29.03.2017 - 19:09:08

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Nachrichten

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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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29.03.2017
Veröffentlichungen
Die Online-Version der niedersächsischen Klosterkarte. Foto: Universität Göttingen

Niedersachsens Klöster jetzt auch digital

Göttinger Historiker erstellen Klosterkarte für das Internet

Das 2013 erschienene Niedersächsische Klosterbuch erfasste systematisch alle bis 1810 gegründeten Domkapitel, Stifte, Klöster, Ordenskommenden, Beginen- und Begardenhäuser. Nun haben die Historikerinnen und Historiker der Universität Göttingen hieraus die wichtigsten Daten zu jedem Kloster, verschwunden oder noch in Betrieb, erstmals koordinatengenau kartiert und im Internet zugänglich gemacht.

29.03.2017
Ausgrabungen, Veröffentlichungen, Funde & Befunde
Im November 2016 wurde ein Skelett mit zum Beten gefalteten Händen freigelegt – die erste Dokumentation einer europäischen Begräbnisstätte aus dem 17. Jahrhundert im asiatisch-pazifischen Raum. Foto © Uni Konstanz

Neue Sicht auf die europäische Kolonisierung Asiens

Ausgrabungen in Taiwan belegen, dass die Region bereits im frühen 17. Jahrhundert ein Zentrum früher Globalisierung war

Die Südsee-Erkundungen James Cooks im 18. Jahrhundert sind in die Geschichte eingegangen, dabei gingen ihnen spanische Entdeckungsreisen voraus. Es ist bekannt, dass die Spanier, angefangen mit Ferdinand Magellan im Jahre 1521, den pazifischen Raum bereits im 16. und 17. Jahrhundert erkundeten. Bisher hatten Forscher dieser Tatsache nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was dazu geführt hat, dass anthropologische, historische und archäologische Erkenntnisse über diese Periode erster Globalisierung im pazifischen Raum weitgehend fehlten. Archäologische Ausgrabungen in einer Siedlung im Norden Taiwans, die unter Leitung von María Cruz Berrocal unternommen wurden, sind auf dem Weg, diese Forschungslücke zu schließen und eine neue Sicht auf die Kolonisierung der pazifischen Region zu eröffnen: In der kleinen spanischen Kolonie von ‚San Salvador de Isla Hermosa‘ ging es danach global zu.

29.03.2017
Forschung
Die Freiburger Althistorikerin Prof. Dr. Sitta von Reden will ein umfassendes Modell des Austauschs zwischen den Imperien in der Antike entwickeln. Foto: Olaf Pascheit

Wirtschafts- und Kulturaustausch zwischen den Imperien in der Antike im Fokus

Der Europäische Forschungsrat fördert das Projekt »Jenseits der Seidenstraße« mit 2,5 Millionen Euro

Sitta von Reden, Professorin für Alte Geschichte an der Universität Freiburg, wird den Zusammenhang von Wirtschaft, kulturellem Austausch, Migration und die Bedeutung von Grenzregionen untersuchen – jene Faktoren also, die es unter anderem ermöglichten, dass chinesische Seide bis nach Rom gelangte. Mit einem internationalen und fächerübergreifenden Forschungsteam möchte sie ein umfassendes Modell des Austauschs zwischen den Imperien in der Antike entwickeln.

28.03.2017
Forschung
Verhaltensforscher Dr. Claudio Tennie möchte herausfinden, ob für die Herstellung und Benutzung von frühen Steinwerkzeugen die kognitiven Fähigkeiten von Menschenaffen ausreichen oder menschliches Kognitionsvermögen erforderlich ist. Foto: Friedhelm Albrecht / Universität Tübingen

Verhaltensforscher untersucht die Entwicklung früher Steinwerkzeuge

1,5 Millionen Euro Förderung durch den Europäischen Forschungsrat

Dr. Claudio Tennie vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen wird ab dem 1. April mit einem Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert. Mit diesem Programm soll jungen Wissenschaftlern der Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe ermöglicht werden. Tennies Projekt »STONECULT« wird in den nächsten fünf Jahren mit 1,5 Millionen Euro unterstützt. Der Verhaltensforscher, der bisher an der Universität Birmingham tätig war, möchte herausfinden, ob für die Herstellung und Benutzung von frühen Steinwerkzeugen die kognitiven Fähigkeiten von Menschenaffen ausreichen, oder menschliches Kognitionsvermögen erforderlich ist.

