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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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23.06.2017
Forschung
Prof. Gernot Fink (l.) und Sebastian Sudholt haben das Projekt "Tiefes Lernen“ maßgeblich vorangetrieben. (Oliver Schaper/TU Dortmund)

TU Dortmund entschlüsselt mit "tiefem Lernen" Keilschrift

Wie können historische Handschriften entschlüsselt werden? Dafür hat an der TU Dortmund die Arbeitsgruppe Mustererkennung der Fakultät für Informatik jetzt einen Spezialserver in Betrieb genommen, der das Lesen von komplizierten Handschriften unterstützt. Methodisch setzt das Team dabei auf "Deep Learning“: Der Rechner selbst lernt bestimmte Schlüsselwörter kennen und findet diese dann in Texten wieder. Dieses "tiefe Lernen“ schafft der Rechner in rasanter Geschwindigkeit, etwa 100 Mal schneller als handelsübliche Hardware.

22.06.2017
Ausgrabungen
Zeugnis eines Großbrands in der Innenstadt von Telgte: Spuren einer großflächigen Brandschicht mit viel Holzkohle und rötlichem verbranntem Lehm in der Herrenstraße über einer dunkelgrauen Schicht des 13. Jahrhunderts. (Foto: LWL/ A. Wunschel)

Ende der archäologischen Grabungen in Telgte

Wertvolle Erkenntnisse zur Stadtgeschichte

In der vergangenen Woche endeten die seit Januar andauernden Arbeiten zum ersten Bauabschnitt in der Innenstadt von Telgte. Die Archäologen des Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) haben die Baumaßnahmen begleitet und stießen dabei auf wertvolle Erkenntnisse zur Stadtgeschichte: Bodenverfärbungen und zahlreiche Funde belegen die Gründung der Stadt und den Alltag der Telgter im Spätmittelalter.

22.06.2017
Denkmalschutz
Durch das Projekt sollen die bis in die Römerzeit zurückreichenden archäologischen Spuren auf dem Gelände der Kirchenruine St. Kolumba erhalten werden (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Archäologische Denkmäler in Kolumba schützen

Um die bis in die Römerzeit zurückreichenden archäologischen Spuren auf dem Gelände der Kirchenruine St. Kolumba zu erhalten, startet das Kunstmuseum Kolumba zusammen mit dem Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS) der TH Köln ein Kooperationsprojekt. Über die nächsten zwei Jahre werden Studierende Material- und Klimauntersuchungen durchführen, um auf diese Weise die Grundlage für ein Restaurierungs- und Konservierungskonzept zu erarbeiten.

22.06.2017
Ausstellungen
Oberteil einer Fayence-Stele (ÄM 19718), die seit dem zweiten Weltkrieg als verschollen galt und 2017 ins Ägyptische Museum und Papyrussammlung zurückkehrte (© Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Nina Loschwitz)

Stiftung Preußischer Kulturbesitz erhält ägyptische Stele zurück

Ein wertvolles ägyptisches Objekt, das kürzlich nach Berlin zurückkehrte, ist ab Mitte Juni wieder im Neuen Museum auf der Museumsinsel zu sehen. Das Oberteil einer Fayence-Stele (ÄM 19718) galt seit Ende des Zweiten Weltkrieges als verschollen, wie auch zahlreiche weitere Objekte der Staatlichen Museen zu Berlin. Im Zusammenhang mit einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit wurde es im Kelsey Museum of Archaeology der University of Michigan, USA, identifiziert. Dieses Museum gab das Stück nun an das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin zurück.

09.06.2017
Funde & Befunde
Das 3D-Modell des »Pferdchens« vom Vogelherd im 3D-Online-Viewer. (LAD, S.M. Heidenreich)

3D-Computermodelle eiszeitlicher Elfenbeinfiguren gehen online

Die weltbekannte »Venus vom Hohle Fels«, das »Pferdchen« aus der Vogelherdhöhle und zwei weitere eiszeitliche Elfenbeinfiguren von der Schwäbischen Alb können jetzt in einer Online-3D-Galerie aus allen Perspektiven betrachtet werden.

