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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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17.02.2017
Forschung
Forscher können kurze Ribonukleinsäure-Moleküle (mikroRNA) sogar in Mumien wie dem Ötzi nachweisen. (Abb.: Andreas Keller, Universität des Saarlandes)

Ötzi bietet Beweis für die Stabilität von genetischen Markern

Biomarker sind biologische Merkmale, die Ärzten oder Forschern Hinweise auf den Gesundheitszustand oder Erkrankungen eines Patienten geben können. Große Hoffnungen setzen Wissenschaftler auf einen neuen Typ von Biomarkern, sogenannte microRNAs. Ein internationales Forscherteam hat nun festgestellt, dass solche microRNAs noch nach 5300 Jahren stabil sein können. Sie wiesen die Moleküle in der berühmten Gletschermumie "Ötzi" nach.

17.02.2017
Funde & Befunde
Die Digitalisierung der Jupiter-Giganten-Säule erlaubt Archäologen und Laien neue Zugänge zu diesem Kulturerbe. (Bild: KIT/IPF)

Die wahre Größe der Götter und Giganten vermessen

Archäologische Artefakte wie die Jupiter-Giganten-Säule der Römerstadt Ladenburg bergen noch Geheimnisse. Sie wurde erst im Jahre 1973 entdeckt und die Geschichte des über 1800 Jahre alten Denkmals ist bislang nicht näher bekannt. Im Projekt HEiKA MUSIEKE möchte man einige Geheimnisse lüften und das Kulturerbe Ladenburgs nachhaltig sicht- und erfahrbar machen. Unter anderem mittels moderner Digitalisierungstechniken aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

17.02.2017
Ausgrabungen
Telgte: Eine Entsorgungsgrube aus dem 11./12. Jahrhundert. Die dunkle Schicht stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. (Foto: LWL)

Mittelaterliche Marktplätze in Telgte und Warendorf

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Telgte und in Warendorf Spuren aus dem Mittelalter unter den Marktplätzen gefunden.

16.02.2017
Veröffentlichungen

Augsburger Baumeisterbücher im Internet veröffentlicht

Historiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben in dreijähriger Arbeit eine kommentierte digitale Edition der Augsburger Baumeisterbücher erstellt, die nun öffentlich im Internet zugänglich ist. Die Edition bietet einen unvergleichlichen Einblick in die mittelalterlichen Rechnungsbücher der Stadt Augsburg für den Zeitraum von 1320 bis 1466.

16.02.2017
Veranstaltungen, Ausstellungen
Prof. Dr. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der JGU, begrüßt die Anwesenden im Museum für Antike Schiffahrt des RGZM (Foto: Sarah Pittroff)

"Bereit zu teilen?": Zweite Fishbowl-Diskussion im Museum für Antike Schiffahrt des RGZM

Unter diesem Motto folgten acht Expert(inn)en der Einladung vom Mainzer Zentrum für Digitalität in den geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) ins Museum für Antike Schiffahrt des RGZM und äußerten sich zum Thema digitalisierte Kulturgüter im Netz.

16.02.2017
Forschung
Entnahme eines Sedimentkerns von einer Bohrplattform aus. (© Oliver Heiri, Universität Bern)

Berner Studie rehabilitiert Klimamodelle

Mit Hilfe neuer Rekonstruktionsmethoden können Berner Klimaforscher zeigen, dass es im Mittelmeerraum vor 9000 bis 5000 Jahren deutlich wärmer war, als frühere Studien vermuten liessen. Damit werden nicht zuletzt Zweifel an der Zuverlässigkeit von Klimamodellen ausgeräumt.

03.02.2017
Forschung
Ein typisches Steinplattengrab aus der Untersuchungsregion. Das Grab ist komplett mit Tuffsteinplatten ausgekleidet und meist auch mit Tuffplatten abgedeckt. (Foto: Kubiczek, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München)

Neue Erkenntnisse zu den Verwandtschaftverhältnissen auf frühmittelalterlichen Gräberfeldern

In einem gemeinsamen Projekt des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie München wurden menschliche Skelette aus frühmittelalterlichen Steinplattengräbern in Bayern erstmals genetisch untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass hier überwiegend Verwandte bestattet wurden.

