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Modernste Kreissägen im Altertum?


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Verfasst am: 10. 03. 2010 [20:29]
PeterNowak
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Beiträge: 19

Restitutus schrieb:

Zitat:

Auch das ist eine gute Frage. Ich würde eher noch präzisieren: Wie und mit welchen Mitteln wurde Stonehenge vermessen?
Und wie erklärt sich die offensichtliche kulturelle Diskrepanz zwischen der Planung der Anlage, einer unglaublich genauen Vermessung, und der Durchführung der Bauaufsicht (das war schliesslich eine Grossbaustelle!) einerseits und der Anwendung von Geweih-Hacken und Schaufeln andererseits?

Wo ist da ein Widerspruch? Edward Leedskalnin hat in Rock Gate/Coral Castle vorgemacht, wie man als Ein-Mann-Show eine Anlage aus tonnenschweren Blöcken baut mit nichts als einem selbstgebauten hölzernen Dreibeinkran und Teilen vom Schrottplatz. Der brauchte keine Großbaustelle!

Hm, auf der Seite steht, bis heute wisse niemand, wie Coral Castle erbaut wurde. Du weisst es also? Ausserdem wirken die Bilder nicht besonders beeindruckend, was die vermessungstechnischen Anforderungen von Coral Castle angeht. Du hast wahrscheinlich noch nie was schwereres als nen Kugelschreiber in der Hand gehabt, oder?

Zitat:

Richtig, es hängt offensichtlich einfach von den örtlich verfügbaren Materialien ab. Andererseits wurden die Blausteine für Stonehenge aber über weite Entfernung und möglicherweise übers Meer transportiert. Man kann also annehmen, dass neben der Verfügbarkeit auch die Materialeigenschaften eine Rolle spielten. Aber woher waren die überhaupt bekannt?

"Vielleicht durch Handelsbeziehungen oder Pilgerfahrten. Seit dem Fund des Boscombe Bowmans weiß man ja, dass Leute von weither nach Salisbury kamen."

Da existierte Stonehenge schon!

"Aber wer sagt, dass mineralogische Eigenschaften Ausschlag gebend waren? Es können auch magische, also eingebildete, gewesen sein."

Die magischen Eigenschaften werden als an die mineralischen gebunden angenommen. Aber egal, es muss absolut zwingende Gründe gegeben haben, den schwierigen Transport zu wagen und die müssen zwangsläufig, wie auch immer, mit dem beschafften Material zusammenhängen. Das setzt aber voraus, dass man diese tatsächlichen oder eingebildeten Eigenschaften des Materials kennt.

"Sieh dir doch nur mal an, was für ein Blödsinn heutzutage über die Blausteine geschrieben wird. So doof waren die Stonehenge-Leute doch gewiss allemal!"

Naja, wir High-Tech-Wilden sind den armen Steinzeitlern natürlich hoffnungslos überlegen 05-icon_wink.gif

Zitat:

"Wer aber früh mit Stein baut, hat natürlich eine wesentlich längere Erfahrung in dessen Bearbeitung als die klassischen "Holzbauer" sie haben konnten."

Tja, nur: Wo sind dann die vorherigen Verwendungen von Blausteinen? Da Stein dauerhaft ist, müssten sie ja noch vorhanden sein, vielleicht in Trümmern, aber vorhanden.

Und da sind sie. Schwerpunktmäßig in Preseli, woher sie ursprünglich stammen,"

Tja, nur leider nicht in Form von überdauerter Bausubstanz, sondern nur als Rohstoff.

"ansonsten aber über ganz Großbritannien verteilt. Wenn auch mehr in Form von Axtköpfen als Menhiren. Manche Leute hatten offenbar auch einen rationalen Zugang zu dem Material."

Auch das ist nicht zwangsläufig so, da sich auch dabei die FRage stellt, weshalb gerade diesem Material der Vorzug gegeben wurde, obwohl doch auch leichter zu beschaffendes zur Verfügung stand.

Gruss
Peter Nowak

Verfasst am: 11. 03. 2010 [09:51]
Restitutus
Experte
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Beiträge: 250

PeterNowak schrieb:

Zitat:

Zitat:
Wo ist da ein Widerspruch? Edward Leedskalnin hat in Rock Gate/Coral Castle vorgemacht, wie man als Ein-Mann-Show eine Anlage aus tonnenschweren Blöcken baut mit nichts als einem selbstgebauten hölzernen Dreibeinkran und Teilen vom Schrottplatz. Der brauchte keine Großbaustelle!

Hm, auf der Seite steht, bis heute wisse niemand, wie Coral Castle erbaut wurde.

Auf der Seite steht manches, was touristisch werbewirksam ist, aber fern der Realität. Objektiv ist es zwar richtig, dass keiner das genau weiß, weil Leedskalnin keine Zeugen zuließ. Aber fest steht, dass der Mann das alles alleine gemacht hat, mit primitiven Mitteln, die er sich auf nahen Schrottplätzen zusammensuchte, und ohne schweres Gerät und große Bauunternehmen. Die hätte er sich gar nicht leisten können, er war ein armer Einwanderer, der an chronischer Unterernährung starb!

