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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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17.09.2017
Ausgrabungen
Funde aus der jungsteinzeitlichen Abfallgrube: Neben einer Klinge aus regionalem, Nordischem Feuerstein (oben) ist vor allem der knapp 4 cm lange Bohrer aus südbelgischem Rullen-Feuerstein (rechts) von Interesse, belegt er doch die überregionalen Verbindungen vor 6.500 Jahren. Foto: LWL/M. Baales

Bochum: Ein Wohngebiet mit langer Geschichte

LWL-Archäologen entdecken jungsteinzeitliche Siedlungsspuren in Bochum-Laer

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind in einem geplanten Baugebiet in Bochum-Laer auf Spuren aus der Jungsteinzeit und Eisenzeit gestoßen. Keramikscherben und Steinwerkzeuge belegen, dass der Ort schon vor über 6.000 Jahren ein beliebter Siedlungsplatz war.

16.09.2017
Ausgrabungen

Archäologische Untersuchung der Wüstung Dorf Anhalt bei Harzgerode

Die mittelalterliche Burg Anhalt gab einem ganzen Landesteil ihren Namen. Ganz in der Nähe lag eine Siedlung, die vom 10./11. bis zum 15. Jahrhundert prosperierte und dann wüst fiel. Hier wollen Archäologen der Martin-Lufther-Universität Halle-Wittenberg die mittelalterliche Besiedlungsgeschichte der Region im Harz erforschen, deren wirtschaftliche Grundlage zu wesentlichen Teilen auf dem Bergbau beruhte.

15.09.2017
Denkmalschutz

In Niedersachsen ist jetzt das Landesamt für Denkmalpflege für das Kulturgutschutzgesetz zuständig

Seit im August 2016 das Kulturgutschutzgesetz in Kraft getreten ist, mussten in Niedersachsen Ausfuhrgenehmigungen für Kulturgüter beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur bzw. der Staatskanzlei beantragt werden. Seit Anfang des Monats ist dafür nun das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege zuständig.

15.09.2017
Ausgrabungen
Dicht an dicht: Immer wieder traten auf dem Gelände in der Piggenstraße schon knapp unterhalb der modernen Oberfläche Fundamentreste älterer, eng aneinander grenzender Gebäude zutage. Jede Mauer wird von den Archäologen sorgsam freigelegt und dokumentiert. Foto: Archäologie am Hellweg eG

Ausgrabungen in Bielefeld

Siedlungsreste am Alten Markt reichen fast 3.000 Jahre zurück

Im Herzen der Bielefelder Altstadt finden seit Mai 2017 archäologische Ausgrabungen statt. Anlass waren umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen im historischen Zentrum. Gleich zu Beginn stießen die Archäologen unter Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf zahlreiche Zeugnisse der 800-jährigen Stadtgeschichte. Nun traten noch weitaus ältere Relikte zutage, die bis zu 3.000 Jahre alt sind.

03.09.2017
Ausgrabungen
Die spätmittelalterliche Wegepflasterung unter dem heutigen Warendorfer Marktplatz. Foto: Archäologie am Hellweg eG/C.Golüke

Archäologen sichern Warendorfer Stadtgeschichte unter dem Marktplatz

Im Zuge von Bauarbeiten auf dem Warendorfer Markplatz legen Archäologen seit Jahresbeginn die mittelalterliche Vergangenheit des Ortes frei. Nun stießen sie auf Befunde, die Warendorfs frühe Stadtgeschichte beleuchten. Während der Marktplatz in Urkunden zum ersten Mal 1277 erwähnt wird, zeigen die Ausgrabungen, wie die Menschen hier schon Jahrhunderte früher gelebt haben.

03.09.2017
Forschung, Veröffentlichungen

Die Metallurgie hat vermutlich nicht nur einen Ursprung

Wissenschaftler lösen ein kontrovers diskutiertes Problem der Technikgeschichte / Kupferschlacke aus Çatalhöyük ist Zufallsprodukt

Wann und wo haben Menschen die Metallverarbeitung erfunden? Eine Antwort auf diese lange diskutierte Frage der Technikgeschichte haben jetzt Wissenschaftler der Universität Heidelberg gemeinsam mit Forschern aus London und Cambridge (Großbritannien) gefunden: Danach hat die Metallurgie keineswegs nur einen Ursprung, sondern hat sich vermutlich an verschiedenen Orten in etwa gleichzeitig entwickelt. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten, nachdem sie den 8.500 Jahre alten Fund von Kupferschlacke in der steinzeitlichen Siedlung Çatalhöyük in Vorderasien erneut untersucht und dabei auch die chemische Zusammensetzung anderer Artefakte aus Kupfer analysiert haben.

