23.03.2017 - 03:11:05

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Für den schnellen Überblick: Das Schlagwortverzeichnis der Artikel und Rezensionen (nur für Clubmitglieder)

Denkmalschutz

17.03.2017
Denkmalschutz
Der Große Tempel von Yeha nach der Restaurierung. Foto: I. Wagner/DAI

Restaurierung am 2.700 Jahre alten Tempel in Yeha erfolgreich abgeschlossen

Feierliche Eröffnung durch Deutsches Archäologisches Institut und äthiopische Antikenbehörde

»Großer Tempel« wird das im 7. Jahrhundert v. Chr. erbaute Heiligtum in dem kleinen Dorf Yeha im nördlichen Hochland Äthiopiens genannt. Von Einwanderern aus Saba im heutigen Jemen nach südarabischem Vorbild errichtet, ist der noch 14 m hoch erhaltene Tempel der bedeutendste vorchristliche Sakralbau Ostafrikas. Eine gewaltige Brandkatastrophe beschädigte den Bau bereits in der Antike, jahrzehntelang galt er als einsturzgefährdet.

03.02.2017
Denkmalschutz
Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preussischer Kulturbesitz) im Interview. Foto: <a href="" target="_blank">Korea.net / Korean Culture and Information Service (Jeon Han)</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/legalcode" target="_blank">Creative Commons CC-by-sa-2.0 de</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target="_blank">Kurzfassung</a>). Originaldatei: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hermann_Parzinger_being_interviewed_by_KTV.jpg" target="_blank">Hermann Parzinger being interviewed by KTV</a>

Einfuhrregelung für Kulturgut aus Nicht-EU-Staaten ist ein wichtiges Instrument gegen illegalen Handel

»Deutschland beim illegalen Handel mit Kulturgütern zentraler Markt- und Transitstaat.«

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) begrüßt das Verfahren der Europäischen Kommission zur Schaffung einer EU-weiten Einfuhrregelung aus Nicht-EU-Staaten. Sie setzt sich aktiv gegen den illegalen Handel mit Kulturgut ein.

07.10.2016
Denkmalschutz

Suche mit Metallsonden in Baden-Württemberg genehmigungspflichtig

Klarstellung des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD) zu einer Pressemitteilung der »Deutschen Sondengänger Union«

Eine Suche nach historischen Hinterlassenschaften mit der Metallsonde ohne Genehmigung ist in Baden-Württemberg eine Ordnungswidrigkeit und kann gegebenenfalls sogar strafrechtliche Folgen haben, stellt das LAD nachdrücklich klar. Das Verwaltungsgericht Stuttgart habe - im Gegensatz zu dem Eindruck, den eine entsprechend betitelte Pressemitteilung der DSU erweckte - mit Beschluss vom 05. August 2016 keine Entscheidung zugunsten des »Sondengehens« getroffen.

09.09.2016
Denkmalschutz, Tagungen
Konferenzteilnehmer vor der Zenrale des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin. Foto: Irmgard Wagner, DAI

Internationale Experten berieten in Berlin über den Schutz des irakischen Kulturerbes

Mit der Konferenz »Iraqi Medieval and Historical Architecture. Deliberate Destruction and Challenges for Conservation and Restoration« knüpfte das Deutsche Archäologische Institut in der vergangenen Woche einmal mehr an seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit irakischen Institutionen auf dem Gebiet des archäologischen Kulturerhalts an.

26.08.2016
Personalia, Aus aller Welt, Denkmalschutz

Bundesverdienstkreuz für Engagement um die Weltkulturerbestätten Angkor, Ayutthaya und Borobudur

Prof. Dr. Hans Leisen und Dr. Esther von Plehwe-Leisen ausgezeichnet

Seit über 20 Jahren gebieten Prof. Dr. Hans Leisen und Privatdozentin Dr. Esther von Plehwe-Leisen dem Verfall der kambodschanischen Tempelstadt Angkor Einhalt. Das Ehepaar erhielt jetzt das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges Engagement im Rahmen des »German Apsara Conservation Project« (GACP) und der Projekte am Wat Ratchaburana Tempel im thailändischen Ayutthaya und am Borobudur Tempel in Indonesien.

12.08.2016
Denkmalschutz
Der überdachte Basar von Aleppo soll als 3D-Modell rekonstruiert werden. Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2011, vor der Zerstörung. Foto: (Ergo), <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/legalcode" target="_blank">CC BY 2.0</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank">Kurzfassung</a>), Ausschnitt. Originaldatei: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Old_covered_suq_in_Aleppo.jpg" target="_blank">Old covered suq in Aleppo</a>

Was wird aus Aleppos historischem Erbe?