Ich war zweimal in Coral Castle und habe mir selbst ein Bild gemacht. Es gibt tatsächlich mehrere Fotos, auf denen Leedskalnin vor seinem selbstgefertigten Baukran und mit einfachen Werkzeugen posiert; die Bilder sind im Souvenirlädchen von Coral Castle zu bekommen, und ich sehe keinen Grund, anzunehmen, dass sie nicht das zeigen, womit Leedskalnin tatsächlich gearbeitet hat.

Zitat:
Du weisst es also? Ausserdem wirken die Bilder nicht besonders beeindruckend, was die vermessungstechnischen Anforderungen von Coral Castle angeht. Du hast wahrscheinlich noch nie was schwereres als nen Kugelschreiber in der Hand gehabt, oder?


Dumm daherplappern ist natürlich immer leichter, als sich schlau zu machen. Leedskalnin hat eigenhändig 1100 Tonnen Baumaterial bewegt - zweimal, er ist mit der ganzen Anlage noch einmal nachträglich umgezogen! In Coral Castle gibt es astronomisch ausgerichtete Visiersteine, zum Teil mit Bohrlöchern, eine selbstgefertigte Sonnenuhr, die fast minutengenau arbeitet, 25 aus tonnenschweren Korallenblöcken geschnittene Schaukelstühle (!), und das alles mit primitivsten Mitteln gefertigt. Ich habe selbst mit einem 9 Tonnen schweren Korallenblock "spielen" dürfen, der in einen Torbogen eingebaut und so raffiniert auf einer Getriebeachse vom Schrottplatz gelagert wurde (auf der englischen Wikipedia steht: auf der Achse eines Lastwagens, mein Führer sagte damals, es sei die eines Ford-T gewesen), dass er sich durch den leichtesten Druck mit der Hand drehen ließ. Angeblich habe ursprünglich sogar der Druck eines einzigen Fingers genügt; doch 1986, wenige Monate, bevor ich zum ersten Mal dort war, habe die verwitterte Achse ersetzt werden müssen, weil sie nun den Bewegungsmechanismus blockierte, und es sei dem Instandhaltungsteam nicht mehr gelungen, Leedskalnins Lager in der gleichen Qualität zu reproduzieren, so dass der erforderliche Kraftaufwand nun etwas höher sei. Dennoch empfand ich ihn keineswegs als besonders stark, etwa vergleichbar mit dem drehbaren Mithrasaltar bei uns im Wiesbadener Museum. Allerdings sagt die englische Wikipedia, 2005 sei das Tor noch einmal erneuert worden und seither noch schwerer zu bewegen als damals.

Nun ist Koralle ein äußerst poröses Baumaterial voller Löcher und Blasen. Du Schlaumeier darfst jetzt mal ran und uns erklären, wie Leedskalnin die Schwerpunkte des Tors und seiner Schaukelstühle ermittelt hat.

Zitat:
"ansonsten aber über ganz Großbritannien verteilt. Wenn auch mehr in Form von Axtköpfen als Menhiren. Manche Leute hatten offenbar auch einen rationalen Zugang zu dem Material."

Auch das ist nicht zwangsläufig so, da sich auch dabei die FRage stellt, weshalb gerade diesem Material der Vorzug gegeben wurde, obwohl doch auch leichter zu beschaffendes zur Verfügung stand.

Wieso? Wieso haben die Phönizier Rohstoffe aus Großbritannien eingeführt? Es mag technische Gründe haben, ästhetische, wirtschaftliche, Prestige-, da gibt es zahllose Möglichkeiten.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.2010 um 09:51.]

„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 11. 03. 2010 [14:17]
Artaxerxes
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Hallo Peter,



wieso haben die Bearbeitungsspuren, von denen Du sprichst, „eindeutig“ maschinelle Merkmale? Und ein Kran war weder beim Aufstellen der Obelisken in Ägypten, noch in Stonehenge oder der Osterinsel von Nöten. Auch die hiesigen Hünengräber wurden - wie die zahlreichen Menhire oder Dolmen auch - per Hand errichtet, woran kaum Zweifel angemeldet wurden.



Welche Hilfsmittel stehen uns heute zur Verfügung und gab oder gibt es - im Vergleich dazu – andere Möglichkeiten den gleichen Erfolg mit weit geringerem technischen Aufwand zu erzielen? Man denke nur an die Gerüstbauer in Asien, die – wie vor Jahrhunderten – immer noch Hochgerüste aus Bambus bauen. (Einzige Referenz an die Neuzeit sind heutzutage Plastikschnüre)



Unlängst habe ich staunend verfolgt, wie ein Handwerker eine Gerade auf einer Haus wand markiert hat – ganz ohne moderne Technik, nur mit einer primitiven Schnur.