01.09.2017
Funde & Befunde
Fund eines prähistorischen menschlichen Skeletts in der Chan-Hol-Höhle bei Tulúm auf der Halbinsel Yukatan. Das Bild entstand vor der Plünderung der Fundstelle durch unbekannte Höhlentaucher. (Foto: Tom Poole, Liquid Junge Lab)

Tropfstein verrät das Alter eiszeitlicher Knochen

Ein auf der Halbinsel Yukatan in Südmexiko entdecktes prähistorisches menschliches Skelett ist mindestens 13.000 Jahre alt und stammt aller Voraussicht nach aus einer Kaltperiode am Ende der letzten Eiszeit, dem späten Pleistozän. Ein deutsch-mexikanisches Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stinnesbeck und Arturo González González hat das fossile Skelett datiert, basierend auf einem Tropfstein, der auf dem Hüftknochen gewachsen war.

01.09.2017
Ausgrabungen
Vorbereitung zur Blockbergung einer Graburne: Hierbei wird der archäologische Befund gemeinsam mit dem umliegenden Erdreich geborgen, um das Objekt nicht zu schädigen. Foto: Archbau/L. van Bömmel-Wegmann

Ein Gräberfeld der vorrömischen Eisenzeit in Herford-Eickum

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Herford-Eickum einen interessanten Fund gemacht: Im Rahmen von Umbauarbeiten für ein Umspannwerk stießen sie auf Brandgräber aus der vorrömischen Eisenzeit sowie auf ein Relikt aus der ausgehenden Bronzezeit. Die näheren Untersuchungen dauern an.

01.09.2017
Funde & Befunde
Nachwuchs-Restauratoren des RGZM in der Werkstatt des Archäologischen Museums in Aidone. (Foto: RGZM)

Archäologen und Restauratoren rekonstruieren antiken Alltag

Restauratoren und Wissenschaftler des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) erforschen zur Zeit in einem deutsch-amerikanischen Kooperationsprojekt archäologische Überreste aus der antiken Stadt Morgantina (Sizilien, Italien): Mehr als 2500 Bronze-Objekte – insbesondere aus den drei Jahrhunderten vor Christi Geburt – geben den Experten des Leibniz-Forschungsinstituts für Archäologie Aufschluss über vergangene Besiedelungen und weitreichende Fernkontakte.

01.09.2017
Veröffentlichungen

Europas vergessene Wurzeln

Vom Mythos zum Logos, von der Aristokratie zur Demokratie: Die Anfänge unseres westlichen, vernunftorientierten Denkens, die Anfänge einer auf Volkssouveränität basierenden Staatsform – ja die Anfänge unserer westlichen Sprache, Erziehung und Kultur insgesamt sind untrennbar mit dem antiken Griechenland verbunden. Die Wiege Europas liegt also in Europa selbst, so hat es zumindest den Anschein. Dieser vermeintliche Befund ist Wasser auf die Mühlen all derer, die den Kontinent abschotten wollen und in Zuwanderung, interkulturellem Austausch oder der Aufnahme fremder Bräuche und Gewohnheiten in das eigene Kulturgut eine Gefahr sehen – für die nationalstaatliche Identität, aber auch für die Identität einer Region oder sogar der eigenen Person.

01.09.2017
Ausstellungen
Das Museum für Ur- und Frühgeschichte im Poseckschen Haus in Weimar (Foto: TLDA)

125 Jahre Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens

Vor 125 Jahren wurden mit der Eröffnung des "Naturwissenschaftlichen Museums Weimar“ im so genannten Poseckschen Haus die Grundlagen für das jetzige Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens gelegt. Am 28. und 29. August 2017 beging das Museum sein Jubiläum.

01.09.2017
Forschung
Webauftritt der digitalen Edition der Augsburger Stadtrechnungsbücher. Quelle/©: BMB-Projekt mit Hintergrundbild: »Augsburger Monatsbild: Oktober, November, Dezember«, Jörg Breu (der Ältere), 1475. Deutsches Historisches Museum (1990/185.4).

Wofür gaben die Augsburger Ratsherren im Mittelalter das Geld der Reichsstadt aus?

