- 1: Magazin.
- 2: Guide.
- 3: Digger.
- 4: Bibliothek.
- 5: Mediathek.
- 6: Forum.
- 6.1: Neueste Beiträge.
- 6.2: Beiträge suchen.
- 7: Club.
- 8: Autoren.
- 9: FAQ.

Modernste Kreissägen im Altertum?
| Autor | Nachricht |
|---|---|
|
Verfasst am: 15. 03. 2010 [23:20]
|
|
|
Paulus7a
Experte
Dabei seit: 05.01.2010
Beiträge: 396
|
Da sag noch mal Einer, Archäologen wären ‚Diskutiermuffel‘. Hier weiß man ja plötzlich gar nicht mehr, wo man anfangen soll Hallo Restitutus, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als ob ich Dir widersprechen würde, stimme ich Dir hier voll und ganz zu: Die Prä-Astronautik traut der Antike wesentlich mehr zu, als ihr die Archäologie (Mainstream) zutraut – und zwar schon seit langer Zeit und auf wesentlich mehr Gebieten. Zu nennen wären die naturwissenschaftlichen Fächer, Bau und Vermessung, Technik, die Astronomie, … und so weiter. Ein Beispiel wäre die Geo-Geometrie der Griechen, die von den Fachleuten bis heute bestritten bzw. ignoriert wird. Auch die Theaterakustik wurde von EvD spätestens 1998 (Im Namen von Zeus) positiv beschrieben. Tatsache ist doch, dass ein Theater (und ganz und gar so ein großes) mit einer schlechten Akustik, überhaupt keinen Sinn machen würde. Und um die gute Akustik (die nun einmal nachweisbar ist) zu erreichen, sind selbstverständlich Berechnungen UND Versuche durchgeführt worden. Genauso machen wir es heute nämlich auch noch, zumindest bei bedeutenderen Bauten dieser Art. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Erst werden Berechnungen angestellt, dann werden Modelle gebaut (evntl. In Lebensgröße), dann wird getestet und dann wird erst losgelegt. Ansonsten würde so ein Ding nicht richtig funktionieren. Fehlgriffe konnte man sich weder damals, noch heute, leisten. (mindestens für Stonehenge trifft das übrigens auch zu) Die Frage ist doch, wo hatten die „Antiker“ das Wissen her? Ein Weg führt zweifelsfrei nach Ägypten, wo die meisten der antiken Genies zur Schule gegangen sind. Ein anderer Weg führt von Ägypten nach Griechenland – aber viel früher (Platon). Und beide Wege, sowie noch etliche andere, führen zu den Göttern …. Beste Grüße Paulus7 |
|
Verfasst am: 15. 03. 2010 [23:23]
|
|
|
Paulus7a
Experte
Dabei seit: 05.01.2010
Beiträge: 396
|
Hallo Artaxerxes, mit Verlaub und zuerst: Von Ockhams Rasiermesser halte ich gar nichts, ja ich halte es sogar für völlig unwissenschaftlich, zumal sich ja (lt. Wikipedia) nicht einmal Herr Ockham selbst dran gehalten haben soll. Es kann ja durchaus sein, dass es dem Einen oder Anderen mal so beigebracht wurde und er sich aus Gewohnheit weiter dran hält. Da ist prinzipiell auch nicht viel dagegen zu sagen, aber irgendwie sollten wir schon langsam davon wegkommen. Und natürlich auch von der Art, so zu denken. Ich stimme Dir vollkommen zu, dass man auch heute noch mit solider Handarbeit eine Menge schaffen kann. Darunter auch Dinge, die man nicht für möglich hält. Das ist aber nicht das eigentliche Thema. Trotzdem ein Beispiel: Falls Du es noch nicht kennen solltest, würde ich Dir die Lektüre von Dr. Hans Jelitto „Pyramiden und Planeten“ empfehlen. Dort hat er u.a. gezeigt, wie genau man mit einfachsten Hilfsmitteln große Längen sehr exakt messen kann. Daneben gibt es jedoch auch Dinge, die man nicht mit herkömmlicher Handarbeit erklären kann. Beispiel: LAHs Bild-Vergleich der runden Granitsäulen: einmal Handarbeit und dann die Fragmente in Baalbek. Oder die absolut