der Stadtbefestigung, das jetzt an der Erbsälzerstraße zum Vorschein gekommen ist.

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12.06.2015
Ausgrabungen
Eine echte Rarität sind die runden Zäune der steinzeitlichen Siedler. Foto: LWL/Kempken

Die ersten Bauern am Hellweg

Die bisherigen Ergebnisse verwandeln den Fundort "Landerpfad" in Bad Sassendorf für die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in einen der wertvollsten in Westfalen überhaupt. Sie fanden eine bislang unbekannte und gut 7.000 Jahre alte Siedlung aus der Jungsteinzeit. Zum Abschluss der archäologischen Ausgrabungen kamen jetzt weitere außergewöhnliche Funde wie der erste runde Zaun der Jungsteinzeit in Westfalen zu Tage.

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12.06.2015
Ausgrabungen
Santa Maria Val Müstair: Übersicht des Grabungsareals (Foto: Archäologischer Dienst Graubünden)

Ausgrabung in Santa Maria Val Müstair bringt frühe Kapellenruine zu Tage

Seit Ende April führt der Archäologische Dienst Graubünden im Münstertal umfangreiche Ausgrabungsarbeiten durch. Dabei wurden historisch bekannte Reste eines mittelalterlichen Kirchen- und Hospizkomplexes samt Gräbern entdeckt.

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12.06.2015
Forschung
Riesenhirsch (Megaloceros giganteus) im Paläontologischen Museum in München (Foto: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Schlaier">Schlaier</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de">CC BY 3.0</a>)

Riesenhirsche lebten nach der Eiszeit noch in Süddeutschland

Tübinger Forscher rekonstruieren DNA des Megaloceros aus Höhlenfunden der Schwäbischen Alb und finden mögliche Ursachen für sein späteres Aussterben

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06.06.2015
Forschung
Ksâr ‘Akil-Stratigrafie mit Informationen zu den archäologischen Hauptabschnitten, in denen menschliche Überreste gefunden wurden. Abb. nach <a href="http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0072931" target="_blank">Katerina Douka, Christopher A. Bergman, Robert E. M. Hedges, Frank P. Wesselingh, Thomas F. G. Higham</a>, Einfärbungen: A. Brunn, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">CC-BY-SA</a>

Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein

Neue Indizien für den »Levante-Korridor«

Auf ein Alter von 43.000 und 45.900 Jahren konnten Muschelschalen datiert werden, die zum Speiseplan von Ethelruda und Egbert gehörten. Auf diese Namen haben die Wissenschaftler die fossilen Überreste zweier Angehöriger der Gattung Homo sapiens getauft, die in den Sedimenten der Höhle von Ksâr ‘Akil im heutigen Libanon ausgegraben wurden. Die neue Datierung der beiden Fossilien in das Jungpaläolithikum erhärtet die These von der Einwanderung des Homo sapiens nach Europa über die Levante. Mit einem Alter von 45.9000 Jahren ist Ethelruda älter als alle bisher in Europa gefundenen modernen Menschen.

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05.06.2015
Ausgrabungen, Forschung
Blick auf den Siedlungshügel der antiken Stadt Doliche im heutigen Südosten der Türkei, wo im Rahmen des DFG-Projektes in den kommenden Jahren geforscht wird (&copy; WWU - Forschungsstelle Asia Minor)

Urbanistik im Nahen Osten der Antike

Doliche ist die antike Stadt im Südosten der Türkei, wo einst auf einem nahengelegenen Hügel der Gott Iuppiter Dolichenus verehrt wurde. Seit Jahren zieht es Archäologen aus der ganzen Welt dorthin, weil Doliche der Wissenschaft viel erzählen kann. Etwa über die städtische Kultur in der Antike. Die Forschungen dazu unterstützt die DFG jetzt in einem auf drei Jahre angelegten Projekt der Universität Münster.

