Irak-Krieg
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- Archäologie im Irak@ (34)
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Fast drei Wochen nach dem US-Einmarsch in Bagdad fürchten die Archäologen und Wächter immer noch, dass Plünderer die Spuren der einst bedeutendsten Stadt Mesopotamiens endgültig zerstören können. Gleichzeitig bietet der Sturz von Saddam Hussein, der in den 80er Jahren in einem Anfall von Größenwahn den Palast Nebukadnezars II. (605-562 v. Chr.) auf den alten Ziegelfundamenten rekonstruieren ließ, aber auch eine Chance für einen Neubeginn der Archäologie in Babylon. An vielen Stellen ist noch nie gründlich gegraben worden. Auch ist es nicht ausgeschlossen, dass zumindest ein Teil des damals gegen den Rat der UNESCO mit modernen Ziegelsteinen wieder aufgebaute Palast-Ungetüm zumindest zum Teil wieder abgetragen wird.
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seit dem 28.04.2003
seit dem 28.04.2003
Ein Großteil der Objekte wurde rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Nur rund 40 Ausstellungsstücke wurden gestohlen. Dies sagte der Leiter der Orientabteilung des British Museums, John Curtis, nach seiner Rückkehr aus der irakischen Hauptstadt. Artikel in DIE PRESSE vom 7.5.2003.
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seit dem 07.05.2003
seit dem 07.05.2003
Es fällt neues Licht auf die Geschehnisse Im Nationalmuseum von Bagdad. Anfang Juni wurde eine der größten Kostbarkeiten des Museums, der Goldschatz von Nimrud, von einem Reporter des National Geographic geborgen: Der Schatz fand sich unversehrt in einem gefluteten Tresor der Nationalbank, wo er schon die letzten zwölf Jahre verbracht hatte.
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seit dem 16.04.2004
seit dem 16.04.2004
Der Angriff auf den Irak gefährdet 10000 archäologische Stätten. Forscher schlagen Alarm – Sammler schielen bereits auf die Kriegsbeute. Artikel von Rosemarie Noack.
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seit dem 21.09.2004
seit dem 21.09.2004
Tagelang haben die US-Soldaten nichts gegen die Plünderungen in Bagdad unternommen. Dem Kulturberater der US-Regierung gefiel das gar nicht, er trat zurück. Der Kulturberater von US-Präsident George W. Bush hat die Zerstörung irakischer Kunstschätze als «Tragödie» bezeichnet. Dafür seien die USA verantwortlich, erklärte Martin Sullivan am Donnerstag in einem Brief an Bush,
und trat als Präsident des Kulturbeirats zurück. Artikel in der NETZEITUNG vom 17.4.2003.
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seit dem 19.04.2003
seit dem 19.04.2003
Kulturgüter sind in Kriegen nicht Opfer, sondern Spielball: Ziel und Aufgabe der Unesco, der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, ist es, zum Erhalt von Frieden und Sicherheit beizutragen. Sie muss indes immer häufiger zusehen, wie das Weltkulturerbe in Konflikten als Schutzschild oder Spielball missbraucht und sogar vorsätzlich zerstört wird. Es kann dann nur noch darum gehen, den Schaden zu begrenzen. Auf einer Konferenz in Paris hat die Unesco 30 Experten versammelt, um die weitere Vorgehensweise nach den Plünderungen in Irak zu diskutieren. Interview von Martina Meister mit dem stellvertretenden Unesco-Generaldirektor Mounir Bouchenaki in der FRANKFURTER RUNDSCHAU vom 17.4.2003.
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seit dem 19.04.2003
seit dem 19.04.2003
Der jüngste Krieg im Irak hat zu einer wahren Flut auf dem Buchmarkt geführt: Die Vergangenheit und Zukunft der Menschen in der Region sind ebenso Thema von Veröffentlichungen wie die US-Außenpolitik, die Rolle der Europäischen Union und die Funktion der Medien. Der Irak ist nicht nur ein Land in dem Krieg geführt wird. Es ist auch eine der ältesten Kulturregionen der Welt. Ein Grund für den Archäologen Wolfgang Gockel, gerade zu Krisenzeiten - nach dem Irak-Krieg von 1991 - einen Reiseführer über jenes Land zu schreiben.
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seit dem 10.03.2005
seit dem 10.03.2005
Im Irak-Museum von Bagdad wurden in wenigen Stunden die Zeugnisse von Tausenden Jahren nahöstlicher Kultur buchstäblich zertrampelt - und die US-Truppen griffen nicht ein: Das wichtigste Museum des Irak - für das frühe Altertum so bedeutend wie der Louvre in Paris, das British Museum in London, das Pergamonmuseum in Berlin oder das Ägyptische Museum in Kairo - wurde von Chaoten und Plünderern verwüstet. Artikel von David Keys in der WELT vom 14.4.2003.
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seit dem 19.04.2003
seit dem 19.04.2003
Appell der Deutschen UNESCO-Kommission an die
Bundesregierung, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um das kulturelle Erbe des
Iraks vor weiteren Beschädigungen durch Plünderungen zu schützen und gegen illegalen Antiquitätenhandel vorzugehen.(Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission vom 14. April 2003)
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seit dem 15.04.2003
seit dem 15.04.2003
Angesichts des Krieges im Irak verfügt die syrische Antikendirektion einen Grabungsstop und beordert das einzige zur Zeit in Syrien arbeitende ausländische Grabungsteam vom Euphrat zurück nach Damaskus. Pressemitteilung des Deutschen Archäologischen Institutes von Ende März 2003.
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seit dem 20.04.2003
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