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Verfasst am: 21. 05. 2008 [17:45]
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kurti
Koryphäe
Dabei seit: 07.11.2003
Beiträge: 1245
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Hallo DIGS, Ihr seid völlig auf dem richtigen Weg und ich kann nur sagen, laßt nicht locker, um das Ziel zu erreichen. Auch die Amtsarchäologen werden es eines Tages zu schätzen wissen wie schön es ist mit den Sektionsvorständen einer Organisation zusammen zu arbeiten, anstatt sich mit vielen, >herrenlosen< Sondlern und Suchern herum zu schlagen. Ich bin überzeugt, daß eine solche Organisation zu einer festen Institution in der Betreuung unserer Bodendenkmäler werden kann. Ich erlaube mir hier mal Eure Ziele für die anzugeben welche Eure Seite noch nicht angeklickt haben, denn sie sind nahezu deckungsgleich mit meinen Vorstellungen. DIGS Ziele und Wege: Durch positive Pressearbeit das Ansehen des deutschen Sondengängers und seines Hobbys in der breiten Öffentlichkeit weiter aufzuwerten. Die angeschlossenen regionalen Gruppierungen sowie deren Kommunikation untereinander zu fördern. Die Interessen und Ansprüche der Regionalgruppen gegenüber Ämtern und Behörden darzulegen, zu vertreten und zu wahren. Den derzeitigen Vorbehalten amtlicher Stellen gegenüber Sondengängern in Deutschland entgegenwirken. Eine für beide Seiten vorteilhafte und faire Kooperation mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden aufzubauen. Langfristig eine einheitliche und sondengänger- freundliche Gesetzgebung in allen Bundesländern zu verwirklichen. All diese Ziele werden natürlich viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen.Damit ist die DIGS auf die Mithilfe aller deutschen Sondengänger angewiesen! Unterstützen kann das Projekt jeder, der diese Ziele anerkennt und sich an der gemeinschaftliche Arbeit beteiligen will. In diesem Sinne beste Grüße Kurti |
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Verfasst am: 21. 05. 2008 [19:15]
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pfaelzer
Amateur
Dabei seit: 21.10.2006
Beiträge: 41
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Hi balduin
Der Vergleich hinkt doch. Ein Sucher mit und ohne Sonde buddelt doch nicht in diesen Tiefen. Das Diebe dies tun steht außer Frage. Aber wegen wenigen organisierten Dieben und/oder sonstigen fragwürdigen Gestalten, alle mit Hurra über den Kamm scheren widerspricht erstens unserer Rechtsstaatlichkeit und zweitens gegen jeden gesunden Menschenverstand. Und wer wirklich als Denkmalpfleger seinem Job gerecht werden will (schon der gute Wille zählt Es soll ja auch nicht alles rausgeholt werden. Nur die Oberflächenfunde, denn die sind überall gefährdet. Sei es durch die Umwelt oder Diebstahl. Und mal ganz ehrlich und besonnen: Ein ordnungsgemäß gemeldeter Sondengängerfund (Dialog u. Vertrauen), ist doch besser als dauerhaft überhaupt nichts mehr aufzufinden.
Wenn ich ohne Jagdschein/ Waffenschein mit einer Waffe unterwegs bin, kann ich grundsätzlich nur wegen diesem Tatbestand verknackt werden. Die Wilderei muß erst gesondert bewiesen werden (mit dieser Waffe erschossenes Wild etc.). Und nur weil jemand auf einem Acker/ Wald rumläuft und sucht, ob mit oder ohne Sonde spielt mal grundsätzlich überhaupt keine Rolle, ist dieser jemand nur in euren Augen automatisch ein Raubgräber. Alleine die Tatsache, daß ihr(dein Berufsstand ist gemeint) in Berichten und Zeitungsartikeln immer wieder Sondengänger mit Raubgräbern gleichzusetzen versucht, grenzt juristisch schon ziemlich hart an der Grenze zur Volksverhetzung. Das ist ein Fakt und ich freue mich auf den Tag, wenn ein unbescholtener Sucher, wegen solchen Tatsachen vor Gericht geht, weil ihn ein Förster unrechtmäßig durchsucht hat z.B..
Mein lieber balduin, wir beide kommen (glaube ich zumindest) aus dem gleichen Bundesland. Wir wissen beide, daß das hier gängige Praxis ist. Mir persönlich wird eine ehrenamtliche Tätigkeit abgelehnt, weil ich offen und ehrlich bin. Ich schließe halt die Prospektion mittels MD nicht aus. Das ist in meinem Fall nicht schädlich. Aber vielleicht bin ich nur die Ausnahme. Meine archäologisch(höchst wahrscheinlich) uninteressanten Funde, melde ich dennoch. Ich melde außer Müll eigentlich alles, da mir als Laie eben der Überblick fehlt. Zumindest entspricht dieses Vorgehen den gültigen Gesetzen und meiner Einstellung zum Thema.