planen und glatten Sarkophag-Flächen in Ägypten. Um so etwas hinzubekommen muss man die einzelnen Kristalle zertrennen – und das geht nun einmal nur mit sehr hohen Werkzeug-Geschwindigkeiten und härtesten Werkzeug-Materialien (oder Laser; oder Hochdruck; oder … was auch immer). Nichts davon stand den „Antikern“ (offiziell) zur Verfügung. Also können/dürfen diese Artefakte auch nicht existieren. Das Dumme ist nur: Es gibt sie, auch wenn sie nicht ins (bisherige) Bild passen. Anderes Beispiel: Sicherlich bekommt man eine „Inka“mauer mit einer großen Schar von Künstlern und Bildhauern in einem großen Zeitraum auch per Handarbeit so hin, dass sie aussieht wie die auf den Bildern. Aber – wieder nur als Beispiel – es macht keinen Sinn, wenn die „Inkas“ mit 1000 hochqualifizierten Steinmetzen 1000 Jahre an einem einfachen Wohnhaus gearbeitet hätten. Dann wären nämlich die Leute, die da hätten einziehen sollen, schon lange gestorben. Und es ist ja nicht so, dass es keine Leichtbaupyramiden gegeben hätte. Im Gegenteil, davon gab es eine ganze Anzahl. Und schätzungsweise noch viel mehr. Die sind nur leider eingestürzt bzw. wurden ihrer Außenhaut beraubt und sind dann zerfallen. Davon zeugen viele Häufchen in Ägypten. Die Leute, die die großen, haltbaren Pyramiden gebaut haben, wussten genau, was sie taten. Und warum sie es taten. Beste Grüße Paulus7 |
|
Verfasst am: 15. 03. 2010 [23:25]
|
|
|
Paulus7a
Experte
Dabei seit: 05.01.2010
Beiträge: 396
|
Hallo Kurti, Ja, friedliche Koexistenz wäre schon wünschenswert. Vielleicht bekommen wir das ja irgendwann gebacken. Es wäre aber auch schon viel gekonnt, wenn man sich nicht immer gleich so doll bekriegen, sondern lieber dem Anderen erst einmal zuhören würde, um dann erst loszuschlagen. Aber bis jetzt, kriegen wir ja nicht mal das hin. Im Übrigen nehme ich Dir das Wort „Paläo-SETI-Ideechen“ totschweineübel. So. Professionelle Ideechen sind manchmal auch nicht viel besser. So. Und: Fürchte dich, die Götter sind auch unserer Seite. So. Es ist ja richtig, dass in der Präastronautik nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber, die Präastronautik trägt sich völlig allein. Stell dir das mal bei der heutigen Archäologie vor: Da würde sich kein Rad mehr drehen. Somit ist klar, dass man an irgendeiner Stelle Kompromisse eingehen muss. Und mit ein wenig Abstand betrachtet, ist das so auch ganz gut und sinnvoll. Es bringt nämlich „Volksverbundenheit“. Um so schlimmer zählt allerdings, dass auch im Profibereich bei weitem nicht alles goldig ist. Wie war das doch gleich? Wer sollte den ersten Stein werfen? Es ist erfreulich zu hören, dass in der Archäologie bezüglich der Steinbearbeitung das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Wie sollte es auch anders sein – es ist ja noch nichts geklärt. Schau‘n wir mal , wie es weitergeht. In Koexistenz? Das werden wir sehen. Hoffen wir es mal Beste Grüße Paulus7 PS: Wenn man die Steine im Steinbruch vorarbeitet, bekommt man am Ende ungefähr so etwas heraus, wie eine heutige Ziegelmauer, nur aus Naturstein. Das bedeutet, man muss die zwangsläufig entstehenden Toleranzen irgendwie ausgleichen: entweder vor Ort nacharbeiten oder mit einer Ausgleichsschicht (Mörtel). Oder man macht es gleich mit einem 3D-Scanner und lässt die Steine von CNC-Maschinen ausfräsen. Dann haut es gleich hin. Das wäre beispielsweise beim Pflaster vor der „Cheops“-Pyramide sehr praktisch gewesen. |
|