03.02.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Blick von La Paz auf den Gletscher des Nevado Illimani in Bolivien. Foto: Paul Scherrer Institut/Theo Jenk

Historisches Kupfer, gefangen im Eis

In Südamerika wurde etwa ab dem Jahr 700 v. Chr. Kupfer gewonnen

Der Bergbau Südamerikas versorgt den halben Globus mit Kupfer. In den Anden liegen die weltgrössten Minen. Doch wann die Kupferproduktion dort begann, blieb bislang unklar. Von den frühen Hochkulturen in Peru, Chile und Bolivien sind kaum Überlieferungen und Artefakte erhalten. Schweizer Wissenschaftler sind dem Geheimnis nun trotzdem auf die Spur gekommen. Ihre Analyse des Eises am Illimani-Gletscher in den bolivianischen Anden ergab, dass in Südamerika etwa ab dem Jahr 700 v. Chr. Kupfer gewonnen wurde.

03.02.2017
Veröffentlichungen, Forschung
Bab Mafraque Höhle im Mittleren Atlas, Marokko: Flowstones und Stalaktiten. Foto/©: Jasper Wassenburg

Stalagmiten liefern Paläo-Klimadaten

Stalagmiten aus Tropfsteinhöhlen zeigen veränderten Einfluss der Nordatlantischen Oszillation auf Wetterregimes in Mitteleuropa und Marokko

Die Nordatlantische Oszillation (NAO) ist der vorherrschende Luftdruckmodus über dem Nordatlantik, der vor allem das Winterklima in Europa wesentlich beeinflusst. Je nach Ausprägung der NAO kann es zu milden oder sehr kalten Wintern, aber auch zu starken Stürmen kommen. Geowissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) versuchen, den Verlauf der NAO während der letzten 10.000 Jahre zu rekonstruieren, um damit auch künftige Entwicklungen abzuschätzen. Sie nutzen dazu Tropfsteine aus unterirdischen Höhlen als Klimaarchiv und entwickeln Methoden, um die gespeicherten Klimaindikatoren möglichst genau auszuwerten. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Nordatlantische Oszillation auf ein Abschmelzen der Eisschilde in der Zukunft wahrscheinlich sehr sensibel reagieren würde – mit den entsprechenden Auswirkungen auf das Klima und ökologischen und ökonomischen Folgen.

03.02.2017
Denkmalschutz
Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preussischer Kulturbesitz) im Interview. Foto: <a href="" target="_blank">Korea.net / Korean Culture and Information Service (Jeon Han)</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/legalcode" target="_blank">Creative Commons CC-by-sa-2.0 de</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target="_blank">Kurzfassung</a>). Originaldatei: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hermann_Parzinger_being_interviewed_by_KTV.jpg" target="_blank">Hermann Parzinger being interviewed by KTV</a>

Einfuhrregelung für Kulturgut aus Nicht-EU-Staaten ist ein wichtiges Instrument gegen illegalen Handel

»Deutschland beim illegalen Handel mit Kulturgütern zentraler Markt- und Transitstaat.«

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) begrüßt das Verfahren der Europäischen Kommission zur Schaffung einer EU-weiten Einfuhrregelung aus Nicht-EU-Staaten. Sie setzt sich aktiv gegen den illegalen Handel mit Kulturgut ein.

03.02.2017
Ausgrabungen
Die holzverschalte Kloake wird freigelegt. (Foto: LWL/Cichy)

Übel riechende Funde in Hamm

Eigentlich hatten die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) keine Hoffnung, auf der Fläche des geplanten Schulneubaus in der Innenstadt von Hamm archäologische Relikte zu finden. Umso größer war nun die Überraschung, als dort nicht nur mehrere Brunnen sondern auch zwei Kloaken ans Tageslicht kamen. Die noch immer übel riechenden Hinterlassenschaften in den Aborten geben Einblicke in die Speisezettel früherer Generationen.

03.02.2017
Forschung
Blick auf den Zeustempel/Olympia (Foto: H. Baitinger/ RGZM)

Sammeln, Clustern und Auswerten in Olympia

DFG bewilligt RGZM und DAI Forschungsprojekt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte ein dreijähriges Kooperationsprojekt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) mit der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) zu Weihgaben im Zeusheiligtum von Olympia. Das Projekt startete am 1. Januar 2017.

