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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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20.01.2017
Forschung
Die berühmten Schöninger Speere (hier einer der Speere während der Ausgrabung) werden nun von Senckenberg erforscht. Foto: © N.J. Conard, Universität Tübingen

Ein- und Ausblick in die Erforschung der Altsteinzeit

Die Kooperationspartner der neuen Senckenberg-Forschungsstation Schöningen stellten letzte Woche ihre Pläne für die Zukunft vor. Die Forschungsschwerpunkte sollen unter anderem auf der Rekonstruktion des Lebensraums von Homo heidelbergensis im damaligen Ökosystem liegen. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Vertreter der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und der paläon GmbH unterzeichneten zudem eine Vereinbarung zur guten Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Wissenschaft und Erlebniszentrum. Zur Förderung der nationalen und internationalen Kooperation in Schöningen wurde ein Wissenschaftlicher Beirat eingerichtet.

20.01.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Acht Sensoren für Magnetometrie zieht das Quad hinter sich her und gewinnt damit Informationen aus dem Boden. (Foto: LWL/Burgemeister)

Mit Quad und Magnetstrahlen

Was nach Freizeitvergnügen aussieht, ist harte Arbeit: Mit dem Quad sind jetzt die Profis vom Wiener Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie über die Felder und Äcker an der Barkhauser Straße in Paderborn gefahren. In Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wollten die Wissenschaftler sicherstellen, dass auf dem Gelände des geplanten Gewerbegebietes keine archäologischen Artefakte liegen.

20.01.2017
Forschung
Rekonstruktion der letzten Kaltzeit

Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten

Haben die Jäger und Sammler vor 20.000 Jahren bereits gezielt Feuer eingesetzt, um so den steppenartigen Charakter der eiszeitlichen europäischen Landschaft zu erhalten? Eine kürzlich im Fachjournal »PLOS ONE« veröffentlichte Studie lässt dies plausibel erscheinen. Es wäre einer der frühesten Hinweise auf einen großflächigen Eingriff des Menschen in die natürliche Vegetation seiner Umgebung.

20.01.2017
Ausgrabungen
Auch bei Frost muss durchgearbeitet werden, unter dem Kuppelzelt wird das Erdreich aufgetaut. Im Hintergrund die Siebanlage. (Quelle: History Flight/DPA)

Amerikanischer Bomber 72 Jahre nach Absturz geborgen

Experten aus den USA und Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben Spuren eines abgestürzten Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg in Reken (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) untersucht. Die Untersuchung der Funde geht jetzt in Amerika weiter.

20.01.2017
Funde & Befunde
Für Laien mögen sie auf den ersten Blick wie simple Steine aussehen. Die Archäologen erkennen sofort, dass es sich hier um Beilklingen handelt, die in der Jungsteinzeit von den ersten Bauern als Werkzeuge benutzt wurden. Foto: LWL/H. Menne

Landwirt hilft, seinen Berufskollegen aus der Jungsteinzeit auf die Spur zu kommen

Für Landwirte gehören Begegnungen mit Steinen zu den unerfreulichen Zwischenfällen - jedenfalls auf ihren Äckern und Feldern. Archäologen wiederum freuen sich, wenn sie ausgefallene Exemplare zu Gesicht bekommen. In Werne (Kreis Unna) ist die Freude jetzt auf beiden Seiten groß. Denn Landwirt Georg Laurenz hat nicht nur hobbymäßig einen Blick für archäologische Raritäten unter den Steinen. Er hat den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auch eine ganze Sammlung von bearbeiteten Steinen präsentiert, die in der Jungsteinzeit als Werkzeuge genutzt wurden - von den ersten Bauern.

20.01.2017
Ausstellungen
Die Pfahlbauten in Unteruhldingen während des Hochwassers im Juni 2016. Foto: © Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Besucherrekord im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Mit einem neuen Besucherrekord hat das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee das Jahr 2016 beendet. Trotz des Hochwassers im Frühjahr konnte mit über 300.000 Gästen das beste Ergebnis seit der Museumsgründung 1922 erreicht werden. Damit ist das Freilichtmuseum das besucherstärkste Archäologiemuseum in Baden-Württemberg. Dazu beigetragen hat auch, dass die Deutschen wieder vermehrt im eigenen Land Urlaub machen.

