16.12.2017 - 04:31:34

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Freitag, 31.03.2017 - Sonntag, 13.08.2017
Kategorie: Ausstellungen, - (Deutschland)

WUNDER ROMs im Blick des Nordens

Rom! Sehnsuchtsort, Pilgerziel, Inspirationsquelle für Philosophen, Literaten und Künstler. Die große Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn WUNDER ROMs im Blick des Nordens – Von der Antike bis zur Gegenwart (31.03. – 13.08.2017) lädt ein, die ungebrochene Faszination der ewigen und heiligen Stadt zu erkunden. Auf den Spuren bedeutender Rom-Reisender schlägt sie einen Bogen vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Foto- und Videokunst. Antike Meisterwerke und sakrale Schätze aus den Museen des Vatikan und des Römischen Kapitol kommen nach Paderborn. Gemeinsam mit diesen charismatischen Zeugnissen jahrtausendealter römischer Kultur sind wertvolle mittelalterliche Manuskripte zu sehen, Schatzkunst und Architekturfragmente sowie Skizzen, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen und Fotografien bedeutender Künstler des Nordens. Sie stammen aus renommierten Museen und Bibliotheken in ganz Europa.

Erstmals ist das Original der riesigen Marmor-Hand der Kolossalstatue Kaisers Konstantin (um 315 n. Chr.) in Deutschland zu sehen. Legendär ist die Bronzekugel, die einst die Spitze des vatikanischen Obelisken krönte. Zu den besonderen Kostbarkeiten gehören Reliquiare aus der Papstkapelle „Sancta Sanctorum". Und die einzige erhaltene Abschrift der spätmittelalterlichen Schrift „De mirabilibus urbis Romae" dokumentiert die früheste gelehrte Auseinandersetzung mit den Wundern Roms.

Werke des Niederländers Maarten van Heemskerk oder des Flamen Peter Paul Rubens zeigen die römischen Antiken als Inbegriff des Kunstideals der Renaissance und des Barock. Verklärt berichtet Johann Wolfgang von Goethe in seiner „Italienischen Reise" von Rom, wo er sich in eine anmutige antike Skulptur verliebte: Die sog. „Ballerina di Goethe" wird ebenfalls in Paderborn zu sehen sein. Rom-Idealisierung findet sich auch in Werken der Goethe-Freundin Angelika Kauffmann und beim Briten William Turner. Der aufkommende Realismus bringt Versachlichung. Und vor allem die dokumentarische Fotografie veränderte die Wahrnehmung, das zeigt sich u.a. in beeindruckenden Arbeiten von Pionieren wie James Anderson und Robert Turnbull Macpherson. Zeitgenössische Foto- und Videoarbeiten von Christoph Brech bilden den Schlusspunkt der Ausstellung. Sein Schaffen gab den Impuls für die Beschäftigung mit den „Wundern Roms". In einer grandiosen Bildserie interpretierte Brech 2015 die vatikanischen Sammlungen durch eigene künstlerische Schöpfungen neu.

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