28.03.2017
Ausgrabungen
Mitarbeiter der archäologischen Fachfirma legen frühmittelalterliche Befunde auf dem Campus St. Johannisstift frei. Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/N. Wolpert

Vorkarolingische Siedlungsreste an der Pader entdeckt

Fund in Paderborn

Im Rahmen von Neubauarbeiten auf dem Campus St. Johannisstift in der Nähe des Paderborner Stadtzentrums haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Entdeckung gemacht: Bei der Begleitung von Bauarbeiten durch die Stadtarchäologie Paderborn kamen auf einem bisher als Garten genutzten Grundstück Bodenverfärbungen zum Vorschein, die auf eine frühe, vorkarolingische Besiedlung hinweisen. Bestätigt wird dies durch weitere Funde aus dem 7. und 8. Jahrhundert wie Keramikscherben, Tierknochen, Holzkohle und Reste von verziegeltem Lehm.

28.03.2017
Tagungen
In diesem Jahr gab es einen neuen Teilnehmerrekord. Die 8. Jahrestagung war bereits drei Wochen vor Beginn ausgebucht. Rund 50 Interessierte standen auf der Warteliste. Foto: LWL

Hightech, Migration und Relikte aus längst vergangener Zeit

Über 400 Besucher kamen am Montag, den 20.3. zur 8. Archäologischen Jahrestagung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nach Münster. Ob Unterwasserarchäologie im Eggegebirge, Prospektionen mit dem Quad oder Migration und Kulturtransfer in der archäologischer Forschung. Die westfälische Archäologie ging 2016 neue Wege und ist tief verwurzelt in der Gegenwart.

17.03.2017
Forschung
Karte der Orte, die während der Expeditionen zwischen 1921 und 1965 besucht wurden.

»Seit Anbeginn der Zeit«

DNA-Analyse bestätigt einzigartige Bindung der australischen Ureinwohner an ihr Land

Die Analyse von DNA aus Haarproben, die in den 1900er Jahren in vielen Regionen Australiens gesammelt wurden, zeigt ein ausgeprägtes geografisches Muster. Das deutet darauf hin, dass die verschiedenen Bevölkerungsgruppen der australischen Ureinwohner bis zu 50.000 Jahre lang beständig in derselben Region siedelten. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie unterstreicht die einzigartige Bindung der Ureinwohner Australiens an ihr Land und zeichnet erstmals eine detaillierte genetische Karte Australiens vor der Ankunft der Europäer.

17.03.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Der Torso der Statue wird geborgen. (Foto: Dr. Dietrich Raue/Universität Leipzig)

Kairoer Kolossalstatue stellt Pharao Psammetich I. dar

Bei der vor einer Woche in Kairo entdeckten Kolossalstatue handelt es sich um den berühmten Pharao Psammetich I. (664 v. Chr. bis 610 v. Chr.) - und nicht um Ramses II., wie zunächst vermutet. Das habe die wissenschaftliche Untersuchung des Sensationsfundes zweifelsfrei ergeben, sagte Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums - Georg Steindorff - der Universität Leipzig heute in Kairo.

17.03.2017
Funde & Befunde
Sog. dichte Punktwolke: Hier sind die Statuenfragmente schon deutlich erkennbar. (Abb.: Heliopolis-Projekt)

Digitale Dokumentationsmethoden helfen bei der Bergung des Kolosses

Wissenschaftler der Hochschule Mainz zeichnen verantwortlich für die digitalen Dokumentationsmethoden auf der Ausgrabung im antiken Heliopolis/Kairo, die seit dem Fund einer kolossalen Pharaonen-Skulptur im Fokus der Öffentlichkeit steht.