20.01.2017
Forschung
Frühmittelalterliche Urkunde

Neues Forschungsprojekt zu frühmittelalterlichen Urkunden und Briefen

Das neue Langzeitvorhaben "Formulae – Litterae – Chartae“ der Akademie der Wissenschaften in Hamburg beginnt mit seiner Arbeit. Es gehört zu insgesamt fünf Vorhaben, die von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im Herbst 2016 neu in das Akademienprogramm aufgenommen wurden. Das geisteswissenschaftliche Langzeitvorhaben ist mit einem Gesamtfördervolumen von 4,4 Mio Euro für die Akademie der Wissenschaften in Hamburg bewilligt worden.

20.01.2017
Personalia
Prof. Dr. Joachim Burger. Foto/©: Peter Pulkowski

Joachim Burger zum korrespondierenden Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts ernannt

Anerkennung für Beiträge zur Erforschung der Vorgeschichte Europas und Asiens

Der Mainzer Palaeogenetiker Prof. Dr. Joachim Burger wurde zum korrespondierenden Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) ernannt. Das DAI würdigt damit seine Beiträge zur Erforschung der Vorgeschichte Europas und Asiens. Burger ist seit 2005 Professor für Anthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

06.01.2017
Ausgrabungen
Teil einer 5.000 Jahre alten Radnabe kurz nach der Entdeckung. Foto: W. Hohl, »Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart«

Archäologen entdecken weitere Teile eines 5.000 Jahre alten Wagens

Erfolgreicher Abschluss der öffentlich zugänglichen Grabung von Olzreute-Enzisholz (Landkreis Biberach)

Kurz vor Weihnachten 2016 wurden die Arbeiten auf der Ausgrabung in Olzreute-Enzisholz (Landkreis Biberach) beendet. Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart untersuchten dort eine fast 5.000 Jahre alte Siedlung der Jungsteinzeit. In den vergangenen Jahren waren dort schon einige hölzerne Wagenräder zum Vorschein gekommen. Nun fanden die Forscher kurz vor dem Ende der Geländearbeiten einen weiteren Beleg für die steinzeitliche Mobilität: ein Achsenfragment aus Holz.

06.01.2017
Ausgrabungen
Das in Assos freigelegte Gasthaus (Xendodochion). Foto: B. Böhlendorf-Arslan/RGZM.

Ausgrabungskampagne 2016 in Assos abgeschlossen

Die Arbeiten an dem im letzten Jahr entdeckten Xenodochium (Gasthaus) sind in diesem Jahr durch die Freilegung mehrerer angeschlossener Räume komplettiert worden. Das etwa 360 qm große Areal gibt Anzeichen auf, dass dort ein umtriebiges Leben herrschte: Eine Werkstatt samt Schlafsälen in unmittelbarer Nähe sowie weitere Aufenthaltsräumen bestätigen die Vermutungen der Archäologen. Die Assos-Forschungen fokussieren sich momentan auf den Wandel einer spätantiken in eine christlich-frühbyzantinische Stadt.

06.01.2017
Forschung
Die im Travertin hinterlassenen Hand- und Fußabdrücke. (Foto: Mark Aldenderfer)

Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke

Die Besiedelungsgeschichte des Tibetischen Hochplateaus lag bis heute weitgehend im Dunkeln. Michael Meyer vom Institut für Geologie an der Uni Innsbruck hat gemeinsam mit seinem Team den bisher ältesten archäologischen Nachweis für dauerhafte Besiedelung des Hochplateaus erbracht und die Ergebnisse im Fachmagazin Science veröffentlicht.

06.01.2017
Forschung
Bohrplattform auf dem Toten Meer: Die Wissenschaftler erbohrten insgesamt 455 Meter tief die Sedimente am Meeresgrund und rekonstruierten anhand der Pollen das Klima der Region. (© Foto: Thomas Litt)

Urwälder stoppten Vormarsch des frühen Homo sapiens

Die Wiege der Menschheit stand in Afrika. Vor rund 200.000 Jahren bildete sich dort der Homo sapiens heraus und verbreitete sich anschließend über die ganze Erde. Aber sein Vormarsch nach Europa stoppte zunächst im östlichen Mittelmeergebiet: Dafür waren nicht ausgedehnte Wüsten verantwortlich, sondern Urwälder. Das haben Forscher der Universität Bonn anhand von Pollenanalysen aus dem Toten Meer nachgewiesen.

