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Von A bis Z

Die Grabkammer
Die langrechteckige Grabkammer bestand aus Lärchenbalken, an denen noch die Bearbeitungsspuren zu erkennen waren. Die Seiten der Kammer waren leicht pyramidenförmig nach innen geneigt und bestanden aus drei Balkenkränzen in Blockbauweise. Der Innenbereich war fast komplett mit Bohlen ausgelegt, auf den der Tote und seine Beigaben gelegt worden waren. An der nordöstlichen Längswand wurde eine dicke, grauschwarze Filzdecke gefunden, die wohl einmal mit Holzstiften an den Balken der Grabkammer befestigt war und ebenfalls sehr gut erhalten war.
Nach der Bergung der Funde wurde die Grabkammer zerlegt und anschließend außerhalb der Grube zu einer genaueren Dokumentation wieder zusammengesetzt. Sie soll zukünftig im Museum in Ulan Bator ausgestellt werden. Für die dendrochronologische Untersuchung wurden deshalb nur schmale Bohrkerne entnommen.
Jetzt geht die Arbeit erst richtig los
Die Funde werden derzeit in Ulan Bator in einem Kühlraum aufbewahrt und warten dort auf die Restaurierung und Auswertung. Die Restaurierung wird sicherlich noch so manches spannende Detail ans Tageslicht bringen, denn viele Gegenstände konnten bisher nur oberflächlich begutachtet werden. Zur Datierung lässt sich derzeit soviel schon sagen. Die in dem beraubten Grab gefundene eiserne Pferdetrense gehört wohl in das 4./3. Jh. v. Chr. Die Sattel aus dem unberaubten Kurgan deuten bereits in die hunno-sarmatische Periode, was auf eine Datierung des Grabes in das 3. Jh. v. Chr. schliessen lässt. In diesen zeitlichen Rahmen gehört auch die hölzerne Gürtelplatte. Genauere Datierungen werden möglich sein, wenn die Balken der Grabkammern dendrochronologisch ausgewertet worden sind. Es bleibt also spannend.
Christoph Steinacker
Redaktion Archäologie Online
(Quelle: DAI Berlin / Prof. Parzinger)




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