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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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24.06.2016
Ausgrabungen
Grabungsübersicht mit Blick auf die Kirchhofsmauer mit einem vorgesetzten Stützpfeiler. Foto: LWL/J. Glaw

Ausgrabung am Alten Kirchplatz mit Überraschungen

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Gütersloh das bislang älteste Haus der Stadt aus dem 12. Jahrhundert entdeckt. Nicht nur die Mauer des Kirchhofes war im Keller als Wand verbaut. Auch die Schieferplatten des ersten Daches, Reste der Glasfenster und Bruchstücke der mittelalterlichen Tonpfeifen der Bewohner tauchten unter den Werkzeugen der Fachleute in einem Haus am Kirchplatz 11 in Gütersloh auf. Noch tiefer im Boden waren die Pfostenspuren eines Baus aus dem 12. Jahrhundert verborgen.

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24.06.2016
Forschung
Der Nachwuchschemiker Ferdinand Drünert von der Universität Jena fand eine mögliche Antwort für die Trübung von rot-opakem Glas aus dem 15. Jahrhundert. Anne Günther / FSU

Das geheimnisvolle rote Glas

Bei Ausgrabungen im Umfeld einer Glashütte im Taunus fanden die Archäologen um Dr. Peter Seppuhn in den Jahren 2001-2005 haufenweise rote, undurchsichtige Glasscherben aus dem 15. Jahrhundert. Der Herstellungsprozess dieser Glasart blieb lange Zeit ein Rätsel. Nun liefert die Arbeit des Doktoranden aus Jena eine mögliche Erklärung. Seine Untersuchungen wurden kürzlich mit dem »R. E. Taylor-Award« ausgezeichnet.

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21.06.2016
Denkmalschutz, Aus aller Welt
Überblick über die Restaurierungsarbeiten im Peristylhof von Wohneinheit 2 des Hanghauses 2 in Ephesos. Foto: CCA

Mosaiken in neuer Farbenpracht

Restauratoren aus Jordanien, Tunesien und Libyen zur Weiterbildung in Ephesos

An dem fünfjährigen Kursprogramm, das auf Initative des Ephesus Foundation eingerichtet wurde, nahmen 15 Restauratoren aus fünf Nationen teil. Zum Abschluss des Programms restaurierten die Teilnehmer, die künftig in ihren Heimatländern eine neue Generation von Restauratoren ausbilden sollen, zahlreiche gefährdete Mosaiken im sog. Hanghaus 2.

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19.06.2016
Ausstellungen, Forschung
Raumakustische Simulation einer Ansprache auf dem Forum aus 50 m Distanz. Bild © digitales forum romanum

Forscherteam macht Ansprachen auf dem antiken Forum hörbar

Interdisziplinäres Projekt am Exzellenzcluster »Bild Wissen Gestaltung« entwickelt virtuelle Modelle der politischen Kommunikation im Alten Rom

Zentrale Bühne für die öffentliche Kommunikation in der Antike waren die großen Platzanlagen in den Städten – wie etwa die Agora in Athen oder das Forum Romanum in Rom. Hier wurden in öffentlichen Ansprachen alle wichtigen und staatspolitisch relevanten Themen der Bürgerschaft bekannt gegeben, um dann von Mund zu Mund ihren Weg weiter in die Stadt zu nehmen. Wie aber können und sollen wir uns solche Ansprachen vor dem Volk vorstellen? Wie gut waren die Politiker damals hörbar? Und wie viele Bürger auf dem Platz konnten die Ansprachen überhaupt hören?

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17.06.2016
Personalia, Ausstellungen
Dr. Thomas Otten ist seit dem 1. Juni der neue Leiter der Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum. Foto: Uwe Weiser / LVR

Museumsdirektor der Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum im Amt

Der Archäologe Dr. Thomas Otten hat am 1. Juni seinen Dienst als neuer Leiter der Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum aufgenommen. Der 49jährige verantwortet die Konzeption des derzeit im Bau befindlichen Museums. Mit Eröffnung des Hauses im Jahr 2019 wird er zum Gründungsdirektor. Otten löst Dr. Martin Müller, Direktor des LVR-Archäologischen Parks Xanten, ab, der fast zwei Jahre lang als stellvertretender Projektleiter die Anfangsphase der Museumskonzeption gesteuert hat.