06.01.2017
Veröffentlichungen
Prof. Dr. Michael Baales ist Mitherausgeber der Publikation über die spätauszeitliche »Welt im Wandel«, die auch viel Forschungswissen aus Westfalen beiträgt. Foto: LWL/H. Menne

Die Welt im Wandel: Westfälische Forschungsergebnisse fließen in ein neues Standardwerk über das Ende der Eiszeit ein

Sein Wissen als Experte für die Alt- und Mittelsteinzeit ist begehrt. Insbesondere aber für die Klima- und Umweltveränderungen der letzten Eiszeit ist Prof. Dr. Michael Baales Fachmann. Seine Forschungen, die der Archäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) seit fast 15 Jahren begleitet, trugen zu neuen Erkenntnissen in diesem Forschungsbereich bei. Die sind jetzt in eine Publikation über das Ende der Eiszeit eingeflossen.

16.12.2016
Aus aller Welt, Veröffentlichungen

»Kein Anthropozän ohne uns!«

Die Geowissenschaft hat das »Zeitalter des Menschen« ausgerufen – jetzt fordern Sozialwissenschaftler eine breite und interdisziplinäre Diskussion

Die Geowissenschaft hat ein neues Erdzeitalter ausgerufen - das »Zeitalter des Menschen«. Anfang der 1950er Jahre habe es begonnen, globale Ablagerungen von Kunststoff-, Aluminium- oder radioaktiven Partikeln markierten seinen Beginn. In einem Anfang Dezember in der Zeitschrift Nature veröffentlichten Artikel kritisiert Nicole Boivin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena, gemeinsam mit Kollegen diese Festlegungen als ungenau und vorschnell. Die Formalisierung des Anthropozäns müsse das Ergebnis eines transparenten, breit geführten, interdisziplinären Diskussion sein, in der den Sozial- und Geisteswissenschaften eine zentrale Rolle zukommt.

16.12.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Bronzenes Reiterfigürchen aus dem Zentralgrab in Hügel 3 im Auffindungszustand. Foto: © Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart/Jan König

Frühkeltisches Wagengrab nahe der Heuneburg entdeckt

Im Zuge des Neubaus der Umfahrung der Bundesstraße B 311 bei Unlingen (Landkreis Biberach) und der nachfolgenden Rettungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) kamen im Sommer 2016 unerwartet mehrere gut erhaltene und außergewöhnlich ausgestattete keltische Gräber aus der Hallstattzeit (8./5. Jh. v. Chr.) zum Vorschein. Eines davon enthielt die Überreste eines frühkeltischen Wagens und zudem eine Aufsehen erregende figürliche Bronzeplastik von überregionaler Bedeutung.

16.12.2016
Aus aller Welt
Am 15. Dezember 2016 fiel der Startschuss für das Projekt mit dem Schlagen des ersten Baums für den Bootsbau. Bild: FAU/Georg Pöhlein

Rudern wie die Römer

Althistoriker der Universität Erlangen wollen ein römisches Patrouillen- und Geleitzugboot in Originalgröße nachbauen. Vorbild ist das Wrack eines solchen Bootes, das in Oberstimm bei Manching gefunden wurde. Mit der »Fridericiana Alexandrina (Navis)« sollen auf Frankens Wasserstraßen und der Donau antike Rudertechniken rekonstruiert - und für Schüler und Studenten Geschichte erlebbar gemacht werden.

16.12.2016
Forschung, Veröffentlichungen
Einer der vier Reiter der Apokalypse auf einem gescheckten Pferd. Ausschnitt aus dem Werk: Beato de Fernando I Doña Sancha, datiert auf 1047 n. Chr. Apoc. VI, 1–8f. 135; shelf 14-2 National Bibliothek, Madrid/Wikimedia

Vom Pferd der Könige zum Überbringer der Pest

Menschliche Vorlieben hinsichtlich der Fellfärbung bei Pferden haben sich über die Zeit und die Kulturen sehr verändert. Gefleckte und helle Pferde waren vom Beginn der Domestikation bis zur Römerzeit häufig, wohingegen einfarbige, nichtgescheckte Pferde im Mittelalter dominierten. Zu dieser Erkenntnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW).

