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Modernste Kreissägen im Altertum?


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Verfasst am: 12. 03. 2010 [12:18]
a.brunn
Admin
Dabei seit: 27.07.2000
Beiträge: 357

"PeterNowak" wrote:
Das ist ja fast noch dämlicher als die Behauptung, Yoanguni sei natürlichen Ursprungs. Auch da kenne ich keinen geologischen Prozess, der Stufen zwischen zwei, schätzungsweise 2 Meter voneinander entfernten Schrägen herausarbeitet. Wenn Du einen geologischen Prozess kennst, der eine symmetrische Pyramide erzeugt oder einen anderen, der selektiv Stufen auf ca. 2m Breite zwischen zwei Schrägen rausarbeitet, dann sollte man dich für den Nobelpreis in Geologie nominieren.
Den hat sich dann wohl schon der Geologe Wolf Wichmann verdient, der auf dieser Seite ausführlich darstellt, wie das sog. Yonaguni-Monument entstanden ist und die Thesen, es sei von einer voreiszeitlichen Hochkultur angelegt worden, diskutiert:
http://www.geoberg.de/text/geology/07010301.php



Verfasst am: 12. 03. 2010 [13:18]
PeterNowak
Amateur
Dabei seit: 09.03.2010
Beiträge: 19
Artaxerxes schrieb:
"Selbst die steinzeitlichen Handwerker waren Experten in der Materialauswahl - zur Not wurden auch lebensnotwendige Waren bzw.meistens Luxuswaren importiert. (z. B. Bernstein von der Ostsee nach Quatna)"

Richtig, und dazu wurden in Zeiten, die schon in der Antike laqnge zurück lagen, die Flüsse als Transportwege benutzt, wie man in der "Argonautika" des Apollonios von Rhodos nachlesen kann.

"Den Blaustein für Stonehenge fand man im weiteren Umkreis - wenn ich mich recht erinnere. Der musste allerdings mühselig transportiert werden."

Nein, den fand man in den Peseli-Bergen in Wales, also schon etwas weiter weg.
Gruss
Peter
Verfasst am: 12. 03. 2010 [13:46]
PeterNowak
Amateur
Dabei seit: 09.03.2010
Beiträge: 19
Kurti schrieb:

"ZITAT:
Dennoch kenne ich zwei Dolmen ("Hünengräber"05-icon_wink.gif, wo zwischen einem Tragstein und dem Deckstein ein Stein eingefügt wurde, weil der Tragstein zu kurz war. Die offizielle Theorie ist doch: Tragsteine aufstellen, Hügel drumherum aufwerfen, Deckstein draufwerfen, fertig. .............Dabei stellt man plötzlich, oh Graus, fest, dass ein Tragstein zu kurz war. Was jetzt? ENDE


Wie wär`s hiermit:
> Tragsteine aufstellen, Erde bis zum Ende des kürzeren aufschütten, Differenzstein aufsetzen, Erde weiter aufschütten und Deckstein einfügen, ...fertig ist die Laube!<
Oder sehe ich hier was falsch?

Fragst Du das ernsthaft? Ja, Du siehst da was falsch! Mit der Methode wäre nämlich nicht zu gewährleisten, dass danach nicht ein anderer Tragstein zu kurz wäre.

ZITAT:
Und dann kommt natürlich die Frage der bosnischen Pyramide mit ins Spiel, ganz zu schweigen aber von den Pyramiden auf dem Mars. ENDE


Ist das Dein Ernst ? Mit solchem Blödsinn machst Du nur Deine sonstige Argumentation zum dummen Geschwätz und das muss nicht sein.
Hier kannst Du Dein Marsgesicht und Deine Marspyramiden in der Perspektive und unter anderem Lichteinfall sehen.

