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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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18.07.2017
Ausgrabungen
Zwei der freigelegten endneolithischen Steinsetzungen, welche die Lage der Gräber markieren (Blick nach Süden). Foto © LDA Sachsen-Anhalt

Grabsteine aus dem Endneolithikum

Südlich von Merseburg kam bei Ausgrabungen im Vorfeld eines Straßenbauvorhabens ein kleines Gräberfeld der ausgehenden Jungsteinzeit zutage. Eine Besonderheit stellen dabei Steinsetzungen dar, die einst die Lage der Gräber markierten. Für solche obertägig sichtbaren Kennzeichnungen von Bestattungen findet man ansonsten meist nur noch indirekte Anzeichen aus dieser Zeit.

07.07.2017
Veranstaltungen
Pressekonferenz zum 9. Deutschen Archäologiekongress (Foto: GDKE/Bonewitz)

9. Deutscher Archäologiekongress in Mainz beendet

Mit dem heutigen Tag endete das Votragsprogramm und die Mitgliederversammlungen auf dem 9. Deutschen Archäologiekongress. Rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz setzten sich seit Montag in Mainz mit den unterschiedlichsten Themen der Archäologie auseinander.

07.07.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Ansicht mehrerer Eichenpfähle der Uferbefestigung des Karlsgrabens während der Ausgrabung 2016. Spektakulär ist das Fälldatum der Bäume im Frühsommer, vermutlich Mai, 793. (Foto: Lukas Werther/Uni Jena)

Ältester Teil des Karlsgrabens nachgewiesen

Der Karlsgraben ist das bedeutendste Infrastrukturprojekt des frühen Mittelalters in Zentraleuropa. Der von Karl dem Großen initiierte Kanal zwischen den Orten Treuchtlingen und Weißenburg (Bayern) sollte einen durchgehenden Schifffahrtsweg zwischen Rhein und Donau schaffen. Ein interdisziplinäres Forscherteam hat durch Ausgrabungen und Holzaltersbestimmungen nun den bislang ältesten Teil des Bauwerks nachgewiesen.

07.07.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Rund 124.000 Jahre alter Oberschenkelknochen eines archaischen Menschen aus der Hohlenstein-Stadel Höhle auf der Schwäbischen Alb. Foto: Oleg Kuchar © Photo Museum Ulm

Alte DNA wirft neues Licht auf Neandertaler-Evolution

Genetische Spuren für weitere Einwanderung nach Europa vor 220.000 bis 470.000 Jahren entdeckt

Die mitochondriale DNA aus dem Oberschenkelknochen eines Neandertalers trägt dazu bei, die komplizierte Beziehung zwischen modernen Menschen und Neandertalern zu klären. Die genetischen Daten, die von einem Forschungsteam unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena und der Universität Tübingen, rekonstruiert wurden, liefern einen zeitlichen Rahmen für eine vermutete Migration von Urmenschen aus Afrika, die eng mit dem modernen Menschen verwandt waren. Diese kreuzten sich mit den zu dieser Zeit bereits in Europa lebenden Neandertalern und hinterließen ihre Spur in der mitochondrialen DNA der Neandertaler. Die heute in Nature Communications veröffentlichte Studie, datiert dieses Ereignis auf die Zeit vor 470.000 bis 220.000 Jahren.

07.07.2017
Ausgrabungen
Blick über die oberste Phase der Bohlenstraße Foto: J. Wacker, BLDAM

Exzellent erhaltener Bohlenweg in Jüterbog entdeckt

Die moderne Bundesstraße 102 führt auf einer alten Hauptverkehrsachse durch die Altstadt von Jüterbog in Brandenburg. Dennoch waren die Archäologen erstaunt über den gut erhaltenen Bohlenweg, den sie im Zuge einer einer archäologischen Baubegleitung nur knapp unter der geplanten Bautiefe der neuen Straße vorfanden.

07.07.2017
Ausgrabungen
Die LWL-Archäologen haben in Paderborn-Benhausen mehrere Grubenhäuser entdeckt, die sich im Boden als braune Verfärbungen zeigen (Foto: LWL/S. Gai)

Mittelalterliche Handwerkersiedlung in Paderborn-Benhausen entdeckt

Im Zusammenhang mit dem Bau von Windkraftanlagen bei Paderborn-Benhausen haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Spuren einer mittelalterlichen Siedlung gefunden. Die Entdeckung ist für die Stadtarchäologie Paderborn von besonderem Interesse, da aus diesem Gebiet archäologisch bislang wenig bekannt ist.

