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Weiterer Elbfund!!!
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Verfasst am: 02. 02. 2012 [17:04]
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Linnaeus1758
Beginner
Themenersteller
Dabei seit: 01.02.2012
Beiträge: 6
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Hallo, danke für die Erkenntnis/Antwort beim vorherigen Thema "Versteinertes Knochenfragment aus Elbe!" Da es sich ja nun bei dem letzten Fund event. um ein mittelalterliches Relikt handelt, stellt sich mir die Frage, ob der folgende Fund auch aus der (Zeit)Epoche stammen könnte. Er wurde an fast der gleichen Stelle gefunden wie das Bandhenkelstück. Das Metallstück war eigentlich nur ein großer dunkler "Rostklumpen". Erst nach aufwendigen "Freilegungsarbeiten" kam dieses messerähnliche Stück zum Vorschein. Ich ordnete es aber als nicht weiter "alt" ein. Kann es einen Zusammenhang zu dem Bandhenkelstück geben??? Vielen Dank schonmal für Eure Meinungen! [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 02.02.2012 um 17:05.] |
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Verfasst am: 02. 02. 2012 [18:24]
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astrofratz
Experte
Dabei seit: 12.07.2010
Beiträge: 396
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Hm erinnert doch frappierend an die Rasiermesser vom nordischen Typ aus der Bronzezeit. Das sollteste mal jemandem vom Fach zeigen. Seinerzeit wurde dazu eine Diss in Münster geschrieben. edit: Ok hab nach paar Minuten suchen, gesehen, dass die Art anscheinend recht lange im Gebrauch war, könnte also durchaus wieder Mittelalter sein. [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 02.02.2012 um 18:26.] |
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Verfasst am: 02. 02. 2012 [22:18]
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Melchior
Experte
Dabei seit: 13.06.2011
Beiträge: 146
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Hm, dieser Typ ist tatsächlich sehr lange in Gebrauch. Es ist eine ganz ordinäre Form, Klinge ausgeschmiedet, Griff gebogen. Ist nichtindustriell. Da sehr gut konturiert und nach diesem "Schwung" in der Griffschnecke würde ich allerfrühestens Neuzeit sagen. Frühes 19 Jh halte ich für nicht unrealistisch. Bronzezeit scheidet komplett aus, da Eisen. Die angesprochenen Messer werden "Rasiermesser" genannt und sinds auf jeden Fall nicht, sieht man hier: www.urgeschichte.de/fund/2006/06_05/Mai06_k.jpg Also: EIsenmesser, neuzeitlich, max. 300 Jahre. Gruß Melchior |
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Verfasst am: 03. 02. 2012 [10:40]
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Irminfried
Experte
Dabei seit: 16.09.2011
Beiträge: 213
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Hi, zusammen mit dem Henkel würde ich das ganze etwas älter machen wollen, Mitte 16. Jhdt.- Mitte 17. Jhdt. Gibt es noch mehr Sachen an der Stelle? Gibt es Hinweise auf eine Wüstung an der Stelle (Flurnamenbezeichnung etc.) Gruß Irminfried Thüringen in den Grenzen von 530!