http://esamultimedia.esa.int/images/marsexpress/307-230906-3253-6-3d1-Cydonia_H.jpg

http://www.esa.int/SPECIALS/Mars_Express/SEM09F8LURE_0.html

Ich weiss, dass sowas reicht, einfältige Leute zu überzeugen, aber genaueres Hinsehen lohnt sich. Die Pyramide mit dem Blick in den Innenraum ist nicht dabei! Wo ist sie? Inzwischen abgebaut? Oder vielleicht nicht gezeigt, damit man die Leute besser für dumm verkaufen kann? Wo sind die Krater, die auf dem Bild der Viking-Mission in regelmässigen Abständen genau auf einer Linie liegend zu sehen waren? Inzwischen zugeschüttert? Retuschiert? Oder einfach ein anderes Gebiet aufgenommen?
Und was heisst überhaupt "aus anderer Perspektive"? Tatsächlich kenne ich einige Steinbearbeitungen, die nur in einem bestimmten Winkel in einer bestimmten Entfernung zeigen, was sie darstellen. Bei meinem Physiotherapeuten hing im Gang das Bild eines Menhirs in der Bretagne. Von nahem sah es wie ein ganz normaler Stein mit poröser Oberfläche aus. Aber beim rauskommen aus dem Wartezimmer gibt es einen Punkt, wo der Stein plötzlich ein halbes Gesicht (die Hälfte ist weggebrochen) in Photo-Qualität, also mit scheinbar total glatter Oberfläche zeigt. Ich habe extra einen Schritt zurück gemacht, der Effekt war weg. Einen Schritt vor, er war wieder da. Ich habe schon mal vermutet, dass der Felsen gerastert wurde, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie das sonst funktionieren soll. Die obigen Links beweisen so gesehen also gar nichts.

"Bei der Cheopspyramide ist zumindest durch seinen eingeritzten Namen an nachträglich >nicht zu erreichender< Stelle nachweisbar, dass er der Bauherr ist."

Das ist nicht zwangsläufig so, da die Kartuschen ja im oberen Bereich in einer der Entlastungskammern gefunden wurden, kann er diesen Bereich der Pyraqmide auch restaurieren lassen haben. Dieser "Beweis" ist also auch nicht stichhaltig.
Beste Grüsse
Peter
Verfasst am: 12. 03. 2010 [14:32]
kurti
Koryphäe
Dabei seit: 07.11.2003
Beiträge: 1241
Hallo Peter,

da wir Diskussionen über >Verschwörungstheorien< schon öfter hier geführt haben bin ich des Themas überdrüssig.
Betrachte Du weiter die Fixierbilder bei Deinem Physio-therapeuten ( Bist Du sicher, dass es beim Physiotherapeuten war, denn es gibt ja auch noch andere Therapeuten ?) ../../../../fileadmin/img/smilies/04-icon_cheesygrin.gif und behalte Deinen Glauben an die Marsmännchen.

Gruß
Kurti

Verfasst am: 12. 03. 2010 [14:57]
PeterNowak
Amateur
Dabei seit: 09.03.2010
Beiträge: 19
a.brunn schrieb:



PeterNowak schrieb:


Das ist ja fast noch dämlicher als die Behauptung, Yoanguni sei natürlichen Ursprungs. Auch da kenne ich keinen geologischen Prozess, der Stufen zwischen zwei, schätzungsweise 2 Meter voneinander entfernten Schrägen herausarbeitet. Wenn Du einen geologischen Prozess kennst, der eine symmetrische Pyramide erzeugt oder einen anderen, der selektiv Stufen auf ca. 2m Breite zwischen zwei Schrägen rausarbeitet, dann sollte man dich für den Nobelpreis in Geologie nominieren.
Den hat sich dann wohl schon der Geologe Wolf Wichmann verdient, der auf dieser Seite ausführlich darstellt, wie das sog. Yonaguni-Monument entstanden ist und die Thesen, es sei von einer voreiszeitlichen Hochkultur angelegt worden, diskutiert:
http://www.geoberg.de/text/geology/07010301.php

