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Kolumbus kam als letzter


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Verfasst am: 07. 08. 2004 [15:14]
Hans
Novize
Themenersteller
Dabei seit: 30.06.2004
Beiträge: 3
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Der Referent des Abends, Dr. Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Hans-Joachim Zillmer

Ort: Stadt Regen

Thema: die jüngere Geschichte in Europa und Nordamerika aufgemischt.
Um kurz nach acht Uhr abends betrat der aktuelle Sprecher des Treffs das Rednerpult und gab neben einer Vorschau für die nächsten beiden Treffen auch erste Informationen über den nächsten Kongress im Oktober preis. Im August wird das Duo Jo Conrad / Barbara Thielmann auf der Bühne stehen und zum Thema „Wendungen & Lösungen“ sprechen, im September wird der ehemalige ZDF-Meteorologe Wolfgang Tühne über alteingesessene Dogmen über unser Kilma, CO2 und den Treibhauseffekt aufklären.
Für den Referenten war es eine Premiere, obwohl er bereits das dritte mal auf der Bühne hier in Regen stand. Bei dem fünfzigjährigen Bauingenieur hielt nun erstmals moderne Präsentationstechnik ihren Einzug, die mittels Beamer und Leinwand in eindrucksvoller Farbenpracht seine Worte untermalte.
Mit einigen Pressezitaten als auch Stimmen aus der Fachwelt gab es einen einleitenden Rückblick auf die bisherigen Recherchen und dessen Reaktionen in der Öffentlichkeit. Seine These, dass Dinosaurier, Großsäuger und Menschen gemeinsam die Erde bevölkerten, wird zwar noch immer von der Fachwelt bestritten, jedoch häufen sich die Stimmern derer, die diesen Sachverhalt für wahrscheinlicher halten. Auch was das die Zeitspannen zwischen heute und zurückliegenden Ereignissen, wie z.B. das Aussterben der Dinosaurer, betrifft, nähert man sich immer mehr den Theorien von Dr. Zillmer an, wohlwissend, dass so das Gesamtbild unserer Geschichte und der der Erde logischer erscheint.
„65 Millionen Jahre kann sich keiner vorstellen“, so der Referent. Seiner Ansicht nach greift die Wissenschaft auf solche astronomischen Zahlen zurück, um auf eine gewisse Distanz zum damaligen Geschehen zu gehen. Er verglich es mit einer typischen Stadtratssitzung. Während es bei geringen Beträgen, seien es zehntausend Euro für neue Parkbänke, stundenlange Debatten über Sinn und Unsinn gibt, die letztendlich in einer Vertagung oder ähnlichem enden, werden bei Großprojekten wie z.B. einem Krankenhaus oft ohne großes Überlegen Summen in Millionenhöhe vom Fenster hinausgeschmissen. „Alles ist wesentlich jünger!“ lautete die Quintessenz aus seiner langjährigen Forschungsarbeit.
Für eine Ausstellung des Mystery-Parks von Erich von Däniken in der Schweiz war er persönlich in Bogota (Kolumbien), um über Leihgaben zu verhandeln. Mit dabei auch Fuß- und Handknochen in einem offiziell fünfundsechzig Millionen Jahre altem Gesteinsbrocken. Trotz Bestätigungen über die Echtheit dieser Knochen durch den Wiener Chefarzt der Bundespolizeidirektion Wien und einem Professor der hiesigen Universität, tauchen noch heute Stimmen auf, die diese Knochen gerne einem Saurier zuschreiben mit der Begründung: „Diesen Knochen hat man bisher bei den Dinosaurieren noch nicht gefunden, aber man wird ihn noch finden.“
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Die logische Schlussfolgerung für Dr. Zillmer kann nur lauten, dass Dinosaurier und Menschen gemeinsam lebten.
Ein anderes Thema seiner früheren Bücher waren die Sintfluten, die vor wenigen tausend Jahren das Gesicht der Erde gravierend veränderten. Mittlerweile schreiben renomierte Fachblätter wie z.B. „Science“ oder große Tageszeitungen wie „Die Welt“ über die Auswirkungen von „Superfluten“. So wurde nicht nur der nordamerikanische Kontinent durch einen gigantischen Dammbruch überflutet und regelrecht „abgehobelt“, sondern auch der asiatische Raum von Sturmfluten heimgesucht, wobei der Aralsee und das Kaspische Meer entstanden. Auch der Kontinent Australien wurde vor etwa sechstausend Jahren mit bis zu einhundertdreißig Meter hohen Riesenwellen, den Tsunamis, überschwemmt. Noch heute sind aus dem Flugzeug Spuren davon, wie ausgetrockente Fluss- und Seetäler, sichtbar.
Stets betonte der Referent dabei, dass diese Fluten binnen kürzester Zeit kommen und gehen. Nach mehreren Stunden oder Tagen ist alles vorbei, jedoch nichts ist wieder so wie vorher. Ein anschauliches Beispiel hierfür sei die Oderflut. Innerhalb weniger Tage kam und ging die Flut und hinterließ ein Bild der Verwüstung.
Auch der Grand Canyon entstand durch Superfluten, die zwei Seen entsprangen.
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Auslöser für die Gedankengänge und Recherchen des Referenten war folgendes Bild, dass er 1986 aus einem Hubschrauber heraus aufgenommen hat.
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Der steile Abriss an den Kanten zeige, dass der Canyon noch jung sei; genauere Untersuchungen ergaben, dass er in wahrscheinlich vier Perioden entstand. Die letzte Phase war dabei vor etwa fünftausend Jahren, der „Geologische Dienst Amerika“ spricht seit zwei Jahren sogar von nur eintausendreihundert Jahren. „Es geht hier um Dimensionen, nicht um Zahlen“, so der Referent. Letztere machen kaum Probleme, nur die Schere der Größenordnungen klaffe zwischen ihm und der Lehrmeinung noch weit auseinander.
Ein Münzfund in vierunddreißig Metern Tiefe in einer offiziell 100.000 Jahre alten Gesteinsschicht in Illinos, der er kurz und knapp mit „auch hier darf man zwei Nullen wegstreichen“ kommentierte, brachte uns dann zum eigentlichen Inhalt seines aktuellen Buches „Kolumbus kam als Letzter“, in dem in erster Linie neue Erkenntnisse über die Zivilisationen vor der Ankunft des Seefahres aus dem alten Europa in Nordamerika behandelt werden.
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1925 titelte der „Arizona Daily Star“ „Roman relics found here baffle science“, was auf deutsch soviel heißt wie „Der Fund römischer Artefakte hier [in Arizona] verwirrt die Wissenschaft“.
