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Wieso keine Reaktionen ...


Autor Nachricht
Verfasst am: 18. 12. 2008 [19:26]
daniel
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 23.04.2003
Beiträge: 83
... von den bei "Archäologie Online" anwesenden Archäologen?
http://www.archaeologie-online.de/forum/beitraege/allgemein/1515/
Irgendwie eingeschnappt,daß es auch meldende Sondengänger und nicht nur "Raubgräber" gibt? crazy1.gif
Ich würde mich echt freuen,wenn ein anwesender Archäologe auch mal eine Meinung dazu hätte.

Gruß Daniel


Verfasst am: 18. 12. 2008 [21:24]
reeholz
Amateur
Dabei seit: 19.09.2002
Beiträge: 46
Hallo Daniel.

So, hier meldet sich also einer der hier angemeldeten Archäologen.

Ich nehme an du wartest auf eine Reaktion darauf, dass Sondengänger das Schlachtfeld entdeckt haben.

Also, um das mal von vorneherein klar zu stellen: Ich habe nichts gegen Sondengänger, solange sie zu den, wie du sie nennst, "meldenden Sondengängern" gehören und nicht wild in der Gegend Löcher graben und niemand was von ihren Funden erfährt (außer vielleicht über Ebay und ähnlichen "Umschlagplätzen"05-icon_wink.gif.

Und wenn ich mich erinnere, werden auf manchen Grabungen sogar von den Fachleuten selbst Metallsonden eingesetzt, wie z.B. in Kalkriese.

In gewisser Weise sind die "meldenden Sondengänger" ja sowas wie ehrenamtliche Mitarbeiter der Archäologen und ich persönlich habe bisher gerne mit ehrenamtlichen (zwar noch keinen Sondengängern, sondern Grabungshelfern) zusammengearbeitet und eigentlich auch recht positive Erfahrungen damit gemacht.

Natürlich gibt die Entdeckung dieses "neuen" Kampfplatzes für die Provinzialrömische Archäologie und die Historiker neue Denkanstöße.
Abe, auch wenn die Auffindung des Platzes "meldenden Sondengängern" zu verdanken ist, wie lange lagen die Funde schon in deren Garage, bis sie der zuständigen Archäologin gemeldet wurden....8 Jahre?!

Naja besser spät als nie gemeldet.

Und dein Kommentar, dass die Archäologen den Ruhm ernten: Hast schon irgendwie recht, aber die führen halt mal die Grabungen durch....immerhin wurden die Sondengänger ja als Finder genannt.

Wie gesagt, ich bin nicht grundsätzlich gegen Sondengänger.


P.S.: Aber es gibt ja bekanntlich immer einen der in die Kamera lächelt und das sind meist nie diejenigen, welche die eigentliche, meist mühevollere Arbeit machen.
Verfasst am: 18. 12. 2008 [22:23]
daniel
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 23.04.2003
Beiträge: 83
Danke,daß sich zumindest hier jemand meldet.
So ganz liegst Du mit der Vermutung nicht falsch,daß mich auch die Reaktionen auf die Entdeckung durch Sondengänger interessieren.
Aber hauptsächlich habe ich es hier reingestellt,da auf die doch recht bedeutende Entdeckung in dem obigen Link keine großartigen Reaktionen kamen.
Machte mich doch etwas stutzig.
Oder ist für die Archäologen so eine Entdeckung selbstverständlich?

Gruß Daniel
Verfasst am: 18. 12. 2008 [22:37]
kurti
Koryphäe
Dabei seit: 07.11.2003
Beiträge: 1245
Hallo Daniel,

Zitat:
Oder ist für die Archäologen so eine Entdeckung selbstverständlich?
Ende
Ich nehme an, daß Du eigentlich wissen wolltest was Archäologen eben zu Römern im 3.Jhdt.n.Chr. im >schwarzen Kontinent< Magna Germania sagen.
Archäologen haben vor Waldgirmes gelernt, daß es rechts des Rheines keinen römischen Steinbau gab und vor Northeim, daß Germanicus der letzte Römer seines Stammes in Magma Germania war.
Es gibt allerdings schon lange Hinweise die zum Nachdenken hätten anregen können,sollen, müssen .....
Von den römischen Funden, meist durch Sondengänger, den vielen Meldungen über Wälle mit Gräben die auf Römerlager hinweisen und von Archäologen als eisenzeitlich oder mittelalterlich deklariert wurden (Siehe auch Hedemünden) will ich erst garnicht reden. Auch diesmal suchten die vorprogrammierten Spezialisten wieder nach mittelalterlichen Relikten.