Du hattest ferner „Lehmziegel“ angesprochen. Das ist korrekt, aber der Lehmziegel wurde ja nur deshalb bevorzugt, weil Brandziegel das komplett vorhandene Brennmaterial verbraucht hätten – bei der Masse die für die Prunkbauten erforderlich waren. Dieses Brennmaterial wurde ja dringender für Kochstellen, Keramik und Verhüttung gebraucht. (Wenn Du das Ischtar-Tor oder die Prozessionsstraße betrachtest, siehst Du z. B,. das die alten Babylonier – ohne weiteres - Ziegel veredeln konnten. Aber auch ohne Brennvorgang haben die Zikkurats ja die Jahrtausende einigermaßen gut überstanden. Und wären wahrscheinlich noch besser intakt, hätten die umliegenden Bauern nicht die Zikkurat als ihr „OBI“ betrachtet. Ergo war die antike Handwerkstechnik vorhanden.



Schlussendlich ist die Verarbeitung von Ziegeln (sind ja auch „Steine“ - gebrannt oder luftgetrocknet) auch nur eine Frage der Handwerkstechnik.



Und um ein praktisches Beispiel des Entwicklung von Bauten aufzuzeigen, schauen wir einfach mal nach Ägypten. Dort wurde mit Mastaben angefangen, bevor - über Djosers Mastaba - die erste Stufenpyramide entstanden ist. (Saquarra)



Dann folgt das Prinzip „Try and Error“, eindeutig zu sehen an der sogenannten „Falschen Pyramide“ in Meidum. Ich unterstütze die Theorie, dass es hier es vor Jahrtausenden – durch Pfusch am Bau - eine Katastrophe gegeben hat, (s. heutzutage die Kölner U-Bahn) bei der die ganze Außenverkleidung der Pyramide abgerutscht ist.



Als Erkenntnis aus dieser Katastrophe wurden die folgenden Pyramidenbauten mit einem niedrigeren Böschungswinkel (Rote Pyramide) gebaut bzw. die Knickpyramide, die wahrscheinlich bereits halbwegs fertig war, oben abgeschrägt.



Bis man zur Cheopspyramide kam, hatte man die Statik dann wieder im Griff.

Gruss Artaxerxes


homo homini lupus
Verfasst am: 11. 03. 2010 [14:32]
PeterNowak
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Beiträge: 19




Restitutus schrieb:



PeterNowak schrieb:




Zitat:






Zitat:


Wo ist da ein Widerspruch? Edward Leedskalnin hat in Rock Gate/Coral Castle vorgemacht, wie man als Ein-Mann-Show eine Anlage aus tonnenschweren Blöcken baut mit nichts als einem selbstgebauten hölzernen Dreibeinkran und Teilen vom Schrottplatz. Der brauchte keine Großbaustelle!

Hm, auf der Seite steht, bis heute wisse niemand, wie Coral Castle erbaut wurde.
Auf der Seite steht manches, was touristisch werbewirksam ist, aber fern der Realität. Objektiv ist es zwar richtig, dass keiner das genau weiß, weil Leedskalnin keine Zeugen zuließ.

Zitat:
Genau das meinte ich und ist also nicht so "Realitätsfern"

Zitat:

Aber fest steht, dass der Mann das alles alleine gemacht hat, mit primitiven Mitteln, die er sich auf nahen Schrottplätzen zusammensuchte, und ohne schweres Gerät und große Bauunternehmen. Die hätte er sich gar nicht leisten können, er war ein armer Einwanderer, der an chronischer Unterernährung starb!

Ich war zweimal in Coral Castle und habe mir selbst ein Bild gemacht. Es gibt tatsächlich mehrere Fotos, auf denen Leedskalnin vor seinem selbstgefertigten Baukran und mit einfachen Werkzeugen posiert; die Bilder sind im Souvenirlädchen von Coral Castle zu bekommen, und ich sehe keinen Grund, anzunehmen, dass sie nicht das zeigen, womit Leedskalnin tatsächlich gearbeitet hat.


Und wenn schon! Dann hat der Mann also
a) auf unser neuzeitliches technisches Wissen zugegriffen und
b) auf ausrangierte technische Erzeugnisse der Neuzeit zugegriffen.
Und nun erklär mir armem Dussel noch mal, was das in Bezug auf steinzeitliche Monumente bedeuten soll. Konnten deren Erauer vielleicht auf ihr im Physikunterricht vermitteltes Wissen zurückgreifen? Oder auf nahegelegenen Schrottplätzen nach benötigten Teilen wühlen?




Zitat:


Du weisst es also? Ausserdem wirken die Bilder nicht besonders beeindruckend, was die vermessungstechnischen Anforderungen von Coral Castle angeht. Du hast wahrscheinlich noch nie was schwereres als nen Kugelschreiber in der Hand gehabt, oder?
Dumm daherplappern ist natürlich immer leichter, als sich schlau zu machen.