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Was war geschehen? Wenige Monate vorher fand ein Team von Archäologen der Universität Arizona in einer Naturbetonschicht mehrere Gegenstände mit lateinischen und althebräischen Inschriften, darunter auch ein Kreuz und ein „Ritualschwert“, auf dem ein Tier abgebildet ist, dass sehr stark einem Dinosaurier gleicht. Das Interessante an diesem Dinosaurier: er war in waagrechter Körperhaltung gezeichnet. Dieses Wissen jedoch hat man erst seit etwa zwanzig Jahren, zuvor ging man davon aus, dass der Schwanz nach unten und der Kopf nach oben wuchs.
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Eine zeitgenössische Fälschung ist damit augeschlossen. Zwar wusste man 1925 bereits von der Existenz der Dinosaurier, jedoch wusste man noch kaum etwas über deren Körperhaltung und -bau. Was dem Referenten jedoch etwas skeptisch machte, war eine Jahreszahl auf einem der Gegenstände: „800“ war zu entziffern. Die Zählung seit Jesu Geburt, die wir heute haben, ist jedoch erstmals im siebten Jahrhundert aufgetaucht und verbreitete sich anfangs nur sehr langsam. Damals herrschte nämlich eine Geschichtsschreibung vor, die Großereignisse, wie z.B. Kriege, Hochzeiten oder Naturkatastrophen als Bezugspunkte nutze.
Heute befinden sich die gefunden Artefakte übrigens gut versteckt im Keller des hieisigen Museums, wie Dr. Zillmer persönlich feststellen durfte. Der geschichtsinteressierte Besucher bekommt diese nicht zu Gesicht.
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Dieser Fund ist kein Einzelfall, im Gegenteil: nur wenige Jahre später - 1933, fand man in Toluca Valley (Mexiko) einen Kopf aus Terrakotta, der von der Wissenschaft normal als typisch römisch eingestuft wird.
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Mit Hilfe des Max-Planck-Instituts für Nuklear-Physik wurde durch die Thermoluminesenz-Methode ein Alter von etwa eintausendachthundert Jahren festgestellt. Frappierende Ähnlichkeiten vom Stil werden erkennbar, wenn man diesen Kopf mit einem aus Falerii (Italien) vergleicht, der auf das fünfte Jahrhundert datiert wird und heute im Museum der Villa Giulia in Rom aufbewahrt wird.
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Damit war aber noch nicht Schluss, denn der Referent konnte noch mehr darbieten, unter anderem eine Skulptur eines vermeindlichen Maya (links) mit einem „Fremden“ (rechts), der sich aber bei genauerem Hinsehen als Alteuropäer entpuppt. Typisch sind hier der Bartwuchs und die Hutmode, die im fünfzehnten Jahrhundert gängig in Europa war.
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Ferner fand man auf dem nordamerikanischen Kontinent Werkzeuge und Waffen, wie z.B. Doppeläxte, die als Grabbeigaben in Frauengräbern gefunden wurden. Fast identische Exemplare fand man in Frankreich und im Iran. Auch tauchten immer wieder Statuetten auf (hier Wisconsin, Ohio), die allem Anschein nach die Muttergottheit, also die Mutter Erde, symbolisieren. Solche Darstellungen fand man bisher nur auf der Insel Kreta im Mittelmeer.
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Etwas südlicher, im heutigen Ecuador, fand man negride Tonköpfe, deutlich erkennbar an der Schädelform und den wulstigen Lippen. Das Alter wird auf rund zweitausendfünfhundert Jahre geschätzt. Auch hier gibt es seitens der etablierten Wissenschaft keine hinzureichende Erklärung für dessen Existenz auf dem südamerikanischen Kontinent.
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Mit Rollsiegeln, die an das alte Mesopothamien erinnern und hebräischen Schrifttafeln, die auf dem ganzen Kontinent verteilt gefunden wurden, kam der mehrfache Buchautor auf weitere, sehr interessante Dinge zu sprechen.
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Wer heute nach Boston fährt, sollte einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und fünfzig Kilometer nördlich der Hauptstadt Masschusetts „American's Stonehenge“ besuchen. Was auf den ersten Blick wie achtlos herumgeworfene Steine und Felsen aussieht, entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als eine Sternenwarte aus längst vergangener Zeit, die auf Sonnenauf- und Untergänge der sowohl Sommer- und Wintersonnenwende ausgerichtet ist.
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Ferner findet man man verschiedene Steinkammern und quer durch den Wald verlaufende Steinwälle. Das wohl interessanteste Detail ist jedoch eine unterirdische Steinkammer aus Trockenmauerwerk, die mit dem so genannten Opfertisch über ein Sprachrohr verbunden ist. Parallelen mit Orakelstätten aus dem alten Griechenland sind hier unverkennbar. Bei der Suche nach den Erbauern dieser Stätten stieß man auf eine Inschrift, die sich als phönizisch erwies und „Gewidmet Baal, dem Gott der Phönizier“ lautete.
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Während das „Stonehenge von Amerika“ noch heute durch seine versteckte Lage nur wenigen Leuten bekannt ist, müssten die Erdhügel, die man zu zigtausenden fand, eigentlich bekannter sein – hätte man sie nicht reihenweise eingestampft. „Zur Überraschung der Archäologen fand man dort Sachen, die man nicht hätte finden sollen“, so Dr. Zillmer, der ferner erläuterte, dass diese Erdhügel identisch mit denen der Kelten in Europa waren.
Ein zum Glück gut erhaltenes Exemplar war der „Grave Creek-Grabhügel“, der in der Nähe von Moundsville in West Virgina entdeckt wurde und eine Höhe von etwa sechzehn Metern aufwies, der Durchmesser lag etwa bei fünfzehn Metern. Im Inneren befanden sich zwei Grabkammern übereinander. In der unteren Grabkammer, die in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet angelegt war, fand man zwei Skelette. In der oberen Grabkammer, die um neunzig Grad zur unteren versetzt angeordnet ist, fand man ein Skelett als auch ein beschriftetes Amulett als Grabbeigabe. Anfangs datierte man dieses Grab auf ein Alter von zweihundert Jahren und schrieb es den Cherokee-Indianern zu, die als einziger Indanerstamm in Nordamerika eine eigene Schrift besessen haben sollen, jedoch konnte man die Zeichen auf dem Amulett partout nicht identifizieren. Wissenschaftler der Universität Dänemark gelang dies dann doch noch, allerdings stellte sich heraus, dass es keine Indianerschrift, sondern iberisch war, mit dem man es hier zu tun hatte. Die Erklärung der „Wissenschaft“: keine.