Ich halte dagegen:
http://www.yonaguni.jp/iasekiyouchikei-kenkyu-siryou-2e.htm
Wat Nu?
Peter Nowak
Verfasst am: 12. 03. 2010 [16:46]
kurti
Koryphäe
Dabei seit: 07.11.2003
Beiträge: 1241
Hallo Peter,

ich darf Dich vielleicht darauf hinweisen, dass Dein >Yoanguni-Dagegenhalten< aus dem Jahre 2001 stammt und Bezug auf Befunde aus 1998 und 2000 nimmt. W.Wichmann hingegegen schrieb in Kenntnis der Befunde und Interpretationen seinen Artikel im Jahre des Herrn 2007.
In Deinem Beitrag wird letztlich nichts bewiesen sondern lediglich eine entgegengesetzt Meinung vertreten. Solange aber Geologen diese Phänomene als >natürlich entstanden< benennen können ist erst mal für mich diese Version die wahrscheinlichere. Besonders dann, wenn man sich die mehr oder weniger >zweck- u.sinnlose< Baugestaltung anschaut und dazu kommt noch, dass die >Rekonstruktion< durch nichts untermauert wird. Meinst Du nicht auch, dass man in der Umgebung so gewaltiger Anlagen nicht etwas mehr >Kultura< finden müßte?

Aus Deinem vorherigen Posting habe ich noch zwei Deiner >normalen< Einwände vergessen.

ZITAT:
@kurti
Wie wär`s hiermit:
> Tragsteine aufstellen, Erde bis zum Ende des kürzeren aufschütten, Differenzstein aufsetzen, Erde weiter aufschütten und Deckstein einfügen, ...fertig ist die Laube!<
Oder sehe ich hier was falsch?
@ Peter
Fragst Du das ernsthaft? Ja, Du siehst da was falsch! Mit der Methode wäre nämlich nicht zu gewährleisten, dass danach nicht ein anderer Tragstein zu kurz wäre.
ENDE
Kannst Du mir das mal langsam zum Mitdenken erklären !? ../../../../fileadmin/img/smilies/20-confused.gif

ZITAT:
Das ist nicht zwangsläufig so, da die Kartuschen ja im oberen Bereich in einer der Entlastungskammern gefunden wurden, kann er diesen Bereich der Pyraqmide auch restaurieren lassen haben. Dieser "Beweis" ist also auch nicht stichhaltig.ENDE

Hast Du Dir mal angeschaut wo die Entlastungskammer in der Pyramide ist?

Noch kurz zur Pyramide bei Visoko:

ZITAT:
Ich kenne keine natürliche Formation, bei der sich ausgehend von vier Rechten Winkeln vier gleiche Steigungswinkel erheben.
ENDE
Warum übernimmst Du offensichtlich kritiklos was man in den Veröffentlichungen schreibt? Weder haben die Basisseiten eine gleichmäßige Länge von 365 Metern, noch ist irgendetwas rechtwinkelig oder gleichwinkelig sondern diese Angaben sind hineingedacht, um nicht zu sagen hineingewünscht.
Benutze doch einfach mal Dein >Google-Erth< und fahre um den Berg herum. Die Rückseite endet schon mal vorzeitig in einem Hochtal. Von Visoko ausgesehen ist die linke Seite alles andere als ein gleichschenkeliges Dreieck und der Hang hinab nach Visoko ist wesentlich länger als die anderen Seiten. Eine Basislinie muß ich hier besonders und auf den anderen Seiten ebenfalls >rein willkürlich< bzw. nach Wunsch ziehen.
Die bisherigen Ausgrabungen haben doch bereits ohne Zweifel ergeben, dass es sich nicht um eine Pyramide, sondern bestenfalls um einen >bebauten Berg< handelt. Das streiten auch die Archäologen nicht ab, aber alleine die gefundenen Artefakte ( schon lange vor der Entdeckung der Pyramide wurde dort gegraben ) zeigen, dass der Berg offensichtlich über Jahrtausende bebaut wurde. Wenn Du Dir die >Bodenbeläge und Treppenstufen< anschaust dann wird Dir klar, dass es sich nicht um ein einheitliches Werk im Sinne einer ägyptischen oder lateinamerikanischen Pyramide handelt. Einige dieser >Bodenbeläge< sind außerdem mit Sicherheit >natürliche< Sedimentschichten mit ihren üblichen Bruchstrukturen die Du in jedem Geologiebuch wiederfinden kannst. Den Ausgräber interessieren aber weder die über Jahrzehnte dort ausgegrabenen Artefakte
( angeblich unwichtiger Kleinkram) noch geologische Gegebenheiten.
Ich will das Thema jetzt nicht ausweiten. Warten wir mal ab was weiter aus Visoko kommt. Bisher sind nun schon einige
groß angekündigte >Offenbarungs- u. Enthüllungs-
termine<
verstrichen.