09.06.2017
Forschung
Prof. Dr. Norbert Kuhn, Michael Hoffmann, Prof. Dr. Christoph Schäfer und Prof. Dr. Michael Jäckel (von links) gaben per Hammerschlag den Startschuss für das Projekt Rekonstruktion der "Laurons 2“. (Sheila Dolman, Universität Trier)

Rekonstruiertes Schiff soll römischen Handel erklären

Mit Hammerschlägen haben gestern die Präsidenten der Universität Trier und der Hochschule Trier ein besonderes Wissenschaftsprojekt gestartet. Vordergründig geht es darum, ein antikes römisches Handelsschiff des Typs Laurons 2 möglichst originalgetreu und in ursprünglicher Größe nachzubauen. Dahinter steht die Absicht, Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die eine Neubewertung des Seehandels wie auch des Wirtschaftssystems des römischen Reiches insgesamt erlauben.

09.06.2017
Ausgrabungen
Goldener Escudo aus der Regierungszeit von Philipp III. zwischen 1615-1621 geprägt in Sevilla. (Foto Philippe Saurbeck, Archäologische Bodenforschung)

Spanische Goldmünze entdeckt

Die Archäologische Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt legt anlässlich des Erweiterungsbaus im Stadtcasino Teile des Kreuzgangs aus dem 13./14. Jh. und des Friedhofs im Kreuzgarten des Barfüsserklosters frei. Bei den umfangreichen Rettungsgrabungen kam in einem Grab eine spanische Goldmünze zum Vorschein.

09.06.2017
Ausgrabungen
Die zusammengepuzzelten Scherben stammen von einem Gefäß aus dem 2. oder 3. Jh. n. Chr. (Foto: LWL/C. Hildebrand)

Römerzeitliche Funde in Delbrück-Bentfeld

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind in Delbrück-Bentfeld auf Spuren aus der Römischen Kaiserzeit gestoßen. Bislang war völlig unbekannt, dass sich an dieser Stelle eine Siedlung aus der Römischen Kaiserzeit befand.

08.06.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Die ersten unserer Art: Zwei Ansichten einer zusammengesetzten Rekonstruktion der frühesten bekannten Homo sapiens-Fossilien von Jebel Irhoud (Marokko) basierend auf modernster Computertomografie (micro-CT) mehrerer Originalfossilien. Vor 300.000 Jahren hatten diese frühen Homo sapiens bereits einen modernen Gesichtsschädel, der in die Variation von heute lebenden Menschen fällt. Allerdings zeigt der archaisch aussehende Gehirnschädel (blau), dass sich die Gehirnform und möglicherweise die Gehirnfunktion noch innerhalb der Homo sapiens-Linie entwickelt haben. Foto: © Philipp Gunz, MPI EVA Leipzig (CC-BY-SA 2.0)

Der Homo sapiens ist älter als gedacht

Forscher entdecken in Marokko die bislang ältesten Fossilien unserer Art

Neue Fossilien und Steinwerkzeuge aus Jebel Irhoud (Marokko) belegen den Ursprung des heutigen Menschen vor etwa 300.000 Jahren in Afrika. Diese Fossilien sind rund 100.000 Jahre älter als die ältesten bislang bekannten Homo sapiens-Funde und dokumentieren, dass bereits vor zirka 300.000 Jahren wichtige Veränderungen im Aussehen und Verhalten des modernen Menschen in ganz Afrika stattgefunden haben.

03.06.2017
Forschung
Die Paläogenetikerin Verena Schünemann bei der Untersuchung menschlicher Knochen im Reinstraum. Foto: Johannes Krause

Erstmals gesamtes Erbgut von altägyptischen Mumien entziffert

Die nächsten Verwandten der alten Ägypter stammten aus dem Nahen Osten – Kaum Genaustausch mit Afrika südlich der Sahara

Erstmals konnte ein internationales Wissenschaftlerteam Genmaterial von ägyptischen Mumien aus der Zeit um 1.400 v. Chr. bis 400 n. Chr. umfassend rekonstruieren und analysieren. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt: Heutige Ägypter sind genetisch enger mit den Bewohnern Afrikas südlich der Sahara verwandt, als es die alten Ägypter waren, während diese genetisch am engsten mit den damaligen Bewohnern des Nahen Ostens verwandt waren.

02.06.2017
Forschung
Das Fundstück ist ein Teil eines Rundschildes, spannend sind die schwarzen, nicht-korrodierten Stellen (Brandpatina), die durch den Leichenbrand entstanden sein müssen. Foto: David Bitter

Grabbeigabe unter dem Elektronenmikroskop

Die Untersuchung des Schildes eines keltischen Kriegers zeigte, dass eine vermutlich bei der Brandbestattung entstandene Patina Herstellungs- und Gebrauchsspuren bewahrt hat, die ansonsten dem Rost zum Opfer gefallen wären.

