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Mathematik oder Zahlenmystik in der Steinzeit?


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Verfasst am: 15. 08. 2010 [00:16]
Paulus7a
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Beiträge: 787
Hier ist ja schon ab und zu das Thema Zahlenspielerei in der Steinzeit hochgekommen. Die Präastronautik sagt, dass ist keine Spielerei und keine Zahlenmystik … das Thema muss gründlich untersucht werden. Die Gegenpartei (einige Wissenschaftler und einige die es sein wollen – jeweils nicht alle) sagt dagegen: Da ist überhaupt nichts, und wenn da was ist, beruht es ausschließlich auf Zufall und auf dem Unvermögen der Untersuchenden. Grund genug, das Thema mal ein bisschen zu diskutieren. 09-rolleyes.gif

Da Svega mal den Namen Marcus Pössel erwähnte, sollte einer seiner Artikel ein gutes Beispiel für falschverstandene "Wissenschaftlichkeit" darstellen, zumal anscheinend ein flüchtiges Wiki-Quellenstudium ausreichend war, um den Artikel zu erstellen. Mir geht es dabei um den Artikel über das Zahlenwerk von Gavrinis:

http://www.mysteria3000.de/wp/zahlenratsel-im-ganggrab-von-gavrinis/

Der nachfolgende Text ist - wie ich schon mal geschrieben hatte - eine schwer entschärfte Version eines Kommentars zu diesem Artikel, den ich bisher aber nicht veröffentlicht habe. 08-sneaky2.gif

Davon abgesehen, dass der o.g. Artikel eine gewisse Überheblichkeit auszustrahlen scheint, die ihm so wohl nicht zusteht, so zeugt er gleichzeitig von einer unfreiwilligen Komik, die ihn schon wieder fast erträglich werden lässt. 15-unsure.gif

Vorab jedoch der Hinweis, dass der Artikel anscheinend einen Angriff auf EvD darstellt, was aber keinesfalls gerechtfertigt ist. Schließlich betätigt sich EvD an dieser Stelle als Journalist, der über die Arbeit eines Anderen berichtet (Herr Gwenc`hlan Le Scouezec). (in "Neue kosmische Spuren", S. 326 ff.; "Raumfahrt im Altertum"05-icon_wink.gif 09-rolleyes.gif

Bevor es wieder zu anderen Themen abgleitet, werden wir hier also über die Arbeiten der Herren Scouezec bzw. Pössel diskutieren – und nicht über EvD. 07-cool.gif
Das Einzige, was mir an diesem Artikel wirklich gefällt, ist das Beispiel mit dem Bogenschützen. Nicht weil ich es für richtig befinde – im Gegenteil – aber es ermöglicht einen guten, leicht vorstellbaren Vergleich. Es ist anschaulich.

Auf den ersten Blick verfügt das Beispiel mit dem Bogenschießen über gewaltige Aussagekraft und Überzeugungsmacht. Auf den zweiten Blick verkehrt sich dies wohl eher ins Gegenteil. 23-whistling.gif

Herr Pössel übersieht nämlich geflissentlich, dass wir nicht wissen, wonach wir in dem Zahlenhaufen von Gavrinis suchen. Oder besser, wonach wir dort überhaupt suchen, denn keiner weiß so richtig was das vermeintliche "Ganggrab" zu bedeuten hat. Ein Grab – im eigentlichen Sinne – war es wohl aber eher nicht. 23-whistling.gif

Fiktive, aber wahrscheinliche Vorgeschichte: Herr Scouezec kam also eines schönen Tages zum erstenmal auf das Inselchen und guckte sich um – ohne auch nur einen Gedanken an Mathematik in der Steinzeit zu vergeuden.
Doch plötzlich fallen ihm die merkwürdigen Zeichen auf, dann die "Steinäxte" …. und irgendwann fängt er an zu zählen. Erst einmal "nur so". Das Gezählte kommt ihm – Tage später – merkwürdig vor: Er kramt den Abakus raus …. und fängt tippender Weise an, ein paar Zahlen zu überprüfen. Er stößt auf die ersten rechnerischen Merkwürdigkeiten und fängt an, der Sache systematisch auf den Grund zu gehen. Jahre später veröffentlicht er dann ein Buch, welches irgendwann EvD in die Hände fällt, und er es über die Ländergrenzen hinaus, bekannt macht …. 01-smile.gif

