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Verfasst am: 12. 01. 2012 [17:40]
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VinzenzMariaHoppe
Experte
Dabei seit: 15.12.2011
Beiträge: 147
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Hallo Kurti,
bez. der Nutzung von Quadratrastern durch Künstler in der Vergangenhheit:
Für ein besseres Verständnis möchte ich auf den Umstand hinweisen, das viele Künstler, Baumeister, Handwerker, Vermesser, Astronomen etc. (verschiedener bestimmter Epochen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch gerade den Zirkel als Zeichen- und Vermessungsinstrument in Kombination mit einem Richtscheit (bzw. Linealen o.ä.) benutzt haben dürften, um Rasterungen, bzw. kompositorische Aufbauten (Substrukturen) von Kunstwerken, Bauwerken, Objekten etc. zu erzeugen. Das Quadrat ist für mich mit großer Wahrscheinlichkeit eine Folge des basalen Umgangs mit einem Zirkel und somit mit der Kreisform (insbesondere auch Kreismuster). Die Reihenfolge ist dabei jedoch nicht so sehr entscheidend, sondern vielmehr, dass wo z.B. ein Quadrat ist, auch ein dem Quadrat zugrundeliegender Kreis sein kann (und möglich auch umgekehrt).
Durch die genauere Betrachtung konstruktiv-zeichnerischer Möglichkeiten mit Zirkel und Richtscheit (bzw. Lineal etc.) lässt sich einiges interessantes entdecken und noch besser verstehen, denn auch die Quadratraster (so wie auch z.B. rechtwinklige Reißwinkel oder z. B. Messstäbe mit Maßeinteilungen, z.B. Lineale) waren nicht schon immer da, sie entstanden ja erst durch Rationalisierung und wurden irgendwann einmal zuerst überhaupt entwickelt, bzw. "entdeckt". Einen Großteil der Entwicklungsarbeit dürfte weltweit und vielerorten der Zirkel als Zeichen- und Vermessungsinstrument geleistet haben. Die "Zirkelvariante" zur Entwicklung von Quadrat, Dreieck, Rechteck, Polygone, rechtwinkligen Rastern, Winkelungen etc. halte ich für die wahrscheinlichste.
Bei einigen Kunstwerken und auch Bauwerken der Vergangenheit lässt sich viel eher ein eindeutiger Kreisbezug als ein Bezug zum rechtwinkligen Grundmodul, z.B. zum Quadrat erkennen. Mischtechniken waren natürlich jeweils auch an der Tagesordnung in verschiedenen Epochen.
Aufgrund des Kreisbezuges kommen deshalb z.B. auch den Winkelungen des Sechsecks besondere Bedeutungen zu (15°; 30°; 60°) und auch der 45°-Winkel ist zunächst einmal auch (neben anderen Möglichkeiten) als potenzielle Folge der Arbeit mit Zirkel und Richtscheit (Lineal) zu observieren.
Die wesentlichste und grundlegendste und offensichtlichste Möglichkeit, ein gleichseitiges Sechseck zu konstruieren ist die konstruktive Arbeit mit Zirkel und Richtscheit (bzw. Lineal etc.). [Hexagonales Prinzip: Der Radius eines beliebigen Kreises lässt sich recht exakt sechsfach auf dem Kreisumfangsbogen des beliebigen Kreises abtragen; es kann z.B. ein Sechseck eingezeichnet werden].
Eine weitere Möglichkeit wäre z.B. die Benutzung eines gleichseitigen Dreiecks, das in Folge aneinandergelegt wird, bis ein Sechseck mit 6 Segmenten entsteht. Die konstruktive Arbeit mit Zirkel und Richtscheit (bz. Lineal etc.) ist m.E: aus verschiedensten Gründen jedoch wesentlich naheliegender und kann eher auch als die Wiege des gleichseitigen Dreiecks vermutet werden.
Siehe auch meine Homepage: http//:www.zirkelundrichtscheit.de
oder das in der Rubrik "Allgemein" von mir eingestellte Thema: "Geometrische Planung des Platteaus von Giseh"
  
Herzliche Grüße,
Vinzenz
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 12.01.2012 um 17:44.]
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