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Freitag, 10.02.2017 - Sonntag, 16.07.2017
Kategorie: Ausstellungen, - (Schweiz)

Osiris – Das versunkene Geheimnis Ägyptens

Die Ausstellung basiert auf archäologischen Unterwasserfunde n , die in Ägypten im west - lichen Nildelta von Franck Goddio und dem IEASM gemacht wurden. In dieser Region, die infolge seismischer Bewegungen und geologischer Entwick lungen seit dem 8. Jahrhundert überflutet ist, konnten im Zuge von Ausgrabungen in der Bucht von Abukir, einige Kilometer östlich von Alexandria, die Überreste der Städte Thonis - Herakleion und Kanopus entdeckt werden.

Dort, am Grunde des Meeres, wurden Te mpelfundamente sowie zahlreiche Artefakte, Statuen und litur gische Objekte gefunden, die mit dem Gott Osiris und der jährlichen Zeremonie, die ihm zu Ehren stattfand, verbunden sind : den berühmten « Osiris - Mysterien ». Sie wurden in ganz Ägypten gefeiert un d in ihrem Verlauf wurde eine der Gründungs legenden des Landes wieder zum Leben erweckt, erneuert und verewigt: Die Legende der göttlichen Triade von Osiris, Isis und Horus.

Die Ergebnisse aus 20 Jahren archäologischer Ausgrabungen wurden mit dem Text des Kanopus - Dekrets verglichen, das seit Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt ist und aus dem Jahr 238 v. Chr. stammt. In diesem Edikt wird erwähnt, dass jedes Jahr zwischen den Städten Kanopus und Thonis - Herakleion nach einem genau definier te n Ablauf eine Pr ozession stattfand:

Sie begann im Amun - Gereb - Tempel in Thonis - Herakleion und endete im Osiris - Heiligtum in Kanopus. D ie Funde, die in der Bucht von Abukir gemacht wurden, illustrieren dies en Text , durch sie erhalten wir erstmals materielle und somit konkre te Hinweise auf diese Feierlichkeiten.

Die Ausstellung lädt den Besucher zur Betrachtung dieser Jahrhunderte alten Objek te ein, die die grossen Zeremonien präsentieren , wie sie im N orden Ägyptens statt gefunden haben. Der Rundgang durch die Ausstellung setzt sich aus drei Sequenzen z usammen, dene n ein Prolog vorangestellt ist. In der ersten Sequenz werden der Mythos und seine wichtigsten Akteure beschrieben. Die zweite und bedeutendste Sequenz ist dem Ritus gewidmet. Die dritte und letzte Sequenz schliesslich beschäftigt sich wieder m it dem Mythos, seinem Nachhall in späteren Zeiten sowie der Vielfalt seiner Darstellungen.

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