Mittelalterliche Stadtrechnungsbücher der Reichsstadt Augsburg werden digital erfasst - DFG genehmigt weitere Fördermittel

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt der digitalen Edition der Augsburger Baumeisterbücher hat es sich zur Aufgabe gemacht, die mittelalterlichen Stadtrechnungsbücher der Reichsstadt Augsburg digital zu erfassen und online für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Jetzt kann die zweite Projektphase starten.

31.08.2017
Ausgrabungen
Vor den Toren Paderborns: Der Blick über die Grabungsfläche. Foto: LWL/R. Süße

Spuren einer mittelalterlichen Handwerkersiedlung in Paderborn-Benhausen

Im Zusammenhang mit dem Bau von Windkraftanlagen bei Paderborn-Benhausen haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Spuren einer mittelalterlichen Siedlung gefunden. Die Entdeckung ist für die Stadtarchäologie Paderborn von besonderem Interesse, da bislang aus diesem Gebiet archäologisch wenig bekannt ist.

31.08.2017
Denkmalschutz

Längster Papyrus Deutschlands wird mit neuer Lagerungstechnik besser konserviert

Im Besitz der Abteilung Ägyptologie der Universität zu Köln befindet sich ein einzigartiger Papyrus. Das altägyptische Totenbuch der »lah-tes-nacht« (Papyrus Coloniensis 10207) ist mit einer Länge von 23,5 Metern der längste altägyptische Papyrus in Deutschland. In einer Modellprojektförderung soll nun eine neue modellhafte Lagerungstechnik für den wertvollen Riesenpapyrus zu entwickelt werden, um das gut 2.500 Jahre alte Schriftstück nachhaltig vor dem Zerfall sichern.

31.08.2017
Tagungen
Demotische Schriftzüge auf dem Stein von Rosetta. Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Einsamer_Sch%C3%BCtze">Einsamer Schütze</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:British_Museum_Egypt_041.jpg">British Museum Egypt 041</a>, bearbeitet, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC BY-SA 3.0</a>

Antike Handschriftenerkennung: Internationale Konferenz befasst sich mit Demotischen Studien

Hieroglyphen sind die bekanntesten altägyptischen Schriftzeichen - aber hat man diese auch für das Schreiben von Einkaufslisten, Mietverträgen oder Literaturwerken verwendet? Nein! Dafür gab es kursive Schriften, die viel schneller zu schreiben waren. Eine davon heißt Demotisch. Diese Schrift ist schwer zu entziffern durch die recht individuellen Handschriften. Sie wurde von ca. 700 v. Chr. bis 500 v. Chr. gesprochen und geschrieben. Vom 4. bis 8. September treffen sich Experten aus aller Welt in Leipzig, um die aktuelle Forschung zu dieser antiken Handschrift vorzustellen.

30.08.2017
Ausgrabungen
Luftbild der Ausgrabungsfläche mit dem freigelegten Grundriss des Grabhügels. In der Mitte ist die rechteckige Grabkammer zu erkennen. Die frühbronzezeitlichen Fahrspuren führen in der rechten oberen Bildecke an das Monument heran. © Thomas Koiki, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Ein Zentrum der Frühbronzezeit Europas

Ergebnisse der Forschungs- und Lehrgrabung am Großgrabhügel »Bornhöck« vorgestellt

Zur Errichtung des frühbronzezeitlichen Fürstengrabes mussten Steine und Erdreich in zahlreichen Wagenladungen herangeschafft werden. Die Spuren der von Rindern gezogenen Wagen konnten die Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in der diesjährigen Grabungskampagne erstmals so genau dokumentieren, dass sich die Spurbreite der bronzezeitlichen Gefährte exakt ermitteln ließ: sie betrug 1,2 m.

14.08.2017
Personalia
Verleihung des Wissam Al Kafaa Al Fikria-Orden an Jean-Jacques Hublin (m.) durch König Mohamed VI von Marokko (r.) (© Mohamed Maradji)

Königliche Ehrung für Max-Planck-Direktor

Jean-Jacques Hublin, Direktor der Abteilung für Humanevolution am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, wurde am 30. Juli 2017 im Rahmen des Thronfestes (Fête du Trône) von König Mohamed VI von Marokko als einem von drei Preisträgern der Wissam Al Kafaa Al Fikria-Orden verliehen. Diese höchste marokkanische Auszeichnung im Bereich Kultur und Wissenschaft würdigt Hublins Forschungsarbeit im Bereich der Paläoanthropologie und seine neuesten Erkenntnisse zum Ursprung unserer Art Homo sapiens.