07.07.2017
Ausgrabungen
In Brilon entdeckten LWL-Archäologen die Fundamente mehrerer Häuser aus dem 13. bis 19. Jahrhundert (Foto: EggensteinExca/G. Eggenstein)

Ausgrabungen geben Aufschluss über Besiedlungsgeschichte Brilons

Bei Grabungen im Rahmen eines Bauvorhabens an der Königstraße in Brilon (Hochsauerlandkreis) stießen Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf vier unterschiedliche Bauten: einen Eiskeller, einen Brunnen und die Fundamente zweier Häuser. Sie datieren vom 13. bis ins 19. Jahrhundert und geben Hinweise auf die Besiedlungsgeschichte der Stadt Brilon.

07.07.2017
Ausgrabungen
Der freigelegte Gewölbekeller in der Rottenburger Oberen Gasse. Foto: LAD

Erste Grabungsergebnisse von der Oberen Gasse in Rottenburg am Neckar

Die geplante Erweiterung des Rottenburger Rathauses gab Anlass zu einer baubegleitenden archäologischen Ausgrabung am terrassierten Steilhang zur Oberen Gasse hin. Trotz der kurzen Grabungsdauer vom 24. Mai bis 19. Juni 2017 und schwierigen Arbeitsbedingungen können sich die Ergebnisse sehen lassen.

01.07.2017
Ausgrabungen
In Dorsten-Hardt haben Archäologen des LWL die Reste eines hölzernen Brunnen aus dem Mittelalter entdeckt. Foto: LWL

Fass ohne Boden

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Dorsten-Hardt (Kreis Recklinghausen) die Reste eines hölzernen Brunnen aus dem Mittelalter entdeckt. Der Brunnen gehört zu einer Siedlung, die aus der Zeit unmittelbar vor der Stadtgründung Dorstens stammt.

01.07.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Auf beiden Seiten des Kamms findet sich ein kunstvoll gearbeitetes Bildmotiv: Hier eine Jagdszene. Foto: LWL/ S. Brentführer

Außergewöhnlicher Fund auf der Holsterburg

LWL-Archäologen finden seltenen Elfenbeinkamm

Auf der Holsterburg bei Warburg (Kreis Höxter) sind Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf einen für die Region einzigartigen Fund aus dem 12. Jahrhundert gestoßen: das Fragment eines prachtvoll verzierten Kammes aus Elefantenelfenbein.

01.07.2017
Personalia
Dr. Wolfgang David (© Privat)

Wolfgang David neuer Direktor für das Archäologische Museum Frankfurt

Die Suche nach einem Direktor für das Archäologische Museum Frankfurt ist abgeschlossen. Dr. Wolfgang David übernimmt die Leitung des Museums zum 1. Januar 2018. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Egon Wamers an. Der 56-jährige Archäologe ist derzeit Leiter des "kelten römer museums manching", zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

30.06.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Fiktive Darstellung der Schädelmodifikation in Göbekli Tepe. Collage: DAI

Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe

Anthropologen des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken rituelle Ritzungen an 11.000 Jahre alten menschlichen Schädeln

Was taten die Menschen vor 11.000 Jahren in den Steinkreisen zwischen den riesigen T-Pfeilern in Göbekli Tepe? Warum ritzten sie mit Feuerstein tiefe Spuren in die Schädel ihrer Vorfahren oder Feinde? Die Deutung des steinzeitlichen Kultplatzes Göbekli Tepe in der Südost-Türkei beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten. Die monumentalen Anlagen mit ihren großartigen Tierornamenten weisen auch Darstellungen geköpfter Menschen auf, die auf eine Nutzung des Platzes im Rahmen von rituellen Handlungen deuten. Fragmente menschlicher Schädel, die im Bereich der Anlagen gefunden wurden, geben erste Hinweise auf einen neuartigen Totenkult.

26.06.2017
Funde & Befunde
Zehenprothese einer Frauenbestattung aus dem thebanischen Grab TT95, frühes 1. Jahrtausend v. Chr. Ägyptisches Museum Kairo, JE100016a. (Universität Basel, LHTT. Foto: Matjaž Kačičnik)

Basler Ägyptologen erforschen 3000-jährige Prothese

Sie dürfte zu den ältesten Prothesen der Menschheitsgeschichte gehören: Ägyptologen der Universität Basel und weitere Spezialisten haben einen künstlichen grossen Zeh aus Holz neu untersucht. Das Fundstück ist fast 3000 Jahre alt und stammt aus einer Frauenbestattung aus der Nekropole von Sheikh ´Abd el-Qurna bei Luxor. Das Gebiet wird derzeit mit modernsten Methoden erforscht.

