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Aktuelle AiD
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Verfasst am: 19. 11. 2007 [11:44]
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Schaufelsklave
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 08.05.2007
Beiträge: 53
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In der Aktuellen AiD wird das Thema illegaler Grabungen behandelt. Ich habe den Threat nicht hier eingestellt, weil alle Sondengänger illegal unterwegs sind, sondern weil sich mir beim lesen der Artikel zwei Fragen gestellt haben, von denen sich zumindest eine ausschließlich auf Dedektorprospektion bezieht. 1. Bsp. Dänemark: In einem Artikel wird angegeben, dass in Dänemark mittlerweile über 80% aller Funde von Ehrenamtlichen getätigt UND gemeldet werden. Wie ist denn die Gesetzeslage in Dänemark ? Wird hier vom Staat angekauft ? 2. Es werden zwei Fallbeispiele aus Deutschland genannt, bei denen ursprüngliche Ehreanamtliche Sondengänger "auf die Schiefe Bahn" geraten und beginnen ihre Funde nicht mehr zu melden, sondern illegal zu verkaufen. Mag jetzt naiv klingen, aber wie kommt so etwas zustande ? |
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Verfasst am: 19. 11. 2007 [16:04]
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daniel
Routinier
Dabei seit: 23.04.2003
Beiträge: 83
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Zu Frage 1 könnte ich daß liefern. Das Museumsgesetz von Dänemark Kapitel 9 Danefä § 30. Gegenstände der Vergangenheit, hierunter Münzen, die in Dänemark gefunden sind, und wozu niemand sein Recht als Besitzer nachweisen kann, ist Danefä, sofern sie verarbeitet sind, aus wertvollen Materialien sind oder besonderen kulturhistorischen Wert haben. Stk. 2. Danefä gehört dem Staat. Wer Danefä findet, und wer Danefä in sein Besitz bekommt, muss dieses sofort an das Nationalmuseum abgeben. Stk. 3. Das Nationalmuseum zahlt eine Vergütung an den Finder aus. Die Vergütung wird von dem Nationalmuseum bemessen mit Rücksicht auf das Materialienwert und die Seltenheit des Gefundenen, sowohl als die Sorgfalt mit der der Finder den Fund gesichert hat. Dann gibt es noch zwei Unterparagraphen die sagen, dass wenn ein Stück Danfä bei öffentlich finanzierten Grabungen gefunden worden ist, wird nicht Vergütung ausbezahlt. Und dass ein Danefä-Fund vom Nationalmuseum an ein Regionales Museum ausdeponiert werden kann. So weit das Gesetz !!! Was ist Danefä? Hier mal eine Zusammenstellung der Kriterien für die Auswertung von Danfä: Gruppe 1: unbedingt Danefä: Funde aus Gold, Silber, Bernstein, Elfenbein und edle Steine, Münzen und Medaillen, die mehr als 100 Jahre alt sind. Gruppe 2: gewöhlicherweise Danefä: Funde aus Kupfer, Zinn, Bronze und Eisen, und auch Gegenstände aus Glas. Schmuck, Waffen, Geräte, Kesseln, Statuetten usw. aus solchen Metallen oder Glas hergestellt, werden in der Regel Danefä sein, wenn ihr Alter und Seltenheit dafür sprechen. Gruppe 3: nur in seltenen Fällen Danefä: Funde aus organisches Material wie Knochen, Geweih, Holz oder Leder, oder aus unorganisches Material sowie Flint, Stein oder Ton. Diese Funde treten in sehr grossen Mengen auf und werden nur in den Fällen als Danefä gesehen, wo geschätzt wird das die Form, die Grösse oder die Dekoration des Gegenstandes, es unter dem Aussergewöhnlichen platziert. (Habe diesen Gesetzesauszug aber auch nur aus dem Internet,jetzt frag mich keiner,was "Danefä" übersetzt bedeutet. ) Die Frage 2 werden Dir wohl nur die Betreffenden selbst beantworten können. Irgendetwas muß die "Ehrenamtlichen" wohl dazu bewegt haben weshalb er diese Richtung eingeschlagen hat. Solange diese keine Gründe liefern bleibt alles nur Spekulation! Gruß Daniel |
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Verfasst am: 19. 11. 2007 [17:12]
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Schaufelsklave
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 08.05.2007
Beiträge: 53
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Danke. Am interessantesten finde ich ja das : Das bedeutet also nicht zwingend nach dem Marktwert, oder ? |