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17.06.2016
Forschung
Der bronzezeitliche Patient hat die Operation überlebt: bei dieser Trepanation wurde der Schädel mittels Schabetechnik geöffnet. Foto: DAI / J. Gresky

Rituelle Schädeloperationen in der Bronzezeit?

Ein deutsch-russisches Team entdeckte in Südrussland 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen (Trepanationen). Anthropologen des Deutschen Archäologischen Instituts vermuten rituelle Gründe für die hoch riskante Operation mit einfachsten Mitteln. Die Überlebenschancen standen aber offenbar dennoch gut - die meisten Patienten, deren Überreste die Forscher im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Studie untersuchten, hatten den Eingriff überlebt.

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16.06.2016
Forschung, Veröffentlichungen
Massengrab von Pestopfern eines Krankheitsausbruchs im 16. Jahrhundert in Ellwangen, Süddeutschland. Von hier stammt einer der Erregerstämme, dessen Genom für die aktuelle Studie rekonstruiert wurde. Foto © Rainer Weiss, Landesamt für Denkmalpflege, Baden-Württemberg

Der Schwarze Tod als Ursprung heutiger Pestausbrüche

Ein einzelner Stamm des Pestbakteriums Yersinia pestis hat zum Ausbruch mehrerer historischer und neuzeitlicher Pestepidemien rund um den Globus geführt. Das zeigt die Analyse und der Vergleich von Genomen des Erregers von unterschiedlichen Krankheitsausbrüchen und mehreren Regionen Europas durch ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena.

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16.06.2016
Forschung
Menschliches Skelett von einer Ausgrabung im nördlichen Griechenland. Foto/©: K. Kotsakis und P. Halstead, Paliambela Excavation Project Archive

Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis

Internationales Team um Mainzer Palaeogenetiker weisen neolithische Migration aus Griechenland und Anatolien nach

Verschiedene Teile Europas wurden bereits vor rund 8.000 Jahren von Bauern aus der nördlichen Ägäis besiedelt. Wie die kürzlich im Fachjournal »Proceedings of the National Academy of Sciences« veröffentlichte Studie zeigt, wanderten die Menschen aus dem Norden Griechenlands und der nordwestlichen Türkei nach Mitteleuropa und Spanien ein und brachten ihre sesshafte Lebensweise und landwirtschaftliche Praktiken mit in die zentraleuropäischen und mediterranen Gebiete, in denen jungsteinzeitliche Jäger-und-Sammler-Gesellschaften lebten.

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16.06.2016
Veröffentlichungen
Die historische Landschaft wird unter anderem mit historischen Karten wie der Gerlachschen Larte des Landes Braunschweig aus dem 18. Jahrhundert dargestellt. Bild: Uni Göttingen

Karte macht historisch bedeutsame Region erfahrbar

Göttinger Wissenschaftler präsentieren landeskundliche Regionalkarte Braunschweig-Salzgitter

Gemeinsam mit lokalen Experten haben Wissenschaftler der Universität Göttingen eine topografische Karte zur Geschichte und Landeskunde der Region um Braunschweig und Wolfenbüttel erstellt. Die Karte aus der Reihe »Regionalkarte zur Geschichte und Landeskunde« zeigt Standorte der vergangenen und erhaltenen Überreste und Stätten, die die historische Entwicklung der Region maßgeblich geprägt haben. Dazu gehören vor- und frühgeschichtliche Siedlungen und Grabanlagen, mittelalterliche Wüstungen und Wehranlagen, Gerichtsorte und Richtstätten, Klöster und Stifte, Straßen, Zollstellen, Amtssitze und vieles mehr, insgesamt historische Relikte und Phänomene von der Vorgeschichte bis ins 19. Jahrhundert.