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Verfasst am: 03. 02. 2012 [12:05]
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Pygmalion
Experte
Dabei seit: 17.03.2010
Beiträge: 139
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er schreibt doch, dass es AUS der elbe kommt, oder? das kann da weiß gott wie hingelangt sein und da helfen auch keine weiteren funde..da kann leicht etwas eisenzeitliches neben einer modernen bierdose liegen... |
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Verfasst am: 03. 02. 2012 [12:44]
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Linnaeus1758
Beginner
Themenersteller
Dabei seit: 01.02.2012
Beiträge: 6
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Also vielen Dank nochmal für die Hinweise!!! Zum Fundort lässt sich nur sagen, dass er zum unmittelbaren Stadtgebiet Dresden gehört. Und zwar flußabwärts betrachtet rechte Elbseite auf einer Strecke von ca. 50m unmittelbar am "Blauen Wunder". Der Fluß-/Uferabschnitt ist relativ wenig frequentiert(unwegsam und keine Fußwege in der Nähe). Man kommt nach ca. 500m an einen Buhnenkopf (Sackgasse desswegen wenig frequentiert.). Soviel zum Thema Wüstung in der Nähe |
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Verfasst am: 03. 02. 2012 [13:05]
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Melchior
Experte
Dabei seit: 13.06.2011
Beiträge: 146
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@Irminfried zusammen mit dem Henkel würde ich das ganze etwas älter machen wollen, Mitte 16. Jhdt.- Mitte 17. Jhdt. Nur weils nahe zusammen gefunden wurde muss es nicht ähnlich datieren, bzw. sollte man die Datierung aufeinander stützen. Denke beide sollten wir getrennt betrachten. Auf jeden Fall ein schönes Messerl, gut erhalten! Gruß Melchior |
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Verfasst am: 03. 02. 2012 [13:52]
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Irminfried
Experte
Dabei seit: 16.09.2011
Beiträge: 213
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Büdde nix falsch verstehen... oder, klar, hab mich falsch ausgedrückt ....Ich würde auch das Messer nicht so jung einschätzen und beides eher auf 16./17. Jhdt. datieren... Gruß Irminfried Thüringen in den Grenzen von 530!
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Verfasst am: 03. 02. 2012 [14:15]
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Linnaeus1758
Beginner
Themenersteller
Dabei seit: 01.02.2012
Beiträge: 6
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Entschuldigt meine Unwissenheit! Aber aufgrund der aufwendigen Form insbesondere des Griffes stellt sich mir die Frage nach der Art oder der Funktion dieses Messers. Warum nicht einfach Klinge und nen normalen Griff, so wie normale Messer zum schneiden, schnitzen, stechen etc. Ich denke anhand des Zwecks dieser (nicht alltäglichen) Messerart/form lässt sich auch besser das Alter bestimmen. Oder was meint Ihr? |
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Verfasst am: 03. 02. 2012 [17:19]
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VinzenzMariaHoppe
Experte
Dabei seit: 15.12.2011
Beiträge: 147
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Es ist nicht immer naheliegend und zwangsläufig sinnvoll, dass Messer mit Griff (aus Holz etc.) hergestellt wurden. Das einteilig geschmiedete Messer "aus einem Stück" hatte auch seine Vorteile, z.B. kostengünstige Massenproduktion und auch Witterungsbeständigkeit. Die Griffherstellung für ein Messer ist nicht unaufwendig und kann auch mit Komplikationen verbunden sein. Nicht zuletzt werden z.B. für die Griffherstellung eines Messers z.B. mit Holzgriff u.U, auch hochwertigere Hölzer benötigt, die entsprechend verarbeitet werden müssen und eine bestimmte Haltbarkeit und Stabilität des Griffs gewährleisten mussten. Die verdrehte Schmiedung des Griffes mit Schnecke eines Messers aus einem Stück zeugt schon von einer höheren (Eisen-)Schmiedekunst. Ein (weiteres) Beispiel für ein bronzezeitliches "Rasiermesser": http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/grafik_ausstellungsarchiv/bronzezeit_ausstellung_2009/rasiermesser_800_407.jpg [Es versteht sich von selbst: Nutzung der Quellen und Angaben von Internet-Adressen ausschließlich eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko. Für sämtliche etwaigen Folgen, die aus der Nutzung des hier angegebenen Links resultieren, wird keinerlei Haftung seitens des Verfassers dieses Beitrags übernommen. Links geben nicht automatisch und zwangsläufig die Meinung des Verfassers dieses Beitrags wieder.] ![]() ![]() ![]() Herzliche Grüße, Vinzenz [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.02.2012 um 17:21.] |
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