Abgesehen davon, dass an Beider Vorgehen nichts Verwerfliches festzustellen ist, ist das eine hochinteressante Sache. Auf dem Weg können wir den Gedanken unserer fernen Ahnen sehr viel besser nahekommen als beispielsweise mit irgendwelchen postulierten Kulten. Es ist absolut nicht zu verstehen, warum "die Wissenschaft" einen Bogen darum machen will 25-scared.gif

Bezieht man die obige Geschichte auf den Bogenschützen des Herrn Pössel, sollte er also mit verbundenen Augen schießen und sich davor noch ein paarmal um die eigene Achse drehen. Dadurch vergrößert sich der Schusswinkel des Bogenschützen auf volle 360 Grad. Trotzdem trifft er andauernd: Wenn auch nicht den zu spaltenden Pfeil, so doch die Scheibe. Für orientierungslose Schützen mit verbundenen Augen sollte das eine merkwürdige Erfahrung sein …
Das geht wohl nur, wenn er von Scheiben regelrecht umzingelt ist. 25-scared.gif
Und das wiederum dürfte den vielbemühten Meister Zufall wohl weitestgehend ausschließen.

Herr Pössel bringt diverse zusätzliche Zahlen ins Spiel, die in den Steinen von Gavrinis verschlüsselt sind bzw. sein können. Auf diesem Weg vergrößert er den Zahlenhaufen und damit die mathematischen Möglichkeiten. Das ist soweit völlig richtig - aber bei Weitem nicht vollständig. Er hat nämlich anscheinend nicht bemerkt, dass ihm nur eine begrenzte Zahl von Pfeilen zur Verfügung steht (gemeint sind damit die Blicke, mit denen man erst einmal nur sieht, was wirklich da ist) – das heißt, wenn er weiter schießen will, muss er seine verschossenen Pfeile irgendwann wieder aufsammeln. Ebenfalls mit verbunden Augen. Auch das mag lustig ausschauen. 23-whistling.gif

Da werden beispielsweise Zahlen wie 111, 222, 666 oder 2345 oder ähnliche genannt. Warum auch nicht. Doch hat sich Herr Pössel jemals Gedanken darüber gemacht, warum gerade diese Zahlen (und etliche mehr) immer wieder – und an vielen Orten der Welt – auftauchen?
Ganz sicher nicht!
Das wäre ja Zahlenmystik – und die ist eines "wahren Wissenschaftlers" unwürdig. 25-scared.gif
Warum eigentlich?

Vielleicht ist die Mystik ja gar nicht so mystisch?
Vielleicht dient sie ja nur dem Erhalt von mathematischem und/oder naturwissenschaftlichem Wissen, von dem unsere Ahnen wussten oder ahnten, dass es in langen Zeiträumen verloren gehen würde, wenn man es nicht mit vielen Eselsbrücken versieht und an vielen Orten in Stein meißelt?

Ich weiß auch nicht, was diese Zahlen bedeuten. Aber die Häufigkeit, mit der sie in uralten Überlieferungen und Hinterlassenschaften auftreten, sollte uns stutzig machen. So viele sogenannte "Zufälle" lassen am Zufall zweifeln. Das sollte sogar einem Wissenschaftler auffallen. 25-scared.gif

