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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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12.02.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Freilegung eines im Block geborgenen Grabes in Weimar (© Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar)

Freilegung des "Herren von Boilstädt" abgeschlossen

Das Highlight der Ausgrabungen im Zuge von Bauarbeiten zur Ortsumfahrung Gotha-Sundhausen in den Jahren 2012 und 2013 waren zwei frühmittelalterliche Bestattungen, die im Block geborgen wurden. Die Freilegung der beiden Bestattungen und die Restaurierung der Funde sind nun abgeschlossen und wurden heute der Öffentlichkeit präsentiert.

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12.02.2016
Forschung
Pestausbrüche, Aufstieg und Fall von Imperien, Völkerwanderungen und politische Umwälzungen (Sterne, dunkle Balken) überlagern sich zeitlich mit den kältesten Dekaden der letzten 2.000 Jahre, der »Spätantiken Kleinen Eiszeit« (blaue Linien). (Grafik: Nature Geoscience)

Justinianische Pest und Völkerwanderung Folge einer »Kleinen Eiszeit«?

Alte Bäume offenbaren »Spätantike Kleine Eiszeit« vor rund 1.500 Jahren

Jahrringmessungen decken eine drastische Kälteperiode in Eurasien zwischen 536 und etwa 660 nach Christus auf. Sie überlagert sich zeitlich mit der Justinianischen Pest sowie mit politischen Umwälzungen und Völkerwanderungen sowohl in Europa als auch in Asien. Dies berichtet ein interdisziplinäres Team unter Leitung der Eidg. Forschungsanstalt WSL und des Oeschger-Zentrums der Universität Bern im Fachjournal »Nature Geoscience«.

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12.02.2016
Forschung
Der fossile Schädel des Australopithecus sediba Fundes MH1 und ein Finite Elemente Modell des Schädels, das die Belastung während des Beißens auf die Vormahlzähne zeigt. Copyright: Brett Eloff, zur Verfügung gestellt von der University of the Witwatersrand

Keine harten Nüsse für Australopithecus sediba

Biomechanische Simulation zeigt: Früher menschlicher Vorfahr konnte nicht mehr kräftig zubeißen

Bisher dachte man, dass alle Australopithecinen gut angepasst waren an das harte Zubeißen und Öffnen von Nüssen und Samenkörnern mit ihren großen Mahlzähnen. Der chronologisch gesehen jüngste Vertreter, Australopithecus sediba, der auf ca. zwei Millionen Jahre datiert wurde, scheint aber diesen Anpassungspfad bereits verlassen zu haben: Er weist kleinere Zähne auf als seine Verwandten. Ein internationales ForscherInnenteam unter Beteiligung von Gerhard Weber von der Universität Wien konnte zeigen, dass weder Kiefer noch Zähne an eine harte Nahrung angepasst waren. Dies gelang mit Hilfe einer biomechanischen Computersimulation, die virtuelle Kopien der Australopithecinen-Schädel nutzt.

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12.02.2016
Aus aller Welt
Die Exkursionsgruppe zu Besuch im DAI

Deutsch-arabischer Kulturdialog im Bereich Kulturerhalt

Im Rahmen des Deutsch-Arabischen Kulturdialogs besuchte eine Studierendengruppe der Jordanischen Universität Amman vom 4.-11. Februar 2016 Berlin. Ziel der Exkursion war es, dem akademischen Nachwuchs Jordaniens einen Einblick in die Erforschung, konservatorische Behandlung und touristische Erschließung ihres kulturellen Erbes durch deutsche Kulturinstitutionen zu ermöglichen.

