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Nachrichten-Archiv

Im Folgenden sehen Sie die Nachrichten für den gewählten Zeitraum.

29.07.2009
Tagungen

Papyri in Deutschland weltweit finden

6. Deutscher Papyrologentag vom 30. Juli bis 1. August an der Universität Jena

Eine Heiratsurkunde aus dem Jahr 267 v. Chr. gehört zu den herausragenden Dokumenten der Papyrussammlung der Universität Jena, die über 2.000 Fragmente beinhaltet. Das Pikante dieses alten Dokuments: Es belegt die Geschwisterheirat zweier Griechen im alten Ägypten - und beweist, wie rasch sich die eingewanderten Griechen an der inzestuösen Pharaonen-Tradition orientierten.

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29.07.2009
Forschung, Universität

Forschungskooperation mit jordanischer Universität ausgebaut

Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) fördert neue Institutspartnerschaft zwischdem Institut für Altorientalische Philologie und Vorderasiatische Altertumskunde der Universität Münster und der Faculty of Archaeology and Anthropology der Yarmouk Universität

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29.07.2009
Ausgrabungen
Schmuckstück aus Perlmutt von den Ausgrabungen in Lutter ("Kettenschieber"; Massstab in mm, um 4500 v. Chr.; Universität Basel)

Archäologische Grabungen in Lutter

Vom Wildbeuter zum Bauern

Archäologenteams der Universitäten Strassburg und Basel graben zurzeit gemeinsam in einer Höhle in der elsässischen Gemeinde Lutter. Sie erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Übergangszeit zwischen den letzten nomadisierenden Wildbeutern und den ersten sesshaften Bauern in der Oberrhein-Region vor rund 7500 Jahren. Am 1. August können Interesssierte die Grabung besichtigen.

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24.07.2009
Forschung, Universität

Forschungsstipendium des polnischen Hochschulministers für Stipendiat der FU Berlin

Przemyslaw Marciniak, Alexander von Humboldt-Stipendiat am Arbeitsbereich Byzantinistik am Institut für griechische und lateinische Philologie der Freien Universität Berlin, hat für herausragende wissenschaftliche Leistungen ein Forschungsstipendium des polnischen Hochschulministers erhalten.

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24.07.2009
Forschung, Universität
Mohammed Younis (v. l.) aus Ägypten, Stefan Heidemann aus Jena und Huda Subeh aus Syrien betrachten alte Münzen im Orientalischen Münzkabinett der Universität Jena (Foto: Friederike Enke/FSU)

Orientalisches Münzkabinett als politisches Archiv

Die Orientalische Münzsammlung der Universität Jena umfasst inzwischen rund 21.000 Stücke - damit ist sie etwa doppelt so groß wie die Sammlung der Universität Oxford und nach Tübingen Deutschlands zweitgrößte orientalische Münzsammlung. "Wir sehen in den Münzen schriftliche Dokumente der islamischen Geschichte: Auf manchen Münzen finden sich bis zu 150 Worte Text", erläutert Stefan Heidemann von der Universität Jena.

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24.07.2009
Funde & Befunde

Grabungen in einer der ältesten erhaltenen Kirchen am Oberrhein

Die unlängst abgeschlossene Sanierung der St. Michaels-Kapelle in Riegel (Kr. Emmendingen) – aufsteigende Feuchtigkeit drohte das Gemäuer nachhaltig zu schädigen, das Innere der Kapelle war vom Hausschwamm befallen – wurde von archäologischen Untersuchungen begleitet, die wesentliche neue Erkenntnisse zu ihrer Baugeschichte erbrachten.

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24.07.2009
Forschung

1,55 Millionen Euro für Berliner Skulpturennetzwerk

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat im Rahmen der Initiative "Übersetzungsfunktion von Geisteswissenschaften" die Förderung des Verbundprojekts "Das Berliner Skulpturennetzwerk - Kontextualisierung und Übersetzung antiker Plastik" bewilligt. Die Fördersumme beträgt 1,55 Millionen Euro. Ziel des Projekts ist es, den antiken Aufstellungskontext der Skulpturen der Berliner Antikensammlung zu rekonstruieren und daraus räumliche, funktionale und inhaltliche Zusammenhänge abzuleiten.