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Wer heute in Mexiko die nordwestlichste Maya-Stadt mit ihren Pyramiden, Comalcalco, besucht, wird feststellen, dass diese Stadt aus gebrannten Ziegeln und Kalkmörtel gebaut wurde. Dies ist insofern erstaunlich, weil alle anderen Maya-Städte aus Kalkstein gebaut wurden. Das Unglaubliche dieser Stadt, die auf den ersten Blick eher an eine römische Ausgrabungsstätte erinnert, offenbart sich aber erst, wenn man einen der vielen Ziegel freiklopft und die Unterseite betrachtet. In lybischer Schrift kann man dort „Jesus, Beschützer“ lesen.
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Auch hier leistet sich die etablierte Wissenschaft kaum mehr als ein Schulterzucken, wenn nach einer Erklärung gefragt wird, aber immerhin erlaubt man sich eine grobe Datierung: eintausendsechshundert Jahre soll die Anlage alt sein.
Die Reise, auf die uns Dr. Zillmer an diesem Abend mitnahm, führte uns noch einmal nach Mexiko, genauer gesagt nach Villahermosa. Dort finden sich die so genannten „Kolossalköpfe“, die eine Größe zwischen 1,50 und 3,40 Meter aufweisen.
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Was bisher jedoch kaum Beachtung fand ist die Tatsache, dass die Riefen auf dem Kopf eine alte keltische Schrift darstellte, die so genannte „Ogham-Schrift“, die Ähnlichkeiten mit unserem Morse-Alphabet aufweist, Auch hier dauerte es wieder einige Zeit, bis man auf diese stieß, wurde doch anfangs noch erklärt, dass es sich bei den Riefen um „Graffiti der Einwanderer“ handelte. Das dies nicht der Fall war, sondern dass es vielmehr so war, dass die Inschriften zwischen eintausendsechshundert und dreitausendzweihundert Jahre alt sein mussten, wurde durch einen Vergleich mit den in Europa sich entwickelten Oghamschriften deutlich. Vor ca. eintausend Jahren verfeinerten und ergänzten Benediktinermönche die Oghamschrift. Auf dem amerikanischen Kontinent jedoch finden sich nur Vertreter der alten, ursprünglichen Oghamschrift.
Diese ist ringförmig auf dem Kopf in Form von Strichen angeordnet. Durch das Einfügen von Querstrichen und dem „Auseinanderziehen“ zu einer geraden Linie erhält man dann das endgültig lesbare Exemplar.
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Von Amerika ging es nun zurück nach Europa in die Bronzezeit. Damals waren aufgrund eines wesentlich niedrigeren Meeresspiegels große Teile der heutigen Nordsee bewohnt. Der Golfstrom drang nicht bis nach Großbritannien vor, sondern wurde durch eine natürliche Schwelle in den Golf von Biskaya gelenkt, was zu tropischen Klimaverhältnissen führte.
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Aus dieser Zeit stammen auch die Höhlenmalereien, die man hauptsächlich in Südfrankreich fand und die laut Dr. Zillmer fälschlicherweise in die Eiszeit hineininterpretiert werden. Ein weiterer Widerspruch hierzu ist die Tatsache, dass die dort abgebildeten Menschen allesamt barfuß sind und keinerlei Hinweise auf kalte Temperaturen zu finden sind.
Es wird aber noch skuriler in Sachen Irrtümer: Am Niederrhein fand man bei Bohrungen in zwanzig Meter Tiefe die Überreste von Löwen und Elefanten, ein eindeutiger Beweis für die Klimaänderung. Ähnlich verhält es sich bei einem Blick in den Mittelmeerraum. In den dortigen Ländern finden sich immer wieder Ruinen und Überreste alter Hafenstädte, allerdings entweder meist versunken im Mittelmeer, wie z.B. vor der ägyptischen Küste, oder aber rund zwanzig Kilomteter im Landesinneren.
Der Referent stellte auch nochmal fest, dass Tiere nicht am Ende einer Eiszeit aussterben, wie immer wieder in Büchern zu lesen ist, sondern dass die Logik dafür spricht, dass diese am Anfang aussterben, also wenn urplötzlich ungewohnte Kälte und damit verbundene Nahrungsknappheit auftritt. Eine Prognose seiner seits lässt darauf schließen, dass es in weniger als fünftausend Jahren aufgrund der globalen Erwärmung kein Eis mehr geben wird.
Durch die wechselnden klimatischen Verhältnisse wird auch deutlich, wie es möglich war, dass sich auf beiden Seiten des Atlantiks eine ähnliche bis identische Kultur entwickelte. So senkte sich der Meeresspiel teilweise bis zu vierhundert Meter, was eine nördliche Landverbindung europäisches Festland – Island – Grönland ermöglichte.
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Das unsere Vorfahren in Europa keineswegs wilde Barbaren waren, wie immer wieder im Laufe der Geschichte erzählt wurde, steht heute mittlerweile schon fest. Immer wieder zeige Funde, beispielsweise von Siedlungen, die großen planerischen Fähigkeiten. Zu solchen Bauten gehörten auch die „Keltenschanzen“, die man zuhauf auch in Nordamerika fand und dort unter dem Namen „Earthworks“ bekannt sind. Bereits 1860 erschien in den USA ein Buch, indem alle bis dahin bekannten Funde detailliert aufgelistet wurden.
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Hierbei wurde wieder uraltes astronomisches Wissen angewandt. So fand man im Bundesstaat Ohio zwei einhundertachtzig Kilometer entfernt auseinander liegende Earthworks, die auf den nördlichsten Untergangspunkt des Mondes ausgerichtet sind, welcher aber nur alle 18,6 Jahre vom Erdtrabanten passiert wird.
Wer glaubt, dass wir uns langsam dem Ende der Funde in Nordamerika zuwenden, der hat sich geirrt, es gibt noch vieles zu zeigen und zu erläutern. In Reading, South Royaltown (beides Vermont), Upton (Massachusetts) und an anderen Plätzen fand man so genannte „Steinkammern“, die vom Referenten genauer unter die Lupe genommen wurden.
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Diese Steinkammern wurden aber nicht alleine angetroffen. In der näheren Umgebung finden sich neben alten Steinbrücken auch Steinwälle mit teils riesigen Felsbrocken und megalithischen Wackelsteinen. Bei genauen Vermessungen zeigte sich, dass die Planung solcher Stätten keineswegs dem Zufall überlassen wurde; auch hier offeriert sich wieder höchste astronomische Präzision. Ausrichtungen auf Sonnenauf- oder Untergangspunkte zu wichtigen Jahrestagen wie Sonnenwende oder Tagundnachtgleiche sind hier die Regel. Als Erbauer kommen dabei höchstwahrscheinlich irische Mönche in Frage, die einen christlichen Glauben in Verbindung mit ihrer Naturreligion auf Basis der Muttergöttin Erde zelebrierten.
