Irak-Krieg
Im Irak-Konflikt steht die Sorge um Massenvernichtungswaffen und großes menschliches Leid auch durch drohende Bombenangriffe im Vordergrund. Dabei wird oft vergessen, dass sich zwischen Euphrat und Tigris die Wiege der menschlichen Hochkultur befand und dass das Land über unschätzbare kulturelle Reichtümer verfügt. Schon Saddam Hussein hat viele Güter zerstört, ein Krieg bedeutet weitere Gefahr. Artikel von Daniela Schmitz in der HEILBRONNER STIMME vom 22.2.2003. Sprache: deutsch
Fassungslos haben Archäologen und Denkmalschützer in aller Welt auf die Bilder der Zerstörung irakischer Museen und Kulturstätten reagiert. Fassungslos, weil die alliierten Truppen den Plünderungen und Verwüstungen offenbar tatenlos zusahen, schockiert, weil bereits vor Beginn des Krieges abgesandte Bitten der Fachleute an die Regierungen in Washington und London, für die Sicherung der Kulturschätze im Irak zu sorgen, unbeachtet blieben. Artikel von Amber Sayah in der STUTTGARTER ZEITUNG vom 16.4.2003. Sprache: deutsch
Führende Museen der Welt wollen nach einem Bericht des "Independent on Sunday" Experten in den Irak schicken, um bei der Wiedererlangung geraubter Kunstschätze zu helfen. Das internationale Team unter Leitung des Britischen Museums in London werde unter anderem Fachleute aus dem Louvre in Paris, dem Getty Museum in Los Angeles, dem Metropolitan Museum in New York und der Hermitage in St. Petersburg umfassen, berichtete die Zeitung. Artikel im STANDARD vom 20.4.2003. Sprache: deutsch
Nach drei Tagen der Plünderung bietet das Irakische Nationalmuseum in Bagdad am Samstag einen traurigen Eindruck. Das Verwaltungsgebäude ist leer, der Boden von Papieren übersät. In einem Zwischengang liegen umgestürzte Statuen und zerbrochene Krüge. In vielen Sälen sind Vitrinen eingeschlagen und ausgeräumt worden. Artikel von Gregor Mayer in www.heute.t-online.de vom 12.4.2003. Sprache: deutsch
Nach der Einnahme fast aller großen Städte im Irak durch Koalitionstruppen, herrscht dort vielerort Chaos. Die Plünderungen rissen auch am Samstag nicht ab. Auch das weltberühmte archäologische Museum wurde zum Ziel von Plünderern. Artikel in heute.t-online.de vom 12.4.2003. Sprache: deutsch
Die Weltkulturorganisation UNESCO sowie Ermittler von FBI und Interpol wollen den Verkauf gestohlener irakischer Kunst aus geplünderten Museen verhindern. UNESCO-Generaldirektor Koïchiro Matsuura forderte den UNO-Sicherheitsrat am Donnerstag auf, eine Resolution zum Schutz der Kulturgüter zu verabschieden. Unterdessen schickten die USA FBI-Beamte in den Irak; Interpol will sobald als möglich Spezialisten entsenden. Artikel von Petra Klingbeil in heute.t-online.de vom 20.4.2003. Sprache: deutsch
Margarete van Ess ist Wissenschaftliche Direktorin der Orientabteilung im Deutschen Archäologischen Institut in Berlin. Die 43-Jährige arbeitet im Libanon an der touristischen Erschließung der römischen Ruinen von Baalbek. Seit Jahren forscht sie in Uruk, Schauplatz des Gilgamesch-Epos. Doch der Irak-Krieg hält sie derzeit fern von ihrer "emotionalen Heimat". Sprache: deutsch
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