26.06.2017
Forschung
Die europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris)

Wie Katzen die Welt eroberten

Die Domestikation der Falbkatze zur Hauskatze fand sowohl in Ägypten als auch im Nahen Osten statt – und beide Linien haben ihre Spuren im Erbgut der europäischen Hauskatzen hinterlassen, wie eine neue Studie zeigt.

26.06.2017
Ausgrabungen
Luftbild Rosenstein (Mitte), Mittelberg (links) und Hochberg (rechts). Alle drei    tragen vorgeschichtliche Befestigungen. (Foto: LAD BW)

Grabungskampagne an der "Teufelsmauer“ bei Heubach

Der Rosenstein bei Heubach bildet mit seinen beiden Nachbarbergen Mittelberg und Hochberg ein dreigliedriges System vorgeschichtlicher Befestigungsanlagen. Die alten Mauern, Wälle und Gräben haben sich auf den bewaldeten Randhöhen des Albuchs gut erhalten und vermitteln durch ihre bemerkenswerte Größe eine Vorstellung von der besonderen Bedeutung, die den derart aufwändig gesicherten Siedlungen einmal zugekommen sein muss. Experten des Landesamtes für Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) stellten nun erste Forschungsergebnisse vor und gaben einen Ausblick auf die kommende Grabungskampagne, die in der letzten Woche begann.

26.06.2017
Forschung
Die Silbertafel aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde in der Ausgrabungsstätte in Mleiha gefunden. PD Dr. Peter Stein von der Uni Jena hat die in Zabur geschriebene Weihschrift entziffert. (Foto: Peter Stein/FSU)

Weit gereistes Zabur-Schrifttum

Semitist der Universität Jena übersetzt vorislamische Weihschrift

Reisen erweitert den Horizont, bedeutet einen Wissenszuwachs und damit verbunden oft auch die Adaption neuer Verhaltensweisen. Dass dies nicht erst seit gestern, sondern vielmehr seit Jahrtausenden gilt, beweisen einmal mehr jüngste Forschungsergebnisse von PD Dr. Peter Stein von der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU). In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Arabian archaelogy and epigraphy“ veröffentlichte der Semitist einen Beitrag, in dem er zwei Funde aus Mleiha im arabischen Emirat Schardscha am Persischen Golf näher beleuchtet.

23.06.2017
Forschung
Prof. Gernot Fink (l.) und Sebastian Sudholt haben das Projekt "Tiefes Lernen“ maßgeblich vorangetrieben. (Oliver Schaper/TU Dortmund)

TU Dortmund entschlüsselt mit "tiefem Lernen" Keilschrift

Wie können historische Handschriften entschlüsselt werden? Dafür hat an der TU Dortmund die Arbeitsgruppe Mustererkennung der Fakultät für Informatik jetzt einen Spezialserver in Betrieb genommen, der das Lesen von komplizierten Handschriften unterstützt. Methodisch setzt das Team dabei auf "Deep Learning“: Der Rechner selbst lernt bestimmte Schlüsselwörter kennen und findet diese dann in Texten wieder. Dieses "tiefe Lernen“ schafft der Rechner in rasanter Geschwindigkeit, etwa 100 Mal schneller als handelsübliche Hardware.

22.06.2017
Ausgrabungen
Zeugnis eines Großbrands in der Innenstadt von Telgte: Spuren einer großflächigen Brandschicht mit viel Holzkohle und rötlichem verbranntem Lehm in der Herrenstraße über einer dunkelgrauen Schicht des 13. Jahrhunderts. (Foto: LWL/ A. Wunschel)

Ende der archäologischen Grabungen in Telgte

Wertvolle Erkenntnisse zur Stadtgeschichte

In der vergangenen Woche endeten die seit Januar andauernden Arbeiten zum ersten Bauabschnitt in der Innenstadt von Telgte. Die Archäologen des Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) haben die Baumaßnahmen begleitet und stießen dabei auf wertvolle Erkenntnisse zur Stadtgeschichte: Bodenverfärbungen und zahlreiche Funde belegen die Gründung der Stadt und den Alltag der Telgter im Spätmittelalter.