Als ein absoluter Geheimtipp gilt mittlerweile der Steinkreis auf dem „Burnt Hill“ in Massachusetts. Dieser liegt auf einem Privatgelände und kann deshalb nicht von jedem besucht werden. Zwar kann dieser Steinkreis bei weitem nicht mit Stonehenge in England mithalten, jedoch ist auch hier wieder die Funktion als Sternenwarte zweifellos erkennbar.
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Nur ein relativ kurzes Stück davon entfernt, etwa fünfzig Kilometer nördlich von New York in der Ortschaft Salem, steht ein so genannter Dolmen aus Granit, der in der Gegend nicht vorkommt. Die Abstützungen, auf denen er ruht, sind offenbar in einem aus der alten Welt stammenden Maßsystem, der „Megalithischen Elle“, angeordnet.
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Nach der Vorstellung dieser vielen Stätten, die allesamt vor der Ankunft von Kolumbus entstanden sein müssen und nur eine kleine Auswahl darstellen, zeigte der Referent noch einen byzantinischen Münzfund, der aus dem elften Jahrhundert stammte und von dem Amerikaner David Dunlap in Vermont gefunden wurde. Die Inschrift der Münzen wurde inzwischen auch entziffert und lautet „Jesus Christ König der Könige“. Ferner wurden am Strand von Beverly in Massachusetts vier römische bzw. keltische Münzen aus dem vierten Jahrhundert gefunden. Dies jedoch sind bei weitem nicht alle Münzfunde.
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Am Rande erwähnte Dr. Zillmer, dass er in Nordamerika keinen solchen Vortrag wie den in Regen halten könne, da ihn keiner einladen würde. Dort verschließt man sich vieler Orts den knallharten Fakten (und Funden), die eine andere Sprache als die der Lehrbücher sprechen.
Nicht nur vermeindliche „Kultstätten“ und Gräber wurden gefunden, sondern auch die Überreste von Bronzeschmelzen, die auf ein hohes technisches Know-how bei den damaligen Bewohern schließen lassen. In den Bundesstaaten Ohio, Virginia, Georgia, Kentucky und New Mexiko wurden über einhundertfünfzig solcher Schmelzöfen gefunden.
Mit einem kurzen Einschub wurde dann der Vortrag etwas aufgelockert, indem Dr. Zillmer die Frage stellte, ob Zeitalter Realität oder Fiktion sind.
Als Beispiel gab er das zwanzigste Jahrhundert an. Wenn man die Architektur vor dem Ersten Weltkrieg mit der zwischen den Weltkriegen und der nach dem Zweiten Weltkrieg vergleicht, wird man feststellen, dass drei gänzlich verschiedene Baustiele anzutreffen sind. Spätere Historiker in einigen Jahrhunderten oder Jahrtausenden könnten deswegen darauf schließen, dass sich drei gänzlich verschiedene Kulturen in Deutschland befanden – natürlich auf entsprechende Zeit in die Länge gedehnt. Ähnliches könnte mit „Alltagsgegenständen“ geschehen. Eine Cola-Dose könnte in der fernen Zukunft vielleicht zu der Annahme führen, dass diese die Amerikaner bei ihrer Einwanderung nach Europa zu uns mitgebracht hätten.
Doch wieder zurück zum Thema, denn es gibt noch ein paar interessante Dinge zu zeigen, wie die Effigy Mound Buildings in Serpent Mound in Ohio. Diese mit Steinen bewehrten Anlagen, die die Form einer Schlange haben und die man anfangs auf ein Alter von zweitausend Jahre schätze, entpuppten sich nach Grabungen, bei denen man Holzkohle aus dem elften Jahrhundert fand, als rund eintausend Jahre jünger. Neben diesen Hinweisen gibt es zahlreiche andere die ein Umdenken fordern, was die Einteilung der Zeitalter betrifft. Die Wissenschaft neigt noch immer dazu, Funde willkürlich in erfundene, durch Jahrtausende getrennte Kulturstufen zu verschieben, statt sie als Gemengenlage-Funde eventuell verschiedener Kulturen anzusehen.
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Doch es gab noch mehr zu erzählen an diesem Abend; so erfuhr man, dass nicht die ersten Siedler befestigte Siedlungen bauten, sondern lange vorher bereits Verteidigungsanlagen gebaut wurden, wie z.B. das Fort Ancient in Ohio, dass sich als ähnlicher Bau zum Hohen Dörnberg am Westrand der Hessischen Senke herausstellte. Um das Plateau verläuft ein Ringwall, teilweise ist auch noch ein Graben vorhanden.
Es wurden auch zahlreiche Anlagen gefunden, die auf künstlich errichtenen Flussinseln erbaut wurden, indem man den Fluss außen herumleitete. Sowohl in Nordamerika, als auch in Europa, wie z.B. in Manching, wurden solche Siedlungen im nahezu identischen Stil erbaut. Dabei sollen auf dem nördlichen amerikanischen Kontinent die Irokesen die verantwortlichen Erbauer gewesen sein, die auf die Langhausbauweise zurückgriffen. Diese Langhausbauweise ist dort bis etwa 1800 identisch mit der in Nordeuropa bis zum dreizehnten Jahrhundert. Vergleicht man zusätzlich noch den Langhaustyp der Huron-Indianer mit dem in Island bis ins dreizehnte Jahrhundert vorkommenden Stil, so sind auch hier wieder eklatante Ähnlichkeiten bis hin zu teils identischen Bauweisen ersichtlich. Interessanter Aspekt am Rande: Sowohl bei den Kelten als auch bei den Irokesen war die älteste Frau einer Familie in einem Langhaus das Familienoberhaupt und hatte damit das Ruder in der Hand. Nach außen hin jedoch wurde die Familie vom ältesten Mann vertreten.
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Kommen wir nun zum letzten Teil des Vortrages, der sich in aller Kürze hauptsächlich mit der Geographie und der Klimatik beschäftigte. Bereits 1908 stellte der Professor Johannes Walther fest, dass aufgrund zahlreicher Funde von Muscheln und Flachseefischen zwischen Jan Mayen und Island in Tiefen zwischen eintausendfünfhundert und zweittausend Metern sich in „jüngster Zeit“ ein Teil des Nordpolarmeeres um zweitausend Meter gesenkt haben muss.
Auf beiden Seiten des Ozeans findet sich nicht nur die selbe Säugetierfauna, die selben Schmetterlinge etc., sondern auch die Knochen von gleichen Dinosaurieren, wie zum Beispiel die des Allosaurus. Ferner sind die gleichen Typen von Faustkeilen anzutreffen.
Außerdem resultiert aus dem Absinken des Meeres die Tatsache, dass Island früher wesentlich größer war als heute. Dies ist auch an sehr alten Karten ersichtlich, auf denen die Insel wesentlich größer im Vergleich zu Grönland und dem europäischen Festland wirkt. Grönland wird auf solchen Karten außerdem als eisfreies Gebiet ausgewiesen.
