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Römische Großgrabhügel???
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Verfasst am: 28. 01. 2012 [17:28]
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Melchior
Experte
Dabei seit: 13.06.2011
Beiträge: 146
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Ja, solche Fotos hab ich auch zuhauf! Die sehn immer gleich aus, liegt wohl am Objekt.![]() Spaß beiseite: Wenns ne Gruppe ist dann werdens Gräber sein, Eisenzeit, vll. etwas später. Motte kommt m.E. nicht in Betracht, da Motten soweit mir bekannt nicht in Gruppen auftreten. Da bleibt also nicht mehr viel. Gruß Melchior |
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Verfasst am: 28. 01. 2012 [18:29]
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hns
Experte
Dabei seit: 23.08.2006
Beiträge: 370
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Mal so und mal anders. Je nach Jahrhundert. Und Region. Das heißt: es läßt sich prinzipiell nicht in einem Satz darstellen... Und nicht alle Römer sind in Schlachten gestorben. Es gab auch friedliche Jahrzehnte und befestigte Städte in denen man recht sicher war. |
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Verfasst am: 28. 01. 2012 [18:34]
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hns
Experte
Dabei seit: 23.08.2006
Beiträge: 370
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Bei mir ums Eck gibt es eine "Römerschanze". Da aber die zugehörige Römerstraße die Schanze einfach in schrägem Winkel durchquert, schließt man dass sie älter sein muß als die Straße. D.h. aus der Spätlatène-Zeit. Demnach ist es eine Keltenschanze. Dafür spricht auch dass es im Umfeld noch mehr Schanzen gibt. Wobei ich die Schlußfolgerung nur für 99% stichhaltig halte (was wenn beides römisch ist aber aus verschiedenen Epochen?). -- hns [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.01.2012 um 18:35.] |
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Verfasst am: 28. 01. 2012 [19:06]
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Melchior
Experte
Dabei seit: 13.06.2011
Beiträge: 146
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Rein von der Abfolge haben sie natürlich Recht. Könnte ja sein das beides römisch ist. Aber entscheidend ist hier die Statistik, denn wenn man viele von diesen Schanzen kennt geht man davon aus das diese auch eine ist. wenn beides römisch wär? Dafür scheints ja keine Hinweise zu geben, weswegen alles auf die Keltenschanze hindeutet. Gruß Melchior |
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Verfasst am: 28. 01. 2012 [19:56]
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utnapischtim
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 15.12.2010
Beiträge: 52
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Alte Namen bzw. Flurnamen können zwar behilflich sein, wie z. B. Bühl für Hügel, aber manchmal eben auch irreführend wie "Römerhügel" - der vermutlich keiner ist, oder "Schwedenschanze" für latènezeitliche Viereckschanzen (aber eben auch nicht immer). Das Problem ist oft das mangelhafte oder fehlende Vorliegen von Funden (Keramik etc.) - vor allem in Wäldern. Das Gute wiederum ist, dass solche Anlagen in Wäldern noch relativ gut geschützt sind. Allerdings bin ich schon beruhigt, wenn niemand kommt und behauptet der Berg um die Ecke war mal 'ne Pyramide. |
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Verfasst am: 30. 01. 2012 [17:39]
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Pygmalion
Experte
Dabei seit: 17.03.2010
Beiträge: 139
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eine alte karte, z.b. vom urkataster, wäre in dem fall tatsächlich interessant, weil man darauf eventuell noch andere strukturen sehen kann, vielleicht gräben direkt um den hügel oder in der näheren umgebung oder soetwas, was eben in den letzten 100 jahren unter dem laub verschwunden ist...oder man sieht, dass es auch da schon wald war und ist kaum erkenntnisreicher ein blick auf die älteste aufzutreibende karte dürfte jedoch nicht schaden so vom anschauen des hügels kann man ja auch keine weiteren aussagen dazu treffen... |
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Verfasst am: 31. 01. 2012 [07:54]
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Gipiemme
Amateur
Dabei seit: 29.04.2011
Beiträge: 14
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Hunsrück klingt per se nicht so schlecht für einen römerzeitlichen Grabhügel. Allerdings deutet mE der Name Römerhügel eher, wie bereits von einem User geschrieben, auf eine volkstümliche Bezeichnung hin: Das Ding ist wohl alt, wie alt, ist aber unklar, sagen wir mal Römer. In vielen Gegenden sind in der Römerzeit Grabhügel Teil des Totenrituals von Eliten. Ein Beispiel ist das Franzensknüppchen bei Trier: http://de.wikipedia.org/wiki/Franzenskn%C3%BCppchen Häufig stellt diese Art des monumentum einen Rückgriff auf althergebrachte Traditionen dar. Roma aeterna
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Verfasst am: 31. 01. 2012 [07:56]
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hns
Experte
Dabei seit: 23.08.2006
Beiträge: 370
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In welchem Bundesland ist das? In Bayern gibt es zwei sehr schöne Quellen für Schreibtischforschung: Karten von Apian, Urkataster, "Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern" und anderen: http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ (Ort heraussuchen und unten gibts dann Links auf die Dokumente) Und Satellitenbilder: http://geodaten.bayern.de/tomcat/viewerServlets/extCallDenkmal? -- hns [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 31.01.2012 um 07:57.] |
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Verfasst am: 31. 01. 2012 [08:31]
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Brennos
Amateur
Dabei seit: 18.12.2011
Beiträge: 23
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Im Hunsrück stehen aber auch die Chancen für einen keltischen Grabhügel besonders gut. In dieser Region wird die Sitte reich ausgestatteter Bestattungen mit Waagen in Grabhügeln durch die "Hunsrück-Eifel Kultur" besonders lange praktiziert. Wiki Eintrag zur HEK Über den Ursprung des Grabhügels sagt der Fund dieser Aschekiste auch nicht umbedingt etwas aus, denn die kann ja auch noch in römischer Zeit in dem Hügel bestattet worden sein. Wenn der Hügel schon geplündert war ist es gut möglich, dass die Herren Ausgräber im 19. Jahrhundert die Reste einfach übersehehn haben..... [Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 31.01.2012 um 08:32.] |
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Verfasst am: 31. 01. 2012 [11:04]
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utnapischtim
Routinier
Themenersteller
Dabei seit: 15.12.2010
Beiträge: 52
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Bin in Baden-Württemberg tätig, in unserem Kreis gibt es viele Zeugnisse keltischer, aber eben auch römischer Vergangenheit. In der näheren Umgebung des sogenannten Römerhügels befinden sich z. B. bronzezeitliche Steingrabhügel, hallstattzeitliche Siedlungsplätze und mehrere römische Gutshöfe. Bisher wurde eben davon ausgegangen, dass der Hügel entweder hallstattzeitlich ist, oder auf jenem welchem einmal eine Motte stand. Die im Flurnamen und bei der Bevölkerung genannte Bezeichnung "Römerhügel" wurde im Sinne davon akzeptiert, dass dieser Hügel eben bei einer Römerstraße liegt. Es wurde und wird z. Zt. nicht in Betracht gezogen, dass dieser Hügel tatsächlich römerzeitlich sein könnte. Doch dann bin ich auf diese Internetseite gestoßen, auf welcher von Hügeln aus der Römerzeit die Sprache ist und wollte eben dazu Eure Meinung hören. Vielen Dank |
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