Du musst es ja wissen.
Zitat:

Zitat:
Leedskalnin hat eigenhändig 1100 Tonnen Baumaterial bewegt - zweimal, er ist mit der ganzen Anlage noch einmal nachträglich umgezogen! In Coral Castle gibt es astronomisch ausgerichtete Visiersteine, zum Teil mit Bohrlöchern, eine selbstgefertigte Sonnenuhr, die fast minutengenau arbeitet, 25 aus tonnenschweren Korallenblöcken geschnittene Schaukelstühle (!), und das alles mit primitivsten Mitteln gefertigt. Ich habe selbst mit einem 9 Tonnen schweren Korallenblock "spielen" dürfen, der in einen Torbogen eingebaut und so raffiniert auf einer Getriebeachse vom Schrottplatz gelagert wurde (auf der englischen Wikipedia steht: auf der Achse eines Lastwagens, mein Führer sagte damals, es sei die eines Ford-T gewesen), dass er sich durch den leichtesten Druck mit der Hand drehen ließ. Angeblich habe ursprünglich sogar der Druck eines einzigen Fingers genügt; doch 1986, wenige Monate, bevor ich zum ersten Mal dort war, habe die verwitterte Achse ersetzt werden müssen, weil sie nun den Bewegungsmechanismus blockierte, und es sei dem Instandhaltungsteam nicht mehr gelungen, Leedskalnins Lager in der gleichen Qualität zu reproduzieren, so dass der erforderliche Kraftaufwand nun etwas höher sei. Dennoch empfand ich ihn keineswegs als besonders stark, etwa vergleichbar mit dem drehbaren Mithrasaltar bei uns im Wiesbadener Museum. Allerdings sagt die englische Wikipedia, 2005 sei das Tor noch einmal erneuert worden und seither noch schwerer zu bewegen als damals.
So erstaunlich Coral Castle auch sein mag, es ist mit neutzeitlichem Wissen und Deiner Aussage zufolge mit ausrangierten Teilen neuzeitlicher Technik errichtet worden. Der Erbauer war sicherlich ein genialer Einzelgänger, aber seine Leistung ist in keiner Weise mit der der Erbauer von Stonehenge oder der Steinmonumente der Bretagne zu vergleichen. Allein die Konstruktion der Decksteine des Steinkreises von Stonehenge setzt langwierige technische Erfahrung voraus und steht damit schon in einem ziemlichen Spannungsverhältnis zu den vorausgesetzten Lebensverhältnissen der Steinzeit. Die Konstruktion setzt nämlich das Vorhandensein von Kränen voraus, weil die Decksteine senkrecht von oben in die Konstruktion eingesetzt werden mussten. Ich kenne die schwachsinnige Idee, die Steine über Holzgerüste hochzuheben und oben "einfach" rüberzuschieben (sind ja "nur" 5 Tonnen; ich bezweifle, dass überhaupt genug LEute auf dem Gerüst Platz hätten, um den Deckstein zu bewegen). Die Idee stammt mit Sicherheit auch von Leuten, die keine Ahnung von Praxis hatten. Sie vergassen schlicht die Zapfen auf den Tragsteinen, auf die die Decksteine gesetzt wurden, und die Nuten und Federn ("V-Verbindung"05-icon_wink.gif der Decksteine, die als Führung dienten, um den Deckstein sauber auf die Zapfen zu führen. Dann die unglaubliche Präzission der Vermessung, die unweigerlich Fragen nach den verwendeten Messinstrumenten aufwirft. Sagt Dir der Begriff "Visierlinien" etwas und weisst Du, was er in Bezug auf Stonehenge bedeutet? (von den Linien über Land und Meer, z.B. nach Kopenhagen, will ich gar nicht erst reden). Und das alles in der Steinzeit!

Nun ist Koralle ein äußerst poröses Baumaterial voller Löcher und Blasen. Du Schlaumeier darfst jetzt mal ran und uns erklären, wie Leedskalnin die Schwerpunkte des Tors und seiner Schaukelstühle ermittelt hat.

Leider gilt mein Interesse aber der Früh- und Vorgeschichte, die Neuzeit ist kein Gegenstand meines Interesses.





Zitat:


"ansonsten aber über ganz Großbritannien verteilt. Wenn auch mehr in Form von Axtköpfen als Menhiren. Manche Leute hatten offenbar auch einen rationalen Zugang zu dem Material."

Auch das ist nicht zwangsläufig so, da sich auch dabei die FRage stellt, weshalb gerade diesem Material der Vorzug gegeben wurde, obwohl doch auch leichter zu beschaffendes zur Verfügung stand.
Wieso? Wieso haben die Phönizier Rohstoffe aus Großbritannien eingeführt? Es mag technische Gründe haben, ästhetische, wirtschaftliche, Prestige-, da gibt es zahllose Möglichkeiten.