02.06.2017
Veröffentlichungen
Die Archäologischen Berichte sind jetzt vollständig im Open Access abrufbar. Foto: DGUF

»Archäologische Berichte« der DGUF jetzt vollständig retrodigitalisiert und im Open Access

Die 1987 gegründete Monografienreihe der DGUF, die Archäologischen Berichte, wurden seit 2012 schrittweise retrodigitalisiert, beginnend mit den im Druck bereits vergriffenen Bänden. Seit Mai 2017 steht nun, dank der Unterstützung durch ein Team der UB Heidelberg, die gesamte Reihe, d. h. die Bände 1-25, Interessierten im Portal Propylaeum auch als E-Book im Open Access zur Verfügung. Außerdem erhielten alle Bände einen DOI, also einen "Digital Object Identifier", der dem Band dauerhaft einen digitalen Ort zuordnet.

26.05.2017
Forschung
Unterkiefer des 7,175 Millionen Jahre alten Graecopithecus freybergi (El Graeco) aus Pyrgos Vassilissis, Griechenland (heutiges Stadtgebiet von Athen) (Foto: Wolfgang Gerber, Universität Tübingen)

Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa

Die gemeinsame Linie von Schimpansen und Menschen hat sich möglicherweise mehrere hunderttausend Jahre früher getrennt als bislang angenommen: Diese These veröffentlichte ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen jetzt in zwei zeitgleich erschienen Publikationen im Fachjournal PLOS One.

26.05.2017
Ausgrabungen
Auf dem Gelände des Gewerbegebietes Westheim II bei Marsberg brachten Archäologen die jahrhundertealte Besiedlungsgeschichte im westfälischen Bergland ans Tageslicht. (Foto: LWL/Zafer Görür, Archaeonet)

Archäologische Untersuchungen in Marsberg-Westheim

Bereits vor 13 Jahren entdeckten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Teile der mittelalterlichen Siedlung Dorpede in Marsberg-Westheim mit Kirchengrundriss und Bestattungen. Das Areal der Wüstung wurde daraufhin von der Stadt unter Denkmalschutz gestellt. Nun fanden weitere archäologische Untersuchungen statt, die Aufschluss über die Ausdehnung der in der Vergangenheit genutzten Siedlungsfläche geben: Überreste der Besiedlungsphasen vom 4. bis zum 16. Jahrhundert.

26.05.2017
Denkmalschutz

Digitalisierungsprojekt »Digital Heritage 2017/2018« startet

Startschuss für eines der größten Digitalisierungsprojekte Sachsen-Anhalts

Am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sollen in den kommenden Jahren Kernbestände der zentralen Informationsquellen zum archäologischen Erbe des Landes digitalisiert werden. Am Mittwoch unterzeichneten der Chef der Staatskanzlei und Kulturminister Rainer Robra und Landesarchäologe eine Sondervereinbarung über das Mammut-Vorhaben.

26.05.2017
Funde & Befunde
Mit dem Magnetometer lassen sich große Flächen untersuchen. (Foto: Eugen Rung, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland)

Vor 2.000 Jahren beerdigte Rom seine Eroberungspläne für Germanien

Vor genau 2.000 Jahren – am 26. Mai 17 n. Chr. – feierte der römische Feldherr Germanicus mit einem großen Triumphzug den Sieg über die Germanen. Damit waren die Germanen-Feldzüge offiziell beendet und die Grenze entlang des Rheins – der Niedergermanische Limes – besiegelt. Die Spuren der römischen Militäranlagen haben sich bis heute im Boden erhalten und werden nun systematisch untersucht.

26.05.2017
Veröffentlichungen
Das Massengrab von Lützen in der Sonderausstellung »Krieg – eine archäologische Spurensuche« im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (06.11.2015–22.05.2016). © Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Foto: Juraj Lipták

Das Ende der Blauen Brigade in der Schlacht von Lützen

Die Eliteeinheit der schwedischen Armee war schlecht ernährt, von Krankheiten gezeichnet und hatte einen kräftezehrenden Alltag. In der Schlacht von Lützen, einer der folgenreichsten des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Blaue Brigade durch einen Flankenangriff einer kaiserlichen Kavallerie-Einheit vernichtend geschlagen. Das Massengrab, in dem die Toten nach der Schlacht vergraben wurden, kam bei archäologischen Ausgrabungen zum Vorschein. Die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Ergebnisse der anthropologischen Untersuchungen zeichnen das Leben und den Tod der Landsknechte nach.