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16.06.2016
Ausgrabungen
Mit einer weiteren Grabung in Kalkriese erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse zum Schlachtverlauf.

Der Varusschlacht auf der Spur - Neue Grabungen in Kalkriese

Schlachtfeld deutlich größer als bisher angenommen

Im Museumspark Kalkriese wird in diesem Jahr wieder gegraben. Seit gut vier Wochen haben sich das Archäologie-Team aus Kalkriese und die Wissenschaftler der Universität Osnabrück auf Spurensuche begeben. Das ausgewählte Areal in einer Schneise im Museumspark ist bei den bisherigen Untersuchungen noch kaum berücksichtigt worden.

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11.06.2016
Forschung
Seit Jahrtausenden prägen Menschen die Landschaften, in denen sie leben. Vogelfang (Gänse) und Feldbestellung im Alten Ägypten um ca. 2700 v. Chr. (Abb. gemeinfrei)

Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem

Vom Menschen unberührte Landschaften gibt es – von wenigen Ausnahmen abgesehen – schon seit Tausenden von Jahren nirgendwo mehr auf der Erde. Das unterstreicht eine aktuelle in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Studie unter der Leitung von Nicole Boivin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und Wissenschaftlerin an der Universität Oxford. Die umfassende Zusammenschau archäologischer Daten der letzten 30 Jahre gibt Aufschluss darüber, wie der Mensch etwa durch Jagd, Landwirtschaft und Handel die Landschaften der Erde seit Jahrtausenden prägt. Die Daten zeigen auch den tiefgreifenden Einfluss des Menschen auf die Verteilung der Tier- und Pflanzenarten weltweit.

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11.06.2016
Aus aller Welt
Fresco von Jan van der Straet: Calcio vor Santa Maria Novella, 1558 (Palazzo Vecchio, Florenz) (Repro aus "Kulturgeschichte des Sports", C.H.Beck, S.181)

Schon im Mittelalter spielte man Fußball

Wer glaubt, heute ginge es auf dem Spielfeld grob zu, der würde sich über den mittelalterlichen Fußball wundern: Das Spiel stand den damals allseits beliebten Steinschlachten und Faustkämpfen in nichts nach. Es kam ohne Spielfeld aus, Stadttore dienten als Tor. Fußball wird seit Jahrhunderten gespielt, das beweisen alte Quellen.

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10.06.2016
Veranstaltungen, Denkmalschutz
Der Baal-Shamin-Tempel von Palmyra im Jahr 2010 (Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Bgag?uselang=de">Bernard Gagnon</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2">GFDL</a>)

Syrische und internationale Experten beschließen Notfallmaßnahmen

Über 230 syrische und internationale Experten haben gemeinsam im Rahmen eines zweitägigen Treffens das Ausmaß der Schäden am syrischen Kulturerbe bewertet, Methoden und prioritäre Notfallmaßnahmen für den Erhalt syrischer Kulturerbestätten entwickelt und festgelegt.

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10.06.2016
Denkmalschutz

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016

DGUF stellt Fragen zur Zukunft der Archäologie an die Parteien

Die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. (DGUF) fühlt - gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und der Region - den Politikern zum Thema Archäologie und Denkmalschutz auf den Zahn. Die Parteien erhalten dazu einen Fragenkatalog – so genannte Wahlprüfsteine - und damit die Gelegenheit, sich zu ihren die Archäologie betreffenden Plänen öffentlich zu positionieren.

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10.06.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
LR Mussner und Archäologin Marzoli bei der Besprechung der Funde. Foto: Angelika Schrott/www.provinz.bz.it/news

Fund einer römischen Villa in Bozen

Mit einem römischen Haus mit Säulenhalle beim Grieserhof in Bozen ist dem Bozener Landesamt für Bodendenkmäler ein besonderer Fund gelungen.