16.12.2016
Ausgrabungen
Die Grabungsfläche im Luftbild. Der Graben ist als dunkle Verfärbung zu erkennen. Foto: LWL/R. Klostermann

Archäologen entdecken erste befestigte Flachland-Siedlung der Eisenzeit in Westfalen

Gewaltige Befestigungsanlage in Werne freigelegt

Wo der Versandhandelsriese Amazon aktuell künftige Geschenke für das Weihnachtsfest lagert, deponierten die Menschen schon vor über 2.000 Jahren in Speichern und Gruben Lebensmittel und Ernten.

09.12.2016
Forschung, Veröffentlichungen
Mammutknochen im Küstensediment der Insel Muostakh, Sibirien. Foto: rbb/Felix Krüger

Wie sich sich emissionsverfälschte Altersmessungen identifizieren lassen

Radiokarbonmethode bleibt verlässliches Werkzeug, wenn sie durch 13-C-Messungen ergänzt wird

Gute Nachrichten für Archäologen und Naturwissenschaftler! Sie werden auch künftig die Radiokarbonmethode als verlässliches Werkzeug für die Altersbestimmung von Artefakten und Probenmaterial verwenden können.

09.12.2016
Forschung
Keramikbestimmung 2.0 mit ArchAIDE. Screenshot der Projekt-Homepage

Mit einem Klick Keramik bestimmen

ArchAIDE – Automatische Interpretation und Dokumentation von Keramik

Weltweit verbringen Archäologen und Archäologinnen viel Zeit, um jede einzelne Fundscherbe zu bestimmen und ihr die Geheimnisse ihrer Vergangenheit zu entlocken. Ein internationales Team von ArchäologInnen und IT-SpezialistInnen arbeitet zur Zeit an der Vereinfachung und Automatisierung dieser Arbeit.

09.12.2016
Veröffentlichungen, Forschung
Hier sieht man die bei den Grabungen in Drama freigelegten Grundrisse zweier Häuser, die zwar nebeneinander liegen, aber nicht gleichzeitig existiert haben, wie Frank Fecht herausgefunden hat. Foto: Un Saarbrücken / Vor- und Frühgeschichte

Drama: Ergebnisse aus mehreren Jahrzehnten Grabungsarbeit in Bulgarien

Saarbrücker Archäologen haben während ihrer beinahe 20 Jahre andauernden Grabungsarbeiten auf dem Siedlungshügel Merdžumekja in der Nähe des südostbulgarischen Dorfes Drama zahlreiche Erkenntnisse gewonnen. Zwischen 1983 und 2002 gruben sie dort gemeinsam mit bulgarischen Archäologen Siedlungen aus, deren älteste Überreste rund 6.500 Jahre alt sind. Diese ältesten Befunde hat Dr. Frank Fecht nun in einem Buch zusammengefasst.

02.12.2016
Forschung
Zahn eines Neandertalers aus der Fundstelle Payre. (© Marie-Hélène Moncel)

Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an

Wissenschaftler des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben herausgefunden, dass Neandertaler auch ohne äußere Einflüsse, wie Umwelt- oder Klimaveränderungen ihre Überlebensstrategien variierten. Mit einer neuen Methode zeigen sie anhand von Karbonatisotopie an fossilen Zähnen, dass die Vorfahren der heutigen Menschen vor 250.000 Jahren moderner in ihrer Entwicklung waren als bisher gedacht.

02.12.2016
Forschung
Karte des Niedergermanischen Limes (Abb. <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Ziegelbrenner">Ziegelbrenner</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Limes1.png">Limes1</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC BY-SA 3.0</a>)

Neue Forschungsergebnisse am Niedergermanischen Limes vorgestellt

Der Niedergermanische Limes, Roms Grenze am Rhein zwischen Vinxtbach in Rheinland-Pfalz und der niederländischen Nordseeküste, zählt zu den wichtigsten Grenzabschnitten des Römischen Reichs. Wie bereits andere Limes-Abschnitte soll dieser Teil 2020 unter anderem mit dem Kastellareal in Krefeld als Unesco-Welterbe eingetragen werden. "Die Kastelle und Lager sind der Kern des Unesco-Antrages“, sagt Steve Bödecker, Limes-Koordinator beim Amt für Bodendenkmalpflege im Landschaftsverband Rheinland (LVR). Im Museum Burg Linn stellte er in einem Vortrag nun neueste Forschungsergebnisse zum Niedergermanischen Limes vor.