26.05.2017
Denkmalschutz
Die Pfahlbauten im Flachwasserbereich um die Roseninsel im Starnberger See sollen besser geschützt werden. Foto: Reinraum

Bojen an der Roseninsel: Schutz des Welterbes unter Wasser

Bojen & Hinweisschilder informieren über Pfahlbauten vor der Roseninsel

Seit letztem Sommer gibt es bereits drei Bojen im Starnberger See, sechs weitere Markierungen kommen nun auf Initiative des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und in enger Abstimmung mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und dem Landratsamt Starnberg dazu: Sie weisen auf die prähistorischen Pfahlbauten vor der Roseninsel hin.

26.05.2017
Forschung
Karte der albanisch-, griechisch- oder italienischsprachigen Orte an denen die Gen-Proben für die Studie gesammelt wurden (Quelle: Sarno et al. DOI: <a href="https://dx.doi.org/10.1038/s41598-017-01802-4">10.1038/s41598-017-01802-4</a>)

Gemeinsames genetisches Erbe von Sizilien bis Zypern

Die Mittelmeerküsten von Sizilien, über Süd-Italien bis zum südlichen Balkan sind Zeugen einer langen Reihe von Migrationsbewegungen und intensiven Austauschs. Ungeachtet dieser komplexen Geschichte und heutiger nationalen Grenzen teilen die Bewohner der südosteuropäischen Mittelmeerküsten jedoch ein gemeinsames genetisches Erbe und die Bewohner mancher griechischsprachiger Inseln sind genetisch enger mit einigen Populationen Süditaliens verwandt als mit den Bewohnern des griechischen Festlands. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer in Scientific Reports publizierten Studie, an der auch Chiara Barbieri vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena beteiligt war.

12.05.2017
Ausgrabungen
Nachdem der Oberboden mithilfe des Baggers entfernt wurde, zeigen sich in dem hellen Sandboden erste dunkle Verfärbungen von Gruben. (Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/J. Hallenkamp-Lumpe)

Archäologische Ausgrabungen am Alten Markt in Bielefeld

Im Herzen der Bielefelder Altstadt, am Alten Markt, haben Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der vergangenen Woche mit Ausgrabungen begonnen. Anlass waren umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen im historischen Zentrum der Stadt durch das Bankhaus Lampe.

12.05.2017
Ausgrabungen
Hausgrundriss aus dem Siedlungsbefund der Linienbandkeramik- Kultur. Deutlich erkennbar sind drei parallele Reihen von Pfostengruben. © LDA Sachsen-Anhalt

Jungsteinzeitliche Siedlung bei Halberstadt-Harsleben entdeckt

Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Neubaus der Ortsumgehung Halberstadt-Harsleben (B 79) haben Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt eine Siedlung mit 7.000 Jahre alten Hausgrundrissen entdeckt. Bei einigen Scherben der diese Zeit prägenden Linienbandkeramik haben sich Farbreste in den eingeritzten Linienbändern erhalten.

12.05.2017
Ausstellungen
Grundsteinlegung: Dipl.-Ing. Holger Basten (Geschäftsführer LBB), Oberbürgermeister Michael Ebling, Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg, Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner (Präsident der Leibniz-Gemeinschaft),  Minister Prof. Dr. Konrad Wolf, Univ.-Prof. Dr. Falko Daim (Generaldirektor RGZM) v.l.n.r. (Foto: R. Müller/RGZM.)

Grundsteinlegung am Neubau des RGZM

Der Grundstein ist gelegt: Mit dem traditionellen Einmauern von symbolträchtigen Gegenständen am neu gelegten Fundament in der Mainzer Neutorstraße hat am 5. Mai 2017 die Rohbauphase für das neue Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) und Leibniz-Forschungsinstitut der Archäologie begonnen. Rund 51,4 Millionen Euro investieren das Land Rheinland-Pfalz, die Landeshauptstadt und der Bund in ein modernes Haus für archäologische Spitzenforschung mit großzügigen Ausstellungsbereichen.

12.05.2017
Veröffentlichungen, Forschung
Probenentnahme am Origliosee (TI). Foto: Universität Bern

Was alte Weisstannen-DNA über die Wälder der Jungsteinzeit verrät

Mit einer neuen Methode lässt sich Erbmaterial aus subfossilen Pflanzen- und Tierresten kostengünstig analysieren. Bei der Untersuchung der DNA von Weisstannennadeln in Tessiner Seesedimenten fanden Schweizer Wissenschaftler Hinweise darauf, wie die Wälder auf den Beginn des Ackerbaus reagierten.