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11.02.2016
Ausgrabungen
Groß Fredenwalde. Die Wirbelsäule des jungen Mannes lag noch teilweise in anatomischem Verband. Neben dem Schädel liegt ein großes Feuersteinmesser. (Foto: A. Kotula)

Ältestes Gräberfeld Deutschlands liegt in Brandenburg

Mittelsteinzeitliche Bestattungen bei Groß Fredenwalde in der Uckermark entdeckt

Schon 1962 wurde auf einem Berg nahe Groß Fredenwalde eine ungewöhnliche Bestattung entdeckt, die etwa 8000 Jahre alt ist. Bei einer Nachgrabung konnten nun überraschend weitere Gräber im Umfeld freigelegt werden. Die neuen Gräber datieren ebenfalls in die Mittelsteinzeit und sprechen dafür, dass um 6400 v.Chr. auf dem Weinberg Deutschlands ältestes Gräberfeld angelegt wurde.

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11.02.2016
Ausstellungen
Heinrich Forschner untersuchte zahlreiche Fundplätze, darunter auch solche am Federsee. Die rekonstruierten Häuser im Federseemuseum in Bad Buchau zeigen, wie es dort ausgesehen haben könnte. (Foto: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/User:Michael_Linnenbach">Michael Linnenbach</a> aus der <a href="https://de.wikipedia.org/">deutschsprachigen Wikipedia</a>)

Die Sammlung Forschner gehört nun dem Museum Biberach

Seit 27 Jahren befindet sich die archäologische Sammlung Forschner als Leihgabe im Museum Biberach. Nun schenkt die Familie Forschner dem Museum diese Sammlung.

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05.02.2016
Ausgrabungen
Das frühmittelalterliche Grab von Bissingen an der Teck in der Aufsicht (Foto: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart)

Unerwarteter Fund eines herausragenden Waffenträgergrabes

Experten des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart entdeckten überraschend das Grab eines frühmittelalterlichen Kriegers mit Goldblattkreuz bei der Siedlungsgrabung in Bissingen an der Teck in Baden-Württemberg. Präsentiert wurden die Funde des reich ausgestatteten Kriegergrabes und die daraus resultierenden spannenden Einblicke in die Frühzeit der Christianisierung am vergangenen Dienstag, den 2. Februar 2016 in Esslingen.

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05.02.2016
Forschung
Die Studienergebnisse lassen eine einzige, umfassende und schnelle Ausbreitung des modernen Menschen außerhalb Afrikas vor rund 55 000 Jahren vermuten. (© MPI für Menschheitsgeschichte, Jena, Grafik: Annette Günzel)

Tiefgreifender Bevölkerungswandel am Ende der letzten Eiszeit

Genetische Analysen werfen neues Licht auf europäische Bevölkerungsgeschichte

Bis heute ist stark umstritten, wann und in wie vielen Ausbreitungswellen der moderne Mensch von Afrika ausgehend den Rest der Welt besiedelte. Einem internationalen Forschungsteam ist es nun gelungen, die DNA von 35 frühen europäischen Jägern und Sammlern aus unterschiedlichen Zeitaltern zu rekonstruieren und neue, überraschende Einblicke in die frühe Bevölkerungsentwicklung Europas zu gewinnen.

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05.02.2016
Ausgrabungen
Artern, Kyffhäuserhütte, Frauengrab mit Zahn und Muschelschmuck, Schnurkeramik (© Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar)

Jungsteinzeitlicher Feuersteinbergbau und bronzezeitliche Infrastruktur – Archäologische Untersuchungen um Artern in Nordthüringen

Im Jahr 2015 wurde Artern zu einem Zentrum archäologischer Forschung: Die großräumige Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes "Kyffhäuserhütte" und der Bau der Ortsumfahrung Schönfeld – Ringleben ermöglichten dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) tiefe Einblicke in die frühe Besiedlungsgeschichte der heutigen Stadt Artern und ihrer direkten Umgebung.