Verfasst am: 15. 03. 2010 [23:31]
|
|
|
Paulus7a
Experte
Dabei seit: 05.01.2010
Beiträge: 396
|
Das Beste wie immer zum Schluss – und das heißt heute Restitutus, ich finde es erstaunlich und erfreulich, dass ich hier so etwas so freimütig zu lesen bekomme. Hoffentlich nicht nur ich. Mit Gewissheit fördert das das gegenseitige Verständnis. Und das dürfte heutzutage sehr viel wert sein. Es ist selbstverständlich richtig, dass Euch, wie uns, immer und überall das Geld fehlt. Die vier von Dir genannten Punkte, sehe auch ich als richtig und wichtig – und gut durchdacht - an. Ich würde aber noch einen fünften Punkt anschließen wollen: Und zwar die leichtere Öffnung für neue „Ideechen“ und deren gleichberechtigte Prüfung. Dann hätten wir als Zwischen-Ergebnis, dass wir für die Punkte 1.), 3.) und 5.) relativ wenig Geld bräuchten (es sei denn, wir wollten die Lobby bestechen), für Punkt 4.) würde es sich noch in Grenzen halten (auch, weil da ja wieder was reinkommen würde) und Punkt 2.) würde ganz schön reinhauen. Das heißt eigentlich, dass man mit relativ wenig, schon ganz schön viel bewirken könnte (ca. 80 %). Vielleicht sollten wir da ansetzen? Manchmal ist es ja von Vorteil, wenn man nicht gleich mit der Tür ins Haus fällt. Besteht irgendwie die Möglichkeit, den „politischen Willen“ ein wenig zu unseren Gunsten aufzupolieren? Wir bräuchten starke Fürsprecher in den Regierungen, vielleicht finden sich ja ein paar Interessierte? Wenn es nach mir ginge, wäre Archäologie in Deutschland sowieso Bundesangelegenheit, aber ich schätze mal, da werden die Landesarchäologen was dagegen haben. Oder? Nochmal Beste Grüße Paulus7 |
|
Verfasst am: 16. 03. 2010 [02:00]
|
|
|
LAH
Experte
Themenersteller
Dabei seit: 10.11.2009
Beiträge: 131
|
Das würde aber nichts ändern. Man schaue nur nach Schleswig-Holstein. Da ist nämlich das gesamte Theaterwesen vom Aussterben bedroht. Man ist überschuldet. Die vorprogrammierte Wirtschaftskrise fordert ihren Tribut. Man hat kein Geld für Kultur, weil es ökonomisch gesehen der blanke Wahnsinn ist. Wer sich da noch auf die Politik verläßt,... Geld regiert die Welt und wird sie auch zu Grunde richten. Die käuflichen Huren werden die Situation auf keinen Fall verbessern können. Es wird eben nur die reiche Kundschaft bedient, weil sie auch zahlen kann. Und was glaubt ihr, wieviele sich nach der zweiten Welle der Wirtschaftskrise die Politik leisten werden können? Das Volk wird entmachtet. Weil man als Steuerzahler für jeden Mist einspringen soll. Geschieht uns recht! Wir haben keinen Durchblick, weil wir uns von den Verblödungsmedien informieren lassen. http://info.kopp-verlag.de/news/die-ganze-wahrheit-ueber-die-deutsche-staatsverschuldung.html Der Michel schläft, die Puppen tanzen. Es interessiert auch niemanden, was hinter den Kulissen geschieht. Man hat auch nicht die Zeit dafür. Schöne neue globalisierte Welt eben. Was interessiert da einen schon Archäologie... Nichts Neues aus der Anstalt. |
|
Verfasst am: 16. 03. 2010 [08:18]
|
|
|
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
|
Ganz meine Meinung. Ich schätze mal, dass man an Anlagen aus Holz experimentiert haben könnte. Holztheater kennen wir von den Römern - einschließlich gelegentlicher Unfallmeldungen wie zusammenkrachender Tribünen. Der Vorteil daran war offensichtlich, dass man sie abbauen konnte. Für die Griechen ist mir allerdings kein Nachweis hölzerner Theater bekannt. Aber da kann ich mich auch täuschen.
