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Verfasst am: 18. 06. 2007 [15:31]
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Schaufelsklave
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 08.05.2007
Beiträge: 53
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Es tut mir leid, ich wollte mich eigentlich aus dem Thema raushalten und nichts dazu sagen, aber nun muss ich wirklich meinen Frust offen kund tun.
Letztes Wochenende waren wir mal wieder draußen auf Exkursion, bei einer mittelalterlichen Wüstung. Und mitten AUF den Resten vom ehemaligen Wall fanden wir zwei frische Löcher.
Der zuständige Denkmalpfleger der uns begleitet hat, hatte nur ein resigniertes Schukterzucken übrig. Zu groß sein Gebiet und anscheinend zu dreist die illegalen Sondengänger.
Gerade in Hessen, wo es doch angeblich so viele "ehrliche" Sondler geben soll ....
Ich will nicht jeden verurteilen. Ich weiß, dass es wirklich ehrliche Leute gibt, die dem Denkmalschutz helfen, weil sie es wollen.
Aber all jene die aus purer Profitgier und nur wegen dem gewissen "Kick" archäologische Bodendenkmäler mutwillig zerstören und nicht zuletzt diejenigen, die verantwortungsvoll mit den Sonden umgehen, mit in den Dreck ziehen sollten sich was schämen.
Danke für die kurze Aufmerksamkeit, auch wenn es sowieso nichts bringt!
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Verfasst am: 18. 06. 2007 [21:47]
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Balduin
Experte
Dabei seit: 21.05.2007
Beiträge: 149
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törröhhhh!! ich puste mal ins gleiche horn!!
lies dir mal hier im forum die meinung der raubgräber durch, dann wird´s dir erst richtig schlecht!!
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Verfasst am: 20. 06. 2007 [14:50]
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lojoer
Routinier
Dabei seit: 24.09.2004
Beiträge: 82
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Hallo Schaufelsklave,
ich verstehe Deinen Frust. Auch für mich ist es unverständlich, dass in Hessen wo jeder Sondengänger die Möglichkeit hat legal entsprechende Nachforschungen zu betreiben, es immer wieder einzelne gibt die offenbar den Kick der Illegalität brauchen.
Ich versichere Dir jedoch, dass es in Hessen durchaus Sondengänger gibtdie sich nützlich in die Bodendenkmalpflege einbringen.
Ich hoffe Balduin subsumiert als Archäologe nicht alle Sondengänger bzw. Nutzer eines MDs unter dem Begriff Raubgräber. Oder muss man annehmen, dass Balduin wirklich nur negative Erfahrungen mit Sondengänger gemacht hat. Das wäre schade.
Gruß
Jörg Lotter
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Verfasst am: 20. 06. 2007 [20:10]
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lojoer
Routinier
Dabei seit: 24.09.2004
Beiträge: 82
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Antwort auf: Antwort auf ... Es ist alles nur halb so schlimm. Über das Problem wurde schon ellenlang diskutiert. Fakt ist, dass gerade der Reiz auf bekannten Bodendenkmalen zu suchen sehr groß ist. Außerdem gibt es in Hessen, bis auf Ausnahmefälle, keine Genehmigung zum Suchen unter Wald, in Hohlwegen usw..
Mir sind in Hessen Fälle bekannt, wo trotz NFG illegal gesucht wird. Die Genehmigung wird oft nur als Alibi mißbraucht.
Daran ändert auch DIGS in Gestalt von Lojoer nichts.
Grüße
Hi Scherbensucher,
Du magst ja recht haben. Der Sache steht man oft hilflos gegenüber. Aber man hofft doch. Du weist ja die Hoffnung stirbt zuletzt.
Gruß Jörg
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Verfasst am: 22. 06. 2007 [10:49]
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Balduin
Experte
Dabei seit: 21.05.2007
Beiträge: 149
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hallo lojoer
jepp und haargenau, ich habe mit sondlern nur negative erfahrungen gemacht. auch die erfahrung dass man sich jahrelang in menschen täuschen kann, die immer wieder was melden und anscheinend mit viel herzblut bei der sache sind. sehr ernüchternd ist dann, wenn nach dem ableben die erben kommen und kistenweise sachen abgeben, die offensichtlich aus gräbern stammen, ohne doku ohne gar nichts.
ich habe überhaupt nichts gegen leute, die durch die gegend ziehen und sammeln, vorrausgesetzt sie melden und dass sie damit aufhören, wenn sie merken, dass sie es hier mit ner größeren sache zu tun haben, die richtig untersucht werden sollte.
ich meine auch gar nicht die leute, die in der ackerkrume rumkratzen für ihre funde, sondern die, die löcher graben um ranzukommen.
bis dann
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Verfasst am: 26. 06. 2007 [18:03]
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lojoer
Routinier
Dabei seit: 24.09.2004
Beiträge: 82
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Hallo Balduin,
die Erfahrungen, die Du da gemacht hast sind wirklich bedauerlich und erklären Deine Einstellung. Bei solchen Enttäuschungen würde es mir wahrscheinlich auch nicht anders gehen.
Nur sollte man natürlich nicht von einem schwarzen Schaf auf alle anderen schließen und ein solches Beispiel der Sammelsucht ist wahrscheinlich nicht nur auf Sondengänger begrenzt.
