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Kontinuität von Küchentraditionen


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Verfasst am: 10. 12. 2011 [17:48]
matogoro
Amateur
Themenersteller
Dabei seit: 06.08.2006
Beiträge: 15
Eine Frage, die einem Hobbykoch und Interessierten an Geschichte beim Rühren in der Pfanne hochblubberte:
Gibt es Informationen, Quellen, oder weiß hier jemand etwas über Fortführung von Koch-/Küchentraditionen über längere Zeiträume? Zur Verdeutlichung: Z.B. Altrömische Küche>Ostrom>Byzanz>heutige Türkei. Sind in der heutigen türkischen Küche Bestandteile, Zubereitungsarten, o.ä. nachweisbar, die schon in der Antike genutzt wurden? Wo ist andererseits das beliebte Liquamen der Römer geblieben?
Verfasst am: 17. 12. 2011 [20:26]
VinzenzMariaHoppe
Experte
Dabei seit: 15.12.2011
Beiträge: 147
Zu deiner Frage, kennst du das folgende Buch?:
Paczensky, Gert v.; Dünnebier, Anna: Leere Töpfe, volle Töpfe: Die Kulturgeschichte des Essens und Trinkens.
(1. Aufl.)Albrecht Knaus Verlag, Verlagsgruppe Bertelsmann. München, 1994.
ISBN 3-8135-2082-X

Ich bin bisher leider noch nicht dazu gekommen, es zu lesen, es hat aber ein sehr fundiertes und aussagekräftiges Inhaltsverzeichnis. Gerade habe ich habe das Buch kurz einmal aufgeschlagen, und es beginnt mit den ersten Spuren vor etwa 12 000 Jahren; Zitat aus oben genannter Quelle, Seite 11; erstes Kapitel:

"FEUER UND DIE FOLGEN

Erste Spuren

>>Geröstete Schnecken - verschiedene Kürbissorten - Geflügel mit Hirsebeilage - grüner Salat - Ragout von Schlangen und Eidechsen mit Chillipfeffer - Kaktusfrucht. Ein appetitanregendes Menü. Das Ragout ließe unsereinen vielleicht zögern - aber für uns ist es auch nicht gedacht. Dieses Menü teilten sich vor ungefähr 12 000 Jahren steinzeitliche Indianer. Danach hatten sie gute Verdauung, und deshalb kennen wir heute die Zusammensetzung: Die Bestandteile wurden in versteinertem Kot an einer archäologischen Fundstelle in Mexiko gefunden. Nur die Reihenfolge ist nicht überliefert. An derselben Fundstelle fanden sich auch Reste von Avocado, von Bohnen und Mais (wilde Vorgänger der heutigen Sorten) und von allerlei kleinen Tieren. Offensichtlich gab es nicht alle Tage das gleiche.<< [Paczensky / Dünnebier, 1994]



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