Gerda Henkel Stiftung stellt knapp 750.000 Euro für Grundlagenforschung zur Gestaltung des Wiederaufbaus bereit

Hunderttausende Menschen sind derzeit in der syrischen Stadt Aleppo eingeschlossen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nennt die humanitäre Lage »katastrophal«. Auch wenn die Kampfhandlungen andauern, gilt es aus Sicht syrischer und internationaler Experten bereits jetzt, Szenarien für die Zeit nach dem Ende des Bürgerkriegs zu entwickeln: Wie kann die UNESCO-Welterbestätte Aleppo wieder aufgebaut werden? Was soll mit den zerstörten oder noch erhaltenen historischen Bauten geschehen? Syrische und deutsche Wissenschaftler haben sich nun zusammengeschlossen, um wesentliche Informationen zu sammeln und zukünftigen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit als Planungsgrundlage zur Verfügung zu stellen.

29.07.2016
Denkmalschutz

Zwölf weitere Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste

Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner 40. Sitzung in Istanbul am 17.7.2016 zwölf weitere Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu zählt auch das Werk Le Corbusiers mit zwei Häusern der Stuttgarter Weissenhofsiedlung.

23.07.2016
Denkmalschutz
Neben den Parteienantworten im Wortlaut sowie in einer knappen Synthese hat die DGUF getrennt davon auch eine Einordnung und Bewertung dieser Positionen vorgenommen. Eine schnelle Übersicht über die fachliche Einschätzung der DGUF bietet diese stark vereinfachende Grafik. Quelle: DGUF

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Die Archäologie-Wahlprüfsteine

Welche Position vertreten die Parteien in Sachen Archäologische Landesmuseum, Verursacherprinzip und Personalausstattung?

Am 8. Juni baten die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. (DGUF) und ihre Partner die für den Landtag kandidierenden Parteien um Stellungnahmen zu fünf drängenden Fragen zur Zukunft der Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt sind die Reaktionen eingegangen und ausgewertet.

15.07.2016
Denkmalschutz

Neun neue Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste

Das UNESCO-Welterbekomitee hat heute auf seiner 40. Sitzung in Istanbul neun neue Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu gehören die Ausgrabungsstätte von Nalanda Mahavihara in Indien, die antike Stätte von Philippi in Griechenland, das persische Qanat-Bewässerungssystem im Iran und die archäologische Stätte von Ani in der Türkei. Erstmals auf der Welterbeliste vertreten sind die Föderierten Staaten von Mikronesien mit Nan Madol, einem zeremoniellen Zentrum in Ostmikronesien.

08.07.2016
Denkmalschutz
Original des Pantherweibchens links, Replik rechts (THD Prof. Maxzin)

Technische Hochschule Deggendorf erstellt ungewöhnliche Nachbildung einer Bronze-Statuette

König Maximilian II. von Bayern liebte das Reisen. So führte ihn sein Weg auch über die Alpen gen Süden, von wo er sich gewiss Andenken an den Hof mitgebracht haben wird. Vermutlich zählt dazu ein bronzenes Pantherweibchen, das ab Mitte des 19. Jahrhunderts in einer Vitrine auf der Roseninsel im Starnberger See zu sehen war. Durch den Einsatz aktueller innovativer Verfahrenstechniken gelang Forschern des 3D-Labors der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) unter der Leitung von Prof. Joerg Maxzin jetzt die ungewöhnliche Nachbildung des Pantherweibchens.

21.06.2016
Denkmalschutz, Aus aller Welt
Überblick über die Restaurierungsarbeiten im Peristylhof von Wohneinheit 2 des Hanghauses 2 in Ephesos. Foto: CCA

Mosaiken in neuer Farbenpracht

Restauratoren aus Jordanien, Tunesien und Libyen zur Weiterbildung in Ephesos

An dem fünfjährigen Kursprogramm, das auf Initative des Ephesus Foundation eingerichtet wurde, nahmen 15 Restauratoren aus fünf Nationen teil. Zum Abschluss des Programms restaurierten die Teilnehmer, die künftig in ihren Heimatländern eine neue Generation von Restauratoren ausbilden sollen, zahlreiche gefährdete Mosaiken im sog. Hanghaus 2.

10.06.2016
Veranstaltungen, Denkmalschutz
Der Baal-Shamin-Tempel von Palmyra im Jahr 2010 (Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Bgag?uselang=de">Bernard Gagnon</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2">GFDL</a>)

Syrische und internationale Experten beschließen Notfallmaßnahmen

Über 230 syrische und internationale Experten haben gemeinsam im Rahmen eines zweitägigen Treffens das Ausmaß der Schäden am syrischen Kulturerbe bewertet, Methoden und prioritäre Notfallmaßnahmen für den Erhalt syrischer Kulturerbestätten entwickelt und festgelegt.