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05.02.2016
Forschung
Gletscherkante in Grönland. So ähnlich könnte vor etwa 12.000 Jahren die Landschaft in Norddeutschland ausgesehen haben. (Foto: Tim Brücher, GEOMAR)

130.000 Jahre Erdgeschichte im Klimamodell für bessere Vorhersagen

Computersimulationen helfen der Wissenschaft, die komplexen Vorgänge im Erdsystem zu verstehen und zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren. Dazu gehört das Wetter der nächsten Tage genauso wie Klimaveränderungen kommender Jahrhunderte infolge menschlicher Aktivitäten. 18 wissenschaftliche Einrichtungen haben sich jetzt im Verbundprojekt PalMod (Paleo Modelling) zusammengeschlossen, um die Möglichkeiten der Modelle zur Klimaberechnung deutlich zu verbessern.

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05.02.2016
Forschung

Fördergelder für das arabisch-deutsche Forschungskooperation AGYA

Die Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) wird auf deutscher Seite in den kommenden vier Jahren mit 4 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. AGYA unterstützt exzellente arabische und deutsche Nachwuchswissenschaftler bei der Zusammenarbeit in interdisziplinären und internationalen Teams, um Forschungsprojekte und Initiativen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft zu realisieren.

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29.01.2016
Forschung
Keilschrifttafel mit Trapez-Berechnungen. Die Skizze rechts visualisiert die Berechnung:  Die Distanz, die Jupiter in 60 Tagen zurücklegt, 10º45', wird berechnet als die Fläche der Trapez-Figur. Um die Zeit (tc) zu berechnen, in der Jupiter die Hälfte dieser Distanz zurücklegt, wird das Trapez dann in zwei kleinere Trapeze mit gleicher Fläche geteilt. (Foto und Illustration: Mathieu Ossendrijver, HU Berlin)

Geometrie in der babylonischen Sternkunde

Bereits babylonische Astronomen berechneten die Bewegung des Jupiters entlang seiner Bahn mit geometrischen Operationen. Das zeigt eine Analyse des Wissenschaftshistorikers Prof. Dr. Mathieu Ossendrijver von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und dem Exzellenzcluster Topoi von drei bekannten und zwei bisher unveröffentlichten Keilschrifttafeln aus dem British Museum. Die Tafeln stammen aus der Zeit zwischen 350 und 50 v. Chr.

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29.01.2016
Forschung
Der diesjährige Preisträger Dr. Antonio Rodríguez-Hidalgo (Foto: IPHES)

Tübinger Förderpreis geht erneut nach Spanien

Den Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie erhält in diesem Jahr der spanische Archäologe Dr. Antonio Rodríguez-Hidalgo vom Catalan Institute of Human Paleoecology and Social Evolution (IPHES) in Tarragona.

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28.01.2016
Veröffentlichungen
Die Entdeckung des beidendig angespitzten Holzstabes von Schöningen 13 II-4 – möglicherweise ein sogenanntes Wurfholz – stand 1994 am Beginn der sensationellen 300.000 Jahre alten Entdeckungen im Tagebau. (Foto: P. Pfarr. &copy; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege.)

Sonderband des "Journal of Human Evolution" zur Fundstelle Schöningen

Hat der Heidelbergmensch in Schöningen eine ganze Pferdeherde auf einen Schlag erlegt oder war das Seeufer vor 300.000 Jahren ein immer wieder zur Jagd genutzter Ort? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt ein Sonderband des weltweit geschätzten Wissenschaftsmagazins "Journal of Human Evolution", der jetzt im paläon Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

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28.01.2016
Studium
Studierende untersuchen mit einem 3D-Scanner Wandmalereien in der AULA der Universität Bamberg. (Tim Kipphan/Universität Bamberg)

Neuer Masterstudiengang "Digitale Denkmaltechnologien"

Die Universität Bamberg und die Hochschule Coburg erhalten 3.0 Millionen Euro für die Einrichtung des Masterstudiengangs "Digitale Denkmaltechnologien". Es ist der erste Studiengang dieser Ausrichtung mit umfassenden IT-Inhalten. Im Fokus des Studiengangs steht die durchgängige digitalisierte Erfassung und Bewertung von Baudenkmälern. 1.7 Millionen Euro der Gesamtsumme gehen an die Universität Bamberg. Diese wird davon einen neuen Lehrstuhl für Digitale Denkmaltechnologien einrichten sowie die beteiligten Lehrstühle aus der Angewandten Informatik durch Mitarbeiterkapazitäten stärken.