Die Denkmalschutzgesetze und Strafgesetze( Diebstahl, Sachbeschädigung etc.) sind ausreichend. Es fehlt halt an der Durchführbarkeit im Denkmalschutz. Eure Behauptung, daß jemand der sucht, z.B. automatisch unterschlägt etc. stimmt halt nicht. Siehe oben, einfachster Weg. Und dann wird solange behauptet, daß es so wäre, bis auch der letzte in eurer Kaste daran glaubt. Das macht zwar die Lage nicht besser, aber man kann seine Unterstellungen besser unter das Volk (Gutgläubigen) bringen. Mir liegen hier Ablehnungen und Sachverhalte vor (von anderen und mir), daß ich mich ernsthaft fragen muß........................., an dieser Stelle zensiere ich mich lieber selbst. Das mit dem Dialog gefällt mir. Aber zu einem Dialog gehören irgendwie mehrer Personen, welche sich auf gleicher Augenhöhe mit vernünftigen Argumenten und konstruktiver Kritik gegegnen. Geht es wirklich um Überheblichkeit oder ist es einfach eine Schutzreaktion, weil einem ständig alles Mögliche unterstellt wird. Es stellt euch keiner den Willen zum Denkmalschutz in Abrede, aber die Realität ist eine andere. Das wissen alle, welche sich mit diesem Thema beschäftigen. Allerdings sehe ich, daß sowohl aus wirtschaftlichen, politischen und personellen Gründen, gerade bei z.B. Baumaßnahmen keine wirkliche Kontrolle mehr vorhanden ist. Aber dafür auch Sondengänger einzusetzen ? Es gibt ja einige Bundesländer, welche diese Chance mit Erfolg nutzen, aber z.B. B-W lässt lieber alles verschwinden und zerstören, bevor es diese Ressource nutzen würde. Und dann der Bevölkerung verkaufen wollen: Die Information ist wichtig. Sorry, da kommt mir die Galle hoch. Lies mal meinen Thread bei DIGS. " Die Welt der Kelten bleibt im Dunkeln". Ich hätte dafür auch noch Bilder von den Bauphasen anzubieten. Nur als ein Beispiel. Aber die Sondengänger sollen die schlimmsten Schäden von allen anrichten. Weil man sich gegen die Wirtschaft und Politik nur schlecht wehren und die wirklich Bösen kaum fassen kann, wird der kleinste in der "Nahrungskette" zum Sündenbock gestempelt. Das nennt man auch, den einfachsten Weg gehen. Gruß
Jürgen the truth is out there meldendersondengängerbaden-württemberg |
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Verfasst am: 21. 05. 2008 [23:21]
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digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59
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Danke Kurti ! Wir geben uns aufrichtig Mühe dem gerecht zu werden. Es ist ein langer und steiniger Weg mit Unmengen an Überzeugungsarbeit zu allen Seiten. Aber ich denke es lohnt sich trotzdem Menschen mit den gleichen Absichten zusammenzuführen. Gemeinsam kann man ungleich mehr zur Forschung und Erhalt beitragen. Zahlreiche Projekte in Mitarbeit liefen bereits so erfolgreich und zeigen immer deutlicher einen gangbaren und praktikablen Weg. Der Schlüssel ist die Zeit. Die Zeit die wir miteinander verbringen. Die Zeit die wir gemeinsam opfern um dem gleichen Ziel zu dienen. Die Erfahrung doch Freund anstatt ein Gegner zu sein. So dir auch die besten Grüße ! Stefan |
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Verfasst am: 26. 05. 2008 [08:20]
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digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59
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Bericht zum Thema auf ARD: http://www.digs-online.de/forum/viewtopic.php?t=1140 Besten Gruß |
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Verfasst am: 30. 05. 2008 [02:35]
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Balduin
Experte
Dabei seit: 21.05.2007
Beiträge: 149
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@pfälzer sorry große hetzte (hechel) deshalb keine zeit gehabt. Der Vergleich hinkt doch. Ein Sucher mit und ohne Sonde buddelt doch nicht in diesen Tiefen. das war nur ein beispiel dafür, das die früheren methoden eher geschadet als genutzt haben und das wir das für die zukunft, was die heutigen methoden betrifft, nicht ausschließen können. Und wer wirklich als Denkmalpfleger seinem Job gerecht werden will (schon der gute Wille zählt ) muß sich einfach mit diesem Thema offen und ehrlich auseinandersetzen(wollen). ![]() kein thema, hatten wir hier ja schon Wenn ich ohne Jagdschein/ Waffenschein mit einer Waffe unterwegs bin, kann ich grundsätzlich nur wegen diesem Tatbestand verknackt werden. genau das meine ich ja, du bist dran, egal wie. der gesetztgeber wartet hier nicht, bis er dich beim ausnehmen eines rehes erwischt sondern hat andere mechanismen eingebaut