03.02.2017
Ausgrabungen
So sieht die älteste Schlacke aus Westfalen aus. (Foto: LWL/Brieke)

Das bisher älteste Eisen in Westfalen

Eigentlich waren die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) einem ganz anderen Verdacht auf der Spur. Auf dem Kälberberg in Recke sollten Grabhügel untersucht werden, bevor archäologische Relikte durch die Erweiterung eines Steinbruchs zerstört würden. Unerwartet tauchten hier die Zeugnisse der bislang ältesten Eisenverhüttung in Westfalen auf.

03.02.2017
Forschung
Prächtige Residenz: Rekonstruktion des Heidelberger Schlosses um 1683. (Bild: KIT)

Wohnen wie der Pfalzgraf

Blitzeinschläge, Brände, Kriege – am Heidelberger Schloss hat über die Jahrhunderte nicht nur der Zahn der Zeit genagt. Heute gilt es nicht nur als eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke nördlich der Alpen, es ist mit 1,1 Millionen Besuchern aus aller Welt jährlich auch eines der beliebtesten Ziele für Touristen in Deutschland. Jetzt hat ein Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Burg in ihrer einstigen Gestalt wiedererstehen lassen – als dreidimensionale virtuelle Rekonstruktion.

03.02.2017
Studium

Rheinisches Landesmuseum Trier und Fördererkreis des Museums schreiben Dr. Heinz Cüppers-Preis aus

Der Preis erinnert an Dr. Heinz Cüppers (1929-2005), der mit dem Museum seit 1949 als Werkstudent, Kustos, Direktor und 2. Vorsitzender des Fördererkreises verbunden war. Der Preis wurde bisher 2006, 2008, 2011 und 2014 vergeben.

20.01.2017
Forschung
Die berühmten Schöninger Speere (hier einer der Speere während der Ausgrabung) werden nun von Senckenberg erforscht. Foto: © N.J. Conard, Universität Tübingen

Ein- und Ausblick in die Erforschung der Altsteinzeit

Die Kooperationspartner der neuen Senckenberg-Forschungsstation Schöningen stellten letzte Woche ihre Pläne für die Zukunft vor. Die Forschungsschwerpunkte sollen unter anderem auf der Rekonstruktion des Lebensraums von Homo heidelbergensis im damaligen Ökosystem liegen. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Vertreter der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und der paläon GmbH unterzeichneten zudem eine Vereinbarung zur guten Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Wissenschaft und Erlebniszentrum. Zur Förderung der nationalen und internationalen Kooperation in Schöningen wurde ein Wissenschaftlicher Beirat eingerichtet.

20.01.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Acht Sensoren für Magnetometrie zieht das Quad hinter sich her und gewinnt damit Informationen aus dem Boden. (Foto: LWL/Burgemeister)

Mit Quad und Magnetstrahlen

Was nach Freizeitvergnügen aussieht, ist harte Arbeit: Mit dem Quad sind jetzt die Profis vom Wiener Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie über die Felder und Äcker an der Barkhauser Straße in Paderborn gefahren. In Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wollten die Wissenschaftler sicherstellen, dass auf dem Gelände des geplanten Gewerbegebietes keine archäologischen Artefakte liegen.

20.01.2017
Forschung
Rekonstruktion der letzten Kaltzeit

Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten

Haben die Jäger und Sammler vor 20.000 Jahren bereits gezielt Feuer eingesetzt, um so den steppenartigen Charakter der eiszeitlichen europäischen Landschaft zu erhalten? Eine kürzlich im Fachjournal »PLOS ONE« veröffentlichte Studie lässt dies plausibel erscheinen. Es wäre einer der frühesten Hinweise auf einen großflächigen Eingriff des Menschen in die natürliche Vegetation seiner Umgebung.

20.01.2017
Ausgrabungen
Auch bei Frost muss durchgearbeitet werden, unter dem Kuppelzelt wird das Erdreich aufgetaut. Im Hintergrund die Siebanlage. (Quelle: History Flight/DPA)

Amerikanischer Bomber 72 Jahre nach Absturz geborgen

Experten aus den USA und Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben Spuren eines abgestürzten Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg in Reken (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) untersucht. Die Untersuchung der Funde geht jetzt in Amerika weiter.