13.08.2017
Forschung

Christen und Muslime im mittelalterlichen Nordapulien

Videoreihe zum mittelalterlichen Siedlungsplatz Tertiveri

Historiker aus Trier & Mainz präsentieren auf L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, eine Visualisierung von Ausgrabungen in Nordapulien und Ergebnissen eines Forschungsprojekts über die Transformation eines christlichen Bischofssitzes zu einer sarazenischen Adelsresidenz in insgesamt sieben Episoden.

11.08.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Alesi, der Schädel der neuen ausgestorbenen Menschenaffenart Nyanzapithecus alesi (KNM-NP 59050). © Fred Spoor

Affenschädel belegt Ursprung von Menschenaffen und Menschen in Afrika

13 Millionen Jahre altes Fossil »Alesi« aus Kenia wirft Licht auf die Herkunft der Menschenaffen

Die Entdeckung eines bemerkenswert gut erhaltenen fossilen Affenschädels in Kenia zeigt, wie der gemeinsame Vorfahr aller heute lebenden Menschenaffen und Menschen ausgesehen haben könnte. Der Fund gehört zu einem Affen-Kleinkind, das vor etwa 13 Millionen Jahren lebte.

11.08.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Stockfisch auf den Lofoten. Getrockneter Kabeljau (Dorsch) aus Nordnorwegen wird noch heute bis nach Südeuropa und Afrika geliefert. Im Mittelalter war er ein gewinnbringendes Handelsgut der Hanse. die neue Studie zeigt jedoch, dass der Handel mit Dorsch von den Lofoten mindestens bis in die Wikingerzeit zurückgeht. Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Sveter">Petr Šmerkl, Wikipedia</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Drying_Stockfish_Lofoten_2009_1.JPG">Drying Stockfish Lofoten 2009 1</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC BY-SA 3.0</a>

In Haithabu kam Lofoten-Dorsch auf den Tisch

Internationales Wissenschaftsteam weist frühen Lebensmittel-Fernhandel nach

Getrockneter Kabeljau von den Lofoten gehörte nachweislich seit dem 13. Jahrhundert zu den Handelsgütern, die Hansekaufleute mit guten Gewinnen bis nach Südeuropa lieferten. Doch wie alt der Fischhandel mit Nordnorwegen tatsächlich war, ist in der Wissenschaft umstritten. Eine neue Studie belegt, dass schon die wikingerzeitlichen Menschen in Haithabu Kabeljau von den Lofoten speisten.

11.08.2017
Veröffentlichungen

Weitere Thüringer Archäologie-Publikationen digital verfügbar

Auch 2017 setzt das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) sein Vorhaben, archäologische Publikationen aus dem Bestand seiner Bibliothek online zur Verfügung zu stellen, konsequent fort. Die gedruckten und oftmals schon vergriffenen Bücher werden dazu Seite für Seite eingescannt (retro-digitalisiert). Das TLDA sieht sein Digitalisierungsprojekt als Maßnahme und Service, archäologische Information und Wissen jedem Interessierten auf einfachem Wege und frei zur Verfügung zu stellen.

11.08.2017
Studium
Die im Landesamt für Archäologie Sachsen tätige forensische Archäologin, Dr. Patricia van der Burgt (links im Bild) absolvierte eine Ausbildung auf der Body Farm in Knoxville, Tennesse, USA. Foto © Forensic Anthropology Center, University of Tennessee Knoxville 2014

Polizisten lernen von Archäologen

Das Landesamt für Archäologie Sachsen bietet für angehende Kriminalisten der Hochschule der Sächsischen Polizei Fortbildungen im Bereich der Forensischen Archäologie an. In der deutschen Polizeiarbeit ist eine solche Spezialisierung noch relativ neu.

11.08.2017
Ausgrabungen
Steinpackungsgrab der Aunjetitzer Kultur (Harsleben, Fundstelle 11). © Melanie Weber, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Gräber bei Harsleben entdeckt

Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Neubaus der Ortsumgehung B79 bei Harsleben (Landkreis Harz) legten Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt einen Bestattungsplatz der ausgehenden Jungsteinzeit und der anschließenden Frühbronzezeit frei. Bei der ältesten Bestattung handelt es sich um ein Grab der Glockenbecherkultur (2.800 bis 2.200 v. Chr.).