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22.01.2016
Funde & Befunde
Der Silberschatzfund aus dem brandenburgischen Lebus besteht aus fast 2.200 Silbermünzen, die in einem Tongefäß im Boden verborgen waren. Foto: Frank Slawinski / BLDAM

Ehrenamtlicher Sondengänger findet über 2.000 Silbermünzen aus dem Mittelalter

»Einer der größten jemals in Brandenburg entdeckten Schatzfunde«

Im Oktober 2015 entdeckte ein ehrenamtlicher Beauftrager des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege bei Lebus einen der größten Silberschatzfunde die jemals in Brandenburg geborgen wurden: Fast 2.200 Silbermünzen des 11. und 12. Jahrhunderts lagen in einem Tongefäß im Boden verborgen. Ende Januar wird der außergewöhnliche Fund erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

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22.01.2016
Ausgrabungen
Dülmen: Glockengussgrube während der Freilegung noch mit Profilstegen (Foto: Gerard Jentgens)

Älteste Glockengießergrube Deutschlands gefunden

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Dülmen (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen) die bisher älteste Glockengießergrube Deutschlands gefunden. Die Funde sind 1.200 Jahre alt.

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22.01.2016
Funde & Befunde, Ausstellungen
Rekonstruktion eines Teiles der Wand (© Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg)

Rekonstruierte Wandmalereien aus der Jungsteinzeit

Die Archäologen und Restauratorinnen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart präsentierten am 20.1.2016 im Dienstsitz Hemmenhofen ein sensationelles Ergebnis ihrer Arbeit: Sie haben ein großes Wandbild, das vor nahezu 6.000 Jahren im Bodensee untergegangen war, aus zahlreichen Fragmenten wieder zusammengebracht.

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22.01.2016
Veröffentlichungen, Forschung
Kollektivgrab als Steinbau: Rekonstruktion des Grabes bei Alto de Reinoso durch die Archäologen. Grafik: Héctor Arcusa Magallón.

Im Leben und im Tod vereint

Neolithisches Grossgrab in Spanien erstmals umfassend ausgewertet

Die Menschen der Jungsteinzeit vor rund 6.000 Jahren waren im Leben und Tod eng miteinander verbunden. Darauf weist eine detaillierte anthropologische Studie eines Kollektivgrabs mit rund 50 Toten bei Burgos in Nordspanien hin, welche die Lebensweise des Orts erstmals mit modernen Methoden untersuchte.

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22.01.2016
Ausgrabungen
Ausgrabungsstelle der mittelalterlichen Seuchenopfer bei L'Observance in Marseille, Frankreich (Foto: LAPMO Université de Provence – URA 164 CNRS/AFAN)

Das Versteck des Schwarzen Todes

Krankheitserreger überdauerte mehr als vier Jahrhunderte in Europa

Der Schwarze Tod, die Pestpandemie im 14. Jahrhundert, ist wohl die berüchtigtste ihrer Art. In nur fünf Jahren tötete sie 30 bis 50 Prozent der europäischen Bevölkerung. Unglücklicherweise verschwand die Pest am Ende der Pandemie nicht aus Europa. Während der nächsten 400 Jahre lebte die Seuche immer wieder auf und sorgte für Epidemien sowie für andauernde gesellschaftliche Unruhen.