10.06.2016
Denkmalschutz

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016

DGUF stellt Fragen zur Zukunft der Archäologie an die Parteien

Die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. (DGUF) fühlt - gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und der Region - den Politikern zum Thema Archäologie und Denkmalschutz auf den Zahn. Die Parteien erhalten dazu einen Fragenkatalog – so genannte Wahlprüfsteine - und damit die Gelegenheit, sich zu ihren die Archäologie betreffenden Plänen öffentlich zu positionieren.

02.06.2016
Tagungen, Denkmalschutz
Der Baal-Shamin-Tempel von Palmyra im Jahr 2010 (Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Bgag?uselang=de">Bernard Gagnon</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2">GFDL</a>)

Internationales Expertentreffen zum Erhalt des Kulturerbes in Syrien

Aktuell (2. bis 4. Juni) findet im Auswärtigen Amt in Berlin eine UNESCO-Expertenkonferenz zur Fortschreibung des Aktionsplans zum Schutz des syrischen Kulturerbes statt. Ziel der Tagung ist es, die laufenden nationalen und internationalen Aktivitäten bei der Dokumentation und Bewertung von Schäden an den syrischen Kulturerbestätten wie Palmyra voranzutreiben und die wichtigsten Experten auf diesem Gebiet miteinander zu vernetzen. Über die Aus- und Fortbildung von Museumsfachleuten und Experten für den Wiederaufbau des kulturellen Erbes Syriens soll dabei ebenso beraten werden wie über den illegalen Handel mit syrischen Kulturgütern.

27.05.2016
Denkmalschutz
Eine Mitarbeiterin des Zentrum für Digitale Kulturgüter in Museen (ZEDIKUM) digitalisiert eine Tontafel mithilfe eines Streifenlichtscanners. (© SPK / photothek.net / Thomas Imo)

Positive Bilanz zum ZEDIKUM-Digitalisierungsprojekt

Das Deutsche Zentrum für Digitale Kulturgüter in Museen (ZEDIKUM) ist in den ersten sechs Monaten seines Bestehens ein fester Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit auf der Berliner Museumsinsel geworden. Mit der am Vorderasiatischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz angesiedelten und von Kulturstaatsministerin Monika Grütters geförderten interdisziplinären Forschungs- und Serviceeinrichtung ist es möglich, Objekte aus allen archäologischen Museen der "Insel" in 3D zu digitalisieren, zu dokumentieren, wissenschaftlich zu erschließen und sie einem großen Interessentenkreis zugänglich zu machen.

13.05.2016
Denkmalschutz
Die Bauforscher der Koldewey-Gesellschaft wenden sich gegen Versuche, zerstörte Kulturgüter als 3D-Drucke zu reproduzieren. Bild: Digitale Rekonstruktion des vom IS zerstörten Bel-Tempel in Palmyra, #NEWPALMYRA

Palmyra als 3D-Plot?

Bauforscher gegen digitale Reproduktionen von zerstörten Kulturdenkmälern

Auf ihrer 49. Tagung vom 4. bis zum 8. Mai 2016 in Innsbruck haben sich die Mitglieder der Koldewey-Gesellschaft in einer Stellungnahme eindeutig gegen den Versuch gewendet, kriegszerstörte Kulturdenkmäler mittels 3D-Druckern zu reproduzieren.

06.05.2016
Denkmalschutz
Textilien sind sehr selten unter archäologischen Funden und zudem ganz besonders empfindlich. Im neuen Organikraum sind sie optimal geschützt. (Foto: LWL/Burgemeister)

Vom Lederschuh bis zum Glaskelch

Neues Depot für organische Funde in Münster

Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Münster ein neues Sonderdepot angelegt. Dort werden im 35 Quadratmeter großen so genannten Organikraum empfindliche organische Materialien gelagert.

29.04.2016
Denkmalschutz
Der Baal-Shamin-Tempel von Palmyra im Jahr 2010 (Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Bgag?uselang=de">Bernard Gagnon</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2">GFDL</a>)

UNESCO-Experten begutachten Zerstörungen in Palmyra

Vom 24. bis 26. April hat ein UNESCO-Expertenteam Schäden an der Welterbestätte Palmyra untersucht. Vorläufige Ergebnisse der Untersuchung wurden jetzt in Paris vorgestellt.