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24.07.2009
Veranstaltungen, Universität
Diskussion der Hörgeschichten im Seminar mit Stefan Klatt (Foto: Jan Meßerschmidt, Uni Greifswald)

Akustischer Reiseführer zu den schönsten Kulturdenkmälern der Vorzeit auf Rügen

Rund zwanzig Studierende der Universität Greifswald haben während ihrer Ausbildung einen Audioguide zu den schönsten Kulturdenkmälern der Vorzeit auf Rügen entwickelt. Die Hörtexte können kostenlos im Internet unter heruntergeladen werden. Dazu werden jeweils passende Literaturhinweise und eine interaktive Karte geliefert.

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17.07.2009
Tagungen, Universität

Ägypten und Bologna

Das Fach Ägyptologie gehört zu den sogenannten Kleinen Fächern, deren Bedeutung für das wissenschaftliche Profil des Landes der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart erst vor wenigen Tagen bei einem Besuch in der Universität Münster hervor gehoben hat. Die besondere Situation der Ägyptologie als Kleines Fach im Bologna-Prozess ist Thema der 41. Ständigen Ägyptologenkonferenz, die vom heutigen 17. bis 19. Juli 2009 an der Universität Münster stattfindet.

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17.07.2009
Personalia
Dr. Harald Meller mit der Himmelsscheibe von Nebra (Foto: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Landesarchäologe Meller wird Honorarprofessor der Uni Halle

Der Direktor des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/Landesmuseum für Vorgeschichte, Dr. Harald Meller, wurde von Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz zum Honorarprofessor für das Fachgebiet "Archäologie Europas" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) bestellt.

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17.07.2009
Forschung
Im Rahmen des Gadara Region Project arbeitet das DEI zusammen mit dem Biblisch-Archäologischen Institut Wuppertal auf dem Tall Zira'a (5,88ha) in Jordanien (Foto: DEI)

Gründung eines Vereins zur Förderung von Archäologie im Heiligen Land

Um die Arbeit des Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI), zugleich Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) auch in Zukunft zu sichern und durch finanzielle Unterstützung konkreter Projekte auszubauen, wird heute der "Verein zur Förderung des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes" gegründet.

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10.07.2009
Ausstellungen
Marmorrelief: Apollo mit Schwester und Mutter sowie der Siegesgöttin Victoria. (© Staatliche Museen Berlin - Antikensammlung)

"Imperium" komplettiert

Rund 350 Exponate zeigt das LWL-Römermuseum in seiner Ausstellung "Imperium" in Haltern am See. Mehr als sieben Wochen nach dem Beginn der Schau des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) kam am letzten Mittwoch noch einmal eines hinzu.

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10.07.2009
Denkmalschutz

Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) helfen jungen Erwachsenen nach ihrem Schulabschluss, den Bereich zu finden, in dem sie künftig arbeiten wollen. Das gibt es auch für die Denkmalpflege: Das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege (FJD) öffnet jungen Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren nicht nur die Türen historischer Objekte, sondern bietet ihnen auch Perspektiven für das eigene Leben.

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10.07.2009
Tagungen

Kolloquium zur Architektur der mitteldeutschen Frührenaissance

Am 17. und 18. Juli 2009 findet an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ein wissenschaftliches Kolloquium zum Thema "Auff welscher Manier gebauet - Zur Architektur der mitteldeutschen Frührenaissance" statt. Veranstalter sind das Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas an der MLU und der Verein der Freunde der Bau- und Kunstdenkmale Sachsen-Anhalt. Im Zentrum des Kolloquiums stehen die Bauherren und ihre Bauprojekte, der Architekturtransfer nach Mitteldeutschland sowie der Anteil der Bau- und Werkmeister an den Bauwerken.