Die 666 beispielsweise, die "Zahl des Tieres" – was für ein "Tier" das auch immer gewesen sein mag – könnte eventuell ein Hinweis auf den Neigungswinkel der Erdachse gegenüber der Erdbahnebene (Ekliptik) sein, der rund 66,6 Grad beträgt. Auch heute noch.
Der Gegenwinkel dazu – die Abweichung der Erdachse von der Senkrechten beträgt 23,4 Grad. Auch eine "komische" Zahl.
Ist das Zufall? Oder lieber nicht?
Macht es sich Herr Pössel zu einfach? Oder nicht? 25-scared.gif
Und ist Herrn Pössel gar nicht aufgefallen, dass die 52,38 m fast genau der 100-fachen Strecke einer ägyptischen Königselle (= 52,36 cm) entsprechen? (100 x 0,5236 m = 52,36 m) 23-whistling.gif
Und hat er nicht gemerkt, dass der Gang des Ganggrabes genau 25 ägyptische Königsellen lang ist? Also ein Viertel des obigen Kreisdurchmessers? 23-whistling.gif
Oder stand das nicht im Text zu lesen, sodass es Herr Pössel gar nicht mitkriegen konnte?

Die Abweichung von 52,38 m zu 52,36 m beträgt ganze 0,04 Prozent oder 4 Zehntausendstel. Zufälligerweise entspricht diese Abweichung auch noch so ungefähr dem Kohlendioxidgehalt der Luft. Schon wieder Zufall? 20-confused.gif
Woher sollten die alten Gallier von der ägyptischen Elle gewusst haben? War da einer als Kind in den Topf mit dem Zaubertrank gefallen? Oder woher sollten sie etwas von Kohlendioxid wissen? Damals gab es ja weder Luft zum Atmen, noch Mineralwasser in Flaschen. Oder doch?
Oder waren die Ägypter mal zu Besuch? 20-confused.gif
Es gibt im Zahlenhaufen von Gavrinis noch jede Menge mehr von solchen sogenannten "Zufällen". Wenn ihr mich fragt, ein paar zuviel, um als "Zufälle" durchgehen zu können. Es sollte sich mal jemand ernsthaft darum kümmern ...
Ich will aber niemanden langweilen und mich noch weiter darüber auslassen. Dafür werden sich andere Gelegenheiten bieten.

An hiesiger Stelle möchte ich somit nur darauf hinweisen, dass Herr Pössel den Pfeil mehrmals gespalten hat – und zwar ohne jede Absicht, mit verbundenen Augen und ohne zu wissen, wo überhaupt die Scheibe steht.
Ein wahrer Zauberschütze. Wie im Märchen "Der goldene Pfeil".
Leider nicht der Einzige.

Beste Grüße
Paulus7 tomatoes.gif

PS: Was meint Ihr dazu?

Verfasst am: 15. 08. 2010 [19:55]
hns
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"Paulus7a" schrieb:

PS: Was meint Ihr dazu?
Ich finde die Argumentationen von Markus Pössel überzeugend.

Zitat:
zumal anscheinend ein flüchtiges Wiki-Quellenstudium ausreichend war, um den Artikel zu erstellen.

Wo hast Du in seiner Beweisführung oder Quellenangaben irgendwelche Wikipedia-Artikel gefunden?

-- hns

PS: Zahlenmystik fängt bei mir schon mit den billigen Zahlenfolgenrätseln an. Setze die Folge 1 2 4 8 fort. Du sagst 16. Ich sage: 15. Widerlege mich mal 01-smile.gif
Verfasst am: 15. 08. 2010 [21:15]
a.brunn
Admin
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Beiträge: 357
Abgesehen davon, dass der Thread in der Sektion »Allgemein« am falschen Platz war (Präastronautik) und ich ihn deshalb hier her verschoben habe, nur einige Anmerkungen von mir.

"Paulus7a" schrieb:
Davon abgesehen, dass der o.g. Artikel eine gewisse Überheblichkeit auszustrahlen scheint, die ihm so wohl nicht zusteht, so zeugt er gleichzeitig von einer unfreiwilligen Komik, die ihn schon wieder fast erträglich werden lässt. 15-unsure.gif


Für mich scheint der Artikel keine Überheblichkeit auszustrahlen. Vielleicht empfindet das jemand, der nicht der Meinung des Verfassers ist, ja anders - insbesondere wenn der Verfasser offenbar bereits Bücher verfasst hat, in denen noch einige andere beliebte PaläoSETI Themen anders bewertet werden als von überzeugten PaläoSETIsten...