Offensichtlich. Ein anderer führt nach Mesopotamien. Allerdings hat keines dieser Völker solche Theater gebaut.
Und das ist das Problem mit der Präastronautik-Fantasie. Da werden die Griechen und ihre Zeitgenossen einfach pauschal als zu doof hingestellt, um aus eigener Kraft die erforderlichen Kenntnisse zu entwickeln. Im Grunde riecht das schon ein wenig nach Rassismus - die einen schreiben alle kulturelle Entwicklung den "Göttern" zu, die anderen den "Ariern" oder den "Atlantern", und gelegentlich meinen sie alle das Gleiche. [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.2010 um 08:18.] „Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser |
|
Verfasst am: 16. 03. 2010 [08:25]
|
|
|
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
|
Paulus7a schrieb: Beispiel: LAHs Bild-Vergleich der runden Granitsäulen: einmal Handarbeit und dann die Fragmente in Baalbek. Solche Säulen haben die Römer in großen Serien hergestellt. Ohne Sägen.
Auch das war für römische Steinmetze überhaupt kein Problem. Die konnten Steinflächen sogar dermaßen glatt polieren, dass sie spiegelten! Und das ohne Laser.
Das haben sie auch nicht. Aber wenn du bedenkst, dass manche europäischen Städte 800 Jahre für den Bau einer einzigen Kathedrale aufwandten, sehe ich keinen Grund, warum das bei Inkatempeln anders gewesen sein sollte. „Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser |
|
Verfasst am: 16. 03. 2010 [08:43]
|
|
|
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
|
Ein Missverständnis. Ich bin kein Landesarchäologe und nicht vom Fach. Ich unterhalte mich nur gerne mit ihnen.
Die Wissenschaft ist da weit offener, als die Vorurteile der Nichtwissenschaftler wahrhaben wollen. Was ich zuweilen in Doktorarbeiten und Fachpublikationen gestandener Historiker lese, ist eine Fantasiererei, die EvD weit in den Schatten stellt! Die entscheidenden Einschränkungen sind aber die: (1) Wissenschaftler stellen sich mit ihren Ideechen der Diskussion und sind bereit, sie bei berechtigtem Widerspruch zu revidieren. Das vermisse ich bei den Atlantisspekulierern gewöhnlich, die sind allesamt überzeugt, das Heil und die Wahrheit gefunden zu haben. Und (2) um finanziert zu werden, müssen die Ideechen zumindest in der Archäologie eine Aussicht haben, nachprüfbare Ergebnisse zu erbringen. Jetzt wird natürlich wieder irgend jemand Heinrich Schliemanns Leichnam aus dem Sarkophag holen. Aber auch wenn er mit Troja zufällig Recht gehabt haben mag, rechtfertigt das noch lange nicht (wie Aristoteles zum Thema Atlantis sagte), jetzt mit der Odyssee in der Hand loszuziehen und die Schneiderwerkstatt zu suchen, in der der Windsack des Gottes Aiolos gefertigt wurde.