22.06.2017
Denkmalschutz
Durch das Projekt sollen die bis in die Römerzeit zurückreichenden archäologischen Spuren auf dem Gelände der Kirchenruine St. Kolumba erhalten werden (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Archäologische Denkmäler in Kolumba schützen

Um die bis in die Römerzeit zurückreichenden archäologischen Spuren auf dem Gelände der Kirchenruine St. Kolumba zu erhalten, startet das Kunstmuseum Kolumba zusammen mit dem Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS) der TH Köln ein Kooperationsprojekt. Über die nächsten zwei Jahre werden Studierende Material- und Klimauntersuchungen durchführen, um auf diese Weise die Grundlage für ein Restaurierungs- und Konservierungskonzept zu erarbeiten.

22.06.2017
Ausstellungen
Oberteil einer Fayence-Stele (ÄM 19718), die seit dem zweiten Weltkrieg als verschollen galt und 2017 ins Ägyptische Museum und Papyrussammlung zurückkehrte (© Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Nina Loschwitz)

Stiftung Preußischer Kulturbesitz erhält ägyptische Stele zurück

Ein wertvolles ägyptisches Objekt, das kürzlich nach Berlin zurückkehrte, ist ab Mitte Juni wieder im Neuen Museum auf der Museumsinsel zu sehen. Das Oberteil einer Fayence-Stele (ÄM 19718) galt seit Ende des Zweiten Weltkrieges als verschollen, wie auch zahlreiche weitere Objekte der Staatlichen Museen zu Berlin. Im Zusammenhang mit einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit wurde es im Kelsey Museum of Archaeology der University of Michigan, USA, identifiziert. Dieses Museum gab das Stück nun an das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin zurück.

09.06.2017
Funde & Befunde
Das 3D-Modell des »Pferdchens« vom Vogelherd im 3D-Online-Viewer. (LAD, S.M. Heidenreich)

3D-Computermodelle eiszeitlicher Elfenbeinfiguren gehen online

Die weltbekannte »Venus vom Hohle Fels«, das »Pferdchen« aus der Vogelherdhöhle und zwei weitere eiszeitliche Elfenbeinfiguren von der Schwäbischen Alb können jetzt in einer Online-3D-Galerie aus allen Perspektiven betrachtet werden.

09.06.2017
Forschung
Prof. Dr. Norbert Kuhn, Michael Hoffmann, Prof. Dr. Christoph Schäfer und Prof. Dr. Michael Jäckel (von links) gaben per Hammerschlag den Startschuss für das Projekt Rekonstruktion der "Laurons 2“. (Sheila Dolman, Universität Trier)

Rekonstruiertes Schiff soll römischen Handel erklären

Mit Hammerschlägen haben gestern die Präsidenten der Universität Trier und der Hochschule Trier ein besonderes Wissenschaftsprojekt gestartet. Vordergründig geht es darum, ein antikes römisches Handelsschiff des Typs Laurons 2 möglichst originalgetreu und in ursprünglicher Größe nachzubauen. Dahinter steht die Absicht, Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die eine Neubewertung des Seehandels wie auch des Wirtschaftssystems des römischen Reiches insgesamt erlauben.

09.06.2017
Ausgrabungen
Goldener Escudo aus der Regierungszeit von Philipp III. zwischen 1615-1621 geprägt in Sevilla. (Foto Philippe Saurbeck, Archäologische Bodenforschung)

Spanische Goldmünze entdeckt

Die Archäologische Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt legt anlässlich des Erweiterungsbaus im Stadtcasino Teile des Kreuzgangs aus dem 13./14. Jh. und des Friedhofs im Kreuzgarten des Barfüsserklosters frei. Bei den umfangreichen Rettungsgrabungen kam in einem Grab eine spanische Goldmünze zum Vorschein.

09.06.2017
Ausgrabungen
Die zusammengepuzzelten Scherben stammen von einem Gefäß aus dem 2. oder 3. Jh. n. Chr. (Foto: LWL/C. Hildebrand)

Römerzeitliche Funde in Delbrück-Bentfeld

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind in Delbrück-Bentfeld auf Spuren aus der Römischen Kaiserzeit gestoßen. Bislang war völlig unbekannt, dass sich an dieser Stelle eine Siedlung aus der Römischen Kaiserzeit befand.