Was Markus Poessel in seinem Artikel ausführt, ist für mich logisch nachvollziehbar, meiner Meinung nach gut begründet und zeigt schön, wie man aus beliebigen Zahlen beliebige Zusammenhänge herstellen kann. Als Physiker am Albert-Einstein-Institut und Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik hat Poessel auch den richtigen Background, um die ganzen Beispiele durchexerzieren zu können.

"Paulus7a" schrieb:
... keiner weiß so richtig was das vermeintliche "Ganggrab" zu bedeuten hat. Ein Grab – im eigentlichen Sinne – war es wohl aber eher nicht.


Wie kommst Du zu dieser Annahme?
Die Anlage entspricht genau dem, was man gemeinhin als Ganggrab bezeichnet.

"Paulus7a" schrieb:
Auf dem Weg können wir den Gedanken unserer fernen Ahnen sehr viel besser nahekommen als beispielsweise mit irgendwelchen postulierten Kulten.


Woher willst Du das wissen?
Du nimmst halt mal an, dass die »Gedanken unserer fernen Ahnen« vor allem um Zahlen kreisten und meinst deshalb, Zahlenspielereien könnten diesen Gedanken nahekommen. Das ist auch nur irgendeine (von Dir postulierte) Hypothese, nicht anders als »irgendwelchen postulierten Kulte«.

"Paulus7a" schrieb:
Es gibt im Zahlenhaufen von Gavrinis noch jede Menge mehr von solchen sogenannten "Zufällen". Wenn ihr mich fragt, ein paar zuviel, um als "Zufälle" durchgehen zu können.


Gerade das ist doch in Poessels Artikel genau erklärt. Vielleicht solltest Du ihn nochmal lesen.

"Paulus7a" schrieb:
Es sollte sich mal jemand ernsthaft darum kümmern ...


Nur zu. Worauf wartest Du?


Verfasst am: 15. 08. 2010 [22:23]
kurti
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Hallo Paulus 7a,

@Paulus 7a
Herr Pössel übersieht nämlich geflissentlich, dass wir nicht wissen, wonach wir in dem Zahlenhaufen von Gavrinis suchen. Oder besser, wonach wir dort überhaupt suchen, denn keiner weiß so richtig was das vermeintliche "Ganggrab" zu bedeuten hat. Ein Grab – im eigentlichen Sinne – war es wohl aber eher nicht.ENDE


Bis auf Deinen Letzten Satz hat Pössel genau das klarstellen wollen. Hier kann jeder zählen was er will und dann in den Zahlen suchen und finden was erwill, denn es gibt hunderte von Möglichkeiten in die Zahlen etwas hinein zu geheimnissen. Zum Beispiel die fundamentale Erkenntnis, dass der Kreisumfang geteilt durch den Durchmesser = 3,14 ergibt.
Pössels Bemerkung zielte auf Dänikens Sensationsgeschrei ab, denn mit solchen Zirkelschlüssen wird bekräftigt oder unumstößlich festgelegt, dass die vorher demonstrierte Rechnerei die tatsächliche Entschlüsselung der Botschaft ist.:
ZITAT
>Greifen sie zum Taschenrechner, es kann nichts anderes herauskommen als: 164,57:52,38 = 3,14. Jedem Gymnasiasten ist jetzt der Knopf aufgegangen. 3,14 ist die berühmte Ludolfsche Zahl Pi. Sie zeigt das Verhältnis des Kreisumfanges zu seinem Durchmesser. “Purer Zufallstreffer!” wird der Skeptiker rufen, und aus Zahlen lasse sich manches zurechtbiegen.< ENDE

Le Scouezec weist nur daraufhin, dass die Gradzahl 52,38 zur gefundenen Zahl 164,57 im gleichen Verhältnis zueinander stehen wie der Durchmesser zum Kreisumfang und deshalb 164,57 von ihm als Kreisumfang erkannt wird und er 3,1418
als gute Annäherung betrachtet.
Wenn man Deine Ausführungen liest bekommt man Zweifel ob man den gleichen Artikel gelesen hat.