Um Gottes Willen! Nein, eigentlich müsste diese Sache auf europäischer Ebene geleitet werden. Ein Problem ist und bleibt nämlich, dass Archäologie in den heutigen Grenzen betrieben wird und nicht in den damaligen. So ist es zum Beispiel völlig unmöglich, eine Gesamtansicht der römischen Provinz Germania Superior zu bekommen, weil die sich über drei moderne Staaten erstreckt und jeder da sein eigenes Süppchen kocht - gibt es einfach nicht! Die Zentralisierung brächte aber ein anderes Problem, nämlich die wachsende Konkurrenz der Anträge. Da gäbe es an so vielen Orten zu buddeln - wo wollte man anfangen? Und sollen wir wirklich einen Bürokraten in Straßburg über eine Ausgrabung in Thessaloniki entscheiden lassen? [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.2010 um 08:44.] „Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser |
|
Verfasst am: 16. 03. 2010 [14:35]
|
|
|
Artaxerxes
Amateur
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 47
|
Hallo Paulus7a, Zitat: Zitat: Hallo Artaxerxes, mit Verlaub und zuerst: Von Ockhams Rasiermesser halte ich gar nichts, ja ich halte es sogar für völlig unwissenschaftlich, zumal sich ja (lt. Wikipedia) nicht einmal Herr Ockham selbst dran gehalten haben soll. Es kann ja durchaus sein, dass es dem Einen oder Anderen mal so beigebracht wurde und er sich aus Gewohnheit weiter dran hält. Da ist prinzipiell auch nicht viel dagegen zu sagen, aber irgendwie sollten wir schon langsam davon wegkommen. Und natürlich auch von der Art, so zu denken. Nun ja, das Prinzip soll ja auf Aristoteles zurückgehen. Ich kann zwar nur für mich persönlich sprechen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich das Prinzip quasi in allen Lebenslagen nutzen lässt. Wie will man denn – auch hochkomplexe Themen – erklären können, wenn man nicht die unwahrscheinlichsten von vornherein ausschließen kann. Und ich denke jetzt nicht einmal an – evtl. durch Prä-Astronautik beeinflusste- Monumente sondern z. B. an einfache Naturphänomene. So war doch – bei den Griechen - der alte Zeus für die Blitze verantwortlich (und nebenbei für einige unerquickliche Liebespraktiken), Poseidon für die Stürme, und der böse Ares für Krieg und Vernichtung. Die großen griechischen Denker konnten jedoch schon sehr gut unterscheiden ob etwas „göttlich“ verursacht oder „hausgemacht“ war. Dies wurde dem einfachen Volk jedoch nicht kund und zu wissen getan, man hätte ja ein Chaos verursachen können. (Gleiches gilt heutzutage übrigens bei der weitreichenden Negation der globalen Erwärmung sowie den Unbedenklichkeitsbeteuerung zur Atomenergie) Denn, würde man z. B. Ockham‘s Rasiermesser auf die Atomenergie anwenden, man müsste die Meiler sofort abschalten bzw. hätte nie welche gebaut. Zitat: Ich stimme Dir vollkommen zu, dass man auch heute noch mit solider Handarbeit eine Menge schaffen kann. Darunter auch Dinge, die man nicht für möglich hält. Das ist aber nicht das eigentliche Thema. Trotzdem ein Beispiel: Falls Du es noch nicht kennen solltest, würde ich Dir die Lektüre von Dr. Hans Jelitto „Pyramiden und Planeten“ empfehlen. Dort hat er u.a. gezeigt, wie genau man mit einfachsten Hilfsmitteln große Längen sehr exakt messen kann. Ich denke, nur darum geht es, waren unsere Vorvorderen in der Lage, z. B. Pyramiden zu bauen – oder nicht. Wenn sich – beispielsweise - die