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05.06.2015
Forschung
Der Gipfel des Vulkans Emi Koussi im Tibesti-Gebirge (Tschad), beobachtet von der Internationalen Raumstation

Tibesti-Expedition zurück aus dem Tschad

Die von Dr. Stefan Kröpelin von der Forschungsstelle Afrika geleitete Expedition in das höchste Gebirge der Sahara, das Tibesti, ist zurück. Die aus sechs Wissenschaftlern bestehende Forschergruppe konnte während der vierwöchigen Forschungsarbeiten geologische Proben aus den Vulkankratern des Tarso Toussidé und des Emi Koussi sichern. Es gelang, mehrere Meter lange Schnitte aus Sedimentablagerungen zu beproben, anhand derer man die vergangenen Klimaepochen der Sahara bestimmen kann. Gleichzeitig wurden archäologische, botanische und zoologische Kartierungen mit interessanten ersten Ergebnissen durchgeführt.

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05.06.2015
Funde & Befunde
Dr. Volker Neubeck von der Universität Jena untersucht Gesteinsfunde von Bilzingsleben. Foto: Anne Günther/FSU

Die Steine von Bilzingsleben

Wissenschaftler der Universität Jena untersuchen Gesteinsfunde von Bilzingsleben neu

Mit einer Sisyphusarbeit ist Dr. Volker Neubeck vom Bereich ur- und frühgeschichtliche Archäologie der Universität Jena betraut. Der 35-Jährige untersucht die Gesteine des steinzeitlichen Fundortes Bilzingsleben in Thüringen. Insgesamt 20.000 Steine müssen Neubeck und seine Hilfskraft Clemens Bock in die Hand nehmen, bestimmen, vermessen und katalogisieren. Ziel ist es, die Genese des Fundortes zu erfassen und zu bewerten.

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05.06.2015

11. UNESCO-Welterbetag 2015

Am kommenden Sonntag, dem 7. Juni, findet der elfte UNESCO-Welterbetag statt. Kultur- und Naturerbestätten in ganz Deutschland bieten Besuchern an diesem Tag Führungen, Vorträge, Ausstellungen, Malwettbewerbe und vieles mehr an. Die zentrale Veranstaltung richtet die Welterbestätte "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen" in Unteruhldingen aus. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist Schirmherr des Welterbetags 2015.

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05.06.2015
Forschung
»Alle Weissheit ist bey Gott dem Herrn ...«. Aus dem ersten Kapitel des Buches Jesus Sirach (deutsche Übersetzung). Unbekannter Künstler, 1654.

Das vorchristliche Judentum im Einflussbereich des Hellenismus

Welchen Einfluss die Ausbreitung des Hellenismus auf das zeitgenössische Judentum hatte, dokumentiert das alttestamentliche Buch "Jesus Sirach", welches in den kommenden drei Jahren im Mittelpunkt eines Forschungsprojektes steht, an dem der Lehrstuhl für Altes Testament an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt beteiligt ist. Die DFG fördert das Forschungskonsortium, welches außerdem Wissenschaftler der Universitäten Saarbrücken und Bonn umfasst, mit rund 450.000 Euro.

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29.05.2015
Denkmalschutz
Die Ausgrabungsstätte des frühislamischen Kalifenpalastes Khirbat al-Minya aus der Luft Foto: Courtesy of Yaniv Darvasi, The Hebrew University of Jerusalem

Mainzer Archäologen restaurieren frühislamischen Kalifenpalast am See Genezareth

Institut für Altertumswissenschaften erhält Fördermittel aus dem Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts

Für die Restaurierung des frühislamischen Kalifenpalastes Khirbat al-Minya am See Genezareth (Israel) erhält das Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) im Rahmen des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts Fördermittel in Höhe von 30.000 Euro. Der rund 5.000 Quadratmeter große Palastkomplex wurde 1932 bis 1939 von deutschen Archäologen im Auftrag der katholischen Görresgesellschaft und des Museums für Islamische Kunst Berlin ausgegraben. Er liegt bis heute auf Grundbesitz des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande zu Köln und wird durch die Israel National Parks Authority verwaltet.