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03.06.2016
Ausgrabungen
Die Holsterburg aus der Luft zum Beginn der neuen Grabungssaison. Foto: LWL/R. Klostermann

Auf der Holsterburg steht die neue Ausgrabungssaison ganz im Zeichen der 3-D-Rekonstruktion

Diesmal gehen die Bagger tiefer als jemals zuvor: Die Schaufeln der Archäologen haben zu Beginn der neuen Grabungssaison einen tiefen Graben um die Holsterburg bei Warburg gelegt. Damit wird der Weg frei für den Blick auf die Schaufassade der nördlichsten achteckigen Burganlage in Europa. Denn der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will die einzigartige stauferzeitliche Burg für zukünftige Ausstellungspräsentationen in 3D virtuell wieder zu ihrer einstigen Pracht zurückkehren lassen. Dafür wird ein Laserscanner jedes noch so kleine Detail erfassen.

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03.06.2016
Forschung
Ausgrabungsstätte Mahilaka auf Madagaskar. Foto: Mark Horton, University of Bristol

Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen

Vor der Küste Ostafrikas gelegen und tausende Kilometer von Südostasien entfernt, ist Madagaskar die Heimat von Menschen, die eine Sprache sprechen, die eng verwandt ist mit den Sprachen des pazifischen Raums und Südostasiens. Auch genetische Studien belegen eine Verwandtschaft der Madagassen etwa mit Malaysiern und Polynesiern. Die Archäologie suchte bislang jedoch vergeblich nach Belegen für die Besiedlung der Insel von Südostasien. Einem internationalen Forschungsteam unter leitender Beteiligung der Max-Planck-Direktorin Nicole Boivin ist es nun gelungen, durch die Analyse pflanzlicher Überreste erstmals verlässliche Hinweise auf die Herkunft der madagassischen Urbevölkerung zu finden.

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02.06.2016
Tagungen, Denkmalschutz
Der Baal-Shamin-Tempel von Palmyra im Jahr 2010 (Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Bgag?uselang=de">Bernard Gagnon</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2">GFDL</a>)

Internationales Expertentreffen zum Erhalt des Kulturerbes in Syrien

Aktuell (2. bis 4. Juni) findet im Auswärtigen Amt in Berlin eine UNESCO-Expertenkonferenz zur Fortschreibung des Aktionsplans zum Schutz des syrischen Kulturerbes statt. Ziel der Tagung ist es, die laufenden nationalen und internationalen Aktivitäten bei der Dokumentation und Bewertung von Schäden an den syrischen Kulturerbestätten wie Palmyra voranzutreiben und die wichtigsten Experten auf diesem Gebiet miteinander zu vernetzen. Über die Aus- und Fortbildung von Museumsfachleuten und Experten für den Wiederaufbau des kulturellen Erbes Syriens soll dabei ebenso beraten werden wie über den illegalen Handel mit syrischen Kulturgütern.

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02.06.2016
Studium, Universität

Masterstudiengang »Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften« startet in Mainz

Schnittstelle zwischen Geisteswissenschaften und angewandter Informatik

Im Mittelpunkt des neuen viersemestrigen Masterstudiengangs, der voraussichtlich zum Wintersemester 2016/2017 startet, steht die Vermittlung von Kompetenz im technologiebasierten Umgang mit digitalen Forschungsdaten zur Lösung geistes- und kulturwissenschaftlicher Fragestellungen.

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02.06.2016
Aus aller Welt
Pitoti am Touchscreen. Foto: FH St. Pölten / Martin Grubinger

Weltkulturerbe-Preis für Archäologie-Medientechnik-Projekt

Ende Mai wurde das EU-Projekt »Pitoti« in Madrid mit dem Europa-Nostra-Preis geehrt, der höchsten europäischen Anerkennung im Bereich des kulturellen Erbes. Das Projekt untersuchte prähistorische Steinfiguren an einer UNESCO-Weltkulturerbe-Stätte in Norditalien und präsentierte die Gravuren mit moderner Medientechnik bei Ausstellungen.