alten Ägypter einer Kreisscheibe bedient haben, um die Grundfläche der Pyramide auszumessen, ist hier eine Beziehung zur Kreiszahl „Pi“ augenscheinlich. Und nachweislich haben sich die Pyramidenbaumeister an den Sternen orientiert (wie schon die Steinzeitler)., sie haben den Sternenhimmel ja sogar in die Gräber übertragen. Ich habe allerdings das von Dir genannte Buch nicht gelesen, die im Web vorliegenden Rezensionen weisen aber in die bereits anderweitig geäußerte Richtung. Na ja und Levitation bzw. Telekinese, beim Bau der Pyramiden, würde ich ohne Zögern Ockham’s Rasiermesser opfern. Wie vielfach angemerkt, stehen die drei Gizeh-Pyramiden quasi im Mittelpunkt der irdischen Landmassen. Sollte dies beabsichtigt gewesen sein, so müssten die alten Baumeister ja sämtliche Landmassen gekannt haben bzw. auch die Kontinentaldrift mit einbezogen haben. Du siehst, eine solche These setzt eine Menge disziplinübergreifendes Wissen voraus, welches zwar heute „allgemein“ vorhanden ist, bei den Ägyptern aber nicht nachgewiesen werden kann. Denn auch die logische Kette (Erde dreht sich – Kugel – Sonnensystem – Heimatgalaxie – Lokale Gruppe) sollte dann schon als Grundwissen vorausgesetzt werden. Und natürlich die Tatsache, dass Fixsterne (z. B. der Zirkumpolarstern) keine sind. Zitat: Daneben gibt es jedoch auch Dinge, die man nicht mit herkömmlicher Handarbeit erklären kann. Beispiel: LAHs Bild-Vergleich der runden Granitsäulen: einmal Handarbeit und dann die Fragmente in Baalbek. Oder die absolut planen und glatten Sarkophag-Flächen in Ägypten. Um so etwas hinzubekommen muss man die einzelnen Kristalle zertrennen – und das geht nun einmal nur mit sehr hohen Werkzeug-Geschwindigkeiten und härtesten Werkzeug-Materialien (oder Laser; oder Hochdruck; oder … was auch immer). Nichts davon stand den „Antikern“ (offiziell) zur Verfügung. Also können/dürfen diese Artefakte auch nicht existieren. Das Dumme ist nur: Es gibt sie, auch wenn sie nicht ins (bisherige) Bild passen. Hierzu hatte sich Restitutus bereits geäußert. Und wenn Du beachtest, wie die Steinzeiltler Flint bearbeitet haben, so halte ich bei den Ägyptern noch viel mehr für möglich. Zitat: Anderes Beispiel: Sicherlich bekommt man eine „Inka“mauer mit einer großen Schar von Künstlern und Bildhauern in einem großen Zeitraum auch per Handarbeit so hin, dass sie aussieht wie die auf den Bildern. Aber – wieder nur als Beispiel – es macht keinen Sinn, wenn die „Inkas“ mit 1000 hochqualifizierten Steinmetzen 1000 Jahre an einem einfachen Wohnhaus gearbeitet hätten. Dann wären nämlich die Leute, die da hätten einziehen sollen, schon lange gestorben. Wie man z. B. im Tal der Könige bewundern kann, haben schon die alten Ägypter sehr effizient und arbeitsteilig geworkelt. Also waren auch – bis zum Rohausbau, die Spezialisten ihres Fachs nicht zwangsläufig gefragt. (Gleiches mutmaßt man von den Inka) Wenn man nun von einer Bauzeit von rd. 20 Jahren für eine Pyramide ausgeht, so war die Logistik schon bemerkenswert, allerdings bedurfte es dafür auch keine hypermodernen Gerätschaften. Wie bereits geschrieben, sollten Houdin’s innere Rampen vorhanden sein, so hätte dies die Bauzeit noch einmal verkürzt. Bei dererlei Arbeitsgeschwindigkeit konnte es sich Snofru wohl auch erlauben, gleich mehrere Pyramiden in Angriff zu nehmen. Zitat: [i]Und es ist