Gruß
Kurti




[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.2010 um 22:33.]
Verfasst am: 15. 08. 2010 [23:50]
Paulus7a
Veteran
Themenersteller
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Beiträge: 787
Hallo hns, 09-rolleyes.gif

Jedem sei seine Meinung belassen.

Zitat hns: "Wo hast Du in seiner Beweisführung oder Quellenangaben irgendwelche Wikipedia-Artikel gefunden?"

Nirgendwo. Bei den Ausgangsdaten zu Gavrinis hat er aber nicht dieselben Zahlen benutzt, wie EvD (z.B. Ganglänge 14 m, statt 13,10m), was er aber eigentlich hätte tun müssen, wenn er so gegen ihn ins Feld zieht. Einige der Daten sind mir dann bei Wiki untergekommen.
Ich hab aber (noch) nicht weiter und nicht ernsthaft geprüft … 07-cool.gif

Zitat hns: " … Setze die Folge 1 2 4 8 fort. Du sagst 16. Ich sage: 15. Widerlege mich mal"

Dabei kann ich Dich nicht widerlegen. Und warum sollte ich das überhaupt versuchen?
1;2;4;8;16;… ist eine völlig andere Folge als 1;2;4;8;15;… , auch wenn sie sich anfangs ein wenig ähnlich sehen bzw. die ersten vier Anfangselemente gleich sind.
Mit Zahlenmystik hat das übrigens überhaupt nichts zu tun.
Wenn ich mal viel Langeweile habe, bastel ich Dir die Formel zusammen, mehr aber nicht …
(oder besser: Nicht DIE, sondern eine Formel von den verschiedenen existierenden Möglichkeiten)

Beste Grüße
Paulus7 09-rolleyes.gif
Verfasst am: 15. 08. 2010 [23:55]
Paulus7a
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Dabei seit: 05.01.2010
Beiträge: 787
Guten Abend Andreas, 09-rolleyes.gif

Zitat Andreas: "Vielleicht empfindet das jemand, der nicht der Meinung des Verfassers ist, ja anders …"
Ja, das kann durchaus sein. Muss aber nicht. Beim wiederholten lesen des Artikels habe ich mich allerdings mehrmals gefragt, warum der Herr Pössel so aggressiv gegen EvD loszieht. Eigentlich hätte doch Hr. Scouezec sein primäres Ziel sein müssen.
Hr. Pössel soll wohl mal selber präastronautisch orientiert gewesen sein, bevor er die Seiten wechselte (aus welchem Grund auch immer). Aber statt zu suchen, wie es einem Wissenschaftler m.E. zukommen würde, negiert er nur und schmeißt mit Lehm. Tut mir leid, aber sowas verstehe ich nicht … 08-sneaky2.gif

Zitat Andreas: "Nur zu. Worauf wartest Du?"
Wenn mich jemand halbwegs dafür bezahlt, sofort. Ansonsten dauert es noch eine Weile, bis ich mich dem Thema etwas gründlicher widmen kann. Aber keine Bange, wenns bis dahin keiner tut, mach ich das schon irgendwann … 09-rolleyes.gif

Zitat Andreas: "…. wie man aus beliebigen Zahlen beliebige Zusammenhänge herstellen kann. ..." 20-confused.gif