Du machst es Dir sehr leicht! ERstmal gehören die Phönizier einer anderen Zeit an, aber egal. Sodann beruht die angebliche Zinneinfuhr der Phönizier auf einer Annahme, nämlich der, dass die Phönizier in Spanien eine Stadt namens Tartessos als Handelsniederlassung betrieben. Leider hat man die Stadt aber bis heute nicht in Spanien gefunden! Dafür gibt es aber eine Inschrift, die belegt, dass es auf Sardinien eine Stadt namens Tartessos gab. Tatsächlich haben die Phönizier auch Metalle (Zinn und Silber) aus Sardinien ausgeführt und Sardinien lag auch tatsächlich vor den Säulen des Herakles, wenn man diese mit der Strasse von Sizilien identifiziert (ich würde ja gerne die entsprechenden Koordinaten von Google Maps angeben, aber man kann leider nicht weit genug runter, um de Unterwasseranlagen genauer sehen zu können und es erfordert eine gewisse Übung, aus den noch machbaren Höhen künstliche Anlagen unter Wasser zu identifizieren).

Sodann: Welche "technischen Gründe" sollte es wohl dafür geben, das Zinn aus Britannien zu holen anstatt aus Sardinien, das den Phöniziern vor der Nase lag? Zinn wurde auch nicht aus "ästhetischen" Gründen abgebaut, sondern weil es für die Bronzeherstellung benötigt wurde. Wenn es heutzutage aus "wirtschaftlichen Gründen" sinnvoll erscheint, Klopapier oder was auch immer in Asien produzieren und per Luftfracht in die europäischen Klos zu befördern, dann hat das was mit unterschiedlichen Lebenshaltungskossten zu tun und funktioniert überhaupt nur, weil die Folgekosten nicht von den Verursachern, sondern von der Gesellschaft getragen werden (war ja bei den Bankpleiten unlängst auch so, ohne die neoliberalen Wirtschaftstheoretiker dagegen angegangen wären). In der Bronze- und frühen Eisenzeit galten noch einfachere wirtschaftliche Gesetze, nämlich kürzerer Weg zu den Rohstoffen = schnellerer Umsatz = mehr Profit. Es kann also für die Phönizier keine "wirtschaftlichen Gründe" gegeben haben, britannisches Zinn in das Mittelmeergebiet einzuführen. Und "Prestigegründe" also als Statussymbol ("Hey, ich habe Zinn aus Britannien, Du nur billigen Plunder aus Sardinien"05-icon_wink.gif? Dann müsste es eine Kennzeichnungspflicht für das Herkunftsland gegeben haben, sonst würde das keinen Sinn machen.
Beste Grüsse
Peter Nowak
Verfasst am: 11. 03. 2010 [14:38]
Artaxerxes
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Beiträge: 47


Zitat:


Richtig, es hängt offensichtlich einfach von den örtlich verfügbaren Materialien ab. Andererseits wurden die Blausteine für Stonehenge aber über weite Entfernung und möglicherweise übers Meer transportiert. Man kann also annehmen, dass neben der Verfügbarkeit auch die Materialeigenschaften eine Rolle spielten. Aber woher waren die überhaupt bekannt? (Siehe dazu oben zur kulturellen Diskrepanz).


Noch als Nachsatz:

Selbst die steinzeitlichen Handwerker waren Experten in der Materialauswahl - zur Not wurden auch lebensnotwendige Waren bzw.meistens Luxuswaren importiert. (z. B. Bernstein von der Ostsee nach Quatna)
s. z. B. http://www.abc.se/~m10354/publ/tybrind.htm
Den Blaustein für Stonehenge fand man im weiteren Umkreis - wenn ich mich recht erinnere. Der musste allerdings mühselig transportiert werden.

Gruss Artaxerxes


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.2010 um 14:39.]

homo homini lupus
Verfasst am: 11. 03. 2010 [15:50]
PeterNowak
Amateur
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Beiträge: 19
Hallo Artaxerxes,
Du schreibst:

"wieso haben die Bearbeitungsspuren, von denen Du sprichst, „eindeutig“ maschinelle Merkmale?"

Weil man mit Hammer und Meissel keine so geraden Kanten hinkriegt (es gibt ein Bild von LAH aus Südamerika, wo man Meisselspuen sieht, wobei aber offensichtlich auch da "vorgeflext" wurde) und weil die Steigungen am Anfang des Schlitzes deutlich auf eine drehende Scheibe (Sägeblatt oder Trennscheibe) hinweisen.

"Und ein Kran war weder beim Aufstellen der Obelisken in Ägypten, noch in Stonehenge oder der Osterinsel von Nöten."

In Stonehenge schon, für die Decksteine, die senkrecht von oben auf die Tragsteine gesetzt wurden.

"Auch die hiesigen Hünengräber wurden - wie die zahlreichen Menhire oder Dolmen auch - per Hand errichtet, woran kaum Zweifel angemeldet wurden."