17.03.2017
Veröffentlichungen, Funde & Befunde
Der Schädel von Aroeira ist etwa 400.000 Jahre alt. 3D-Rekonstruktion: Uni Lissabon

Neu entdeckter menschlicher Schädel aus Portugal ist 400.000 Jahre alt

Ein internationales Forscherteam entdeckte kürzlich bei Ausgrabungsarbeiten in der Gruta da Aroeira in Torres Novas in Portugal einen fossilen menschlichen Schädel. Die Uran-Thorium-Datierung (U-Th) von Kalzitformationen, die sich unter und auf dem Schädel aus dem Mittleren Pleistozän gebildet hatten, weisen diesem ein Alter von zwischen 390.000 und 436.000 Jahren zu.

17.03.2017
Denkmalschutz
Der Große Tempel von Yeha nach der Restaurierung. Foto: I. Wagner/DAI

Restaurierung am 2.700 Jahre alten Tempel in Yeha erfolgreich abgeschlossen

Feierliche Eröffnung durch Deutsches Archäologisches Institut und äthiopische Antikenbehörde

»Großer Tempel« wird das im 7. Jahrhundert v. Chr. erbaute Heiligtum in dem kleinen Dorf Yeha im nördlichen Hochland Äthiopiens genannt. Von Einwanderern aus Saba im heutigen Jemen nach südarabischem Vorbild errichtet, ist der noch 14 m hoch erhaltene Tempel der bedeutendste vorchristliche Sakralbau Ostafrikas. Eine gewaltige Brandkatastrophe beschädigte den Bau bereits in der Antike, jahrzehntelang galt er als einsturzgefährdet.

17.03.2017
Funde & Befunde
Über 600 Jahre alter Taufstein, gefunden bei den Rettungsgrabungen im Stadtcasino Foto: Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt

Ehemaliger Taufstein der Basler Barfüsserkirche entdeckt

Die Archäologische Bodenforschung der Stadt Basel legte anlässlich des Erweiterungsbaus im Stadtcasino Teile des Kreuzgangs und des Friedhofs im Kreuzgarten des Barfüsserklosters aus dem 13./14. Jh. frei. Bei den umfangreichen Rettungsgrabungen kam, in mehr als fünf Meter Tiefe unter dem Parkett des Musiksaals, ein 900 kg schweres Taufbecken zum Vorschein. Es war in Zweitverwendung als Wassersammler im Kellerboden des 1844 errichteten Kaufhauses verbaut worden.

17.03.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Ein Teil der nördlichen Kirchenmauer des Augustinerklosters. Foto: LWL/Spiong

Unerwarteter Fund in Herford

LWL-Archäologen entdecken Kirchenmauer des Augustinerklosters

In der Herforder Brüderstraße entdeckten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Reste einer Klosterkirche aus der Zeit um 1300. Zwar war die Lage der Kirche des ehemaligen Augustiner-Eremiten-Klosters aus historischen Plänen bekannt, doch ging man bisher davon aus, dass Baumaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte alle Fundamente beseitigt hätten. Deshalb war es eine Überraschung für die LWL-Archäologen, als sie in der Altstadt auf einen fünf Meter langen Mauerabschnitt der Kirchennordmauer stießen.