Gruß
Kurti



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.2010 um 16:53.]
Verfasst am: 12. 03. 2010 [21:05]
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
Zur bosnischen Pseudopyramide gibt es hier einen sehr aufschlussreichen Artikel. Der Autor ist Robert Schoch, rund um Gizeh und den Sphinx kein ganz Unbekannter und garantiert keiner, der durch übermäßige Skepsis auffällt.



„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 13. 03. 2010 [10:58]
LAH
Experte
Themenersteller
Dabei seit: 10.11.2009
Beiträge: 383
Noch mehr Bilder aus Karnak:
http://s49.radikal.ru/i123/1003/52/a539af7ef0b4t.jpg
http://s59.radikal.ru/i165/1003/bb/bb054ae25505t.jpg
http://s61.radikal.ru/i173/1003/88/698004a47d57t.jpg
http://s47.radikal.ru/i118/1003/99/457a67f777b2.jpg
http://s58.radikal.ru/i160/1003/d6/bb0dff5cd171t.jpg
http://i009.radikal.ru/1003/56/fe949d861b8dt.jpg
Wie haben's die Ägypter geschafft Granit millimetergenau zu bearbeiten?
Was sagt ihr dazu: http://www.pyramiden-jelitto.de/pup-bautechnik.html

Es wäre auch interessant zu wissen, wie die Inkas Granit gewonnen haben, da sie nachweislich kein Keilspaltverfahren verwendet haben. Und wie haben sie die Blöcke so bearbeiten können, dass sie polygonal und fugenlos wie Puzzlestücke und manchmal sogar mit komplizierten Verbindungen, wie in Coricancha, aufeinander passen:
http://www.world-mysteries.com/mpl_9cori1.jpg
http://s14.radikal.ru/i187/0912/9d/63906c481262.jpg

Verfasst am: 13. 03. 2010 [13:23]
Artaxerxes
Amateur
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 47
Hallo Peter,

Zitat:

Zitat:
wieso haben die Bearbeitungsspuren, von denen Du sprichst, „eindeutig“ maschinelle Merkmale?"

Weil man mit Hammer und Meissel keine so geraden Kanten hinkriegt (es gibt ein Bild von LAH aus Südamerika, wo man Meisselspuen sieht, wobei aber offensichtlich auch da "vorgeflext" wurde) und weil die Steigungen am Anfang des Schlitzes deutlich auf eine drehende Scheibe (Sägeblatt oder Trennscheibe) hinweisen


Da traust Du aber den antiken Steinmetzen wenig zu. Welche Präzision die Steinmetzarbeiten (s. auch Ninive, Assur usw.) haben, kann man heute noch in London besichtigen. Und auch die letzten Bilder von LAH zeigen einen keilförmigen Einschnitt, was nun absolut nicht an eine „Sägearbeit“ erinnert.

Zitat:
"Und ein Kran war weder beim Aufstellen der Obelisken in Ägypten, noch in Stonehenge oder der Osterinsel von Nöten."

In Stonehenge schon, für die Decksteine, die senkrecht von oben auf die Tragsteine gesetzt wurden

Da bin ich – wie gesagt – anderer Meinung. Schließlich gab es etliche Experimente, die das Gegenteil bewiesen haben.

Zitat:

"Auch die hiesigen Hünengräber wurden - wie die zahlreichen Menhire oder Dolmen auch - per Hand errichtet, woran kaum Zweifel angemeldet wurden."

