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Hobbyarchäologen u.a.
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Verfasst am: 19. 06. 2011 [11:44]
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Jean_de_Metz
Amateur
Themenersteller
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 10
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Hallo in die Runde! Nach längerer Zeit bin ich auch mal wieder hier, denn nun komme ICH ins Zweifeln, was meine spätere Studienwahl angeht ![]() Wie dem auch sei... In dem letzten Thread "Traumberuf Archaeologe" bin ich auf den Beitrag von Carynx gestoßen:
Da würde mich mal interessieren, was ein Hobbyarchäologe überhaupt darf bzw. nicht darf, wenn er auf Entdeckerreise geht. Wisst ihr mehr darüber? Außerdem würde mich auch interessieren, inwiefern eine vorherige Ausbildung, die nicht wahnsinnig viel mit dem Berufsbild der Archäologie zutun hat, hilfreich sein kann, wenn man sich dafür entscheidet doch noch Archäologe zu werden. In meinem Fall: Ich mache zur Zeit eine Ausbildung zum Laboranten (Bereich Medizin). Wollte danach eigentlich auch noch Medizin studieren, aber zweifele nun doch. Denn das ist meine zweite Wahl, da auch ich entmutigt wurde, Archäologie zu studieren ("Da kannst Du gleich einen Termin beim Arbeitsamt machen!" ). Aber nun merke ich wieder, dass ich einfach jedes Mal größere Augen mache, sobald ich das Wort nur höre... Freue mich sehr über Antworten! ![]() de Metz |
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Verfasst am: 19. 06. 2011 [16:22]
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patchulie
Amateur
Dabei seit: 27.05.2010
Beiträge: 30
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Eine ausbildung im Labor kann immer von Vorteil sein. Sicher kannst du auch Medizin studieren. Im übrigen gibt es viele Mediziner, die ihre Abschlussarbeiten über prähistorische Themen schreiben. Verknüpf' doch einfach beides, somit hast du zB einen guten Einstieg in die Anthropologie, die nicht nur archäologisch, sondern auch medizinisch hilfreich sein kann. Genetiker werden sehr oft gesucht zB um den Archäologen zu helfen. Oder wenn du aDNA extrahieren kannst, wirst du auch einen Job finden in der Forschung usw. |
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Verfasst am: 19. 06. 2011 [19:05]
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Jean_de_Metz
Amateur
Themenersteller
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 10
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Okay, das stimmt wohl. Genetik ist immer sehr vorteilhaft, allerdings ist die Laborarbeit allein an sich alles andere als toll. Hilfreich aber schon. Ja, da hast Du Recht! Natürlich kann ich Medizin studieren und es später verknüpfen, aber ich möchte eher aktiv von Anfang bis Ende dabei sein. Schwer sich zu entscheiden... Das Herz hängt da doch viel zu sehr an der Archäologie und die Medizin mag ja sehr interessant sein, aber das ist - wenn ich doch ehrlich bin - nur eine Vernunft-Entscheidung... Wie siehts denn als Hobbyarchäologe aus? Nicht so rosig, oder? |
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Verfasst am: 19. 06. 2011 [23:00]
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ARFINDA1
Experte
Dabei seit: 18.09.2010
Beiträge: 313
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Hallo, jede/r sollte wissen, das die Ausgrabung sich auf wenige Monate im Jahr einschränkt und das Rest der Zeit sich auf Schreibtischarbeit begrenzt. Ein Hobbyarchäologe steht mit dem eine Bein im Knast. Arbeitsplatz des Archäologen ist vom Butget des Staates abhängig und das echte Geld machen die Archäologen ohnehin mit Schwarzverkäufe. |
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Verfasst am: 20. 06. 2011 [15:12]
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jene_welche
Beginner
Dabei seit: 16.07.2010
Beiträge: 5
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Bitte was?! |
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Verfasst am: 20. 06. 2011 [18:35]
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a.brunn
Dabei seit: 27.07.2000
Beiträge: 460
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Das wäre mir neu. Es sei denn, Du verstehst unter »Hobbyarchäologen« Raubgräber. Die würde ich aber nicht als Hobbyarchäologen bezeichnen.
Das glaubst Du ja wohl selber nicht. Auch wenn es Dir schwer vorstellbar erscheint: Archäologen jagen keinen Schätzen nach. Artefakte als solche sind ohne gut dokumentierten Fundzusammenhang wertlos (abgesehen vielleicht vom ästhetischen oder Materialwert) und immer nur Mittel zum Zweck, nämlich mehr über unsere (Vor-)Geschichte zu erfahren. Andreas Brunn
www.archaeologie-online.de |
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Verfasst am: 21. 06. 2011 [12:09]
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Jean_de_Metz
Amateur
Themenersteller
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 10
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Danke euch erstmal für die Antworten!
@ a.brunn: Weißt Du denn konkret mehr über die Tätigkeiten eines Hobbyarchäologen? Oder gibt es so eine Art 'Gesetz bzw. Richtlinien'?Ich finde es einfach interessant zu wissen und freue mich über jede Info. Grüße, de Metz |
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Verfasst am: 21. 06. 2011 [17:04]
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ARFINDA1
Experte
Dabei seit: 18.09.2010
Beiträge: 313
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Das Begriff Hobbyarchäologen gibt es nicht, entweder man ist ein Archäologe oder Raubgräber oder auch beides zusammen. Ich kenne viele Beispiele, in der Artefakte konfessiert wurden und für immer verschwanden. |
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Verfasst am: 22. 06. 2011 [11:08]
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Restaurator
Amateur
Dabei seit: 27.05.2010
Beiträge: 29
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Solches allgemeine Geschwafel bringt uns nicht weiter. Hier in Deutschland wird jedenfalls nicht "konfisziert", und wenn etwas "verschwindet" ist es allenfalls aus Unachtsamkeit oder wegen mangelnder Dokumentation. Das Stück taucht dann irgendwann im Depot wieder auf. Den Hobbyarchäologen gibt es natürlich genauso wenig wie den Hobbyingenieur oder Hobbyarzt. Ein wenig haben die Archäologen auch mitzuverantworten dass sich dieser falsche Begriff etabliert hat. Das Berufsbild des Archäologen grenzt sich nämlich nicht ausreichend scharf gegen andere wissenschaftlich Ausgebildete auf der Ausgrabung ab, z.B. Biologen, Ausgrabungsingenieure und Restauratoren. Da hat sich in den letzten 20 Jahren viel getan. Ich habe noch Archäologen kennen gelernt die mal eben zwischendurch Keramik geklebt, und Mauerverläufe nach ihren Vorstellungen per Hand in die Pläne eingezeichnet haben. Da könnte der Uneingeweihte auf den Gedanken kommen dass auch jeder eine Ausgrabung durchführen kann ... |
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Verfasst am: 22. 06. 2011 [14:13]
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Heydenarchaeologie
Experte
Dabei seit: 29.03.2011
Beiträge: 173
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Die Frage ist, ob ein "Hobbyarchäologe" i Gesellschaftskreisen selbe Seriösität ausstrahlt wie ein "richtiger". Ich würde meinen, dass du in dem Fall nicht mit allzu vielen Aufträgen zu rechnen hättest, denn Archäologen gibt es weiterhin einige... |
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