27.04.2017 - 12:57:52

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Ausgrabungen

22.04.2017
Ausgrabungen
Bei Voruntersuchungen legten die LWL-Archäologen bereits im Jahr 2014 archäologische Suchschnitte im Neubaugebiet in Dorsten-Hardt an. Foto: LWL/Schneider

Die Vorgeschichte Dorstens

LWL-Archäologen graben im Stadtteil Hardt

In Vorbereitung auf eine geplante Bebauung haben am Dienstag (18.4) Ausgrabungen in Dorsten-Hardt unter der Fachaufsicht der Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) begonnen. Auf dem Gelände des Neubaugebiets sind Siedlungsspuren quer durch alle Epochen bekannt, die weitere Untersuchungen notwendig machen.

31.03.2017
Funde & Befunde, Ausgrabungen
Der Hortfund mit über 200 Silberdenaren. Foto: Swaantje Hehmann/Varusschlacht Osnabücker Land

Beachtlicher Münzfund auf dem Schlachtfeld von Kalkriese

Mit mehr als 200 römischen Silbermünzen haben die Kalkrieser Archäologen den bislang größten Hortfund auf dem antiken Schlachtfeld in Kalkriese entdeckt. Bei den Münzen handelt es sich um Denare der späten Republik und der früh- und mittelaugusteischen Zeit.

31.03.2017
Ausgrabungen, Forschung
Überblick über Tavernen, Amphitheater und Gladiatiorenschule (© LBI ArchPro, 7reasons)

Panem et circenses: Neue Entdeckungen im römischen Carnuntum

Die Forscher des Ludwig Boltzmann Instituts für archäologische Prospektion und virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) haben nach der Entdeckung der Gladiatorenschule 2011 nun auch das gesamte Stadtgebiet von Carnuntum östlich von Wien im Auftrag des Landes Niederösterreich mit Bodenradar durchleuchtet.

31.03.2017
Ausgrabungen
Studierende der Universität Kiel vermessen den Wall um den Richtschacht (Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/Fritz Jürgens)

Ausgrabungen an einem alten Eisenbahntunnel im Eggegebirge

Die Forschungen an der "Alten Eisenbahn", einer nie vollendeten Tunnelbaustelle des 19. Jahrhunderts, gehen in die nächste Runde. Aktuell graben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in einem Kooperationsprojekt mit der Universität Kiel wieder im Eggegebirge. Nach dem Einsatz von Tauchern im vergangenen Jahr - der Premiere der Unterwasserarchäologie in Westfalen - werden die archäologischen Untersuchungen nun an Land fortgesetzt. Gemeinsam suchen die Archäologen nach den Resten eines Wächterhäuschens und öffnen verschüttete Schächte.

29.03.2017
Ausgrabungen, Veröffentlichungen, Funde & Befunde
Im November 2016 wurde ein Skelett mit zum Beten gefalteten Händen freigelegt – die erste Dokumentation einer europäischen Begräbnisstätte aus dem 17. Jahrhundert im asiatisch-pazifischen Raum. Foto © Uni Konstanz

Neue Sicht auf die europäische Kolonisierung Asiens

Ausgrabungen in Taiwan belegen, dass die Region bereits im frühen 17. Jahrhundert ein Zentrum früher Globalisierung war

Die Südsee-Erkundungen James Cooks im 18. Jahrhundert sind in die Geschichte eingegangen, dabei gingen ihnen spanische Entdeckungsreisen voraus. Es ist bekannt, dass die Spanier, angefangen mit Ferdinand Magellan im Jahre 1521, den pazifischen Raum bereits im 16. und 17. Jahrhundert erkundeten. Bisher hatten Forscher dieser Tatsache nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was dazu geführt hat, dass anthropologische, historische und archäologische Erkenntnisse über diese Periode erster Globalisierung im pazifischen Raum weitgehend fehlten. Archäologische Ausgrabungen in einer Siedlung im Norden Taiwans, die unter Leitung von María Cruz Berrocal unternommen wurden, sind auf dem Weg, diese Forschungslücke zu schließen und eine neue Sicht auf die Kolonisierung der pazifischen Region zu eröffnen: In der kleinen spanischen Kolonie von ‚San Salvador de Isla Hermosa‘ ging es danach global zu.