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21.01.2016
Veranstaltungen

Neue Vortragsreihe in Berlin: "Topoi im Museum"

In einer neuen öffentlichen Vortragsreihe stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Forschungsthemen aus dem Exzellenzcluster Topoi in Berliner Museen vor. Ziel der Reihe ist es, den Besucherinnen und Besuchern der Museen über aktuelle Forschungsergebnisse der Altertumswissenschaften auch andere Betrachtungsweisen auf zum Teil bekannte Sammlungsobjekte zu erschließen.

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21.01.2016
Aus aller Welt

Ausschreibung des Archäologie-Preises Baden-Württemberg 2016

Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg wird in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgeschrieben. Er wird an Personen und Institutionen verliehen, die sich als Ehrenamtliche besondere Verdienste um die Erforschung, Publikation und Präsentation archäologischer Funde und Befunde im Land Baden-Württemberg erworben haben.

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15.01.2016
Funde & Befunde, Denkmalschutz
Cover der deutschen Übersetzung der Emergency Red List of Iraqi Cultural Objects at Risk

Rote ICOM-Notfallliste: Verstärkter Kampf gegen illegal gehandelte Kulturgüter aus dem Irak

Staatsministerin Böhmer übergibt Tontafel an Botschafter des Irak

Der Internationale Museumsrat ICOM hat für den Irak eine sogenannte Rote Notfall-Liste erarbeitet, die die Strafverfolgungs- und Zollbehörden, aber auch Sammler und Händler weltweit auf illegal gehandelte Kulturgüter aus diesem Land aufmerksam machen soll. Solche Roten Listen enthalten Beispiele von Objekttypen und -kategorien, die besonders gefährdet sind. Angesichts der dramatischen Lage in der Region ist die Rote Liste für den Irak nunmehr überarbeitet und in einer umfassend aktualisierten Fassung neu aufgelegt worden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat die deutsche Übersetzung dieser Emergency Red List of Iraqi Antiquities at Risk ermöglicht, die an diesem Donnerstag im Archäologischen Zentrum der Staatlichen Museen zu Berlin vorgestellt wurde.

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15.01.2016
Forschung
Rekonstuktion des Mannes aus dem Eis von Kennis & Kennis (2011) (&copy; Südtiroler Archäologiemuseum / A. Ochsenreiter)

Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte

Die Abstammungslinie hatte ihren Ursprung in den Alpen

Vergangene Woche wurde eine Studie publiziert, die den Krankheitserreger Helicobacter pylori in Ötzis Magen nachwies. Nun erzielte die Forschung zum Mann aus dem Eis einen weiteren Fortschritt: Wissenschaftler der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) konnten zeigen, dass sein mütterlicher Familienzweig seinen Ursprung in den Alpen hatte und aller Wahrscheinlichkeit nach ausstarb.

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15.01.2016
Denkmalschutz
3D-Punktewolke auf dem Tablett: Das Entwicklergerät des Project Tango. Bild: ETH Zürich / Thomas Schöps

Mobile Echtzeit-3D-Kartierung mit dem Tablet

Computerwissenschaftler aus der Gruppe von Prof. Marc Pollefeys an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich entwickelten ein Programm, mit dem das Erstellen von 3D-Modellen großer Objekte - wie ganzer Gebäude oder bei archäologischen Ausgrabungen - zum Kinderspiel wird. Es berechnet die 3D-Karten in Echtzeit und läuft auf einem neuartigen Tabletcomputer.

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13.01.2016
Veröffentlichungen
Mit dem »Wissenschaftsblock in Gold« wurde das Archäologie-Blog »Archeologik« von Rainer Schreg ausgezeichnet. Bild: Reiner Korbmann

Rainer Schregs »Archaeologik« zum »Wissenschafts-Blog des Jahres 2015« gewählt

Anfang Januar wurde das Archäologie-Blog »Archaeologik« von Rainer Schreg (RGZM) mit 731 Stimmen zum "Wissenschafts-Blog des Jahres 2015" gewählt. Der Wissenschaftsjournalist Reiner Korbmann schreibt auf seinem Blog »Wissenschaft kommuniziert« jährlich die Wahl aus. Seine Leser (plus die treuen Anhänger der nominierten Blogs) können dann abstimmen, welches Blog sie für das wichtigste, gelungenste, beste halten.