Gruß Jörg
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Verfasst am: 27. 06. 2007 [19:18]
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PallMall
Novize
Dabei seit: 05.02.2007
Beiträge: 3
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Antwort auf: Antwort auf ... Es ist alles nur halb so schlimm. Über das Problem wurde schon ellenlang diskutiert. Fakt ist, dass gerade der Reiz auf bekannten Bodendenkmalen zu suchen sehr groß ist. Außerdem gibt es in Hessen, bis auf Ausnahmefälle, keine Genehmigung zum Suchen unter Wald, in Hohlwegen usw..
Mir sind in Hessen Fälle bekannt, wo trotz NFG illegal gesucht wird. Die Genehmigung wird oft nur als Alibi mißbraucht.
Daran ändert auch DIGS in Gestalt von Lojoer nichts.
Grüße
Hallo Scherbensucher,
wenn eine NFG, Deiner Meinung nach, nur als Alibi benutzt wird um auf Raubzug zu gehen, dann sei die Frage gestattet: Warum beantrage ich denn überhaupt eine NFG?
So bin ich doch wenigstens, wenn ich schon Nachts auf Raubzug gehe, nicht Namentlich beim Amt bekannt!
Warum soll DIGS deiner Meinung nach nichts verändern können?
Sinn und Zweck von DIGS und derer anfänglichen Gründung war und ist es, aktive Sondengänger und Neuanfänger zu sensibilisieren und zu überzeugen, daß nur eine Zusammenarbeit mit der Archäologie Früchte trägt.
Alles andere ist egoistisch und illegal.
Wir klären auf, vermitteln und bemühen uns um einen zukunftsweisenden Dialog mit den Archäologen.
Die Resonanz die wir anfänglich hatten ist nach genauem Hinsehen derer, nun gänzlich ins Positive umgeschlagen und das wird uns nur gerecht, deshalb brauchen wir auch nichts mehr zu verändern, vielmehr diesen richtigen Weg einfach weiter gehen.
Viele Grüße
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Verfasst am: 27. 06. 2007 [19:44]
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daniel
Routinier
Dabei seit: 23.04.2003
Beiträge: 83
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"Am Anfang einer „Karriere“ als Feldbegeher sollte immer die Schulung des Blickes auf Keramik, Knochen, Glas, Stein und andere nichtmetallische Materialien stehen."
Das sollte allerdings auch bei einem "ernsthaften" Sondengänger selbstverständlich sein,daß er nicht nur seinen elektronischen Dackel Gassi führt,sondern auch mit offenen Augen auf evtl. Oberflächenfunde achtet!
Gruß Daniel
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Verfasst am: 29. 06. 2007 [10:27]
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lojoer
Routinier
Dabei seit: 24.09.2004
Beiträge: 82
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Hallo Scherbensucher,
Sie schreiben:
"Sie sind auf einigen Sondengängerseiten als gemäßigter Nutzer aktiv. Trotzdem leisten sie dem Treiben Vorschub.
Als Schatzmeister der terraplana - Gesellschaft für Archäologie im Hessischen Ried - , würde ich mir eine deutlichere Abgrenzung wünschen.
................
Nun erklären Sie mir bitte, wie sich Ihre Affinität zur Sondengängerlobby mit den von Ihrem Verein formulierten Zielen vereibaren lässt? "
Ihre Vorwürfe erscheinen bei der ersten Betrachtung gerechtfertigt, zumal ich voll und ganz hinter der Satzung unseres Vereins terraplana stehe.
Meine Aktivitäten auf verschieden Sondengängerseite haben jedoch nichts mit meiner Funktion in dem Verein zu tun, sondern begründen sich ausschließlich aus meiner persönlichen Überzeugung.
Meiner Meinung nach darf man nicht durch eine pauschale Verurteilung aller Sondengänger oder sagen wir besser aller Nutzer eines MDs, die Problematik, die in Zusammenhang mit dem Sondegehen bestehen, auf sich beruhen lassen.
Man muss die Diskussion suchen um Überzeugungsarbeit zu leisten. Diese Diskussion läßt sich nur dann führen, wenn man in Kontakt mit der entsprechenden Klientel steht.
Hierbei habe ich nicht die Illusion, dass ich alle Sondengänger zu Gutmenschen bzw. zu wertvollen Mitarbeitern der Denkmalpflege machen kann. Sollte es mir aber gelingen auch nur einige wenige dazu zu bewegen sich dort einzubringen, wäre dies meiner Meinung nach schon ein Erfolg.
Zugegebenerweise mag es durchaus einige Sondengänger geben, die die Nachforschungsgenehmigung für illegale Aktivitäten nutzen, aber dies kann man eben auch nicht einfach pauschalisieren. Ich hoffe das diese schwarzen Schafe, ebenso wie diejenigen, die die generell ohne Genehmigung suchen, ins Abseits stellen.
Sobald ich erkennen werde, dass meine Intention überhaupt keine Früchte tragen sollten, werde diese Aktivitäten dann sehr wahrscheinlich einstellen.
Auf die von Ihnen doch ein wenig polemische Reaktion zu der Sammelsucht von Lesefundsammler möchte ich hier nur in so fern eingehen, als dass Ihnen schon bekannt sein sollte, dass es auch hier (wenn auch nicht in dem Ausmaße) schwarze Schafe gibt. Mir sind solche jedenfalls schon begegnet.
Mit freundliche Grüßen
von dem vielleicht weltfremden Optimisten
Jörg Lotter
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Verfasst am: 29. 06. 2007 [11:25]
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Schaufelsklave
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 08.05.2007
Beiträge: 53
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Wo es hier gerade um Pauschalisierung ging ...

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