Dennoch kenne ich zwei Dolmen ("Hünengräber"05-icon_wink.gif, wo zwischen einem Tragstein und dem Deckstein ein Stein eingefügt wurde, weil der Tragstein zu kurz war. Die offizielle Theorie ist doch: Tragsteine aufstellen, Hügel drumherum aufwerfen, Deckstein draufwerfen, fertig. Man geht ja davon aus, dass die Dolmen ursprünglich alle mit Erde bedeckt waren. Aber das ist sehr zweifelhaft. tellen wir uns also vor, der Deckstein sei so auf die Tragsteine gekommen und dann die Erde entfernt worden. Dabei stellt man plötzlich, oh Graus, fest, dass ein Tragstein zu kurz war. Was jetzt? Erde schnell wieder reinschaufeln? wie kriegt man den Stein (in einem Fall zwar keilförmig, aber keine Schleifspuren am Deckstein erkennbar)zwischen Tragstein und Deckstein? Offenbar verfügte man also über die Möglichkeit, den Deckstein wieder anzuheben

Dazu gab’s ja auch einen Post. Auch hier – scheint mir – ist die einfachste Methode die wahrscheinlichste. Leider wissen wir – in unserer hochtechnisierten Welt – nicht mehr, was pure Handarbeit zu leisten imstande ist. Da hat z. B. ein einzelner Mann (direkt in unserer Nachbarschaft) einen größeren Gebäudekomplex Büro, Garagen, Lager platt gemacht, nur mit Brechstange, Hammer und Leiter (ohne jegliches elektrisches Hilfsmittel). Zu allem Überfluss hat er dann auch noch die Steine (ohne Schubkarre) in einem Mörtelfass zum Container getragen. Hat zwar Wochen gedauert, aber er hat bewiesen, dass es geht. Gehen wir mal davon aus, dass der Bau von Stonehenge mehrere Jahrzehnte gedauert hat, ist hier „Handarbeit“ durchaus möglich, ja wahrscheinlich.

Zitat:
Wir reden hier über das Bewegen von Gewichten im Tonnen-Bereich! Da sind die den Steinzeitmenschen zugestandenen Werkzeuge schon ziemlich limitiert. Man kann nichtmal davon ausgehen, dass da einfach genug manpower am Start war, denn das würde voraussetzen, dass es ein genügend grosses gesellschaftliches Mehrprodukt n Lebensmitteln gab, um einem Teil der Bevölkerung zu erlauben, mit grossen Stenen zu "spielen". Das ist aber so nicht nachgewiesen, die neolithische Revolution bildet ja erst den Anfang dieser Entwicklung. Kurz: Darüber wird wenig sinnvolles zum Besten gegeben.



Natürlich ist ein Monument wie Stonehenge (oder hierzulande Goseck) das Werk einer größeren Gruppe, die hier „Gemeinschaftsarbeit“ - vielleicht im Dienste von Göttern geleistet haben mag. (genau so wie die Arbeit beim Bau der Pyramiden, die für einen Gottkönig geleistet wurde, dem einzelnen Aussicht auf ewiges Leben brachte). Schließlich hatte Sonehenge – oder Goseck - ja auch Vorteile für jeden (man denke nur an den Zeitpunkt der Aussaat).

Zitat:
"Unlängst habe ich staunend verfolgt, wie ein Handwerker eine Gerade auf einer Haus wand markiert hat – ganz ohne moderne Technik, nur mit einer primitiven Schnur."

Das ist nicht weiter schwierig. musst Du nur mit irgendwas dunklem tränken, an beiden Enden befestigen, von der Wand abziehen und dagegen klatschen lassen, schon hast Du einen geraden Strich. Aber mit Hammer und Meissel eine gerade Fuge in gewachsenen Fels zu schlagen, ohne dass man die Ansätze des Meissels sieht, ist unmöglich.

