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Verfasst am: 07. 12. 2008 [20:18]
pfaelzer
Amateur
Dabei seit: 21.10.2006
Beiträge: 41
Servus Rudi

Will wohl keiner ?

Zitat:
Hat nicht einmal Herr Brunn eine Meinung dazu?


Doch hat er bestimmt. Aber er will sich hier nicht unbedingt einmischen. Das sollten wir auch respektieren.

Kurti ist - glaube ich zumindestens - kein Archäologe. 05-icon_wink.gif

Aber wo ist eigentlich Balduin abgeblieben ? Vielleicht bei eine Grabung verschüttet worden ?03-icon_lol.gif


Gruß
Jürgen

the truth is out there


meldendersondengängerbaden-württemberg
Verfasst am: 08. 12. 2008 [05:44]
masterthief
Amateur
Dabei seit: 07.09.2002
Beiträge: 34
Hallo Jürgen,

der Problematik Sondengänger und den Leuten, die einerseits Wege aus dem Dilemma aufzeigen und sich Gedanken darüber machen wird hier im Diskussionsforum aus dem Wege gegangen.

Wie kleine Kinder das machen, scheint man sich die Hände vor die Augen zu halten - such mich! - oder - ich seh nicht!

Hingegen kann ich nicht sehen oder erkennen, welcher Sinn hier bei archäologie-online diesem Unterforum "Sondengänger" hinterlegt ist.

Aber Plakate wie in Bieberach aus dem Fenster hängen bzw. an die Fassade des Ausstellungstempels, die sugerieren, daß jeder Besitzer eines Metalldetektors ein Raubgräber sei - sauber.

Dieses Unterforum ist ein Kasperle-Theater und sollte lediglich einen Link auf die Web-Site von DIGS enthalten - es stellt sich doch mehr oder weniger als ein Unterforum von DIGS dar.

Mal s e h e n , ob sich daran etwas ändert.

Gruß

Rudolf (masterTHief) Patzwaldt
Verfasst am: 14. 12. 2008 [00:19]
digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59
Hallo Rudolf,
die freie Meinungsäußerung bzw. auch das Recht zu schweigen steht jedem Menschen zu.
Vielleicht will der Ein oder Andere einfach nur beobachten.
Sich eine Meinung bilden ohne zu streiten. Ohne zu diskutieren.

Man kann daheraus keinesfalls eine Willenlosigkeit ableiten.
Ein "belämmert/Lemmling" sein.

Gute Argumente verfehlen selten ihren Sinn.
Der Mensch ist so gestrickt sich überzeugenden Dingen nicht ewig zu verschließen. Manche Idee muß auch reifen um Anhänger zu finden.

Was aber nicht heißen muß, das man auch später lautstark dafür eintritt.
Dennoch kann man fast alles bewirken ohne einen Angriff auf alte Systeme,
persönliche Fehden und Beleidigungen.

ES MUß NUR STIMMEN > WAS DU SAGST !

Die Wahrheit alleine ist es, die irgendwann überzeugt.


Euch allen ein FROHES FEST !


Besten Gruß

Stefan
Verfasst am: 14. 12. 2008 [08:16]
masterthief
Amateur
Dabei seit: 07.09.2002
Beiträge: 34
Hallo Stefan,

nun, dann bin ich ja beruhigt.

Du meinst also, das Schweigen (im Walde)

- Über allen Wipfeln ist Ruh´ ... -

beruhe nicht auf Blindheit oder Taubheit?!

Vielleicht habe ich als bekennender Kritiker des "denkmalschützenden Schatzregal-Paradox" bald sogar eine "schweigende" Mehrheit hinter mir?!

Ehrlich, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen, dachte eher an "Abstrafen durch Ignoranz".

Denn laß uns saisonbedingt gemeinsam eine "Stiihille Naaacht..." anstimmen, in der Hoffnung, daß ein schweigender Chor zumindest nicht falsch singen wird.

Gruß

Rudolf (masterTHief) Patzwaldt
Verfasst am: 19. 06. 2009 [11:02]
myseum
Beginner
Dabei seit: 01.10.2007
Beiträge: 8
Hallo zusammen!

Ich bin gerade über diese Homepage gestolpert und dachte mir schon, dass hier bestimmt darüber diskutiert würde. Auch wenn es ja mittlerweile schon eine Weile her ist, wollte ich doch noch meinen Senf dazu geben.

Ich finde diese Seite spiegelt genau das Gefühl eines Sondengängers zu seiner Tätigkeit wider, der sich nicht seiner Verantwortung bewusst ist. Es geht leider immer nur um die schlimme Rechtslage, die Euphorie auf den ganz großen Schatz und die Einfachheit des Tuns und Handelns.

All diese Themen sind zwar schön und gut, aber behandeln das Thema einfach viel zu oberflächlich!!!

Dabei sollte auf genau diesen Seiten, die sozusagen "Werbung" für die Sache betreiben, klar gemacht werden, was für eine Verantwortung dahinter steht! Die wichtigsten Punkte werden einfach gar nicht angesprochen ...