ja nicht so, dass es keine Leichtbaupyramiden gegeben hätte. Im Gegenteil, davon gab es eine ganze Anzahl. Und schätzungsweise noch viel mehr. Die sind nur leider eingestürzt bzw. wurden ihrer Außenhaut beraubt und sind dann zerfallen. Davon zeugen viele Häufchen in Ägypten. Die Leute, die die großen, haltbaren Pyramiden gebaut haben, wussten genau, was sie taten. Und warum sie es taten. [/i] Man könnte auch mutmaßen, die „Unvollendeten“ hängen mit dem zu frühen Ableben des Pharao oder mit Kriegsereignissen zusammen, welche den Weiterbau gehemmt haben. Schließlich wäre – wie bereits erwähnt – auch Pfusch am Bau eine Möglichkeit. Gruss Artaxerxes [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.2010 um 14:38.] homo homini lupus
|
|
Verfasst am: 16. 03. 2010 [22:42]
|
|
|
Paulus7a
Experte
Dabei seit: 05.01.2010
Beiträge: 396
|
Hallo Restitutus, Hoihoihoi, was haben denn Götter mit Rassismus zu tun? Es gibt sie nun mal in jeder alten Kultur – und sie werden sehr unterschiedlich (pos. und neg.) aber kulturübergreifend doch oft sehr ähnlich (Hephaistos, Volkan, Vulkanus, Wieland, … usw. usf.)dargestellt und beschrieben. Sie völlig zu ignorieren oder zu degradieren wäre purer Frevel. Sie gehören zu unserer Kultur und zu unserer Vergangenheit. Wie sie am Ende tatsächlich dort hin gelangt sind, weiß heute – bei Licht betrachtet – noch keiner. Es gibt halt verschiedene Meinungen dazu, und eben auch gut sichtbare Indizien für ihr Wirken … Um eventuell Licht ins Dunkel zu bringen, sollten wir objektiver als bisher an die Sache rangehen. Auch der Feststellung, dass unsere Ahnen doof gewesen wären, muss ich entschieden widersprechen. Weder Du, noch ich, sind so „all-wissend“ auf die Welt gekommen, wie wir heute sind. Sind wir deswegen doof? Nein – wir mussten uns unser Wissen und unsere Erfahrungen hart erarbeiten. Wir sind in die Schule gegangen, haben studiert, haben unseren Beruf gelebt, und das Leben selbst ist auch nur eine Schule, die erst endet, wenn wir unseren letzten Atemzug tun. Waren unsere Eltern, Lehrer und Mentoren deswegen Rassisten und wir die unterdrückte Rasse ? Also bei mir war das jedenfalls nicht so …(höchstens manchmal, ganz selten) Sieh die Götter doch als Lehrer oder als Lehrmeister an, dann brauchst du nicht mit mir zu schimpfen. Und ich bräuchte nicht zu fragen, was Du gegen die Rasse der Götter einzuwenden hast. Wir würden uns also beide eine Menge völlig überflüssiges Ungemach sparen. Bei den Säulen ging es mir um Material und Oberflächenqualität. Es ist nicht übermäßig kompliziert (aber schweißtreibend) Marmor „oder“ Kalkstein (bestimmte Sorten) per Hand auf Hochglanz zu polieren. Und es gibt auch noch andere Steinsorten, die gut dafür geeignet sind. Bei vielen Hartgesteinen (Granit, Diorit, Andesit, Grauwacke, …etc.) sieht die Sache komplizierter aus, zumal es von jedem der genannten Gesteine „1000“ Sorten gibt, die man eigentlich (fast) alle getrennt begutachten muss. Prinzipiell kann man aber (vielleicht) sagen, dass es um so schwieriger bis unmöglich ist, per Hand eine wirklich glatte Fläche hinzukriegen, je grobkörniger und härter das Material ist, weil es dann leicht passieren kann, dass man einen Kristall komplett aus seiner Verankerung zu lösen, anstatt ihn in der Mitte durchzuhauen. Und genau dafür sind die gezeigten Säulen ein gutes Beispiel. Bei