Klar ist das nicht schwierig, man muss es nur wissen. Aber just dieses Wissen über die alte Handwerkstechnik und Materialkenntnis ist uns in vielen Bereichen (Holz- Stein und Metallbearbeitung) doch einfach verloren gegangen. Und dann wundern wir uns, dass selbst die Steinzeitler schon wussten, welche Holzart für welches Werkzeug am Besten geeignet war.

Zitat:
"Du hattest ferner „Lehmziegel“ angesprochen. Das ist korrekt, aber der Lehmziegel wurde ja nur deshalb bevorzugt, weil Brandziegel das komplett vorhandene Brennmaterial verbraucht hätten – bei der Masse die für die Prunkbauten erforderlich waren. Dieses Brennmaterial wurde ja dringender für Kochstellen, Keramik und Verhüttung gebraucht. (Wenn Du das Ischtar-Tor oder die Prozessionsstraße betrachtest, siehst Du z. B,. das die alten Babylonier – ohne weiteres - Ziegel veredeln konnten. Aber auch ohne Brennvorgang haben die Zikkurats ja die Jahrtausende einigermaßen gut überstanden. Und wären wahrscheinlich noch besser intakt, hätten die umliegenden Bauern nicht die Zikkurat als ihr „OBI“ betrachtet. Ergo war die antike Handwerkstechnik vorhanden."

Das bezweifle ich ja gar nicht. Auch dass die Ziegel des Ischtar-Tores emailiet sind, weiss ich. Mir ist auch klar, dass die alten Monumentalbauten Kenntnisse in Statik voraussetzen usw. Aber die Steinsetzungen in Stonehenge sind eine technische Konstruktion ohne bekanntes Beispiel, denn die Holzkonstruktionen von Ringheiligtümern kann man wohl kaum damit vergleichen. Da geht es nicht so, wie bei der Cheops-Pyramide oder in Baalbek darum, schwere Steine in grosse Höhen zu bewegen und dort zu verbauen, sondern um die Genialität der Konstruktion. Das psst einfach nicht in die Zeit, zumindest wissen wir nicht, wo die Erfahrungen gesammelt wurden, die dazu nötig waren.


Beispiel gibt es sehr wohl, nimm nur Göbekli Tepe – und das wurde ein paar Jahrtausende vor Stonehenge gebaut. Sieht man die zahlreichen Hünengräber, so ist auch hier ein „technischer Fortschritt“ zu beobachten, manche Gräber haben eine erstaunliche Konstruktion, manche waren einfach schlecht gebaut (konstruiert) – halt Try and Error (s.u.)


Zitat:

"Schlussendlich ist die Verarbeitung von Ziegeln (sind ja auch „Steine“ - gebrannt oder luftgetrocknet) auch nur eine Frage der Handwerkstechnik.

Und um ein praktisches Beispiel des Entwicklung von Bauten aufzuzeigen, schauen wir einfach mal nach Ägypten. Dort wurde mit Mastaben angefangen, bevor - über Djosers Mastaba - die erste Stufenpyramide entstanden ist. (Saquarra)

Dann folgt das Prinzip „Try and Error“, eindeutig zu sehen an der sogenannten „Falschen Pyramide“ in Meidum. Ich unterstütze die Theorie, dass es hier es vor Jahrtausenden – durch Pfusch am Bau - eine Katastrophe gegeben hat, (s. heutzutage die Kölner U-Bahn) bei der die ganze Außenverkleidung der Pyramide abgerutscht ist.

Als Erkenntnis aus dieser Katastrophe wurden die folgenden Pyramidenbauten mit einem niedrigeren Böschungswinkel (Rote Pyramide) gebaut bzw. die Knickpyramide, die wahrscheinlich bereits halbwegs fertig war, oben abgeschrägt.

Bis man zur Cheopspyramide kam, hatte man die Statik dann wieder im Griff."