Hypothese über Römer in Haarhausen.(Thüringen)
Wikipedia: [url "http://de.wikipedia.org/wiki/Haarhausen_(Wachsenburggemeinde"]http://de.wikipedia.org/...(Wachsenburggemeinde[/url])

Von Bekannten übernommen und nicht selbst überprüft:

In der >Historia Augusta< heißt es in einem Schreiben von Kaiser Probus an den Senat: „Ganz Germanien, soweit es sich erstreckt, ist unterworfen; neun Könige von verschiedenen Stämmen haben sich flehend vor mir, vielmehr Euch, zu Füßen geworfen. Alle Barbaren pflügen nun für Euch, dienen Euch und stehen im Kriegsdienst gegen die Stämme weiter im Inneren des Landes...“ ( Probus regierte von 276-282 )
und
Zosimus berichtet, dass Probus die Germanen bis zur Elbe verfolgt habe. Auch Befestigungen ließ er laut Zosimus im Innern Germaniens anlegen, welche aber von Barbaren gesichert wurden.
oder
Herodian schreibt über die Feldzüge des Kaiser Commodus und Maximinus Trax, daß sie von der Donau bis zum nördlichen Ozean vorgedrungen sind.
Dazu Pressemeldung:
[url "http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=937219&kat=64"]http://www.nz-online.de/...rt=937219&kat=64[/url]

Gruß
Kurti

P.S. Gerade bei uns entdeckt:
[url "http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/artikel/roemisches_schlachtfeld_am_harzrand_entdeckt/"]http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/artikel/roemisches_schlachtfeld_am_harzrand_entdeckt/[/url]
Aus dem TV und den Pressemitteilungen klang mir das mit der Entdeckung und den geheimgehaltenen Ausgrabungen irgenwie anders oder irre ich mich da?
Verfasst am: 19. 12. 2008 [08:10]
digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59

Wir sollten uns an ein MITEINANDER gewöhnen.

Nur das bringt uns ALLE weiter.


Ein Frohes Fest !


Stefan
Verfasst am: 19. 12. 2008 [13:24]
kurti
Koryphäe
Dabei seit: 07.11.2003
Beiträge: 1245
Hallo Stefan,

ich bin weder Archäologe noch Sondengänger oder Sucher. Ich gehöre also keinem der beiden Lager an. Miteinander ist schön und richtig und vorallem erstrebenswert. Ich ärgere mich aber darüber, daß die ehrlichen Fundmelder hier mal wieder nur anonym als Finder bezeichnet werden und anschließend gleich wieder von >Fort Knox< zum Schutz gegen die >Raubgräber< gesprochen wird. Das hat eine gewisse Suggestionswirkung die leider nicht zum >Miteinander< beiträgt.
Ich wünsche Euren (DIGS) Bemühungen viel Erfolg und in diesem Sinne

frohe und gesegnete Festtage.

Gruß
Kurti
Verfasst am: 20. 12. 2008 [01:49]
digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59
01-smile.gif Ich danke ! Kommt gut ins 2009 !

http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/artikel/roemisches-schlachtfeld-am-harzrand-entdeckt/

Prima ! ../../../../../fileadmin/img/smilies/12-angelic.gif

Verfasst am: 20. 12. 2008 [09:11]
michael h.
Novize
Dabei seit: 20.12.2008
Beiträge: 1
Die Archäoloken können froh sein damit so was gemeldet wirt. Würde sonst nie gefunten werden.


http://nachrichten.t-online.de/c/17/16/24/68/17162468.html

Hobbyarchäologe bewahrte Fundstücke im Wohnzimmer auf Rolf Peter Dix hat die archäologische Sensation acht Jahre lang nichtsahnend in seinem Wohnzimmerschrank aufbewahrt. "Ich dachte, das käme aus dem Mittelalter", sagt der 63-jährige Hobbyarchäologe. Der Rentner hatte bereits im Jahr 2000 die ersten zehn Speerspitzen und Katapultgeschosse mit seiner Metallsonde gefunden, sie aber für relativ wertlos gehalten. Erst nachdem ein Kollege in diesem Jahr Teile ins Internet stellte, wurde Dix die Bedeutung des Fundes klar. Er wandte sich an die Kreisarchäologin Lönne. Seit Juni gräbt Lönne in Kalefeld unter Ausschluss der Öffentlichkeit, damit das Gelände nicht geplündert wird. Das Buddeln war nicht immer ungefährlich, da am Fundort auch Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden waren.



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