08.06.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Die ersten unserer Art: Zwei Ansichten einer zusammengesetzten Rekonstruktion der frühesten bekannten Homo sapiens-Fossilien von Jebel Irhoud (Marokko) basierend auf modernster Computertomografie (micro-CT) mehrerer Originalfossilien. Vor 300.000 Jahren hatten diese frühen Homo sapiens bereits einen modernen Gesichtsschädel, der in die Variation von heute lebenden Menschen fällt. Allerdings zeigt der archaisch aussehende Gehirnschädel (blau), dass sich die Gehirnform und möglicherweise die Gehirnfunktion noch innerhalb der Homo sapiens-Linie entwickelt haben. Foto: © Philipp Gunz, MPI EVA Leipzig (CC-BY-SA 2.0)

Der Homo sapiens ist älter als gedacht

Forscher entdecken in Marokko die bislang ältesten Fossilien unserer Art

Neue Fossilien und Steinwerkzeuge aus Jebel Irhoud (Marokko) belegen den Ursprung des heutigen Menschen vor etwa 300.000 Jahren in Afrika. Diese Fossilien sind rund 100.000 Jahre älter als die ältesten bislang bekannten Homo sapiens-Funde und dokumentieren, dass bereits vor zirka 300.000 Jahren wichtige Veränderungen im Aussehen und Verhalten des modernen Menschen in ganz Afrika stattgefunden haben.

03.06.2017
Forschung
Die Paläogenetikerin Verena Schünemann bei der Untersuchung menschlicher Knochen im Reinstraum. Foto: Johannes Krause

Erstmals gesamtes Erbgut von altägyptischen Mumien entziffert

Die nächsten Verwandten der alten Ägypter stammten aus dem Nahen Osten – Kaum Genaustausch mit Afrika südlich der Sahara

Erstmals konnte ein internationales Wissenschaftlerteam Genmaterial von ägyptischen Mumien aus der Zeit um 1.400 v. Chr. bis 400 n. Chr. umfassend rekonstruieren und analysieren. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt: Heutige Ägypter sind genetisch enger mit den Bewohnern Afrikas südlich der Sahara verwandt, als es die alten Ägypter waren, während diese genetisch am engsten mit den damaligen Bewohnern des Nahen Ostens verwandt waren.

02.06.2017
Forschung
Das Fundstück ist ein Teil eines Rundschildes, spannend sind die schwarzen, nicht-korrodierten Stellen (Brandpatina), die durch den Leichenbrand entstanden sein müssen. Foto: David Bitter

Grabbeigabe unter dem Elektronenmikroskop

Die Untersuchung des Schildes eines keltischen Kriegers zeigte, dass eine vermutlich bei der Brandbestattung entstandene Patina Herstellungs- und Gebrauchsspuren bewahrt hat, die ansonsten dem Rost zum Opfer gefallen wären.

02.06.2017
Veröffentlichungen
Die Archäologischen Berichte sind jetzt vollständig im Open Access abrufbar. Foto: DGUF

»Archäologische Berichte« der DGUF jetzt vollständig retrodigitalisiert und im Open Access

Die 1987 gegründete Monografienreihe der DGUF, die Archäologischen Berichte, wurden seit 2012 schrittweise retrodigitalisiert, beginnend mit den im Druck bereits vergriffenen Bänden. Seit Mai 2017 steht nun, dank der Unterstützung durch ein Team der UB Heidelberg, die gesamte Reihe, d. h. die Bände 1-25, Interessierten im Portal Propylaeum auch als E-Book im Open Access zur Verfügung. Außerdem erhielten alle Bände einen DOI, also einen "Digital Object Identifier", der dem Band dauerhaft einen digitalen Ort zuordnet.

26.05.2017
Forschung
Unterkiefer des 7,175 Millionen Jahre alten Graecopithecus freybergi (El Graeco) aus Pyrgos Vassilissis, Griechenland (heutiges Stadtgebiet von Athen) (Foto: Wolfgang Gerber, Universität Tübingen)

Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa

Die gemeinsame Linie von Schimpansen und Menschen hat sich möglicherweise mehrere hunderttausend Jahre früher getrennt als bislang angenommen: Diese These veröffentlichte ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen jetzt in zwei zeitgleich erschienen Publikationen im Fachjournal PLOS One.

26.05.2017
Ausgrabungen
Auf dem Gelände des Gewerbegebietes Westheim II bei Marsberg brachten Archäologen die jahrhundertealte Besiedlungsgeschichte im westfälischen Bergland ans Tageslicht. (Foto: LWL/Zafer Görür, Archaeonet)

Archäologische Untersuchungen in Marsberg-Westheim

Bereits vor 13 Jahren entdeckten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Teile der mittelalterlichen Siedlung Dorpede in Marsberg-Westheim mit Kirchengrundriss und Bestattungen. Das Areal der Wüstung wurde daraufhin von der Stadt unter Denkmalschutz gestellt. Nun fanden weitere archäologische Untersuchungen statt, die Aufschluss über die Ausdehnung der in der Vergangenheit genutzten Siedlungsfläche geben: Überreste der Besiedlungsphasen vom 4. bis zum 16. Jahrhundert.