29.04.2016
Veranstaltungen, Denkmalschutz
Gründungsmitglieder des Archaeological Heritage Network (Andreas Paasch/DAI)

"Stunde Null": Gründung des Archaeological Heritage Network

Der Jahresempfang des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) am vergangenen Mittwoch, 27. April 2016, in Berlin war in diesem Jahr in Anwesenheit von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zugleich Startpunkt des Projekts "Stunde Null - Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“ und Gründung des Archaeological Heritage Network.

22.04.2016
Denkmalschutz
Der Harishankara-Tempel am 5. Mai 2015, nach den Erdbeben in Nepal: Sicherung der Einzelteile. Foto: Rohit Ranjitkar

Zerbrechliches Erbe: Nepal ein Jahr nach den Erdbeben

Zwei schwere Erdbeben trafen Nepal am 25. April und 12. Mai 2015. Tausende Menschen kamen ums Leben. Viele historisch bedeutende Tempel, Klöster und Palastanlagen wurden ganz oder teilweise zerstört. Unmittelbar danach schlossen sich das Auswärtige Amt und die Gerda Henkel Stiftung zu einer gemeinsamen Initiative zusammen, um den Erhalt bzw. Wiederaufbau des Kulturerbes in Nepal zu unterstützen. Ein Jahr nach den Erdbeben zogen die Kooperationspartner in Düsseldorf eine erste Bilanz.

28.03.2016
Forschung, Aus aller Welt, Denkmalschutz
Punktwolkenansicht des Gareus-Tempels, erstellt durch die Firma bgis Kreative Ingenieure GmbH. Bild: Th. Knepper, © DAI Orient-Abteilung

Deutsche forschen wieder in Uruk

Nach 14 Jahren beginnt das Deutsche Archäologische Institut wieder mit umfangreicheren Feldforschungen im Südirak

Ein internationales Team unter Leitung von Margarete van Ess (Leiterin der DAI-Außenstelle Bagdad) führte einen archäologischen Umlandsurvey sowie Voruntersuchungen für Konservierungsarbeiten durch.

11.03.2016
Denkmalschutz

Neue Website stellt Kleindenkmale in den Fokus

Wegkreuze, Grenzsteine, Wegweiser, Gedenksteine, kleine Bogenbrücken, Bauinschriften, kleine Brücken, Gruhbänke – die Landschaft im deutschen Südwesten ist voller Kleindenkmale. Mancherorts gab es Ortskundige und Geschichtsforschende, die sich um sie kümmerten. Doch oft gerieten sie aus den Augen und damit aus dem Sinn und drohten zu vergessen und zu verfallen. Dem will das baden-württembergische Landesamt für Denkmalpflege nun mit einer neuen Internetseite entgegenwirken.

03.03.2016
Denkmalschutz
Die Ausgrabungsstätte des frühislamischen Kalifenpalastes Khirbat al-Minya aus der Luft (Foto/©: Courtesy of Yaniv Darvasi, The Hebrew University of Jerusalem)

Auswärtiges Amt fördert Konservierung eines frühislamischen Palastes in Israel

Das Auswärtige Amt in Berlin unterstützt im Rahmen des Kulturerhalt-Programms 2016 erneut die Konservierungsarbeiten im Umayyadenpalast von Khirbat al-Minya (Horvat Minim). Für das Kooperationsprojekt zwischen der Israel Nature and Parks Authority und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) werden dieses Jahr 62.000 Euro bereitgestellt.

15.01.2016
Funde & Befunde, Denkmalschutz
Cover der deutschen Übersetzung der Emergency Red List of Iraqi Cultural Objects at Risk

Rote ICOM-Notfallliste: Verstärkter Kampf gegen illegal gehandelte Kulturgüter aus dem Irak

Staatsministerin Böhmer übergibt Tontafel an Botschafter des Irak

Der Internationale Museumsrat ICOM hat für den Irak eine sogenannte Rote Notfall-Liste erarbeitet, die die Strafverfolgungs- und Zollbehörden, aber auch Sammler und Händler weltweit auf illegal gehandelte Kulturgüter aus diesem Land aufmerksam machen soll. Solche Roten Listen enthalten Beispiele von Objekttypen und -kategorien, die besonders gefährdet sind. Angesichts der dramatischen Lage in der Region ist die Rote Liste für den Irak nunmehr überarbeitet und in einer umfassend aktualisierten Fassung neu aufgelegt worden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat die deutsche Übersetzung dieser Emergency Red List of Iraqi Antiquities at Risk ermöglicht, die an diesem Donnerstag im Archäologischen Zentrum der Staatlichen Museen zu Berlin vorgestellt wurde.