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Sogar die Antarktis soll erst seit relativ kurzer Zeit vereist sein, wenn man den Worten des Referten Glauben schenken mag. Auf der Bauche-Karte von 1737 ist erstmals das antarktische Festland eingezeichnet – vor der offiziellen Entdeckung des Südpols 1808, der laut Wissenschaft seit dreißig Millionen Jahren vereist sein soll. Auch Australien findet sich bereits richtig kartographiert wieder auf dieser Karte aus dem frühen achtzehnten Jahrhundert.
Mit einer Auflage von eintausend Stück wurde im Jahr 1507 die Weltkarte von Martin Waldseemüller in Europa weltberühmt. Heute ist leider nur nur noch ein einziges Exemplar erhalten geblieben. Auf dieser Karte tauchte erstmals der Name „Amerika“ auf. Der südamerikanische Kontient erschien bereits als separater Erdteil globusartig auf der linken Seite der Karte, obwohl diese Erkenntnisse erst 1520 durch Ferdinand Magellan ansatzweise nachgewiesen wurden und Südamerika noch nicht erforscht war. Auf der rechten Seite der Karte findet man bei genauerem Hinsehen die Küstenlinien (Süd-)Amerikas wieder, dass relativ weit hinauf reicht und letztendlich durch eine Landbrücke (Beringstraße) mit Asien verbunden ist. Gab es vielleicht doch eine eisfreie Landverbindung bis in die jüngste Vergangenheit?
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Das die offizielle Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus nicht der erste Besuch von Europäern in Nordamerika war, haben wir ja bereits gesehen, dass allerdings bereits das französische Königshaus mehr als zweihundert Jahre vorher schon regen Handel mit Südamerika hatte, war vielen Besuchern doch neu.
Im Jahr 1493 erließ Papst Alexander VI. eine päpstliche Bulle, die die Aufteilung Amerikas zwischen Spanien und Portugal besiegelte. Was damals wahrscheinlich jedoch diesen Ländern und auch dem Papst noch unbekannt war, war die die Tatsache, dass bereits im dreizehnten Jahrhundert durch Normannen Rotholzextrakt Bakkam (auch Bresill oder Brasilly genannt) und später ganze Stämme aus Südamerika importiert wurden. Unter der Herrschaft von Ludwig den IX. (1214 – 1270) erschien dann auch noch Buch von Estienne Boileau über den Gebrauch von Brasilholz. In den Jahrzehnten darauf erschienen schließlich immer mehr Karten über „Brazil“, dem heutigen Südamerika.
Als diese Tatsachen immer mehr an die Öffentlichkeit drangen, sah sich Papst Clemens VII. 1533 dazu genötigt eine Erlärung herauszugeben. Diese Erlärung ließ verlautbaren, dass die Bulle von 1493 „nur die bekannten Kontinente betrifft und nicht die vorher von anderen Kronen entdeckten Länder“.
Diese „Geheimnistuerei“ als auch die Tatsache, dass auf der Waldseemüller-Karte Nordamerika sehr klein gezeichnet wurde rührt daher, dass die Franzosen ihre wirtschaftlichen Interessen wahren wollten. Ihnen gelang es dieses Wissen, das laut dem Referenten noch von den in der Normandie ansässigen Wikinger stammte, über eine lange Zeit für sich zu behalten, um einen wirtschaftlichen Vorteil daraus ziehen zu können.
Ein Schwenk nach Grönland zeigte uns dann, dass dort Funde aus aller Welt ausgegraben wurden, die unter dem ewigen Eis schlummerten, das wiederum erst um das Jahr 1350 aus dem grünen Land ein weiße Eiswüste machte. Bei Ausgrabungen fand man nicht nur Anthrazitkohle aus Maine, sondern auch Buddhas aus dem sieben Jahrhundert, Eidechsenleder aus Indien, griechische Münzen und sogar Seide aus China.
Die damaligen klimatischen Verhältnisse erlaubten eine intensive Landwirtschaft. Höfe mit weit über einhundert Kühen waren keine Seltenheit.
Die Theorie Zillmers, dass die nördlichen Breiten wie Grönland vor nicht all zu langer Zeit eisfrei sein mussten, zeigten dann auch noch Funde in Alaska, wo man unter Schnee und Eis die Überreste von Mammutbäumen ausgegraben hatte.
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Der Referent brachte nun noch einige Details zu den Wikingern und ihren Rüstungen, die auch in Mittelamerika von den dortigen Königen getragen wurden, ehe er versuchte, für das bisher gesagte einen groben zeitlichen Überblick zu schaffen.
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Im Laufe der jüngeren Zeit kam es zu zwei größeren Naturkatastrophen, die einmal um 900 und einmal um etwa 1350 die Geschichte eklantant prägten. Genau dazwischen liegt übrigens die „Mittelalterliche Wärmezeit“, in der es zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Blüte in Europa kam – die meisten Stadtgründungen wurden verzeichnet, die größten Bauwerke wie Brücken, Kirchen oder ähnliches gebaut, ehe es im vierzehnten Jahrhundert durch Pest und ein verändertes Klima wieder „bergab“ ging.
Heute erleben wir wieder eine Klimaerwärmung, die nach den Aussagen des Referenten eine natürliche Erscheinung ist, da sich die Erde von den letzten Naturkatastrophen langsam zu erholen beginnt.
Mit dem Hinweis, dass nicht alle seine Theorien den Anspruch auf die vollständie Wahrheit aufweisen, aber „der Zug in die richtige Richtung gehe“, endete der etwa zweistündige Vortrag, ehe es dann im Fragen-Antworten-Teil nochmals interessant wurde.
Der erste Frage betraf die Rolle der katholischen Kirche, bei der der Referent zwar ausführlich, wenn auch teilweise etwas zurückhaltend antwortete. So sei die katholische Kirche erst 1400 von Avignon (Frankreich) nach Rom gezogen. Dort baute man die zum größten Teil zerstörte Stadt wieder auf. Noch heute zeugen etruskische Tempelfundamente von deren alter Vergangenheit. Dazu kam, dass es teilweise drei bis vier verschiedene gleichzeitig regierende Päpste gab, die mit ihrer Macht- und Geldgier ganz das Gegenteil der Kirche repräsentierten, zu der die keltischen Bettelmöche gehörten. Laut Dr. Zillmer ist die katholische Kriche eine Art, auf die man sich im Laufe der Geschichte geeinigt hatte, denn das Christentum kam von Äthopien über Griechenland über Irland wieder zurück nach Europa.