Die Zahlen sind nicht beliebig. Sie sind vorgegeben. 25-scared.gif Freilich sind es mehrere, sodass sich eine größere Anzahl von Möglichkeiten ergibt. Aber auch bei nur 2 Zahlen hättest Du schon mehrere Möglichkeiten.
Außerdem wissen wir nicht, was in den Köpfen unserer Ahnen tatsächlich vorgegangen ist. Demnach müsste man also eigentlich von der unendlichen Menge "aller" Zahlen ausgehen und somit eine ebenfalls unendliche Menge von Ergebnissen erhalten. Geht aber nicht, weil die Anzahl der Zahlen sehr stark begrenzt ist. Somit erhält selbst Herr Pössel nur ca. 2000 Möglichkeiten. Aber lass es 10.000 sein, oder noch mehr. Es wären immer noch wenig.
Ob da nun einer links- oder rechtsrum zählt, ist nicht entscheidend. Es müssen alle Möglichkeiten durchgespielt und untersucht werden. Wer weiß, was da noch alles zutage kommt? Einfach nur behaupten, das geht nur so und so, zählt nicht.
Da aber schon bei den wenigen untersuchten Zahlen und Rechenwegen mehrere durchaus sinnvolle Ergebnisse zutage treten, wird die Erklärung durch "Zufall" mit jedem sinnvollen Treffer unplausibler. 23-whistling.gif

Zitat Andreas: "Als Physiker am Albert-Einstein-Institut und Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik hat Poessel auch den richtigen Background, um die ganzen Beispiele durchexerzieren zu können."
Sicherlich hat er in Amt und Funktion erheblich bessere Möglichkeiten als unsereiner, der als Filzlaus im Gulli rumrutscht. Das ändert aber nichts daran, dass auch Herr Pössel nur ein Mensch wie Du und ich ist. Überzogenen Respekt vor blanken, großen Namen hab ich mir schon lange abgewöhnt. Soll er mich mit Fakten und als Mensch überzeugen, wenn er kann. Bis jetzt hat er eher das Gegenteil erreicht. 15-unsure.gif

Zitat Andreas: "Die Anlage entspricht genau dem, was man gemeinhin als Ganggrab bezeichnet."
Weißt Du zufällig, ob dort Leichen oder deren Teile gefunden wurden? Bei meiner bisherigen (flüchtigen) Recherche hab ich nichts dazu gefunden … 20-confused.gif

Zitat Andreas: "Woher willst Du das wissen?"
Weil die "Steinäxte" und Gravuren nun mal da sind – und weil sie (so oder so) Zahlen beinhalten und deutlich an mehrere Zahlensysteme erinnern bzw. darauf hinweisen.
Ob da was dran ist, muss wissenschaftlich untersucht werden. Eine einfache Behauptung: "da ist nichts außer Zufall"; ist erstens so nicht richtig und zweitens ohne ernsthafte Untersuchung nicht haltbar. 23-whistling.gif

Zitat Andreas: "Gerade das ist doch in Poessels Artikel genau erklärt. Vielleicht solltest Du ihn nochmal lesen." 20-confused.gif

Letzteres kann ich nicht ausschließen. Trotzdem ist genau DAS nicht in dem Artikel erklärt.
Letzten Endes kommt es ja immer auf das Verhältnis von Ausgangsdaten zu/und Ergebnissen an – und nicht darauf, dass man die Ausgangsmenge so "gut" es nur irgend geht vergrößert und die Ergebnisse negiert.
Ich würde sogar soweit gehen, dass man auf diesem Wege zu gezielter Falschinformation kommt. Vor allem bei den vielen Menschen, die nicht in der Lage oder nicht willig sind oder einfach keine Zeit haben ….usw. , ihr Bild von der Sache selbst zu überprüfen …
(oder anders: All die Leute, die sich auf "die Wissenschaft" verlassen, können so hinters Licht geführt werden. Müssen nicht, aber können. Und das sollte man – schon im ureigensten Sinne der Wissenschaft – rechtskräftig ausschließen oder wenigstens tunlichst vermeiden. )
Ich hab ganz gewiss nichts gegen kritische Betrachtungen (falls vielleicht dieser Eindruck entsteht), aber fair und richtig sollten sie schon sein …

Beste Grüße
Paulus7 09-rolleyes.gif09-rolleyes.gif

Verfasst am: 16. 08. 2010 [09:35]
hns
Experte
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Beiträge: 370
"Paulus7a" schrieb:

Zitat hns: "Wo hast Du in seiner Beweisführung oder Quellenangaben irgendwelche Wikipedia-Artikel gefunden?"