15.01.2016
Denkmalschutz
3D-Punktewolke auf dem Tablett: Das Entwicklergerät des Project Tango. Bild: ETH Zürich / Thomas Schöps

Mobile Echtzeit-3D-Kartierung mit dem Tablet

Computerwissenschaftler aus der Gruppe von Prof. Marc Pollefeys an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich entwickelten ein Programm, mit dem das Erstellen von 3D-Modellen großer Objekte - wie ganzer Gebäude oder bei archäologischen Ausgrabungen - zum Kinderspiel wird. Es berechnet die 3D-Karten in Echtzeit und läuft auf einem neuartigen Tabletcomputer.

18.12.2015
Denkmalschutz, Aus aller Welt
Der Bart ist wieder dran: Die goldene Totenmaske des Tutanchamun nach ihrer Restaurierung. Foto: Christian Eckmann, Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz

Tutanchamun hat seinen Bart wieder

Wissenschaftliche Restaurierung der goldenen Totenmaske des Tutanchamun abgeschlossen

Nachdem sich im Herbst 2014 bei Reinigungsarbeiten der markante Zeremonialbart von der Pharaonenmaske gelöst hatte, stellte sich ein ägyptisch-deutsches Restauratorenteam der Aufgabe, die Maske fachgerecht zu restaurieren und dabei archäologisch-technisch zu analysieren. Diese Arbeiten sind jetzt abgeschlossen und das Ergebnis kann wieder im Ägyptischen Museum in Kairo besichtigt werden.

09.12.2015
Aus aller Welt, Denkmalschutz
Der Kindertag auf der Grabung (15.10.2015) ist eine gemeinsame Veranstaltung des DAI mit dem »Gadara ´Umm Qays´ Cultural Forum«. Foto: Christian Hartl-Reiter, DAI, Orient-Abteilung

Kulturerhalt und Naturschutz für Jordanien und Syrien

Bauforscher und Archäologen entwickeln ein neuartiges Programm für Kinder und junge Erwachsene

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) führt zusammen mit dem Institut für Archäologie der Universität Hamburg und Partnern vor Ort in Jordanien neuartige Workshops für Kinder durch, die Natur- und Denkmalschutz miteinander verbinden. Die Programme sollen das Bewusstsein für Umwelt und kulturelles Erbe stärken und sowohl in jordanischen Gemeinden wie auch in Lagern für syrische Flüchtlinge angeboten werden.

13.11.2015
Denkmalschutz
Keine Zeit für Ausgrabungen: Für die vielen Flüchtlinge, die derzeit aus den Kriesengebieten nach Deutschland kommen, müssen schnellstmöglich Unterkünfte errichtet werden. In Niedersachsen soll deshalb auch das im Denkmalschutzgesetz verankerte Verursacherprinzip aufgehoben werden. Doch wenn beim Bau archäologische Denkmale undokumentiert weggebaggert werden, sind sie unwiederbringlich verloren.

Die Flüchtlinge und das Verursacherprinzip in Niedersachsen

Verband der Landesarchäologen kritisiert geplante Außerkraftsetzung des Verursacherprinzips in Niedersachsen

In einem Brief an den Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Stephan Weil, hat sich der Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (VLA) gegen den Entwurf der Fraktionen von SPD und Grünen für ein Niedersächsisches Flüchtlingsunterbringungserleichterungsgesetzes (NFUEG) ausgesprochen.

13.11.2015
Denkmalschutz
Die Überreste des römischen Wachturms in Schwaderloch (AG), Oberes Bürkli (Foto: Kantonsarchäologie AG)

Römische Wachturmruinen entlang des Rheins restauriert

Im Sommer 2014 lancierte die Kantonsarchäologie Aargau ein auf mehrere Jahre angelegtes Forschungs- und Restaurierungsprojekt. Die Kette der denkmalgeschützten, spätantiken Wachtürme entlang des Rheinwanderwegs soll dabei in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Standortgemeinden und der Vindonissa-Professur in ihrem kulturgeschichtlichen Zusammenhang neu präsentiert werden.

30.10.2015
Denkmalschutz

Zeichen gegen Kulturzerstörung: SPK übergibt Tonziegelfragment an den Irak

Angesichts der systematischen Zerstörung von Kulturerbestätten in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens setzt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ein Zeichen der besonderen Art. Am kommenden Montag werden Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums, im Berliner Archäologischen Zentrum eine Inschrift des babylonischen Herrschers Nebukadnezar II. (605-562 v. Chr.) an den Botschafter der Republik Irak, Dr. Hussain M. Fadhlalla Alkhateeb übergeben.