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Möglichkeit zur Umschulung/ Ausbildung im Archäologischen-Bereich?


Autor Nachricht
Verfasst am: 22. 10. 2010 [14:06]
mein_Traum2010
Novize
Themenersteller
Dabei seit: 22.10.2010
Beiträge: 2
Hallo, brauch dringend eure Hilfe!

Seit mehr als 20 Jahren mache ich einen Job, den ich eigentlich schon seit 20 Jahren nicht machen möchte!
Vom Arbeitsamt wurde mir empfohlen Bürokauffrau zu lernen (da ich ein Zahlenmensch sei) und anschließend eine Weiterbildung zur Buchhalterin abzulegen. Dies tat ich dann auch.
Beim Arbeitsamt sagte man mir, das ich im Archäologischen-Bereich nicht arbeiten könne, da ich kein Abitur habe. Jetzt habe ich von unterschiedlichen Seiten erfahren, dass dem nicht wirklich so ist.
Ich hatte dann von dem Beruf Grabungstechniker erfahren, der jedoch so, wie er beim Arbeitsamt dargestellt wird (Frankfurter Modell) nicht mehr gibt. (Ps.: sollte von der ARGE mal gelöscht werden!)

Nun ist meine Frage an Euch, muss ich meine Hoffnung und meinen Traum wirklich aufgeben oder habe ich doch noch Möglichkeiten eine Ausbildung in diesem Bereich abzulegen.
Mein Problem hier jedoch ist ausserdem, daß ich seit 8 Jahren allein erziehend mit einem 16 Jährigen bin.
Es gibt ab 2012 einen Ausbildungsplatz in Thüringen als Archäologischer Techniker für 2 Jahre). Wir leben jedoch in Bayern bei München, bzw. Dachau!

Auf rege Unterstützung freut sich Manuela
Verfasst am: 22. 10. 2010 [18:18]
astrofratz
Experte
Dabei seit: 12.07.2010
Beiträge: 396
Meine Frage an dich ist tatsächlich, ob sich sowas lohnt. Archäologie ist leider ein Fach welches am Staatssäckel hängt und dieser ist derzeit ziehmlich leer.
Ich hab Ur und Frühgeschichte studiert und habe das Studium sehr geliebt, habe ich doch meinen Traum studiert. Aber nach dem Studium, besser schon zum Ende hin zeichnete sich ab, dass es wohl mau mit Arbeitsplätzen ausschaut. Naja ich hab dann tatsächlich ne kleine Stelle in einem Museum bekommen nach meinem Studium, aber die wurde auch bald eingestampft und leben konnte ich davon auch nicht. Seitdem arbeite ich als so eine Art Bürokaufmann, der in der Weihnachtszeit auch mal im Verkaufsraum steht und sich fragt, ok ich verdiene wahrscheinlich mehr als die meisten arbeitenden Archäologen im Amt, aber mein Job ist nicht mein Traum. Meine Kollegen gehen richtig ab, wenn sie einem Kunden was verkauft haben oder ne Billanz fertig geprüft usw, ich hab dieses Erfolgserlebnis nicht, ich bin meist froh wenn Feierabend ist und ich wieder was anderes machen kann, als nerfige, teils total gestörte Kunden zu bearbeiten.

Im Endeffekt bin ich dass was du gelernt hast habe aber dass gelernt, was du lernen willst. Spare dir den Weg mach Archäologie zu deinem Hobby und such dir nen anderen Job, der dir Geld bringt und eine Zukunft. Das muss ich nach 7 Jahren nu so sagen.
Verfasst am: 22. 10. 2010 [19:27]
Sixpack
Amateur
Dabei seit: 23.08.2010
Beiträge: 21
Den Traum kannst Du ja haben aber die Chancen auf eine Festanstellung nach einer evtl. Umschulung dürften wohl recht schlecht sein.
Ich kenne einige "ausgelernte" Archäologen,deren Stellen wegen allgemeiner Sparmaßnahmen ganz einfach wegrationalisiert wurden.
Leider wird die ganze Situation eher schlechter als besser,da immer weniger Geld für die Archäologie ausgegeben wird.
Und auch wenn es sich jetzt blöd anhört aber ich könnte mir vorstellen,daß Dein Alter bei der Auswahl hinderlich sein könnte.
Du wirst schon zu sehr den eigenen Willen haben und läßt Dich nicht mehr so "formen" wie es Vorgesetzte gerne hätten. 05-icon_wink.gif
Von dem her ist es wohl sinnvoller,Geschichtsinteresse als Hobby auszuleben und einen "richtigen" Job zum Geldverdienen zu haben.
Verfasst am: 25. 10. 2010 [11:09]
mein_Traum2010
Novize
Themenersteller
Dabei seit: 22.10.2010
Beiträge: 2
Ich danke Euch für die Info's!
Das war ja auch meine Befürchtung!
Naja, es gibt eben Träume, die immer nur Träume bleiben!
Ich hatte mit einem Grabungstechniker telefonischen Kontakt und der meinte, es gibt viele Möglichkeiten in diesem Bereich zu arbeiten, und wenn es in einer Verwaltung, w.zum Bsp. im Amt für Denkmalschutz ist. Aber auch die sind nicht sehr häufig.
Also hilft wohl nichts, ich werde wohl auch noch die nächsten 20 Jahre das tun, was mich nicht erfüllt.

LG
Manuela



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