12.05.2017
Ausgrabungen

Weiterer Teil der eisenzeitlichen Siedlung in Triesen ergraben

Von November 2016 bis März 2017 führte das Team der Archäologie (Amt für Kultur) des Fürstentums Liechtenstein an der Fürst-Johann-Strasse in Triesen im Vorfeld eines privaten Bauvorhabens eine Notgrabung durch. Durch die Arbeiten erschliesst sich ein weiteres Puzzleteil zur bereits bekannten eisenzeitlichen Siedlung.

12.05.2017
Forschung
Festakt mit Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Alle Fotos: Universität Tübingen/Paul Mehnert

Forschung zur Frühzeit des Menschen

Senckenberg und Universität Tübingen verstärken Kooperation

Wie, warum und wann sind wir zu dem geworden was wir sind? Welche Einflüsse hatten und haben Umwelt- und Klimaveränderungen auf unsere Evolution? Und was können uns Fossilfunde über längst vergangene Ökosysteme erzählen? Am Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment – kurz HEP – beschäftigen sich sieben Arbeitsgruppen mit der Erforschung der Frühzeit des Menschen. Am heutigen Freitag wurde das HEP in einem Festakt in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen.

12.05.2017
Veröffentlichungen
Adelige Kirchenpatrone bringen die Ideen der Reformation (hier: Gesetz und Evangelium) in die Dorfkirchen, hier Rheden/Lkr. Hildesheim, Epitaph für Heinrich von Reden und Anna. © AdW Göttingen, Kommission Deutsche Inschriften, Foto: Wulf

Marmor, Stein und Eisen spricht...

Das Forschungsprojekt »Die Deutschen Inschriften« sichert seit über 80 Jahren unser kulturelles Gedächtnis und erarbeitet einen umfassenden Wissensspeicher für die Zukunft. Der 100. Band der Reihe ist nun erschienen.

03.05.2017
Ausgrabungen
Aufgereiht von Süd nach Nord liegen drei Steinkisten. Parallel dazu sind westlich weitere Grabgrubenverfärbungen zu erkennen. © LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Thomas Kubenz

Glockenbecher-Gräber im Salzlandkreis

Ein kleines Gräberfeld der Glockenbecherkultur (3. Jahrtausend v.Chr.) kam bei archäologischen Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt nahe Könnern-Cörmigk im Salzlandkreis ans Tageslicht.

28.04.2017
Forschung
Eingang der Vindija-Höhle in Kroatien, einer der Fundstätten, in denen die Wissenschaftler Urmenschen-DNA im Sediment nachweisen konnten. (© MPI f. evolutionäre Anthropologie/ J. Krause)

Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt

Obwohl es in Europa und Asien zahlreiche prähistorische Fundstätten gibt, die Werkzeuge und andere von Urmenschen verwendete Gegenstände enthalten, sind Skelettüberreste ihrer Schöpfer selten. Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben daher nach neuen Wegen zur Gewinnung von Urmenschen-DNA gesucht.

28.04.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Eingebrannt in Keramikgefäße lässt sich das kleinfrüchtige Getreide Hirse aus der Spätbronzezeit noch heute mit chemischen Methoden untersuchen. Foto/Copyright: Kneisel

Als Hirse auf den Speiseplan des Menschen kam

Neue Keramikfunde deuten auf eine Ernährungsrevolution in der Bronzezeit hin.

Gebrauchsgegenstände wie Werkzeuge, Waffen oder Schmuck wurden etwa ab 1800 vor Christus erstmals in der Geschichte der Menschheit aus Bronze hergestellt – die Erfindung dieser Legierung gab der Epoche ihren Namen. Doch die Veränderungen in diesem etwa 600 Jahre umfassenden Zeitraum reichen noch viel weiter, davon sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Kiel überzeugt.

28.04.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Mongolische Pferde, Arkhangaï, Mongolien. Mission archéologique française en Mongolie. © Sébastien Lepetz, CNRS.

Wie vor Jahrtausenden Pferde gezüchtet wurden

Eine internationale Studie zeigt, dass schon früher als angenommen Pferdezucht betrieben wurde – nämlich bereits in der Eisenzeit, wie DNA aus archäologischen Knochenfunden belegt. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Science veröffentliche Studie zeigt zudem, dass Pferde aus der Eisenzeit im Gegensatz zu heutigen Pferden eine viel höhere genetische Vielfalt aufwiesen.