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02.06.2016
Veranstaltungen

Minerva-Forschungszentrum wird feierlich eröffnet

Das Minerva-Forschungszentrum an der israelischen Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan, an dem die Universität Leipzig als deutscher Partner beteiligt ist, wird Anfang Juni feierlich eröffnet. Vom 6. bis 9. Juni findet deshalb in der Universitätsbibliothek in Leipzig ein großer Kongress statt, zu dem knapp 200 Wissenschaftler aus dem In- und Ausland erwartet werden.

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02.06.2016
Forschung
Büste, zusammengesetzt aus 100 Handyfotos. TU Wien

Vom Handyphoto zur Virtual Reality

Mit Algorithmen der TU Wien entstehen aus ganz gewöhnlichen Fotos hochauflösende saubere 3D-Welten.

Unsere Welt dreidimensional am Computer darzustellen ist heute nichts Ungewöhnliches mehr. Mit 3D-Scannern kann man Gesichter, Gebäude oder ganze Landschaften abtasten und aus den Daten ein 3D-Modell generieren. Allerdings ist das meist sehr aufwändig. In dem von der TU Wien geleiteten Forschungsprojekt »Harvest4D« werden daher Algorithmen entwickelt, mit denen man aus bestehenden Bilddaten, die gar nicht unbedingt für diesen Zweck gesammelt wurden, diese dreidimensionale Welten viel einfacher erstellen kann. Sogar ihre zeitliche Entwicklung lässt sich so am Computer studieren. Solche Softwarelösungen lassen sich in ganz unterschiedlichen Bereichen einsetzen – von der Archäologie bis zur Hochwasserforschung.

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27.05.2016
Forschung, Veröffentlichungen
Die Überreste des bei Le Moustier in Frankreich gefundenen Neandertaler-Babys sind eines der bislang am vollständigsten erhaltenen Skelette dieser Frühmenschen. Das Kind war zum Zeitpunkt seines Todes maximal vier Monate alt. Warum es starb, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren. © Musée national de Préhistoire, Les Eyzies-de-Tayac Sireuil/ Ph. Jugie

Neandertaler waren von Geburt an stämmig

Unsere nächsten Verwandten wurden schon mit breiteren Körpern und kräftigeren Knochen geboren

Würde ein Neandertaler neben uns in der U-Bahn sitzen – wir würden als erstes seine fliehende Stirn, die kräftigen Oberaugenwülste und das prominente kinnlose Gesicht bemerken. Nur bei genauerem Hinsehen fielen der gedrungenere und kräftigere Körperbau auf. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun untersucht, ob die Unterschiede im Körperbau zwischen Neandertalern und modernen Menschen genetisch bedingt sind oder durch unterschiedliche Lebensweisen entstanden sind. Ihre Analysen zweier gut erhaltener Skelette von Neandertaler-Neugeborenen zeigen, dass die robusten Knochen bereits vor der Geburt angelegt sind.

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27.05.2016
Forschung
Spitzenforschung am Großsteingrab: SFB-Sprecher Prof. Dr. Johannes Müller (Archäologie) und Co-Sprecherin Prof. Dr. Wiebke Kirleis (Umweltarchäologie) freuen sich, dass der Antrag für einen Sonderforschungsbereich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligt worden ist. (Foto: Jirka Niklas Menke/ CAU)

Neuer SFB zu den Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen in der Ur- und Frühgeschichte

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den neuen Sonderforschungsbereich (SFB) 1266 "TransformationsDimensionen" in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 12 Millionen Euro. In dem Verbundprojekt kooperieren 30 Forscherinnen und Forscher aus acht Instituten und der Johanna-Mestorf-Akademie der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) sowie vom Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie und vom Archäologischen Landesmuseum Schloss Gottorf.