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Verfasst am: 19. 11. 2007 [18:10]
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daniel
Routinier
Dabei seit: 23.04.2003
Beiträge: 83
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Keine Ahnung ob es daß bedeutet. Wonach richtet sich eigentlich der "Marktwert" von einem Fundstück? Nach den Katalogpreisen von irgendwelchen Münz- und Antiqitätenhändlern? Ich denke mal,wenn jemand ernsthaft an seiner Heimatgeschichte interessiert ist,gibt er sich auch mit dem zufrieden,was er vom Museum bekommt und richtet sich nicht nach irgendwelchen dubiosen "Marktwerten". |
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Verfasst am: 20. 11. 2007 [10:25]
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Schaufelsklave
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 08.05.2007
Beiträge: 53
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Denke ich mal schon. In der AiD wird zumindest auch berichtet, dass der Markt die Raubgräber macht und dass zum Teil auch die Museen die ankaufen eine gewisse Mitschulkd tragen. |
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Verfasst am: 21. 11. 2007 [16:12]
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hns
Experte
Dabei seit: 23.08.2006
Beiträge: 370
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Das finde ich einen sehr interessanten marktwirtschaftlichen Ansatz. Letztendlich hat die Öffentlichkeit (Staat, Wissenschaft) vertreten durch die Denkmalämter ja das Interesse Funde möglichst unbeschädigt, sorgfältig und gut dokumentiert zu bekommen. Insofern ist m.E. eine "Qualitätsprämie" ein sehr interessanter Ansatz und Anreiz genau das zu tun. Das einzige Dilemma ist dass jegliche Prämie das Ausbuddeln an sich födert was im Widerspruch z.B. zur Bayerische Philosphie ist: Bodendenkmäler gehören an Ort und Stelle für die Nachwelt erhalten. Das Ziel ist sie nur dann auszugraben wenn es unvermeidbar wird. Daher bleibt statt Ausgrabeprämie konsequenterweise nur eine Ausgrabestrafe mit allen bekannten Problemen... -- hns |
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Verfasst am: 22. 11. 2007 [00:13]
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digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59
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Das einzige Dilemma ist dass jegliche Prämie das Ausbuddeln an sich födert was im Widerspruch z.B. zur Bayerische Philosphie ist: Bodendenkmäler gehören an Ort und Stelle für die Nachwelt erhalten. Das Ziel ist sie nur dann auszugraben wenn es unvermeidbar wird. Daher bleibt statt Ausgrabeprämie konsequenterweise nur eine Ausgrabestrafe mit allen bekannten Problemen... -- hns ............................................................................ Guten Abend "unvermeidbar" sollte sodann aber auch heißen > Überall wo es Plünderer einfach haben dran zu kommen => prophylaktisch und vorausschauend mit einer guten und ausgebildeten Mannschaft die Funde VOR EINEM MÖGLICHEN RAUB zu sichern . Wegzuschauen und darauf zu hoffen das Alles im Boden unberührt bleibt ist fahrlässig ! Hoffen und harren....... Wer war das noch ?? Besten Gruß |
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Verfasst am: 22. 11. 2007 [00:41]
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digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59
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Verfasst am: 22. 11. 2007 [01:32]
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digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59
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Verfasst am: 01. 12. 2007 [19:19]
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digs-online.de
Routinier
Dabei seit: 12.05.2005
Beiträge: 59
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So ist das woanders : http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/visual_arts/article2926302.ece Kleine Übersetzung > Metalldetektorgänger sind ein nationaler Schatz (TimesOnline) Britisches Museum: Durch unsere Kooperation werden wir unsere Geschichte neu schreiben..... Ps: Gute Nacht Deutschland !?? ![]() |
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