11.08.2017
Denkmalschutz
Die Arbeit beginnt. Ein Mitarbeiter der Fachfirma mit dem Bodenradar auf dem Weg zum Einsatzort im Bereich der Festungsmauer in Rüsselsheim. Foto © Dr. B. Leinthaler, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE

Auf der Suche nach Pulvermühle und gesprengter Bastion in Rüsselsheim

Prospektion mit Georadar im Bereich der Festung Rüsselsheim

Mit zerstörungsfreien Untersuchungen sollen bisher noch unbekannte Baustrukturen im Boden »sichtbar« gemacht werden. Die dabei gewonnenen Ergebnisse sind Bestandteil für die weitere Erforschung der Festungsanlage. Sie sind Grundlage für zukünftige Planungen in diesem Bereich und ermöglichen ressourcenschonende Maßnahmen - und damit auch Planungssicherheit für Bauträger und Archäologie.

11.08.2017
Ausstellungen
Doppelt und dreifach durchlochte Perle aus Mammutelfenbein – diese Herstellungsart ist nur aus den Weltkulturerbe-Höhlen der Schwäbischen Alb bekannt. Foto: Hildegard Jensen / Universität Tübingen

Perlenfunde aus Eiszeithöhlen drückten Gruppenidentität aus

Universität Tübingen und Urgeschichtliches Museum Blaubeuren präsentieren 42.000 Jahre alten Schmuck aus Mammutelfenbein: Herstellung und Tragen waren wohl nur auf der Schwäbischen Alb Tradition

08.08.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Blick von der antiken Stadt Polonnaurwa in Sri Lankas tropischen Trockenwald. Foto © Patrick Roberts

Menschen verändern seit mindestens 45.000 Jahren die Tropenwälder

Die erste umfassende Studie über die globalen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Tropenwälder zeigt, dass diese Wälder bereits seit mindestens 45.000 Jahren durch menschliche Eingriffe verändert werden. Dieses Ergebnis wirkt der Auffassung entgegen, dass Tropenwälder bis zum Aufkommen der modernen Landwirtschaft und der Industralisierung unberührte Naturgebiete gewesen sind.

07.08.2017
Funde & Befunde

SPK erforscht Herkunft von menschlichen Überresten aus Ostafrika

Im Rahmen eines Pilotprojektes wird die Striftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ab Anfang Oktober die Provenienz von rund tausend menschlichen Schädeln erforschen, die aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika stammen. Das Projekt ist am Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin angesiedelt und wird von der Gerda Henkel Stiftung gefördert.

07.08.2017
Forschung
Prof. Dr. Mattern u. Dr. Rosemarie Cordie (v.r) sowie die Projektmitarbeiter Sascha David Schmitz u. Angelika Kronenberg (v.l.) stellten Minister Wissing (3.v.r.)u. Unipräsident Jäckel das Projekt vor (Peter Kuntz, Uni Trier)

Startschuss für virtuelle Rekonstruktion historischer Stätten

Spaziergänger stehen vor einer Ruine und rätseln, was vor ihnen liegt und wie es vor der Zerstörung einmal ausgesehen haben könnte. ARmob wird dieses Rätsel lösen. "Antike Realität mobil erleben“, so lautet der volle Name, eines von der Klassischen Archäologie der Universität Trier entwickelten Projekts.

06.08.2017
Studium
Wie in der Antike schlägt Eva Ruchti den Buchstaben »R« mit Hammer und Meißel in eine Steintafel. (Foto: Judith Küfner)

Schwielige Hände von Hammer und Meißel

Archäologen rekonstruieren antike Kulturen, indem sie Skulpturen auf Bearbeitungsspuren hin untersuchen. Stein ist aber nicht gleich Stein: In einem Workshop haben Studierende der klassischen Archäologie das an ihren eigenen Händen erfahren.

05.08.2017
Ausgrabungen
Blick auf die Ausgrabungsfläche mit Gruben und weiteren Befunden der slawischen Siedlung. Foto © LDA Sachsen-Anhalt

Slawische und eisenzeitliche Siedlung bei Theißen entdeckt

Bei Ausgrabungen im Zuge des Neubaus der Ortsumfahrung östlich des Zeitzer Ortsteils Theißen (Burgenlandkreis) wurden die Überreste einer ländlichen mittelslawischen Siedlung des 8.-10. Jh. und Siedlungsbefunde aus der Eisenzeit freigelegt. Die ältesten Befunde sind eine Hockerbestattung aus dem Endneolithikum und eine glockenbecherzeitliche umgebettete Bestattung.