1. Wie sind denn evtl. Funde zu erhalten?
Wie oft musste ich schon Funde sehen, welche durch jahrelange falsche Lagerung, ohne jede Restauration, sehr stark oder gar fast vollständig zerstört waren. Die Entnahme von Gegenständen aus dem Boden ist keineswegs eine Bewahrung vor den Verfall, viel mehr sind die meisten Objekte erst dann richtig gefährdet! Nur durch eine sachgemäße, fachgerechte(!) Restaurierung (nein, keine Elektrolyse, Bienenwachsbehandlungen etc.) können alte Bodenfunde langfristig bewahrt werden!

2. Warum gibt es ein Schatzregal?
Auch wenn es zugegebenermaßen bessere Einrichtungen als ein Schatzregal gibt, so macht es doch ein Problem bei der ganzen Sache offensichtlich ...

Was ist mit Personen die nur der Sondengängertätigkeit nachgehen, um Geld damit zu machen?
Es ist wohl nicht abzustreiten, dass eine der Hauptintensionen vieler Sondengänger die Suche nach dem großen Geld ist. Zudem kann man schon mit "kleinen" Funden sehr viel Geld machen - was vielen vollkommen bewusst ist.

Ein Schatzregal könnte somit der Versuch sein, genau diesen Leuten das Handwerk zu legen (dass das so nicht funktioniert ist aber auch klar).

Sondengängern, welche nicht dem Materiellen nachgehen, kann selbst ein Schatzregal egal sein...
Man sollte zwischen Sondengängern differenzieren. Sondengänger, die diesem Hobby nachgehen, um mit den Funden Geld zu machen, muss das Handwerk gelegt werden! Und Denen, die das als wirkliches Hobby betreiben, muss man die Verantwortung dabei klar machen.

3. Bodendenkmäler
Es sollte stehts klar herausgestellt werden, dass Bodendenkmäler ein absolutes Tabu sind! Davon ist allerdings auf genannter Website nicht ein Wort zu lesen!
Warum wird nicht mal erklärt was denn Bodendenkmäler sind und warum man dort nicht suchen darf?

4. Fundzusammenhang/Fundort ...
Die so oft genannte Verantwortung äußert sich nicht nur darin, die Funde zu erhalten, vielmehr ist es schon der Fund an sich, den man nicht einfach "ausbuddeln" kann. Ein großen Problem hierbei ist die Angabe des Fundortes - der irgendwann in Vergessenheit gerät weil er nirgends dokumentiert wird - oder auch niemandem mitgeteilt wird - man will ja nicht seine besten Fundorte preisgeben.

Des Weiteren können bei der "Bergung" weitere, wichtige Informationen verloren gehen. Deshalb ist es oft sinnvoll, den Fund zu melden und vom "Fachmann" bergen zu lassen. Beispielsweise können Holzteile, welche sich oft nur noch als Verfärbung im Boden zeigen, wichtigere Informationen tragen als der Fund selbst - beim "ausbuddeln" gehen solche Informationen für immer verloren. Auch die Lage des Fundes im Boden kann aufschlußreich sein. Nicht metallische Begleitfunde sind wichtig ... etc.pp.

Wer informiert "Neulinge" darüber? Die Websites anscheinend nicht.

Alles in Allem bin ich eher empört über diese Seite, da sie mal wieder dazu beiträgt, das Ganze Thema in ein falsches Licht zu stellen.

Grüße

Christian Herzog
Verfasst am: 18. 08. 2009 [21:51]
masterthief
Amateur
Dabei seit: 07.09.2002
Beiträge: 34
@ myseum

Sehr geehrter Herr Herzog,

vielen Dank für Ihr posting - insbesondere auch insoweit, als Sie das von mir so provokant genannte "denkmalschützende Schatzregal-Paradox" angerissen haben - Ihre Meinung teile ich voll und ganz und sie wird nicht nur meine Unterstützung finden.

Wenn Sie schreiben:

"Wer informiert "Neulinge" darüber? Die Websites anscheinend nicht.
Alles in Allem bin ich eher empört über diese Seite, da sie mal wieder dazu beiträgt, das Ganze Thema in ein falsches Licht zu stellen."

Sie können kaum erwarten, daß eine Sondengänger-Website (vielmehr der entsprechende Betreiber) überhaupt in der Lage ist, die sich aus der archäologischen Forschung sich ergebenden Sachzwänge und Schwierigkeiten wie z. B. Erhalt der Fundsituation usw. hinreichend zu erhellen (dies würde ich beispielsweise in einem Unterforum wie diesem erwarten mögen).
Daß die Thematik in Sondengänger-Sites in ein falsches Licht gestellt würde, möchte ich so nicht sehen, aber zumindest in einem einseitigen Licht, das dann naturgemäß Schatten in die Richtung wirft, von der (nicht nur) ich weiter Beleuchtung mir wünschte, damit die Thematik rundum ausgeleuchtet wird und dem Betrachter weitestgehende Erleuchtung zuteil würde.

Eine Art Workshop oder Podiumsdiskussion unter Beteiligung sachkundiger Archäologen (und deren Justitiaren) wie auch in der Sondengänger-Zunft reputierter Geister, denen der Denkmalschutz und der Erhalt von Kulturgütern am Herzen liegt, vermisse ich sehr.
Es wird Zeit für einen oder mehrere "runde Tische".
Welches Denkmalamt, welches Museum macht den Anfang oder wird initiativ?
Die Raubgräber-Situation würde sich hierdurch nicht verschlechtern, wenn gegenseitiges oder besser beidseitiges Bewußtsein geweckt würde.

Mit freundlichen Grüßen

Rudolf Patzwaldt



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