Irak-Krieg
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- Archäologie im Irak@ (34)
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Tatenlos hat die US-Armee zugesehen, wie Iraker ihre eigene Infrastruktur und Kulturgeschichte plünderten und zerstörten: Vor den Bomben konnten die Kunstschätze im Archäologischen Nationalmuseum in Bagdad geschützt werden, vor den Plünderern nicht. Mehrere Tage lang hatten diese ungehindert Zugang zum Gebäude, und sie nutzten ihn, um Hunderte Kunstschätze zu zerstören: sumerische Tontöpfe, assyrische Marmorbildwerke, babylonische Statuen. Artikel in der NETZEITUNG vom 14.4.2003.
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seit dem 16.04.2003
seit dem 16.04.2003
Unter den Augen der Besatzungsmächte geht im Irak offenbar die Plünderung des altorientalischen Weltkulturerbes weiter. Experten warnten vor einer der größten Kulturzerstörungen der Geschichte. "Die Raubgrabungen sind schlimmer als je zuvor und haben in den letzten Monaten größere Zerstörungen verursacht als in den vergangenen 150 Jahren zusammengenommen", sagte der Professor für Altorientalistik an der Universität Marburg, Walter Sommerfeld, der Wochenzeitung "Die Zeit".
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seit dem 19.07.2004
seit dem 19.07.2004
Bei den Plünderungen im Irak verschwanden Kulturgüter von unschätzbarem Wert. Aus Protest gegen die laxe Haltung der US-Truppen, die nicht gegen Plünderer im Bagdader Nationalmuseum für Altertümer vorgegangen waren, sind inzwischen drei Kulturberater des Weißen Hauses zurückgetreten. Sie warfen
den US-Streitkräften Versagen beim Schutz der Kunstschätze vor. Martin Sullivan, der Vorsitzende der Beratungskommission für Kulturgut, erklärte: "Wegen der Untätigkeit unserer Nation konnte die Tragödie nicht verhindert werden." Präsident George W. Bush habe die zwingende moralische Verpflichtung gehabt, eine solche Plünderung und Zerstörung zu vermeiden. Die Regierung habe nicht auf die Ratschläge der Wissenschaftler
gehört. Neben spontanen Plünderungen habe es auch organisierte und ganz offenbar von außerhalb Iraks gesteuerte Diebstähle gegeben, sagte der
Präsident der amerikanischen Forschungsvereinigung in Bagdad. Artikel in SPIEGEL ONLINE vom 18.4.2003.
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seit dem 19.04.2003
seit dem 19.04.2003
US-Justizminister Ashcroft hat die unnachgiebige Verfolgung der Kunsträuber in Irak angekündigt. Fachleute bemühen sich um eine Bestandsaufnahme der gestohlenen Gegenstände. Artikel in der NETZEITUNG vom 6.5.2003.
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seit dem 22.05.2003
seit dem 22.05.2003
Die im Irak entführte Susanne Osthoff ist ausgebildete Archäologin. Aber nicht nur für ihre Studien engagierte sich die Frau in Vorderasien. Seit 1991 unterstützt sie Hilfsaktionen für den Irak.
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seit dem 09.12.2005
seit dem 09.12.2005
Das Ausmaß der Verluste ist noch nicht überschaubar, aber gilt schon jetzt als extrem: Bagdads Nationalmuseum beherbergte die wichtigsten Zeugnisse der Hochkulturen Mesopotamiens, der Assyrer, der Babylonier, Schätze aus den Städten Ur, Nimrud, Babylon und Ninive. In den 28 Galerien des Museums waren Stücke von atemberaubender Schönheit ausgestellt - Goldschmuck der Sumerer aus dem dritten Jahrtausend v. Christus, assyrische Elfenbeinarbeiten, Skulpturen der Parther, 100 000 Jahre alte Steinwerkzeuge aus dem Gebiet von Kirkuk, jahrhundertealte Kunstwerke aus Glas, leicht zerbrechliche, 5000 Jahre alte Skulpturen der Sumerer und Assyrer, prachtvolle Beigaben von Königsgräbern, unschätzbare Gesetzestafeln aus Mesopotamien und Manuskripte aus dem Bagdad des Mittelalters, dem einstigen Zentrum von Wissen und Kultur. Vieles von dem ist geraubt oder zerstört worden, als das Nationalmuseum am Wochenende geplündert wurde. Artikel von Birgit Cerha im KÖLNER STADTANZEIGER vom 17.4.2003.
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seit dem 19.04.2003
seit dem 19.04.2003
Die Plünderung des Nationalmuseums in Bagdad hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Doch zerstört wurde mehr als Vasen und Statuen. Artikel von Christina Tilmann im Berliner TAGESSPIEGEL vom 15.2.2003.
Sprache: deutsch
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seit dem 19.04.2003
seit dem 19.04.2003
Illegale Grabungen vernichten nicht nur im Irak zahlreiche archäologische Stätten. Die Aufhebung des Antiken-Handels würde helfen. Artikel aus der WELT vom 18.11.2005.
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seit dem 25.11.2005
seit dem 25.11.2005
Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft anläßlich des Symposiums "Archäologie im Niemandsland" am 26./27.5.2003
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seit dem 16.06.2003
seit dem 16.06.2003
Reiche Beute aus Bagdad: Wer sind die Drahtzieher der barbarischen Plünderungen im irakischen Nation
Auf Bomben war man im irakischen Nationalmuseum vorbereitet, nicht aber auf die Invasion von Vandalen und offenbar versierter und gut gerüsteter Kunsträuber. Wer sind die Hintermänner, wer die Verantwortlichen der barbarischen Plünderungen im Bagdader Nationalmuseum, dem wichtigsten Sammelplatz für Kunstschätze und Kulturgüter aus der 7.000-jährigen Geschichte Mesopotamiens, der Wiege unserer Zivilisation? Droht dem Irak der Verlust seines kulturellen Erbes? Zu viele Interessen sind im Spiel, zu unübersichtlich ist die Lage vor Ort, als dass sich darauf eine einfache Antwort geben ließe. Während sich Historiker, Archäologen und Experten in grenzübergreifender Zusammenarbeit bemühen, das Ausmaß der größten kulturellen Katastrophe der Region seit der Zerstörung Bagdads durch die Mongolen im 13. Jahrhundertz zu erfassen, muss sich das US-Militär vorwerfen lassen, mitverantwortlich an den Plünderungen des irakischen Nationalmuseums gewesen zu sein. Beitrag zu einer Sendung von Jörg Armbruster und Joachim Gaertner im WDR-KULTURWELTSPIEGEL vom 4.5.2003.
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seit dem 23.09.2004
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