02.12.2016
Ausstellungen
Schematisierter Schnitt durch das Verteidigungssystem der Frankfurter Stadtmauer, nach Otto Lindheimer, 1885 © Institut für Stadtgeschichte

Frankfurter Geschichte »unter Tage« – die Kasematten der »Friedberger Bastion«

Die Kasematten von Frankfurts barocker Stadtbefestigung bleiben ein Besuchermagnet

Die vom Archäologischen Museum Frankfurt betreute Ausstellung in den barocken Kasematten, die nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen ist, zog im Jahr 2016 rund 1.050 historisch Interessierte an. Seit der Eröffnung der Ausstellung im Jahr 2011 nahmen mehrere tausend Besucher an den Führungen teil, die meist schon kurz nach ihrer Ankündigung ausgebucht sind.

02.12.2016
Personalia

Gerhard Bersu Stipendien vergeben

Alle zwei Jahre vergibt die Archäologie-Stiftung »Pro Archaeologia Saxoniae« die Gerhard Bersu Stipendien für Promotionsarbeiten, die sich mit archäologischen Themen aus den Regionen Sachsen, Böhmen und Niederschlesien befassen. In diesem Jahr werden damit Wissenschaftler aus Rzeszów, Prag und Leipzig gefördert.

02.12.2016
Forschung

Ein Haus für die Erforschung von Zeit und Zeitbewusstsein

Die Räume für das Einstein-Zentrum Chronoi wurden am 16. November 2016 an der Freien Universität Berlin eröffnet. Das interdisziplinäre Forschungszentrum ist eine Kooperation von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

02.12.2016
Tagungen

Interdisziplinärer Workshop zur mittelalterlichen Bergbautechnik

Der Forschungsbereich Bergbaugeschichte des Deutschen Bergbau-Museums Bochum (DBM) veranstaltet derzeit (1. bis 3. Dezember 2016) einen Workshop zum Thema: "Mittelalterliche Bergbautechnik in historischen und archäologischen Quellen.“ Die Veranstaltung findet im LWL-Museum für Archäologie in Herne statt.

01.12.2016
Forschung
Freilegung einer Feuerstelle auf der Grabung Bodnegg. Foto: M. Mainberger, Bildbearbeitung: M. Erne LAD

Archäologen entdecken älteste Steinzeitdörfer im Westallgäu

Das östliche Oberschwaben und das Westallgäu wurden viel früher von den ersten jungsteinzeitlichen Bauern besiedelt, als bisher angenommen. Dies zeigen eine ganze Reihe bislang unbekannter Dörfer aus der Jungsteinzeit (5500 – 2000 v. Chr.), die im Zuge des Forschungsprojektes »BELAVI« im Sommer und Herbst 2016 ent­deckt wurden.

21.11.2016
Studium

Gnomon: Neue Wege zum (altertumswissenschaftlichen) Wissen

In der »Gnomon Bibliographische Datenbank« (GBD) sind derzeit knapp 600.000 Monographien, Aufsätze, Lexikonartikel, Rezensionen und Youtube-Clips verzeichnet. Um bei steigenden Datenmengen und Nutzerzahlen auch zukünftig einen zuverlässigen Service anbieten zu können, soll die Datenbank jetzt in den Bayerischen Verbundkatalog integriert werden.

18.11.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Außergewöhnlicher Fund: Ein römischer Kochtopf randvoll gefüllt mit Lampen und Münzen. Foto: © Kantonsarchäologie Aargau, Bela Polyvas

Das Geheimnis der 22 Öllampen

Rätselhafter Fund in Windisch beschäftigt Archäologen

Ein römischer Kochtopf, randvoll gefüllt mit Öllampen und Münzen, der vor rund 2.000 Jahren unmittelbar ausserhalb des Legionslagers Vindonissa vergraben wurde, gibt den Archäologen des schweizerischen Kantons Aargau Rätsel auf.