28.03.2017
Ausgrabungen
Mitarbeiter der archäologischen Fachfirma legen frühmittelalterliche Befunde auf dem Campus St. Johannisstift frei. Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/N. Wolpert

Vorkarolingische Siedlungsreste an der Pader entdeckt

Fund in Paderborn

Im Rahmen von Neubauarbeiten auf dem Campus St. Johannisstift in der Nähe des Paderborner Stadtzentrums haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Entdeckung gemacht: Bei der Begleitung von Bauarbeiten durch die Stadtarchäologie Paderborn kamen auf einem bisher als Garten genutzten Grundstück Bodenverfärbungen zum Vorschein, die auf eine frühe, vorkarolingische Besiedlung hinweisen. Bestätigt wird dies durch weitere Funde aus dem 7. und 8. Jahrhundert wie Keramikscherben, Tierknochen, Holzkohle und Reste von verziegeltem Lehm.

17.03.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Der Torso der Statue wird geborgen. (Foto: Dr. Dietrich Raue/Universität Leipzig)

Kairoer Kolossalstatue stellt Pharao Psammetich I. dar

Bei der vor einer Woche in Kairo entdeckten Kolossalstatue handelt es sich um den berühmten Pharao Psammetich I. (664 v. Chr. bis 610 v. Chr.) - und nicht um Ramses II., wie zunächst vermutet. Das habe die wissenschaftliche Untersuchung des Sensationsfundes zweifelsfrei ergeben, sagte Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums - Georg Steindorff - der Universität Leipzig heute in Kairo.

17.03.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Ein Teil der nördlichen Kirchenmauer des Augustinerklosters. Foto: LWL/Spiong

Unerwarteter Fund in Herford

LWL-Archäologen entdecken Kirchenmauer des Augustinerklosters

In der Herforder Brüderstraße entdeckten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Reste einer Klosterkirche aus der Zeit um 1300. Zwar war die Lage der Kirche des ehemaligen Augustiner-Eremiten-Klosters aus historischen Plänen bekannt, doch ging man bisher davon aus, dass Baumaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte alle Fundamente beseitigt hätten. Deshalb war es eine Überraschung für die LWL-Archäologen, als sie in der Altstadt auf einen fünf Meter langen Mauerabschnitt der Kirchennordmauer stießen.

17.02.2017
Ausgrabungen
Telgte: Eine Entsorgungsgrube aus dem 11./12. Jahrhundert. Die dunkle Schicht stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. (Foto: LWL)

Mittelaterliche Marktplätze in Telgte und Warendorf

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Telgte und in Warendorf Spuren aus dem Mittelalter unter den Marktplätzen gefunden.

03.02.2017
Ausgrabungen
Die holzverschalte Kloake wird freigelegt. (Foto: LWL/Cichy)

Übel riechende Funde in Hamm

Eigentlich hatten die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) keine Hoffnung, auf der Fläche des geplanten Schulneubaus in der Innenstadt von Hamm archäologische Relikte zu finden. Umso größer war nun die Überraschung, als dort nicht nur mehrere Brunnen sondern auch zwei Kloaken ans Tageslicht kamen. Die noch immer übel riechenden Hinterlassenschaften in den Aborten geben Einblicke in die Speisezettel früherer Generationen.

03.02.2017
Ausgrabungen
So sieht die älteste Schlacke aus Westfalen aus. (Foto: LWL/Brieke)

Das bisher älteste Eisen in Westfalen

Eigentlich waren die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) einem ganz anderen Verdacht auf der Spur. Auf dem Kälberberg in Recke sollten Grabhügel untersucht werden, bevor archäologische Relikte durch die Erweiterung eines Steinbruchs zerstört würden. Unerwartet tauchten hier die Zeugnisse der bislang ältesten Eisenverhüttung in Westfalen auf.

20.01.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Acht Sensoren für Magnetometrie zieht das Quad hinter sich her und gewinnt damit Informationen aus dem Boden. (Foto: LWL/Burgemeister)

Mit Quad und Magnetstrahlen

Was nach Freizeitvergnügen aussieht, ist harte Arbeit: Mit dem Quad sind jetzt die Profis vom Wiener Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie über die Felder und Äcker an der Barkhauser Straße in Paderborn gefahren. In Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wollten die Wissenschaftler sicherstellen, dass auf dem Gelände des geplanten Gewerbegebietes keine archäologischen Artefakte liegen.