Dennoch kenne ich zwei Dolmen ("Hünengräber"05-icon_wink.gif, wo zwischen einem Tragstein und dem Deckstein ein Stein eingefügt wurde, weil der Tragstein zu kurz war. Die offizielle Theorie ist doch: Tragsteine aufstellen, Hügel drumherum aufwerfen, Deckstein draufwerfen, fertig. Man geht ja davon aus, dass die Dolmen ursprünglich alle mit Erde bedeckt waren. Aber das ist sehr zweifelhaft. tellen wir uns also vor, der Deckstein sei so auf die Tragsteine gekommen und dann die Erde entfernt worden. Dabei stellt man plötzlich, oh Graus, fest, dass ein Tragstein zu kurz war. Was jetzt? Erde schnell wieder reinschaufeln? wie kriegt man den Stein (in einem Fall zwar keilförmig, aber keine Schleifspuren am Deckstein erkennbar)zwischen Tragstein und Deckstein? Offenbar verfügte man also über die Möglichkeit, den Deckstein wieder anzuheben.

"Welche Hilfsmittel stehen uns heute zur Verfügung und gab oder gibt es - im Vergleich dazu – andere Möglichkeiten den gleichen Erfolg mit weit geringerem technischen Aufwand zu erzielen? Man denke nur an die Gerüstbauer in Asien, die – wie vor Jahrhunderten – immer noch Hochgerüste aus Bambus bauen. (Einzige Referenz an die Neuzeit sind heutzutage Plastikschnüre)"

Wir reden hier über das Bewegen von Gewichten im Tonnen-Bereich! Da sind die den Steinzeitmenschen zugestandenen Werkzeuge schon ziemlich limitiert. Man kann nichtmal davon ausgehen, dass da einfach genug manpower am Start war, denn das würde voraussetzen, dass es ein genügend grosses gesellschaftliches Mehrprodukt n Lebensmitteln gab, um einem Teil der Bevölkerung zu erlauben, mit grossen Stenen zu "spielen". Das ist aber so nicht nachgewiesen, die neolithische Revolution bildet ja erst den Anfang dieser Entwicklung. Kurz: Darüber wird wenig sinnvolles zum Besten gegeben.

"Unlängst habe ich staunend verfolgt, wie ein Handwerker eine Gerade auf einer Haus wand markiert hat – ganz ohne moderne Technik, nur mit einer primitiven Schnur."

Das ist nicht weiter schwierig. musst Du nur mit irgendwas dunklem tränken, an beiden Enden befestigen, von der Wand abziehen und dagegen klatschen lassen, schon hast Du einen geraden Strich. Aber mit Hammer und Meissel eine gerade Fuge in gewachsenen Fels zu schlagen, ohne dass man die Ansätze des Meissels sieht, ist unmöglich.

"Du hattest ferner „Lehmziegel“ angesprochen. Das ist korrekt, aber der Lehmziegel wurde ja nur deshalb bevorzugt, weil Brandziegel das komplett vorhandene Brennmaterial verbraucht hätten – bei der Masse die für die Prunkbauten erforderlich waren. Dieses Brennmaterial wurde ja dringender für Kochstellen, Keramik und Verhüttung gebraucht. (Wenn Du das Ischtar-Tor oder die Prozessionsstraße betrachtest, siehst Du z. B,. das die alten Babylonier – ohne weiteres - Ziegel veredeln konnten. Aber auch ohne Brennvorgang haben die Zikkurats ja die Jahrtausende einigermaßen gut überstanden. Und wären wahrscheinlich noch besser intakt, hätten die umliegenden Bauern nicht die Zikkurat als ihr „OBI“ betrachtet. Ergo war die antike Handwerkstechnik vorhanden."

Das bezweifle ich ja gar nicht. Auch dass die Ziegel des Ischtar-Tores emailiet sind, weiss ich. Mir ist auch klar, dass die alten Monumentalbauten Kenntnisse in Statik voraussetzen usw. Aber die Steinsetzungen in Stonehenge sind eine technische Konstruktion ohne bekanntes Beispiel, denn die Holzkonstruktionen von Ringheiligtümern kann man wohl kaum damit vergleichen. Da geht es nicht so, wie bei der Cheops-Pyramide oder in Baalbek darum, schwere Steine in grosse Höhen zu bewegen und dort zu verbauen, sondern um die Genialität der Konstruktion. Das psst einfach nicht in die Zeit, zumindest wissen wir nicht, wo die Erfahrungen gesammelt wurden, die dazu nötig waren.

"Schlussendlich ist die Verarbeitung von Ziegeln (sind ja auch „Steine“ - gebrannt oder luftgetrocknet) auch nur eine Frage der Handwerkstechnik.

Und um ein praktisches Beispiel des Entwicklung von Bauten aufzuzeigen, schauen wir einfach mal nach Ägypten. Dort wurde mit Mastaben angefangen, bevor - über Djosers Mastaba - die erste Stufenpyramide entstanden ist. (Saquarra)

Dann folgt das Prinzip „Try and Error“, eindeutig zu sehen an der sogenannten „Falschen Pyramide“ in Meidum. Ich unterstütze die Theorie, dass es hier es vor Jahrtausenden – durch Pfusch am Bau - eine Katastrophe gegeben hat, (s. heutzutage die Kölner U-Bahn) bei der die ganze Außenverkleidung der Pyramide abgerutscht ist.