20.01.2017
Funde & Befunde
Für Laien mögen sie auf den ersten Blick wie simple Steine aussehen. Die Archäologen erkennen sofort, dass es sich hier um Beilklingen handelt, die in der Jungsteinzeit von den ersten Bauern als Werkzeuge benutzt wurden. Foto: LWL/H. Menne

Landwirt hilft, seinen Berufskollegen aus der Jungsteinzeit auf die Spur zu kommen

Für Landwirte gehören Begegnungen mit Steinen zu den unerfreulichen Zwischenfällen - jedenfalls auf ihren Äckern und Feldern. Archäologen wiederum freuen sich, wenn sie ausgefallene Exemplare zu Gesicht bekommen. In Werne (Kreis Unna) ist die Freude jetzt auf beiden Seiten groß. Denn Landwirt Georg Laurenz hat nicht nur hobbymäßig einen Blick für archäologische Raritäten unter den Steinen. Er hat den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auch eine ganze Sammlung von bearbeiteten Steinen präsentiert, die in der Jungsteinzeit als Werkzeuge genutzt wurden - von den ersten Bauern.

20.01.2017
Ausstellungen
Die Pfahlbauten in Unteruhldingen während des Hochwassers im Juni 2016. Foto: © Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Besucherrekord im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Mit einem neuen Besucherrekord hat das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee das Jahr 2016 beendet. Trotz des Hochwassers im Frühjahr konnte mit über 300.000 Gästen das beste Ergebnis seit der Museumsgründung 1922 erreicht werden. Damit ist das Freilichtmuseum das besucherstärkste Archäologiemuseum in Baden-Württemberg. Dazu beigetragen hat auch, dass die Deutschen wieder vermehrt im eigenen Land Urlaub machen.

20.01.2017
Forschung
Frühmittelalterliche Urkunde

Neues Forschungsprojekt zu frühmittelalterlichen Urkunden und Briefen

Das neue Langzeitvorhaben "Formulae – Litterae – Chartae“ der Akademie der Wissenschaften in Hamburg beginnt mit seiner Arbeit. Es gehört zu insgesamt fünf Vorhaben, die von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im Herbst 2016 neu in das Akademienprogramm aufgenommen wurden. Das geisteswissenschaftliche Langzeitvorhaben ist mit einem Gesamtfördervolumen von 4,4 Mio Euro für die Akademie der Wissenschaften in Hamburg bewilligt worden.

20.01.2017
Personalia
Prof. Dr. Joachim Burger. Foto/©: Peter Pulkowski

Joachim Burger zum korrespondierenden Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts ernannt

Anerkennung für Beiträge zur Erforschung der Vorgeschichte Europas und Asiens

Der Mainzer Palaeogenetiker Prof. Dr. Joachim Burger wurde zum korrespondierenden Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) ernannt. Das DAI würdigt damit seine Beiträge zur Erforschung der Vorgeschichte Europas und Asiens. Burger ist seit 2005 Professor für Anthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

06.01.2017
Ausgrabungen
Teil einer 5.000 Jahre alten Radnabe kurz nach der Entdeckung. Foto: W. Hohl, »Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart«

Archäologen entdecken weitere Teile eines 5.000 Jahre alten Wagens

Erfolgreicher Abschluss der öffentlich zugänglichen Grabung von Olzreute-Enzisholz (Landkreis Biberach)

Kurz vor Weihnachten 2016 wurden die Arbeiten auf der Ausgrabung in Olzreute-Enzisholz (Landkreis Biberach) beendet. Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart untersuchten dort eine fast 5.000 Jahre alte Siedlung der Jungsteinzeit. In den vergangenen Jahren waren dort schon einige hölzerne Wagenräder zum Vorschein gekommen. Nun fanden die Forscher kurz vor dem Ende der Geländearbeiten einen weiteren Beleg für die steinzeitliche Mobilität: ein Achsenfragment aus Holz.

06.01.2017
Ausgrabungen
Das in Assos freigelegte Gasthaus (Xendodochion). Foto: B. Böhlendorf-Arslan/RGZM.

Ausgrabungskampagne 2016 in Assos abgeschlossen

Die Arbeiten an dem im letzten Jahr entdeckten Xenodochium (Gasthaus) sind in diesem Jahr durch die Freilegung mehrerer angeschlossener Räume komplettiert worden. Das etwa 360 qm große Areal gibt Anzeichen auf, dass dort ein umtriebiges Leben herrschte: Eine Werkstatt samt Schlafsälen in unmittelbarer Nähe sowie weitere Aufenthaltsräumen bestätigen die Vermutungen der Archäologen. Die Assos-Forschungen fokussieren sich momentan auf den Wandel einer spätantiken in eine christlich-frühbyzantinische Stadt.