20.01.2017
Ausgrabungen
Auch bei Frost muss durchgearbeitet werden, unter dem Kuppelzelt wird das Erdreich aufgetaut. Im Hintergrund die Siebanlage. (Quelle: History Flight/DPA)

Amerikanischer Bomber 72 Jahre nach Absturz geborgen

Experten aus den USA und Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben Spuren eines abgestürzten Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg in Reken (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) untersucht. Die Untersuchung der Funde geht jetzt in Amerika weiter.

06.01.2017
Ausgrabungen
Teil einer 5.000 Jahre alten Radnabe kurz nach der Entdeckung. Foto: W. Hohl, »Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart«

Archäologen entdecken weitere Teile eines 5.000 Jahre alten Wagens

Erfolgreicher Abschluss der öffentlich zugänglichen Grabung von Olzreute-Enzisholz (Landkreis Biberach)

Kurz vor Weihnachten 2016 wurden die Arbeiten auf der Ausgrabung in Olzreute-Enzisholz (Landkreis Biberach) beendet. Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart untersuchten dort eine fast 5.000 Jahre alte Siedlung der Jungsteinzeit. In den vergangenen Jahren waren dort schon einige hölzerne Wagenräder zum Vorschein gekommen. Nun fanden die Forscher kurz vor dem Ende der Geländearbeiten einen weiteren Beleg für die steinzeitliche Mobilität: ein Achsenfragment aus Holz.

06.01.2017
Ausgrabungen
Das in Assos freigelegte Gasthaus (Xendodochion). Foto: B. Böhlendorf-Arslan/RGZM.

Ausgrabungskampagne 2016 in Assos abgeschlossen

Die Arbeiten an dem im letzten Jahr entdeckten Xenodochium (Gasthaus) sind in diesem Jahr durch die Freilegung mehrerer angeschlossener Räume komplettiert worden. Das etwa 360 qm große Areal gibt Anzeichen auf, dass dort ein umtriebiges Leben herrschte: Eine Werkstatt samt Schlafsälen in unmittelbarer Nähe sowie weitere Aufenthaltsräumen bestätigen die Vermutungen der Archäologen. Die Assos-Forschungen fokussieren sich momentan auf den Wandel einer spätantiken in eine christlich-frühbyzantinische Stadt.

16.12.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Bronzenes Reiterfigürchen aus dem Zentralgrab in Hügel 3 im Auffindungszustand. Foto: © Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart/Jan König

Frühkeltisches Wagengrab nahe der Heuneburg entdeckt

Im Zuge des Neubaus der Umfahrung der Bundesstraße B 311 bei Unlingen (Landkreis Biberach) und der nachfolgenden Rettungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) kamen im Sommer 2016 unerwartet mehrere gut erhaltene und außergewöhnlich ausgestattete keltische Gräber aus der Hallstattzeit (8./5. Jh. v. Chr.) zum Vorschein. Eines davon enthielt die Überreste eines frühkeltischen Wagens und zudem eine Aufsehen erregende figürliche Bronzeplastik von überregionaler Bedeutung.

16.12.2016
Ausgrabungen
Die Grabungsfläche im Luftbild. Der Graben ist als dunkle Verfärbung zu erkennen. Foto: LWL/R. Klostermann

Archäologen entdecken erste befestigte Flachland-Siedlung der Eisenzeit in Westfalen

Gewaltige Befestigungsanlage in Werne freigelegt

Wo der Versandhandelsriese Amazon aktuell künftige Geschenke für das Weihnachtsfest lagert, deponierten die Menschen schon vor über 2.000 Jahren in Speichern und Gruben Lebensmittel und Ernten.

18.11.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Außergewöhnlicher Fund: Ein römischer Kochtopf randvoll gefüllt mit Lampen und Münzen. Foto: © Kantonsarchäologie Aargau, Bela Polyvas

Das Geheimnis der 22 Öllampen

Rätselhafter Fund in Windisch beschäftigt Archäologen

Ein römischer Kochtopf, randvoll gefüllt mit Öllampen und Münzen, der vor rund 2.000 Jahren unmittelbar ausserhalb des Legionslagers Vindonissa vergraben wurde, gibt den Archäologen des schweizerischen Kantons Aargau Rätsel auf.