Die zweite Frage galt dem Goldabbau der Annunaki in Südamerika, den Zecharia Sitchin in seinen Büchern beschrieb. Dr. Zillmer erklärte, dass sowohl Fluggeräte als auch der Erzabbau für ihn kein Thema wären, auch der Einfluss „außerirdischer Götter“ sei eine andere Frage. Am meisten störe ihn jedoch die Zeiträume von hunderttausenden von Jahren, die seiner Ansicht nach nicht sein können. Er ist sich jedoch sicher, dass es vorher technische Errungenschaften und technisches Gerät gab, welches um das Jahr 900 wieder verloren gingen und später teilweise „wiederentdeckt“ wurden. Auch altes Wissen aus Asien komme nun wieder langsam zu uns zurück.
Keine klare Antwort konnte der mehrfache Buchautor auf die Frage nach dem Grund für die Eisbildung im Jahr 1350 geben. Es sei noch nicht hundertprozentig klar, aber es muss ein größeres Naturereignis gewesen sein. Momentan gäbe es mehrere Theorien, die aber erst noch genauer unter die Lupe genommen werden müssen.
Jemand anders wollte durch Dr. Zillmer in Erfahrung bringen, wie viele Zivilisationen es schon vor uns schon untergangen sind. Hier verwies der Referent wieder auf seine anfangs gemachte Aussage, dass alle Zeiträume stark zusammengeschoben werden müssen. Dadurch glaube er auch nicht, dass es vor unseren Zivilisationen all zu viele andere gab, von deren Existenz wir nichts mehr wissen. Es sei sogar so, dass die Wissenschaft mittlerweile dazu tendiert, das Alter der Menschheit hinaufzusetzen, wohlwissend, dass damit noch größere Lücken klaffen, für die man verzweifelt die fehlenden Verbindungsglieder sucht.
Danach tauchte die Frage auf, was es dann genau mit Cäsar auf sich hatte. Dr. Zillmer gab an, dass diese Person wohl mehr Fiktion als Wirklichkeit war. Es ergeben sich zahlreiche Parallelen zum Leben Jesu, wenn man die überlieferten Biographien Cäsars analysiert. „Geschiche wird kopiert!“ war seine lapidare Aussage. Er ging sogar soweit und behauptete, dass vieles in unserer Kunstgeschichte nur erfunden sei. So waren auch die Römer nicht mehr als nur eine Provinzmacht, während die Etrusker die waren Beherrscher Roms waren.
Die Frage nach der Möglichkeit, ob Jesus dann nicht erst im elften Jahrhundert unserer Zeitrechnung lebte, verneite Dr. Zillmer. Die Figur Jesus ist auf jeden Fall älter, aber hier begegnet man wieder etlichen Fälschungen, wie z.B. der der „Konstantinischen Schenkung“, die die Herrschafts- und Besitzrechte der römisch-katholischen Kirche in Schall und Rauch aufgehen lässt.
Ein Besucher wollte zu diesem Thema mehr wissen und hakte in die Richtung der fehlenden dreihundert Jahre unserer Geschichtsschreibung auf, die durch Autoren wie Illig publik wurden. Der Referent erklärte, dass man aufgrund astronomischer Daten zweihundertsiebenundneunzig Jahre aus unserer Geschichte herausschneidet; er sehe dies jedoch nicht ganz so. Zweifelsohne aber gab es die Figur des Karl des Großen so wie er in den Geschichtsbüchern steht nicht. Auch kann man davon ausgehen, dass erst ab rund 1400, als die katholische Kirche nach Rom ging, von einer realen Geschichtsschreibung die Rede sein kann. Alles vorher ist oft zweideutig und so verwundert es nicht, dass immer wieder historische Urkunden wie die von Konstantinopel als Fälschung entlarvt werden. Dabei sind dies keine Einzelfälle; da sich die Urkunden oft auf ältere Urkunden beziehen, die ebenfalls als Fälschungen entlarvt werden, fallen oft ganze Reihen an Urkunden als geschichtliche Belege heraus, was die Geschichte vor 1400 weitgehend verschleiert und dass so mit dem Auftauchen der Pest in Europa von einem „Neuanfang“ gesprochen werden kann. In diesem Zusammenhang ging Dr. Zillmer auch nochmals auf die Klimaänderungen ein. So wurde dem Publikum mitgeteilt, dass eine Erwärmung der Erdmeere um nur drei Grad Celsius bereits eine Verdoppelung des CO2-Gehalts der Luft bedeutet. Zwar betonte der Referent, dass er kein Befürworter derjenigen Gruppierungen sei, die den Ausstoß an Treibhausgasen verharmlosen, jedoch ist der Anteil des Menschen an der Erwämung seiner Ansicht nach so gering, dass dies im momentanen Klimawandel zu vernachlässigen ist.
Ob diese Klimaveränderungen zyklisch vorkommen, war eine weitere Frage, die der Referent allerdings verneinte. „Eine Eiszeit kommt nicht mehr, es wird immer wärmer.“ So wird es nach den Ansichten des Referenten mehr Stürme und eine höhere Feuchtigkeit geben, was auch dazu führen wird, dass die Erde abtrocknet. Einen Umschwung hin zu einem kälteren Klima wird es nur geben können, wenn Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche oder Asterioideneinschläge geschehen.
Die letzte Frage des Abends galt dem fossilen Kohlendioxid, welches in Gas und Kohle gebunden ist. Nach der Meinung des fragenden Besuchers würde dies doch entscheidend zum CO2-Gehalt der Luft beitragen. Dies jedoch verneinte Dr. Zillmer; zwar wird dieses Gas zweifelsohne beim Verbrennungsprozess freigesetzt, jedoch ist dieser Anteil im Vergleich zum Anteil des freiwerdeneden CO2 der Weltmeere – wie er vorher bereits erläuterte – so gering, dass es kaum Auswirkungen hat.
Den Abschluss des Abends bildete eine Erzählung über ein Gespräch mit Frau Dr. Schweiz, der Auslandskorrespondentin des ZDF in Moskau zur Zeit des vermeindlichen Putschversuches im Jahr 1990. Diese vertraute ihm in einem persönlichen Gespräch an, dass es, obwohl von den deutschen Medien immer wieder gemeldet wurde, keinen Putsch des Militärs in Moskau gab. Als schließlich nach drei Tagen der fortdauernden Meldungen in den Nachrichten noch immer keine Bilder gesendet wurden, griff man in die Trickkiste des ZDF. Man filmte durch den Stacheldraht einer Moskauer Kaserne mehrere Panzer, schnitt dieses Material mit Filmaufnahmen des russischen Parlamentsgebäudes zusammen und sendete es in den Abendnachrichten.
„Seit diesem Zeitpunkt“, so der Referent, „glaube ich an gar nichts mehr.“ Er habe von Kind auf gelernt alles kritisch zu hinterfragen und gab den Appell es ebenso zu tun an die anwesenden Besucher weiter. „Hinterfragen sie alles und nicken sie nicht einfach ab!“ Mit diesen Worten, die mich persönlich sehr an die eines mehfachen schweizer Buchautors und Archäologen erinnern (leider fällt mir der Name gerade nicht ein05-icon_wink.gif, endete dieser Abend und ein sichtlich durchgeschwitzer, aber auch glücklicher Dr. Hans-Joachim Zillmer verließ unter anhaltendem Applaus die Bühne....