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27.05.2016
Denkmalschutz
Eine Mitarbeiterin des Zentrum für Digitale Kulturgüter in Museen (ZEDIKUM) digitalisiert eine Tontafel mithilfe eines Streifenlichtscanners. (© SPK / photothek.net / Thomas Imo)

Positive Bilanz zum ZEDIKUM-Digitalisierungsprojekt

Das Deutsche Zentrum für Digitale Kulturgüter in Museen (ZEDIKUM) ist in den ersten sechs Monaten seines Bestehens ein fester Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit auf der Berliner Museumsinsel geworden. Mit der am Vorderasiatischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz angesiedelten und von Kulturstaatsministerin Monika Grütters geförderten interdisziplinären Forschungs- und Serviceeinrichtung ist es möglich, Objekte aus allen archäologischen Museen der "Insel" in 3D zu digitalisieren, zu dokumentieren, wissenschaftlich zu erschließen und sie einem großen Interessentenkreis zugänglich zu machen.

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27.05.2016
Ausgrabungen
Der Teller mit der Darstellung eines Landsknechtes stammt aus Gebäude-Abbruchschichten um 1630. (Foto: LWL/E. Manz)

Vom Wirtshaus bis zum Kloster

Vom Wirtshaus über das Kapuzinerinnen-Kloster bis zu den ersten Bauern vor 2.000 Jahren: Das sind die Spuren der Paderborner Stadtwerdung, die jetzt unter den Händen der Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) westlich der Warmen Pader zum Vorschein kommen.

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27.05.2016
Funde & Befunde
Einer der halbierten Pfennige aus dem 13. Jh., die bei der Notbergung im Spargelfeld zutage kamen. Foto: T. Kersting, BLDAM

Münzen im Spargelfeld

Die Entdeckung mittelalterlicher Münzen durch einen ehrenamtlichen Sondengänger führte Ende letzten Jahres zu einer Notgrabung durch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege in einem Spargelfeld nordwestlich von Busendorf. Nach der numismatischen Bestimmung wird der Schatzfund nun der Öffentlichkeit präsentiert.

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27.05.2016
Studium
Rashida Hussein-Oglü M.A. (li.) und ihre Laudatorin Dr. Jutta Kneisel. Foto: DGUF/Daniel Stotzka

»Spannend bis zum Schluss und jede Mühe wert«

Deutscher Studienpreis für Archäologie 2016 geht an Rashida Hussein-Oglü M.A.

Im Mai hat die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. (DGUF) Rashida Hussein-Oglü M.A., Universität Münster, für ihre Masterarbeit mit dem Deutschen Studienpreis für Archäologie ausgezeichnet. Hussein-Oglü befasste sich mit der typologischen Klassifikation und Chronologie von spätbronze- und früheisenzeitlicher Grabkeramik in Westfalen.

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27.05.2016
Veröffentlichungen

Klimawandel bedroht UNESCO-Welterbestätten

Studie "World Heritage and Tourism in a Changing Climate" warnt vor Risiken

Der Klimawandel ist eines der größten Risiken für Welterbestätten. Das stellen die Autoren der Studie "World Heritage and Tourism in a Changing Climate" fest. Sie wurde von der UNESCO, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der "Union of Concerned Scientists" (UCS) erstellt.

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27.05.2016
Studium, Universität

Rhein-Main-Universitäten kooperieren in Lehre und Forschung zu Afrika

Die im Dezember vereinbarte strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten zeigt ihre ersten konkreten Ergebnisse. Am 20. Mai unterzeichneten die Universitäten Frankfurt und Mainz eine Vereinbarung zur Afrikanistik: Mit einem gemeinsamen Lehrangebot kann ein Studiengang, bei dem afrikanische Sprachen im Mittelpunkt stehen, an beiden Orten ausgebaut werden. Gleichzeitig trafen sich über 80 Wissenschaftler der drei Universitäten Frankfurt, Mainz und Darmstadt in der Goethe-Universität, um unter dem Dach des Frankfurter Zentrums für interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) ihre zukünftigen Forschungsaktivitäten zu bündeln.

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