Als Erkenntnis aus dieser Katastrophe wurden die folgenden Pyramidenbauten mit einem niedrigeren Böschungswinkel (Rote Pyramide) gebaut bzw. die Knickpyramide, die wahrscheinlich bereits halbwegs fertig war, oben abgeschrägt.

Bis man zur Cheopspyramide kam, hatte man die Statik dann wieder im Griff."

Ich kenne die Theorie der Ägyptologen dazu, aber ich habe da so meine Zweifel. Zunächst scheint es mir absolut nicht sicher, dass die Cheops-Pyramide zuletzt errichtet wurde. Der zugehörige Tempel scheint mir jedenfalls genauso archaisch in seiner Bauart, wie das Osireion. Und dann kommt natürlich die Frage der bosnischen Pyramide mit ins Spiel, ganz zu schweigen aber von den Pyramiden auf dem Mars. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass die Ägypter ihre Baumeister nach Bosnien oder auf den Mars geschickt haben, um da Pyramiden zu errichten, obwohl ich natürlich weiss, dass Ägypten Homer und Herodot zufolge schon zur Zeit des trojanischen Krieges und davor ein Ausbildunszentrum für Priester war, die im Mittelmeerbereich tätig waren.
Beste GRüsse
Peter Nowak

Verfasst am: 11. 03. 2010 [18:23]
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
Zitat:
wie das Osireion. Und dann kommt natürlich die Frage der bosnischen Pyramide mit ins Spiel, ganz zu schweigen aber von den Pyramiden auf dem Mars.

"Was die Welt als Berge kennt, nennt der Bosnier Pyramiden"...

Das ist auf dem gleichen Niveau wie die slowenische Super-Panslawismushypothese von gleich um die Ecke (Wandalen??? Das klingt wie Windische - Windische, das sind wir - voilà! (W)Andalusien ist slowenisch! Und Venedig sowieso!). Da sind einfach ein paar politisch unterdrückt Gewesene auf der Suche nach dem eigenen kulturellen Selbstwertgefühl. Leider richten sie unterwegs einen immensen Flurschaden an und sind daher in Bosnien alles andere als beliebt.

Und auf dem Mars gibt es nichts als Dreck und nochmals Dreck.



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.2010 um 19:05.]

„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 11. 03. 2010 [19:19]
kurti
Koryphäe
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Beiträge: 1051
Hallo Peter,

ZITAT:
Dennoch kenne ich zwei Dolmen ("Hünengräber"05-icon_wink.gif, wo zwischen einem Tragstein und dem Deckstein ein Stein eingefügt wurde, weil der Tragstein zu kurz war. Die offizielle Theorie ist doch: Tragsteine aufstellen, Hügel drumherum aufwerfen, Deckstein draufwerfen, fertig. .............Dabei stellt man plötzlich, oh Graus, fest, dass ein Tragstein zu kurz war. Was jetzt? ENDE


Wie wär`s hiermit:
> Tragsteine aufstellen, Erde bis zum Ende des kürzeren aufschütten, Differenzstein aufsetzen, Erde weiter aufschütten und Deckstein einfügen, ...fertig ist die Laube!<
Oder sehe ich hier was falsch?

ZITAT:
Und dann kommt natürlich die Frage der bosnischen Pyramide mit ins Spiel, ganz zu schweigen aber von den Pyramiden auf dem Mars. ENDE


Ist das Dein Ernst ? Mit solchem Blödsinn machst Du nur Deine sonstige Argumentation zum dummen Geschwätz und das muss nicht sein.
Hier kannst Du Dein Marsgesicht und Deine Marspyramiden in der Perspektive und unter anderem Lichteinfall sehen.

http://esamultimedia.esa.int/images/marsexpress/307-230906-3253-6-3d1-Cydonia_H.jpg

http://www.esa.int/SPECIALS/Mars_Express/SEM09F8LURE_0.html

Bei der Cheopspyramide ist zumindest durch seinen eingeritzten Namen an nachträglich >nicht zu erreichender< Stelle nachweisbar, dass er der Bauherr ist.

http://doernenburg.alien.de/alternativ/pyramide/pyr03.php#tafeln

Gruß
Kurti



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.2010 um 20:56.]
Verfasst am: 12. 03. 2010 [10:09]
Restitutus
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Beiträge: 250

"PeterNowak" schrieb:

So erstaunlich Coral Castle auch sein mag, es ist mit neutzeitlichem
Wissen und Deiner Aussage zufolge mit ausrangierten Teilen
neuzeitlicher Technik errichtet worden.

Nein, das hast du falsch verstanden. Aus den Teilen machte er sich ganz primitive Hilfsmittel wie z. B. den hölzernen Dreifußkran, der auf den Fotos zu sehen ist. Er tummelte sich lediglich auf den Schrottplätzen, weil er sich die Rohmaterialien dort billig beschaffen konnte, nicht, im Hightech abzuschleppen.