Quelle:
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Verfasst am: 11. 08. 2004 [23:42]
kalligraph
Amateur
Dabei seit: 21.05.2004
Beiträge: 46
Der schweizer Nicht-Archäologe und Aufsteller unbewiesener Behauptungen heißt Erich von Däniken und macht durch sein Auftauchen die Sache so dubios, daß schon seine Erwähnung reicht, den Artikel nicht ganz lesen zu müssen. Dänikens Märchen sind alle so gestrickt, daß sie, wenn es nur die von ihm erfundenen Dinge gäbe, tatsächlich spannend sein könnten. Aber auch das Bildmaterial im hiesigen Bericht sagt nichts aus. Wo sind die Beweise dafür, daß die Hünengräber in Amerika sind, wo die wissenschaftliche Datierung der wunderbar klar erhaltenen Ritzinschriften? Ich habe ein paar alte Ritzungen in privaten Sammlungen in der Hand gehabt, so tolle waren nie dabei. Wow, das muß Technologie sein! Bitte um Verschonung einer Antwort. Ihc glaube schon an Gott, Däniken und Consorten brauche ich nicht mal als ärmlichen und erbärmlichen Religionsersatz.
Verfasst am: 12. 08. 2004 [09:26]
CrisP
Amateur
Dabei seit: 13.10.2003
Beiträge: 35
Schau doch mal bei [url "http://www.zillmer.com/"]www.zillmer.com[/url] nach, da wird Dir ganz anders. Immerhin ist es ein buntes Sammelsurium der abstrusesten Ideen und Theorien, von einem vergewaltigtem Kreationismus bis hin zur wundervollen Erdexpansionsthese. Die Beweisführung etc. bleibt natürlich Private Property des Autors, sonst kauft ja keiner seine Bücher.
Apropos Beweis: Ich gehe mal davon aus, dass Du immer noch im Besitz der 50 Euro bist...07-cool.gif