Nirgendwo. Bei den Ausgangsdaten zu Gavrinis hat er aber nicht dieselben Zahlen benutzt, wie EvD (z.B. Ganglänge 14 m, statt 13,10m), was er aber eigentlich hätte tun müssen, wenn er so gegen ihn ins Feld zieht. Einige der Daten sind mir dann bei Wiki untergekommen.

Vieleicht stimmen beide Messungen (Boden vs. Decke) je nachdem wie man mißt? Die genaue Ganglänge spielt soweit ich es sehe in Pössels Argumentation überhaupt keine Rolle (er schreibt übrigens "rund 14m" und nicht "14m" - auch das ist schon ein wichtiger Unterschied).
Zitat:
Ich hab aber (noch) nicht weiter und nicht ernsthaft geprüft … 07-cool.gif
Das solltest Du aber. Sonst muss ich glauben dass Du keine ernsthaften Recherchen anstellst und daraus leichtfertig umfangreiche Schlussfolgerungen ziehst.

Hier nochwas aus Pössels Artikel:
Zitat:
Dieser Artikel erschien bereits im Jahr 2001 auf der Webseite ‘Unorthodoxe Archäologie’ des Autors.

Vielleicht hat das Wikipedia bei Pössel abgeschrieben.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.08.2010 um 09:37.]
Verfasst am: 16. 08. 2010 [11:49]
kurti
Koryphäe
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Beiträge: 1241
Hallo Paulus 7a,

@Paulus 7a
Zitat Andreas: "Nur zu. Worauf wartest Du?"
Wenn mich jemand halbwegs dafür bezahlt, sofort. Ansonsten dauert es noch eine Weile, bis ich mich dem Thema etwas gründlicher widmen kann. Aber keine Bange, wenns bis dahin keiner tut, mach ich das schon irgendwann … ENDE


Stoß doch nicht solche Drohungen aus. Das grenzt doch schon an eine Körperverletzung. 30-icon_cry.gif
Andreas hat das bestimmt nicht ernst gemeint. Er macht immer solche Scherze. 04-icon_cheesygrin.gif

Gruß
Kurti
Verfasst am: 16. 08. 2010 [17:53]
astrofratz
Experte
Dabei seit: 12.07.2010
Beiträge: 396
Zitat:
Hr. Pössel soll wohl mal selber präastronautisch orientiert gewesen sein, bevor er die Seiten wechselte (aus welchem Grund auch immer).


Das kann ich dir sagen, so geht es den meisten die sich eingehend mit der Thematik beschäftigen und auch mal trauen unangenehme Fragen zu stellen und nicht nur ihrem Gurus hinterherplappern und zum Xten mal einen Text der schon X mal falsch abgeschrieben wurde kopieren.

Verfasst am: 16. 08. 2010 [19:12]
a.brunn
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Dabei seit: 27.07.2000
Beiträge: 357
Hallo Paul,

"Paulus7a" schrieb:
warum der Herr Pössel so aggressiv gegen EvD loszieht. Eigentlich hätte doch Hr. Scouezec sein primäres Ziel sein müssen.


Ich kann in dem Artikel eigentlich keine Aggressivität erkennen.

"Paulus7a" schrieb:
Aber statt zu suchen, wie es einem Wissenschaftler m.E. zukommen würde, negiert er nur und schmeißt mit Lehm.


Nun, ich finde, er hat nach alternativen Betrachtungsmöglichkeiten gesucht und die von ihm gefundenen dargestellt. Einen Lehmbewurf sehe ich da nirgends.

"Paulus7a" schrieb:
Zitat Andreas: "Nur zu. Worauf wartest Du?"
Wenn mich jemand halbwegs dafür bezahlt, sofort.


Da spricht der wahre Forschergeist 08-sneaky2.gif

"Paulus7a" schrieb:
Ob da nun einer links- oder rechtsrum zählt, ist nicht entscheidend. Es müssen alle Möglichkeiten durchgespielt und untersucht werden. Wer weiß, was da noch alles zutage kommt? Einfach nur behaupten, das geht nur so und so, zählt nicht.