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10.07.2009
Ausgrabungen
Durchbohrte Nassarius-Muscheln (Institute of Archaeology, University of Oxford/Ian Cartwright)

Ältester Schmuck der Menschheitsgeschichte in Marokko gefunden

Bei Ausgrabungen in Marokko ist der bisher älteste, datierbare Schmuck der Menschheit gefunden worden: fingernagelgroße, perforierte und mit Ocker verzierte Nassarius-Muscheln.

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10.07.2009
Forschung
Unterkiefer des 40 000 Jahre alten menschlichen Skeletts aus der Tianyuan-Höhle: Analysen des Knochenkollagens zeigen, dass dieser Mensch regelmäßig Fisch konsumiert hat. (Hong Shang / Chinesische Akademie der Wissenschaften, Peking)

Fisch auf dem Speiseplan unserer Vorfahren

Bereits vor 40 000 Jahren haben sich Menschen größtenteils von Fischen ernährt. Dies hat ein internationales Team von Forschern jetzt nachgewiesen. Die Wissenschaftler analysierten dazu Kollagen aus einem Knochen des Skeletts eines der ältesten Menschen Asiens, das in der Tianyuan-Höhle in der Region Zhoukoudian nahe Peking gefunden worden war.

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03.07.2009
Forschung, Universität

DFG-Projekt zum Gräberfeld von Lauchheim vorgestellt

Während der diesjährigen Präsentation des neuen Jahrbuches "Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2008" wurde in einer Sonderschau mit begleitenden Vorträgen das jüngst von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte Projekt zum frühmittelalterlichen Gräberfeld in Lauchheim im Ostalbkreis präsentiert.

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03.07.2009
Ausgrabungen
Das Munitionsdepot in der Werburg zu Beginn der Freilegung. In der rötlichen Fläche hinter den Kanonenkugeln befinden sich die verrosteten Armbrustbolzen. (Foto: LWL/A. Madziala)

Munitionsdepot der Renaissance entdeckt

In der Werburg in Spenge (Kreis Herford) haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) das größte Munitionsdepot aus der Renaissancezeit in Westfalen entdeckt. Bislang haben sie über 1500 Armbrustbolzen und 42 Kanonenkugeln aus Stein ausgegraben. Das Depot wurde an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert angelegt und dokumentiert damit anschaulich den Wechsel der Waffentechnik zu dieser Zeit.

3 Kommentar(e)

02.07.2009
Forschung, Ausgrabungen
Unter der heutigen Stadt Ma'rib befindet sich die sabäische Hauptstadt Maryab. © Dana Pietsch, Geographisches Institut, Universität Tübingen

Böden als Archive vergangener Kulturen

Geographen unterstützen Archäologen bei Erforschung der sabäischen Zeit im Jemen

Böden sind wichtige Archive, die klimatische Veränderungen und verschiedene Nutzungen durch den Menschen aufzeichnen. Geographen und Bodenkundler können viele dieser Ereignisse rekonstruieren, auch wenn sie weit zurückliegen. Die Tübinger Geographin Dr. Dana Pietsch arbeitet in einem Oasengebiet des Jemen mit Archäologen zusammen, um den Böden Informationen über die Kultur der Sabäer sowie deren Umwelt vor rund 3000 Jahren zu entlocken.

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02.07.2009
Forschung
Prof. Müller von der Universität Kiel erläutert die Ziele des Forschungsprojekts »Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung«

2,6 Mio. Euro für Archäologisches Verbundprojekt

Neuer Schwerpunkt Jungsteinzeit an der Kieler Uni

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel koordiniert ein neues Forschungsprogramm zur Jungsteinzeit, das mit 2,6 Mio. Euro Fördergeldern der DFG ausgestattet ist und sich der "Monumentalität und frühen sozialen Differenzierung" widmet. Gemeinsam mit über zehn weiteren Forschungseinrichtungen untersuchen die Kieler Wissenschaftler über Fächergrenzen hinweg die Entstehung monumentaler Bauwerke in Norddeutschland.

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