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29.05.2015
Forschung
Der Doktorand Peter Balthasar von der Universität Jena erforscht steinzeitliche Fundstücke aus Westfalen. Foto: Anne Günther/FSU

Was Feuersteine verraten können

Urgeschichtler der Universität Jena erforscht steinzeitliche Fundstellen in Westfalen

Viele Spuren haben sie nicht hinterlassen, die Menschen, die nach der letzten Eiszeit auf dem Gebiet des heutigen Westfalen gelebt haben. Meist haben nur steinerne Artefakte bis heute überdauert. Aus einer Reihe von Fundorten im Münsterland werden aktuell vier große und potenziell aussagekräftige Plätze von dem Archäologen Peter Balthasar von der Universität Jena untersucht.

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22.05.2015
Ausstellungen
Das zeitdynamische Sachsenmodell mit neuzeitlichen Gewölbemalereien (© smac | Foto: Michael Schmidt)

Drei internationale Auszeichnungen für das schwebende Sachsenmodell im smac

Das zeitdynamische Sachsenmodell im Staatlichen Museum für Archäologie (smac) wurde gleich dreimal mit internationalen Design-Preisen prämiert: Am gestrigen Donnerstagabend, 21.05.2015, erhielt es den dritten Preis des NEW YORK FESTIVAL. Ebenfalls gestern Abend wurde ihm in Hamburg der Bronzene Nagel des ART DIRECTORS CLUB überreicht. Bereits am 7. Mai gewann die schwebende Landschaftsskulptur des Stuttgarter Gestaltungsbüros Atelier Brückner den THE ONE SHOW Pencil 2015 in Bronze in New York

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22.05.2015
Ausgrabungen, Forschung
Die neolithische Siedlung Merimde Beni Salama liegt 45 Kilometer nordwestlich von Kairo im Nildelta (Abb.: NASA)

Neolithische Siedlung im Nil-Delta größer als bisher angenommen

Im Nil-Delta lassen sich im größeren Umfang Spuren einer neolithischen Besiedlung der sogenannten Merimde-Kultur nachweisen. Das ist das Ergebnis von Feldforschungen und Archivstudien, die Prof. Dr. Joanne Rowland, Professorin für Ägyptologie an der Freien Universität Berlin, im Rahmen eines Forschungsprojekts des Exzellenzclusters Topoi durchgeführt hat. Diese Erkenntnis brachte vor allem eine Grabung, die im Sommer 2014 durchgeführt wurde.

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22.05.2015
Forschung
Der japanische Orientalist Dr. Takayoshi Oshima (Foto: Privat)

Japanischer Gastforscher untersucht babylonische Keilschriften

Der japanische Orientalist Dr. Takayoshi Oshima wird vom 1. Juni an für drei Jahre als Gastwissenschaftler an der Universität Leipzig forschen. Finanziert wird sein Aufenthalt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über ein Drittmittelprojekt. Oshimas Gastgeberin an der Universität Leipzig ist die Leiterin des Instituts für Alttestamentliche Wissenschaft, Prof. Dr. Angelika Berlejung. In seiner Zeit in Leipzig will sich der Gastwissenschaftler mit der Frage nach der Gerechtigkeit Gottes in der Keilschriftliteratur im ersten Jahrtausend vor Christus in Mesopotamien beschäftigen und ein internationales wissenschaftliches Symposium zu dem Thema organisieren.

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22.05.2015
Forschung
Seite aus dem mittelalterlichen Benimmhandbuch "Welscher Gast" (Cod. Pal. germ. 389 Thomasin <Circlaere>; UB Heidelberg)

DFG bewilligt für SFB "Materiale Textkulturen" zweite Förderperiode

Der Sonderforschungsbereich "Materiale Textkulturen. Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften" (SFB 933) wird seine Arbeit an der Universität Heidelberg für weitere vier Jahre fortsetzen. Nach einer internationalen Begutachtung hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für eine zweite Förderperiode Mittel in Höhe von rund 11,5 Millionen Euro bewilligt.

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22.05.2015
Funde & Befunde

4000 Jahre altägyptische Kulturgeschichte online

Eine neue Forschungsdatenbank erschließt die sogenannte "Rubensohn-Bibliothek" des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt rund 800 Schriftstücke restauriert und wissenschaftlich aufgearbeitet und sind jetzt über die Datenbank frei zugänglich.

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