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Von A bis Z

Zwölf Studenten der Universität Regensburg, alle zwischen 22 und 29 Jahre alt, stellten den Marsch römischer Truppen Richtung Italien im Jahre 193 nach Christus nach. Rund 550 Kilometer betrug die Strecke von der alten Römerstadt Regensburg bis ins italienische Trient. Jeder Legionär schleppte einiges an Gewicht mit sich herum: Der Schienenpanzer wog knapp zehn Kilogramm und der Helm vier (zwei mehr als geplant, die tschechischen Plattner hatten die Helme zu schwer gefertigt), insgesamt konnten es bis zu 38 Kilo werden. Bei den Bogenschützen wogen die Kettenhemden 10 bis 13 Kilogramm, eines sogar 19.
Die Panzer und Helme wurden in Tschechien gefertigt, die Schuhe kamen aus der Schweiz, die Schwerter aus Indien. Jeder Teilnehmer investierte zwischen 1500 und 2000 Euro in seine Ausrüstung. Ein Schwert schlug mit 150 Euro zu Buche, ein Paar Schuhe kostete 300 Euro, ein Panzer mit Helm 1200 Euro. Die Schilde fertigten die Studenten selbst.

- Auf dem Weg nach Trient. (Foto: Hans-Christian Dirscherl)
Die Marschierer hatten sich aus unterschiedlichen Motiven zusammen gefunden: Aus Spaß am Abenteuer, um körperliche Grenzerfahrung zu sammeln, um Werbung für die Alte Geschichte zu machen und rekonstruierte Ausrüstungsgegenstände auf ihre Praxistauglichkeit zu testen.
Elf Marschierer schafften es bis nach Trient, ein zwölfter Teilnehmer kehrte planmäßig nach wenigen Tagen wieder um und stieß erst in Trient wieder dazu. Aber nur zwei marschierten tatsächlich die gesamte Strecke komplett durch, allerdings ohne Rüstungen. In Begleitfahrzeugen wurden Zelte und schwere Ausrüstungsgegenstände wie die Getreidemühle verstaut. "Eigentlich planten wir wie einst Marcus Junkelmann mit einem Maultier loszuziehen, aber wir wollten in Italien keinen Ärger mit den Bestimmungen zur Verhütung der Maul- und Klauenseuche bekommen. Außerdem kannte sich keiner von uns mit Maultieren aus, das wäre in Tierquälerei ausgeartet", entschuldigt Projektleiter Josef Löffl die wenig antiken Transportmittel. Im weiteren Verlauf sollte sich die Wahl aber als richtig herausstellen, konnten doch die Begleitfahrzeuge zeitweise auch die Legionäre selbst transportieren.


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