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08.01.2016
Veröffentlichungen, Forschung
Vorbereitung der DNA-Extraktion aus einem Neandertaler-Knochen. Foto: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Neandertaler-Gene stärkten das Immunsystem moderner Menschen

Vermischung verschiedener Menschenformen spielte wichtige Rolle für das Immunsystem des Menschen

Als moderne Menschen vor vielen Tausend Jahren in Europa auf Neandertaler trafen und sich mit ihnen fortpflanzten, erbten einige Nachkommen Genvariationen, deren Träger Infektionen besser abwehren konnten. Dieses Neandertaler-Erbe könnte aber auch dafür verantwortlich sein, dass einige Menschen anfälliger für Allergien sind. Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und vom Institut Pasteur und dem CNRS in Paris belegen jetzt in zwei voneinander unabhängigen Artikeln die wichtige Rolle artübergreifender Beziehungen für die Evolution des Menschen und insbesondere für die Evolution des angeborenen Immunsystems, das uns vor Infektionen schützt.

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08.01.2016
Forschung
Die Kelten: 2.500 Jahre alte Bierbraumeister | Bildquelle: clipdealer_wikimedia

500 Jahre Reinheitsgebot: Die Kelten kannten es nicht – und brauten trotzdem hochwertig

Beifußkraut und Möhrensamen statt Hopfen: Archäobotaniker der Universität Hohenheim analysiert prähistorische Brauereien – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Vor 2.500 Jahren braute man es schon: das keltische Bier. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts gab es unzählige Zubereitungsarten. Erst das Reinheitsgebot vom 23. April 1516 regelte das Bierbrauen in Deutschland. Trotzdem sei schon das Gerstengold der Kelten ein süffig-hochwertiges Gebräu besonderer Qualität gewesen, meint Dr. Hans-Peter Stika.

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08.01.2016
Forschung
Gletschermumie Ötzi - Entnahme einer Probe (© EURAC - Samadelli)

Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt

Ältester Beleg von Helicobacter pylori

Der kupferzeitlichen Gletschermumie Ötzi entlocken Forscher immer wieder neue Fakten zum Leben der Spezies Mensch. Nach der kompletten Entschlüsselung des Ötzi‐Genoms vor fünf Jahren schien die Quelle an spektakulären Einblicken in die Vergangenheit zunächst versiegt. Einem internationalen Wissenschaftlerteam ist es nun gelungen, im Mageninhalt Ötzis das Bakterium Helicobacter pylori nachzuweisen, das heute die Hälfte aller Menschen in sich trägt.

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08.01.2016
Veröffentlichungen, Forschung
Mikroskop-Aufnahme eines vulkanischen Aschepartikels, das vom Ausbruch der Dyngjufjöll Vulkanregion im Nordosten Islands vor ca. 11.000 Jahren stammt (Askja-S-Ausbruch). Foto: Sabine Wulf, GFZ

Spuren isländischer Vulkane in nordostdeutschem See

Präzisere Bestimmung regionaler Klimaänderungen in der Vergangenheit

Ascheablagerungen von isländischen Vulkanausbrüchen wurden in den Sedimenten des Tiefen Sees im Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Damit lassen sich Klimaänderungen während der letzten 11.500 Jahre präziser datieren. Ein internationales Team von Geowissenschaftlern unter Leitung des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ konnte Spuren von insgesamt acht Vulkanausbrüchen auf Island nachweisen, von denen sechs genau identifiziert werden konnten. Der älteste Ausbruch fand vor 11.400 Jahren statt, der jüngste geschah 1875 und ist auch in historischen Dokumenten beschrieben.

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