Ich kenne die Theorie der Ägyptologen dazu, aber ich habe da so meine Zweifel. Zunächst scheint es mir absolut nicht sicher, dass die Cheops-Pyramide zuletzt errichtet wurde. Der zugehörige Tempel scheint mir jedenfalls genauso archaisch in seiner Bauart, wie das Osireion. Und dann kommt natürlich die Frage der bosnischen Pyramide mit ins Spiel, ganz zu schweigen aber von den Pyramiden auf dem Mars. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass die Ägypter ihre Baumeister nach Bosnien oder auf den Mars geschickt haben, um da Pyramiden zu errichten, obwohl ich natürlich weiss, dass Ägypten Homer und Herodot zufolge schon zur Zeit des trojanischen Krieges

Zur bosnischen „Pyramide“ wurde ja inzwischen genug gesagt. Auch hinsichtlich des Baus der Cheops-Pyramide gibt es immer wieder neue Erkenntnisse. Nimm nur mal die Theorie des Jean-Pierre Houdin hinsichtlich der inneren Rampen bzw. der großen Galerie, die sich sogar bestätigen ließe, würde man eine Erlaubnis erhalten.

Die Cheops-Pyramide war jedoch definitv nicht die letzte Pyramide, die gebaut wurde. Allerdings sind die „Nachfolgemodelle“ eher kümmerlich. Das es auf dem Mars Pyramiden gibt, halte ich für höchst unwahrscheinlich, dann glaube ich eher an eine hohle Erde.



Gruß Artaxerxes



homo homini lupus
Verfasst am: 13. 03. 2010 [14:51]
kurti
Koryphäe
Dabei seit: 07.11.2003
Beiträge: 1241
Hallo LAH,

Es ist wenig sinnvoll jetzt wieder haufenweise Bilder zu präsentieren.
Wie ich schon bemerkte ist sicher noch viel (experimentelle) Forschungsarbeit erforderlich.
Ich schätze mal, dass die Notwendigkeit für jeden erkennbar ist.
Das Problem ist nur: >wer packt es an, wer zahlt usw. usf.<

Übrigens was Jelitto anbelangt so gibt es da ja schon mehrere Werke in der Richtung. Alle, aber auch alle beinhalten aber das Motto:> Rate mal was ich hier versteckt habe, du kommst nicht drauf, denn ich habe es verschlüsselt und verklausuliert und wenn Du es entschlüsseln kannst dann gehörst Du einer ebenbürtigen Kultur an die erkennt, dass dieses Wissen nicht von dieser Erde stammt! <
Vom verwendeten Zahlenmaterial will ich erst garnicht reden.
Hier nur zwei Auszüge aus dem durchaus >pro Jelitto< Müller PDF:
ZITAT:
Die Abweichung ergibt sich daraus, dass die Pyramidenplaner den Grobplanungswert ganz bewusst (in abänderndem, aber nicht veränderndem Sinn) variierten, um einen noch signifikanteren Bezug zu bekommen
(Fein- planung). Wissen dieser Art war früher Geheimwissen der Priester.
Durch die Variation und den Bezug auf eine beabsichtigt (!) weniger transparente Planungsgrundlage wird genau dieser Geheimhaltungseffekt erzeugt und die viel einfachere, aber dadurch auch leichter zu erkennende
Planungsgrundlage der Grobplanung quasi „vernebelt“.
und weiter:
Die Rechnungen zeigen: Der von JELITTO erkannte Bezug zwischen Planeten-und Pyramidenmaßen ist offenbar hinreichend signifikant, aber ohne Kenntnis der astronomischen bzw. physikalischen Werte, die die Pyramidenplaner verwendeten, nicht zu gebrauchen, um daraus im Nachhinein die genauen Pyramidenmaße ausrechnen zu wollen, da bereits die Abweichungen
in unseren verfügbaren Zahlenangaben zu eigentlich zu großen Unterschieden führen.
ENDE
Folgende Links sind aufschlussreich:
http://www.wi.hs-wismar.de/~wdp/2007/0710_Mueller.pdf

Robert Bauval
http://doernenburg.alien.de/alternativ/orion/ori00.php
Hans Jelitto: Mein Erfolg mit Scientology
http://scientologist.myhomepage.org/hansjelitto/

Gruß
Kurti



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.2010 um 15:01.]



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