Ciao, Chris.
Verfasst am: 12. 08. 2004 [10:07]
kalligraph
Amateur
Dabei seit: 21.05.2004
Beiträge: 46
Hallo! Bis jetzt habe ich die 50 Euro noch, ich bin ja so uneinsichtig und will Beweise, die auch ohne Adoption durch Illig noch Beweise bleiben. Hach, was bin ich so doof! Die Welt könnte so schön sein, so geheimnisvoll und so anders! Wie wird mir anders.
Verfasst am: 13. 08. 2004 [15:13]
CrisP
Amateur
Dabei seit: 13.10.2003
Beiträge: 35
Hi,

falls Du in einer geheimnisvollen Welt mit 65 Millionen Jahre alten Menschenknochen verharren willst, dann nicht weiterlesen!!
Ansonsten hier die ernüchternde Alternative:
[url "http://doernenburg.alien.de/alternativ/fun/fun02.php"]http://doernenburg.alien.de/...rnativ/fun/fun02.php[/url]

Hat Zillmer zwar nicht erwähnt, aber ist irgendwie passend.
[url "http://www.archaeologisch.de/truthahnschleswig.html"]http://www.archaeologisch.de/truthahnschleswig.html[/url]
(Womit ich nicht behaupte, dass Zillmers Beispiele alle eine Auflösung wie in diesem Artikel finden müssen...)

Ciao, Chris.


P.S.: Und den habe ich auch noch gefunden...
[url "http://www.phoenixnewtimes.com/issues/1996-03-21/columns.html"]http://www.phoenixnewtimes.com/issues/1996-03-21/columns.html[/url]
Verfasst am: 31. 08. 2004 [16:51]
krtek
Routinier
Dabei seit: 21.08.2002
Beiträge: 60
Auch von mir nur ganz kurz der Hinweis auf einige interessante Internetseiten:

Gunnar Ries
Irrtuemer der Erdgeschichte oder nur Irrtuemer eines Katastrophisten?
Kritiken zum Buch "Irrtuemer der Erdgeschichte" von Hans-Joachim Zillmer
[url "http://www.gunnarries.de/Zillmer.html"]http://www.gunnarries.de/Zillmer.html[/url]

Zum [font "Arial"]"Hammer von London" bzw. [/font]
Klaus Richter: Ein Hammer aus der Kreidezeit
[url "http://richter.alien.de/darwin3.htm"]http://richter.alien.de/darwin3.htm[/url]

Zum Terrakotta-Kopf aus "Toluca Valley":
J. Huston McCulloch: The Calixtlahuaca Head
[url "http://www.econ.ohio-state.edu/jhm/arch/calix.htm"]http://www.econ.ohio-state.edu/jhm/arch/calix.htm[/url]

Romeo H. Hristov and Santiago Genovés T.: The Roman Head from Tecaxic-Calixtlahuaca, Mexico: A Review of the evidence. Paper prepared for the 66th Annual Meeting of the Society for American Archaeology in New Orleans, Louisiana (April 18-22, 2001).
[url "http://www.unm.edu/~rhristov/Romanhead.html"]http://www.unm.edu/~rhristov/Romanhead.html[/url]

Zu Zillmers kruden Wikinger-Theorien kurz hier und anderswo:
[url "http://72.rapidforum.com/topic=104681415049%26search%3Dzillmer"]http://72.rapidforum.com/topic=104681415049%26search%3Dzillmer[/url]

So könnte man Stück für Stück jeden angeblichen "Beleg" Zillmers demontieren, wenn man nur ein wenig kritisch hinterfragt. Aber das soll jedem/jeder selbst überlassen sein, denn das macht ja auch Spass. 05-icon_wink.gif)

Viele Grüße
Krtek
Verfasst am: 11. 10. 2004 [19:22]
krtek
Routinier
Dabei seit: 21.08.2002
Beiträge: 60
Hallo Chris,

natürlich erwähnt Zillmer in seinem epochalen Meisterwerk auch den Truthahn im Dom zu Schleswig. So einen schlagkräftigen Beweis wird ein Forscher wie er doch nicht unterschlagen dürfen.

Siehe zu diesem Buch auch die Diskussion hier: [url "http://www.mysteria3000.de/forum/viewtopic.php?t=543"]http://www.mysteria3000.de/forum/viewtopic.php?t=543[/url]

Viele Grüße
Krtek
Verfasst am: 12. 10. 2004 [18:37]
fabcaesar
Experte
Dabei seit: 13.06.2003
Beiträge: 155
Bei amazon findet sich eine interessante Rezension zu dem Buch, wo Zillmer, Topper und Illig zuerst in einen Topf geworfen werden, mit der Behauptung, alle würden mal eben ein paar (!) tausend Jahre aus der Geschichte streichen. Allerdings wird dann eingeräumt, dass Illig "noch sorgsame Quellenanalysen unternimmt, um seine Thesen zu untermauern, [wo] sich Zillmer der Abrißbirne [bedient]."

Wir der Rezensent auch, finde ich übrigens die schmerzlose Streichung des Imperium Romanum am beeindruckendsten. 01-smile.gif)
Verfasst am: 15. 09. 2005 [16:27]
anonymous
Experte
Dabei seit: 01.01.1970
Beiträge: 406
das war ich. allerdings hab ich geschrieben: "... ein paar hundert oder tausend jahre...", schließlich sind es bei illig ja nur knapp dreihundert jahre, die ihn stören.
Verfasst am: 20. 09. 2005 [17:22]
CrisP
Amateur
Dabei seit: 13.10.2003
Beiträge: 35
Naja, wenn man's ganz genau nimmt, fallen bei Illig ebenfalls ein paar tausend Jahre weg, denn der "Illig-Elefant" tummelt sich ja nicht nur im Frühmittelalter-"Porzellanladen", sondern auch in der Abteilung "Ägyptisches/Pharaonisches Geschirr", und da ist einiges mehr an Jahren zusammengestrichen - äh - zu Bruch gegangen... 04-icon_cheesygrin.gif

Quellenanalyse bei Illig? Schlechter Scherz...



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