06.01.2017
Forschung
Die im Travertin hinterlassenen Hand- und Fußabdrücke. (Foto: Mark Aldenderfer)

Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke

Die Besiedelungsgeschichte des Tibetischen Hochplateaus lag bis heute weitgehend im Dunkeln. Michael Meyer vom Institut für Geologie an der Uni Innsbruck hat gemeinsam mit seinem Team den bisher ältesten archäologischen Nachweis für dauerhafte Besiedelung des Hochplateaus erbracht und die Ergebnisse im Fachmagazin Science veröffentlicht.

06.01.2017
Forschung
Bohrplattform auf dem Toten Meer: Die Wissenschaftler erbohrten insgesamt 455 Meter tief die Sedimente am Meeresgrund und rekonstruierten anhand der Pollen das Klima der Region. (© Foto: Thomas Litt)

Urwälder stoppten Vormarsch des frühen Homo sapiens

Die Wiege der Menschheit stand in Afrika. Vor rund 200.000 Jahren bildete sich dort der Homo sapiens heraus und verbreitete sich anschließend über die ganze Erde. Aber sein Vormarsch nach Europa stoppte zunächst im östlichen Mittelmeergebiet: Dafür waren nicht ausgedehnte Wüsten verantwortlich, sondern Urwälder. Das haben Forscher der Universität Bonn anhand von Pollenanalysen aus dem Toten Meer nachgewiesen.

06.01.2017
Veröffentlichungen
Prof. Dr. Michael Baales ist Mitherausgeber der Publikation über die spätauszeitliche »Welt im Wandel«, die auch viel Forschungswissen aus Westfalen beiträgt. Foto: LWL/H. Menne

Die Welt im Wandel: Westfälische Forschungsergebnisse fließen in ein neues Standardwerk über das Ende der Eiszeit ein

Sein Wissen als Experte für die Alt- und Mittelsteinzeit ist begehrt. Insbesondere aber für die Klima- und Umweltveränderungen der letzten Eiszeit ist Prof. Dr. Michael Baales Fachmann. Seine Forschungen, die der Archäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) seit fast 15 Jahren begleitet, trugen zu neuen Erkenntnissen in diesem Forschungsbereich bei. Die sind jetzt in eine Publikation über das Ende der Eiszeit eingeflossen.

16.12.2016
Aus aller Welt, Veröffentlichungen

»Kein Anthropozän ohne uns!«

Die Geowissenschaft hat das »Zeitalter des Menschen« ausgerufen – jetzt fordern Sozialwissenschaftler eine breite und interdisziplinäre Diskussion

Die Geowissenschaft hat ein neues Erdzeitalter ausgerufen - das »Zeitalter des Menschen«. Anfang der 1950er Jahre habe es begonnen, globale Ablagerungen von Kunststoff-, Aluminium- oder radioaktiven Partikeln markierten seinen Beginn. In einem Anfang Dezember in der Zeitschrift Nature veröffentlichten Artikel kritisiert Nicole Boivin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena, gemeinsam mit Kollegen diese Festlegungen als ungenau und vorschnell. Die Formalisierung des Anthropozäns müsse das Ergebnis eines transparenten, breit geführten, interdisziplinären Diskussion sein, in der den Sozial- und Geisteswissenschaften eine zentrale Rolle zukommt.

16.12.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Bronzenes Reiterfigürchen aus dem Zentralgrab in Hügel 3 im Auffindungszustand. Foto: © Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart/Jan König

Frühkeltisches Wagengrab nahe der Heuneburg entdeckt

Im Zuge des Neubaus der Umfahrung der Bundesstraße B 311 bei Unlingen (Landkreis Biberach) und der nachfolgenden Rettungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) kamen im Sommer 2016 unerwartet mehrere gut erhaltene und außergewöhnlich ausgestattete keltische Gräber aus der Hallstattzeit (8./5. Jh. v. Chr.) zum Vorschein. Eines davon enthielt die Überreste eines frühkeltischen Wagens und zudem eine Aufsehen erregende figürliche Bronzeplastik von überregionaler Bedeutung.