Zitat:
Zitat:
Der Erbauer war sicherlich ein genialer Einzelgänger, aber seine Leistung ist in keiner Weise mit der der Erbauer von Stonehenge oder der Steinmonumente der Bretagne zu vergleichen. Allein die Konstruktion der Decksteine des Steinkreises von Stonehenge setzt langwierige technische Erfahrung voraus

Ed Leedskalnin hat aus seinen Korallenblöcken eigenhändig einen zweistöckigen Vierkantturm aufgebaut, in dem er wohnte. Dagegen sind die Stonehenger Decksteine ein lächerlicher Klacks.


Zitat:
und steht damit schon in einem ziemlichen Spannungsverhältnis zu den vorausgesetzten Lebensverhältnissen der Steinzeit. Die Konstruktion setzt nämlich das Vorhandensein von Kränen voraus, weil die Decksteine senkrecht von oben in die Konstruktion eingesetzt werden mussten.

Da stimme ich zu. Und ich sehe auch keinen Grund, warum dort keine Kräne zum Einsatz gekommen sein sollen. Ein Baukran ist keine besondere Hightech, dafür genügen ein paar stabile Holzmasten, Seile und Walzen.

Zitat:
Zitat:
Dann die unglaubliche Präzission der Vermessung, die unweigerlich Fragen nach den verwendeten Messinstrumenten aufwirft. Sagt Dir der Begriff "Visierlinien" etwas und weisst Du, was er in Bezug auf Stonehenge bedeutet?

Ja, sagt was. Leedskalnin hat auch ein paar eingerichtet, u. a. auf den Himmelsnordpol.

Zitat:
(von den Linien über Land und Meer, z.B. nach Kopenhagen, will ich gar nicht erst reden).

Besser nicht. Denn wenn seinen Suchkreis erst einmal groß genug macht, trifft man immer irgend etwas, ganz egal, wohin man seine Line zieht.
Zitat:
Zitat:
[quote]Sodann beruht die angebliche Zinneinfuhr der Phönizier auf einer Annahme, nämlich der, dass die Phönizier in Spanien eine Stadt namens Tartessos als Handelsniederlassung betrieben.

Mit Verlaub, aber das ist völliger Blödsinn. Denn Publius Crassus gelang es am Ende, einem carthagischen Schiff zu den phönizischen Zinnquellen zu folgen. Und wo kam er an? Rate mal. Julius Cäsar war ihm sehr dankbar!
Zitat:
Zitat:
Leider hat man die Stadt aber bis heute nicht in Spanien gefunden! Dafür gibt es aber eine Inschrift, die belegt, dass es auf Sardinien eine Stadt namens Tartessos gab.
Ja und? Es gibt viele Städte, die gleiche Namen tragen. Aber Kolaios der Samier fuhr von Platea aus westwärts, um Tartessos zu erreichen. Um nach Sardinien zu kommen, hätte er sich dagegen nordwärts halten müssen. Und er hätte zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit nicht behaupten können, Sardinien sei noch nie von einem Griechen angefahren worden!



„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 12. 03. 2010 [11:50]
PeterNowak
Amateur
Dabei seit: 09.03.2010
Beiträge: 19
Restitutus schrieb:

""Was die Welt als Berge kennt, nennt der Bosnier Pyramiden"...

Das ist auf dem gleichen Niveau wie die slowenische Super-Panslawismushypothese von gleich um die Ecke (Wandalen??? Das klingt wie Windische - Windische, das sind wir - voilà! (W)Andalusien ist slowenisch! Und Venedig sowieso!). Da sind einfach ein paar politisch unterdrückt Gewesene auf der Suche nach dem eigenen kulturellen Selbstwertgefühl. Leider richten sie unterwegs einen immensen Flurschaden an und sind daher in Bosnien alles andere als beliebt."

Was für ein Unsinn! Ich kenne keine natürliche Formation, bei der sich ausgehend von vier Rechten Winkeln vier gleiche Steigungswinkel erheben. Das ist ja fast noch dämlicher als die Behauptung, Yoanguni sei natürlichen Ursprungs. Auch da kenne ich keinen geologischen Prozess, der Stufen zwischen zwei, schätzungsweise 2 Meter voneinander entfernten Schrägen herausarbeitet. Wenn Du einen geologischen Prozess kennst, der eine symmetrische Pyramide erzeugt oder einen anderen, der selektiv Stufen auf ca. 2m Breite zwischen zwei Schrägen rausarbeitet, dann sollte man dich für den Nobelpreis in Geologie nominieren.

"Und auf dem Mars gibt es nichts als Dreck und nochmals Dreck."

Zu Deinem Pech gibt es davon Bilder, da kannst Du mit DEinem Palmström-Syndrom schlecht gegen Argumentieren
Beste Grüsse
Peter Nowak



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