17.03.2017
Tagungen
Professor Mag. Dr. Michael Doneus von der TU Wien gab mit seinem Fachvortrag als Archäologe Einblick in die Vergangenheit und zeigte die Rolle von Fernerkundung und Geophysik bei der Dokumentation verborgener archäologischer Landschaften auf. Foto: FHWS / Klein

Zerstörungsfreie Prospektionsmethoden als Alternative zu Forschungsgrabungen

37. Jahrestagung der DGPF: »Kulturelles Erbe erfassen und bewahren - Von der Dokumentation zum virtuellen Rundgang«

Um bei archäologischen Funden das kulturelle Erbe zu bewahren, nahm man früher kostenintensive Grabungen vor – verbunden u.a. mit Sperrungen des Grabungsareals, massiven Eingriffen in den Boden und die Natur mit Baggern, Schaufeln, Pinseln und mit viel Personal. Dank neuer und moderner Mittel und Möglichkeiten kommt es heutzutage oft nur noch zu sogenannten Rettungsgrabungen bei unmittelbar laufenden Baumaßnahmen oder wenn durch Erosion Zufallsfunde freigelegt werden.

17.03.2017
Forschung
Virtuelle Rekonstruktion der Hammaburg-Siedlung mit Ansgars Kirche vor 845, projiziert in das heutige Stadtbild mit Rathaus, Jungfernstieg und Binnenalster. Archäologisches Museum Hamburg (AMH)

Verbundprojekt der HafenCity Universität Hamburg erweckt Domplatz wieder zum Leben

Kann die Geschichte des Hamburger Domplatzes mittels neuer Technologien erlebbar gemacht werden? Und kann die Attraktivität des Platzes durch kulturelles Storytelling und innovative Dienstleistungsangebote gesteigert werden? Auf Grundlage dieser Fragestellungen untersuchen Forschende der HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Kooperation mit dem Archäologischen Museum Hamburg (AMH), dem Digitalnetzwerk Hamburg@work und eCulture.info die Revitalisierungspotenziale dieses zentralen Ortes in der Hamburger Innenstadt.

17.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
In Tønsberg, Norwegens ältester Stadt werden die berühmten Wikingerschiffe neu hergestellt ‒ hier findet auch das jährliche Wikinger-Festival statt. Foto: Nina Nordström

Wikinger sind die neuen Helden

Archäologin untersucht im Sonderforschungsbereich »RessourcenKulturen« der Universität Tübingen den Wandel der Wikinger-Begeisterung zur globalen Marke

Wikinger sind die neuen Helden der Gegenwart: Im vergangenen Jahrzehnt ist ein regelrechter »Viking Hype« entstanden, der »den Wikinger« zur globalen Marke gemacht hat, wie Dr. Nina Nordström vom Sonderforschungsbereich RessourcenKulturen (SFB 1070) der Universität Tübingen in ihrer Forschung dokumentiert. Anstelle des lange gängigen Bildes vom primitiven Krieger stünden die skandinavischen Seefahrer heute für Mut, Abenteuer, Revolution und starke Frauen.

08.03.2017
Forschung

Nominierungen für Berliner Digital Humanities-Preis 2017

Ab sofort können Projekte für den Berliner DH-Preis 2017 nominiert werden. Der Berliner DH-Preis wird vom Interdisziplinären Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) seit 2015 einmal jährlich für herausragende Berliner Projekte auf dem Gebiet der Digital Humanities (DH) verliehen. Vorschläge können sowohl von WissenschaftlerInnen, die in dem vorgeschlagenen Projekt aktiv mitwirken als auch von dessen NutzerInnen kommen.

03.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Grabhügel der Pazyryk Kultur (Ukok, südliches Altai, Russland). Foto/©: Vyacheslav Molodin

Eisenzeitliche Reiternomaden der Steppe haben europäische und ostasiatische Vorfahren

Genfluss über den Steppenraum geht einher mit der Verbreitung der skythischen Kultur und bringt ostasiatische Gene nach Europa

Im 1. Jahrtausend vor Christus war die Eurasische Steppe vom Karpatenbecken bis zum Altai-Gebirge von reiternomadischen Gruppen besiedelt. Die bekanntesten unter ihnen sind die Skythen, die im Bereich nördlich des Schwarzen Meeres zu finden waren. Die skythische Kultur, zu der neben dem berittenen Bogenschießen auch eine besondere Kunstform, der »Tierstil« gehört, findet sich allerdings nicht nur im nordpontischen Raum, sondern über die gesamte Eurasische Steppe bis ins Altai-Gebirge wieder. Tatsächlich finden sich die bislang ältesten Artefakte, die dem Tierstil zugeschrieben werden können, im Osten der Eurasischen Steppe.