Komisch, das ist doch genau das was Poessel in dem Artikel tut. Er spielt alle Möglichkeiten durch. Und macht genau das, was Du sagst: Er sagt, dass man auch andersherum zählen kann und schon stimmt die Zahlenspielerei nicht mehr...

"Paulus7a" schrieb:
Da aber schon bei den wenigen untersuchten Zahlen und Rechenwegen mehrere durchaus sinnvolle Ergebnisse zutage treten, wird die Erklärung durch "Zufall" mit jedem sinnvollen Treffer unplausibler.


Nein, kein Zufall. Irgendwas kommt ja immer bei den Zahlenspielen raus. Und irgendwo findet man, wenn man lange genug sucht, ja auch immer irgendeinen Zusammenhang. Das ist aber immer ein Konstrukt rezenter Interpretation. Sehr beliebt: »Die zwei Steine bilden eine gerade Linie« 04-icon_cheesygrin.gif

"Paulus7a" schrieb:
Das ändert aber nichts daran, dass auch Herr Pössel nur ein Mensch wie Du und ich ist. Überzogenen Respekt vor blanken, großen Namen hab ich mir schon lange abgewöhnt. Soll er mich mit Fakten und als Mensch überzeugen, wenn er kann. Bis jetzt hat er eher das Gegenteil erreicht.


Klar ist er nur ein Mensch. Ich wollte auch keinen »überzogenen Respekt« bekunden, sondern darauf hinweisen, dass der Umgang mit Zahlen sein »täglich Brot« ist und er deshalb besser damit jonglieren kann als ich, der ich Zahlenspielereien nicht viel abgewinnen kann.

"Paulus7a" schrieb:
Zitat Andreas: "Die Anlage entspricht genau dem, was man gemeinhin als Ganggrab bezeichnet."
Weißt Du zufällig, ob dort Leichen oder deren Teile gefunden wurden?


Meines Wissens nicht. Das Grab wurde 1832 leergeräumt, was leider m.W. nicht dokumentiert wurde. Zuvor wurde es bereits im Mittelalter von Mönchen benutzt. Infos zu Gavrinis gibt es auf dieser Seite des französischen Kulturministeriums.
In ähnlichen Anlagen (»Ganggräbern«) hat man durchaus Bestattungen gefunden. Meistens aus mehreren Zeiten, d.h. die Gräber wurden immer wieder benutzt, wobei häufig ältere Bestattungen beiseite geräumt wurden.

"Paulus7a" schrieb:
Letzten Endes kommt es ja immer auf das Verhältnis von Ausgangsdaten zu/und Ergebnissen an – und nicht darauf, dass man die Ausgangsmenge so "gut" es nur irgend geht vergrößert und die Ergebnisse negiert.


Es werden doch keine »Ergebnisse negiert«, sondern es wird angezweifelt, dass eine Interpretation, die auf bestimmten Annahmen basiert, zwangsläufig die einzig richtige Erklärung sein muss und darauf hingewiesen, dass es einige andere Betrachtungsweisen gibt. Diese führen halt nur nicht zum gleichen Ergebnis...

"Paulus7a" schrieb:
Ich würde sogar soweit gehen, dass man auf diesem Wege zu gezielter Falschinformation kommt.

Das setzt voraus, dass es eine »richtige Information« gibt, und dass irgend jemand eine Motivation hat, diese zu unterdrücken. Womit wir wieder bei der Verschwörungstheorie wären...

"Paulus7a" schrieb:
Ich hab ganz gewiss nichts gegen kritische Betrachtungen (falls vielleicht dieser Eindruck entsteht), aber fair und richtig sollten sie schon sein …


Jetzt solltest Du allerdings erklären, was Deiner Ansicht nach an Poessels Betrachtung »unfair« und falsch sein soll.

"Paulus7a" schrieb:
Aggressiv ... mit Lehm werfen ... nicht fair


Das, lieber Paul, sind keine Argumente.






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