13.11.2016
Ausgrabungen
Luftbild der Holsterburg im Sommer, im Hintergrund der Desenberg. Foto: LWL/R. Klostesrmann

Holsterburg wird virtuell rekonstruiert

Von der Holsterburg ist nicht mehr viel zu sehen. Die achteckige Anlage ist mit ihrer für die europäische Burgenforschung einmaligen Struktur und Fassade komplett unter einer dicken Schicht aus Vlies und Abdeckplanen verschwunden. Die Grabungssaison ist damit beendet. Hinter den Ausgrabungskulissen laufen die Arbeiten bei den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aber weiter, um die Burg in ihrer einstigen Form virtuell zu rekonstruieren.

13.11.2016
Ausgrabungen
Freigelegte frühkeltische Befestigungsmauer auf der »Große Heuneburg« bei Zwiefalten-Upflamör. Foto: RP Stuttgart

Mächtige frühkeltische Befestigungsmauern und Hausgrundriss auf der »Große Heuneburg« entdeckt

Nach über 100 Jahren fanden in diesem Jahr erstmals wieder archäologische Ausgrabungen auf der Höhensiedlung »Große Heuneburg« bei Zwiefalten-Upflamör statt. Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg legten eine mächtige Befestigungsmauer aus frühkeltischer Zeit sowie die Reste eines großen Gebäudes frei.

04.11.2016
Ausgrabungen
Ausgrabungen am Osthang der Oberstadt von Bassetki, an dieser Stelle wurden mehrere Fragmente assyrischer Keilschrifttafeln gefunden. (Foto: P. Pfälzner)

Bedeutende bronzezeitliche Stadt im Nordirak entdeckt

Archäologen des Instituts für die Kulturen des Alten Orients (IANES) der Universität Tübingen haben im Nordirak unweit der Stadt Dohuk eine große bronzezeitliche Stadtanlage entdeckt. Die Ausgrabungen ergaben, dass die Siedlung, auf der sich heute das kleine kurdische Dorf Bassetki in der autonomen Region Kurdistan befindet, in der Zeit um 3000 vor Christus gegründet wurde und auf eine Blütezeit von über 1200 Jahren zurückblicken kann. Es wurden auch Siedlungsschichten aus der Zeit des Reichs von Akkad (2340-2200 v. Chr.) entdeckt, das als erstes Weltreich der Menschheitsgeschichte gilt.

04.11.2016
Ausgrabungen
Die Archäologen der Grabungsfirma beim Einmessen eines Befundes. (Foto: LWL/ABS Gesellschaft für Archäologische Baugrund-Sanierung mbH)

Überraschende Funde in Bochum

Wo demnächst in Bochum Wohnungen verwaltet werden, haben Menschen bereits vor rund 4.000 Jahren einen geeigneten Siedlungsplatz gefunden und Häuser errichtet. Die Vorratsgruben und Pfosten, die sich im Boden aktuell vor den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auftun, könnten aus der Bronzezeit stammen. Das wäre ein seltener Fund für die Region.

04.11.2016
Ausgrabungen
Reste eines mittelalterlichen und eines frühneuzeitlichen Gebäudes. Innerhalb der Mauern sind dunkle Verfärbungen zu sehen, die auf ältere Besiedlungsspuren hinweisen. (Foto: LWL)

Ausgrabungsprojekt der Stadtarchäologie Paderborn endet nach drei Jahren

Archäologische Überraschung zum Finale am ehemaligen Landeshospital

Hier haben die Paderborner ihre Vorräte bereits in Erdgruben eingelagert, als die Römer noch lange nicht auf dem Marsch nach Germanien waren. Auf dem Gelände des ehemaligen Landeshospitals in Paderborn sind innerhalb von drei Jahren h archäologische Funde zum Vorschein gekommen, die fast alle Epochen der Stadtentwicklung abdecken.