03.03.2017
Forschung
Gefunden auf dem antiken Schlachtfeld in Kalkriese: Acht Goldmünzen. Foto: Hermann Pentermann, Varusschlacht im Osnabrücker Land

Kalkriese als Ort der Varusschlacht? Großes Forschungsprojekt startet in Museum und Park Kalkriese

»Kalkriese als Ort der Varusschlacht? – eine anhaltende Kontroverse« ist die zentrale Frage des neuen Kalkrieser Forschungsprojekts. Gemeinsam mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum und der Ludwig-Maximilians-Universität München werden erstmals im großen Umfang Untersuchungen zur kulturhistorischen Kontextualisierung der archäologischen Funde des antiken Schlachtfelds von Kalkriese vorgenommen.

03.03.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Kultivierter Urwald: Menschen prägten die Pflanzenwelt im Amazonasbecken, wie etwa im Staatswald von Humaitá im brasilianischen Bundesstaat Amazonas, stärker als bislang angenommen. Denn sie domestizierten etwa Acai-Palmen und sorgten für deren Verbreitung. © Carolina Levis

Der Mythos vom unberührten Amazonaswald

Ureinwohner hinterließen Spuren im Regenwald indem sie Baumarten domestizierten

Bäume, die von präkolumbianischen Völkern domestiziert wurden, spielen bis heute eine wichtige Rolle in den Wäldern des Amazonas-Beckens. Die Vorstellung, dass die ausgedehnten Regenwälder vor der Ankunft der Spanier in Südamerika unberührt von menschlichem Einfluss waren, hat damit einen Dämpfer erhalten.

03.03.2017
Forschung
Hofheim (Main-Taunus-Kreis). Georadar im Einsatz © Dr. B. Leinthaler, hessenARCHÄOLOGIE

Geophysikalische Untersuchungen im Bereich des römischen Hofheims

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der Stadt Hofheim, der hessenARCHÄOLOGIE, der Römisch-Germanischen Kommission (RGK) des DAI sowie der Universität Frankfurt a. M. begannen in den letzten Tagen die geophysikalischen Messungen im Bereich der römischen Militärlager.

03.03.2017
Ausstellungen
Leiter des LWL-Museums für Archäologie, Dr. Josef Mühlenbrock, mit dem 50.000. Besucher der Sonderausstellung »Schätze der Archäologie Vietnams«, Äinh Huy Nguyán (2. von rechts). Insgesamt 50.500 Menschen aus ganz Deutschland haben die Ausstellung besucht, die am Sonntag (26.2.) zu Ende gegangen ist.

Vietnam-Ausstellung: »Ein großer Erfolg«

Rund 50.500 Besucher sahen die Sonderausstellung »Schätze der Archäologie Vietnams« im LWL-Museum für Archäologie in Herne

03.03.2017
Funde & Befunde, Aus aller Welt

Verschollene etruskische Kriegerstatuette in die Antikensammlung zurückgekehrt

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat eine wertvolle etruskische Bronzestatuette, die seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galt, zurückerhalten. Die Darstellung eines speerschleudernden Mannes mit Helm, die seit 1869 zur Antikensammlung gehörte, war kürzlich im Kunsthandel identifiziert worden.

03.03.2017
Forschung
Dr. Eneko Hiriart bei der Preisverleihung (Foto: RGZM)

Preisträger zu Forschungszwecken im RGZM

Die hauseigene Sammlung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) steht dem Preisträger des "Prix Européen d’Archéologie Joseph Déchelette 2016" offen: Zu weiteren Forschungszwecken erhält der Archäologe Dr. Eneko Hiriart Einblicke in die umfangreiche keltische Münzsammlung des RGZM. Der im Juni letzten Jahres erstmals ausgelobte europäische Archäologiepreis Joseph Déchelette unterstützt den jungen Archäologen beim Karrierestart nach der Promotion finanziell und stellt zudem Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung.