um agieren zu können. Alleine die Tatsache, daß ihr(dein Berufsstand ist gemeint) in Berichten und Zeitungsartikeln immer wieder Sondengänger mit Raubgräbern gleichzusetzen versucht, grenzt juristisch schon ziemlich hart an der Grenze zur Volksverhetzung. also hier ist es wie bei rumsfeld(?) "nicht alle moslems sind terroristen, aber es scheint als ob alle terroristen moslems wären" natürlich sind nicht alle sondler raubgräber, aber alle raubgräber sind sondler. was das unbescholten angeht muss ich mich schon wundern, schließlich rennt ihr ungefragt auf den grundstücken anderer leute rum! gerade bei z.B. Baumaßnahmen keine wirkliche Kontrolle mehr vorhanden ist. b-w ist ein ganz schlechtes beispiel, da bin ich der meinung das das schon an fahrlässigkeit grenzt oder sogar überschreitet. manchmal frage ich mich wer da wohl alles abkassiert und die hand aufhält. weiter oben habe ich dafür plädiert, die gemeinden stärker ran zu nehmen, auch in regress wenn nötig. |
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Verfasst am: 30. 05. 2008 [13:49]
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pfaelzer
Amateur
Dabei seit: 21.10.2006
Beiträge: 41
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Hi Balduin
Das kann man so nicht stehen lassen. Nicht alle Diebe führen eine Sonde. Vielleicht höherwertige Suchgeräte, aber eben nicht immer oder ausschließlich Metallsonden. Damit kann kein Mensch z.B. Keramik aufspüren, welche oft viel mehr Geld einbringt.
Wieso ungefragt ? Persönlich gehe ich nur auf Felder, wo der Landwirt von mir vorher gefragt wurde.
B-W ist das beste Beispiel dafür, wie man es eben nicht machen sollte. Hier wurde das Grundlagenpapier versaut. Hier werden überwiegend unbescholtene Bürger mit Kriminellen gleichgesetzt. Aus meinem Blickwinkel handelt man hier nicht nur fahrlässig sondern vorsätzlich. Ich glaube nicht das es hier um Gelder geht. Die Politik und Wirtschaft ist überall stark vertreten. Will meinen, nicht die Ämter selbst sehen dafür etwas. Für die übergeordneten Behören würde ich allerdings auch keine Hand ins Feuer legen. Aber selbst das glaube ich nur ganz halblebig. Meine Meinung: Es interessiert einfach politisch und wirtschaftlich keinen mehr wirklich was im Denkmalschutz geschieht. Außer wie man dort noch mehr Geld sparen kann. Im Bereich von städtebaulichen Maßnahmen bestimmt noch(Aushängeschild von Kommunen und Land), aber was sonstige Denkmalpflege angeht.......; wohl eher nicht. Das kann man ja auch schön an den Ausgaben im Haushaltsplan sehen. Deswegen kotzt mich die Haltung hier so an. [/i] Gruß
Jürgen the truth is out there meldendersondengängerbaden-württemberg |
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Verfasst am: 31. 05. 2008 [03:18]
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Balduin
Experte
Dabei seit: 21.05.2007
Beiträge: 149
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Hallo pfälzer Damit kann kein Mensch z.B. Keramik aufspüren, welche oft viel mehr Geld einbringt. na aber hallo! es gibt doch nur ganz wenige befunde bei denen ich hoffen darf, dass ganze keramik drin ist. dazu gehören z.B. gräber und die enthalten zu 90% auch metall und wenn`s nur die sargnägel sind. Wieso ungefragt ? Persönlich gehe ich nur auf Felder, wo der Landwirt von mir vorher gefragt wurde. o.k. sorry, ich verallgemeinere. trotzdem bleibe ich dabei, das oft nicht gefragt wird und ich behaupte, dass die mehrheit von denen über die wir uns sorgen machen überhaupt nicht fragt. Im Bereich von städtebaulichen Maßnahmen bestimmt noch(Aushängeschild von Kommunen und Land), leider kenne ich hier auch schon genügend beispiele wo im vorfeld nichts gemacht wurde und der neubau erhielt dann ein schildchen "Hier stand einst..." gruß balduin |
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Verfasst am: 19. 11. 2008 [17:54]
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masterthief
Amateur
Dabei seit: 07.09.2002
Beiträge: 34
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Respekt, Herr Brunn, für Ihr Posting vom 16.05.2008, leider erst jetzt gelesen, aber hat mich schwer beeindruckt - und das will was heißen (wie die Leute von DIGS wissen)! Wünsche mir durchaus mehr davon, tragen Sie Ihre Sicht ruhig in die Vereine und die als sogenannt "einschlägig" bekannten Web-Sites der Schatzsucher und/oder Sondengänger. Meine Unterstützung finden Sie. Mit freundlichen Grüßen Rudolf Patzwaldt |
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) muß sich einfach mit diesem Thema offen und ehrlich auseinandersetzen(wollen). 