den „Inka“-Mauern, die es ja offensichtlich weltweit gibt (Gab es auch die Inka weltweit? Und über welchen Zeitraum?), hatte ich absichtlich ein Wohnhaus angesprochen, da – wie du richtig schreibst – für Kulturbauten durchaus längere Bauzeiten in Kauf genommen werden können. Wenn ich mich aber nicht völlig irre (was ja gut möglich ist) waren gewiss nicht alle Bauten in diesem Stile Tempel oder andere Sakralbauten … Da ich ja hier als Mitglied der „unterdrückten Rasse der Nicht-Wissenschaftler“ auftrete, muss ich dir auch beim Unterthema ‚Vorurteile‘ widersprechen. Und zwar wegen meiner persönlichen Erfahrungen (als „Wandler zwischen den Welten“), die ich hier allerdings nicht breit treten will. Im Lauf der Zeit habe ich mich nämlich schon so manches Mal gefragt, wie der- oder diejenige auf gerade den Stuhl gekommen ist, wo er oder sie sich gerade befand. Und ich habe mich auch so manches Mal gefragt, was er oder sie da überhaupt will. Falsche Grundeinstellung, falsches Wissen, falsche … lassen wir das. Andererseits sind mir aber auch Dinge begegnet, die disziplinübergreifend sehr positiv waren – und genau so, wie es eigentlich sein sollte. Du kannst es mir glauben, als Präastronautiker „erschrickt“ man in so einem Falle regelrecht, weil man es nicht gewöhnt ist. Vielleicht ist es ja ein besonders schwerer Fall zwischen Archäologen und Prä-Astronautikern, weil sich die Felder zu weit überschneiden? Auch ist für mich sicher schwierig zu händeln, dass sich manche Archäologen selbst als Geisteswissenschaftler sehen. Wie das kommt, will mir überhaupt nicht in den Kopf. Du willst mir doch wohl nicht erklären, dass sich die Prä-Astronautik nicht der Diskussion stellen würde? EvD macht seit über 40 Jahren nichts anderes. Und eine ganze Reihe anderer macht das auch. Jeden Tag. Und freilich wird auch zurückgenommen, was falsch ist. Aber selbst das wird uns dann ja noch angekreidet. Du darfst auch nicht vergessen, dass man als Prä-Astronautiker und „Nicht-Wissenschaftler“, mit seinen Ideen gar nicht erst in wissenschaftliche Medien hineinkommt; d.h. man ist von vornherein ausgeschlossen. Wieso und mit welchem Recht? Und man darf auch nicht vergessen, dass die öffentliche Diskussion (die es ja doch gibt) mit anderen Mitteln geführt wird, als eine wissenschaftliche – auch wenn man sich da auch manchmal fragt, wie es da so zugeht und warum. In diesem Zusammenhang muss ich dieses Forum mal loben, dass ja offensichtlich eine positive Ausnahme darstellt. Aber auch hier gab (und gibt sicher auch noch) es ja Meinungen von Wissenschaftlern, dass das nicht so sein solle … Du brauchst keine Angst zu haben – ich lasse Schliemann in seiner Gruft. Aber manchmal ist es gar nicht so verkehrt, zurückzudenken, wie alles angefangen hat. Da hast Du schon Recht. Wenn Du und die Landesarchäologen dafür sind, sich großflächiger zu einigen, so sollt Ihr gern meine Unterstützung haben. Das mag zwar lächerlich klingen und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es auch nichts nutzen, aber man weiß ja nie … und die Hoffnung stirbt zuletzt. Beste Grüße Paulus7 |
Hinweis: Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um hier im Forum Beiträge schreiben zu können, müssen Sie sich zunächst einloggen. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie hier ein neues Benutzerkonto anlegen.