21.10.2016
Ausgrabungen
Münze aus der Zeit von Kaiser Anastasius I. (491‒518). Vorderseite (Foto: ÖAW-IKAnt/Nikolaus Schindel)

Münzversteck datiert Ende des Stadtzentrums von Ephesos

Archäologen entdecken Münzhort mit 160 Münzen auf der Oberen Agora

Während der Ausgrabungsarbeiten auf der Oberen Agora in der antiken Stadt Ephesos in der Westtürkei machten Archäologen des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) im Sommer 2016 eine besondere Entdeckung. 160 Münzen konnten aus einem Mauerspalt geborgen werden. Der Fund ist für die Datierung der Oberen Agora von besonderer Bedeutung. Durch die eindeutigen Fundumstände ist bewiesen, dass das Verwaltungszentrum von Ephesos, das durch prächtige Bauten mit politischer und religiöser Funktion geprägt war, in den 520er Jahren bereits funktionslos geworden und das Baumaterial der öffentlichen Gebäude zum Abbruch freigegeben war.

21.10.2016
Ausgrabungen
Luftbild der Oberen Agora von Ephesos und der angrenzenden Bauten. Foto: Christian Kurtze; Österreichisches Archäologisches Institut

Regensburger Archäologen forschen im antiken Ephesos

Im August und September dieses Jahres führte das Institut für Klassische Archäologie der Universität Regensburg die nunmehr dritte, auf Grund schwieriger politischer Rahmenbedingungen auf fünf Wochen verkürzte, Grabungskampagne des Ephesos-Projekts durch.

21.10.2016
Ausgrabungen
Die Ausgrabungsstätte des frühislamischen Kalifenpalastes Khirbat al-Minya aus der Luft. Foto/©: Dr. Gilad Cinnamon, Israel Antiquities Authority Jerusalem

Händler und Zuckerrohrsieder im Kalifenpalast: Khirbat al-Minya gibt erste Geheimnisse preis

Neue Ausgrabungen des Mainzer Instituts für Altertumswissenschaften erhellen die Geschichte des frühislamischen Palastes von Khirbat al-Minya (Israel) nach dem großen Erdbeben 749 n. Chr.

07.10.2016
Ausgrabungen, Forschung, Funde & Befunde
Das Grabungsteam bei den letzten Arbeiten auf dem Höhlenvorplatz. Foto: LWL/K. Burgemeister

Menschen nutzten Blätterhöhle schon am Ende der Eiszeit

Die Spuren von Menschen, die in und vor der Blätterhöhle in Hagen verborgen liegen, reichen bis zum Beginn der heutigen Warmzeit vor rund 11.600 Jahren zurück. Mit der aktuellen Grabungssaison sind die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) noch weiter vorgedrungen und haben erste Hinweise auf eine Nutzung durch den Menschen am Ende der Eiszeit entdeckt.

07.10.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Die Fundstelle mit den beiden Glockengussgruben: rechts die ältere, links die jüngere. Foto: LWL

Zweite Glockengussgrube aus dem Frühmittelalter in Dülmen entdeckt

Anfang des Jahres sorgte der Fund der ältesten Glockengussgrube Deutschlands im Stadtkern von Dülmen für Aufsehen. Jetzt fanden Archäologen an derselben Stelle eine zweite Grube, in der Kirchenglocken, gegossen wurden. Diese ist sogar noch ein wenig älter als die erste. Damit müssen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ihr Urteil widerrufen, wenn auch nur kurz: Die älteste Glockengussgrube Deutschlands steht weiterhin in Dülmen, nur eben etwas tiefer im Boden.

23.09.2016
Ausgrabungen

Ausgrabung von Kultanlage bei Quedlinburg abgeschlossen

Durch mehrjährige Ausgrabungen konnten Archäologen der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zeigen, dass eine kreisförmige Kultanlage mit einem Durchmesser von 98 Metern aus der frühen Jungsteinzeit (ca. 4800 v. Chr.) in der Nähe von Quedlinburg vermutlich der Himmelsbeobachtung diente.

19.09.2016
Ausgrabungen
Luftbild von Khirbet al-Jabariya (R. Bewley/APAAME)

Prähistorische Befestigungsanlagen in Jordanien entdeckt

Im Rahmen eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes erforscht die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts seit 2010 die Basaltwüste im Nordosten Jordaniens. Dabei wurden unter anderem befestigte Siedlungen entdeckt, die im frühen bis mittleren vierten Jahrtausend v. Chr. auf Vulkanen in dieser Region errichtet wurden und somit zu den frühesten Befestigungen in Vorderasien zu zählen sind.