17.02.2017
Forschung
Forscher können kurze Ribonukleinsäure-Moleküle (mikroRNA) sogar in Mumien wie dem Ötzi nachweisen. (Abb.: Andreas Keller, Universität des Saarlandes)

Ötzi bietet Beweis für die Stabilität von genetischen Markern

Biomarker sind biologische Merkmale, die Ärzten oder Forschern Hinweise auf den Gesundheitszustand oder Erkrankungen eines Patienten geben können. Große Hoffnungen setzen Wissenschaftler auf einen neuen Typ von Biomarkern, sogenannte microRNAs. Ein internationales Forscherteam hat nun festgestellt, dass solche microRNAs noch nach 5300 Jahren stabil sein können. Sie wiesen die Moleküle in der berühmten Gletschermumie "Ötzi" nach.

17.02.2017
Funde & Befunde
Die Digitalisierung der Jupiter-Giganten-Säule erlaubt Archäologen und Laien neue Zugänge zu diesem Kulturerbe. (Bild: KIT/IPF)

Die wahre Größe der Götter und Giganten vermessen

Archäologische Artefakte wie die Jupiter-Giganten-Säule der Römerstadt Ladenburg bergen noch Geheimnisse. Sie wurde erst im Jahre 1973 entdeckt und die Geschichte des über 1800 Jahre alten Denkmals ist bislang nicht näher bekannt. Im Projekt HEiKA MUSIEKE möchte man einige Geheimnisse lüften und das Kulturerbe Ladenburgs nachhaltig sicht- und erfahrbar machen. Unter anderem mittels moderner Digitalisierungstechniken aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

17.02.2017
Ausgrabungen
Telgte: Eine Entsorgungsgrube aus dem 11./12. Jahrhundert. Die dunkle Schicht stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. (Foto: LWL)

Mittelaterliche Marktplätze in Telgte und Warendorf

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Telgte und in Warendorf Spuren aus dem Mittelalter unter den Marktplätzen gefunden.

16.02.2017
Veröffentlichungen

Augsburger Baumeisterbücher im Internet veröffentlicht

Historiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben in dreijähriger Arbeit eine kommentierte digitale Edition der Augsburger Baumeisterbücher erstellt, die nun öffentlich im Internet zugänglich ist. Die Edition bietet einen unvergleichlichen Einblick in die mittelalterlichen Rechnungsbücher der Stadt Augsburg für den Zeitraum von 1320 bis 1466.

16.02.2017
Veranstaltungen, Ausstellungen
Prof. Dr. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der JGU, begrüßt die Anwesenden im Museum für Antike Schiffahrt des RGZM (Foto: Sarah Pittroff)

"Bereit zu teilen?": Zweite Fishbowl-Diskussion im Museum für Antike Schiffahrt des RGZM

Unter diesem Motto folgten acht Expert(inn)en der Einladung vom Mainzer Zentrum für Digitalität in den geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) ins Museum für Antike Schiffahrt des RGZM und äußerten sich zum Thema digitalisierte Kulturgüter im Netz.

16.02.2017
Forschung
Entnahme eines Sedimentkerns von einer Bohrplattform aus. (© Oliver Heiri, Universität Bern)

Berner Studie rehabilitiert Klimamodelle

Mit Hilfe neuer Rekonstruktionsmethoden können Berner Klimaforscher zeigen, dass es im Mittelmeerraum vor 9000 bis 5000 Jahren deutlich wärmer war, als frühere Studien vermuten liessen. Damit werden nicht zuletzt Zweifel an der Zuverlässigkeit von Klimamodellen ausgeräumt.