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Buch: »Atlantis? Ein Indizienbeweis«


Autor Nachricht
Verfasst am: 18. 05. 2010 [21:58]
edi
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"Villanders" schrieb:

"Verwendung: "produziert "essbare Beeren" (Blanguernon s.o.);"

Mal abgesehen davon, daß ich nicht sicher bin, ob das im botanischen Sinne Beeren sind, "eßbar" sind sie sicher nicht, bestenfalls für die allesfressenden Ziegen.
Wenn Du einmal hineingebissen hast, wirst Du es kein zweites Mal versuchen.
Von den Früchten wird nur das Öl für Genußzwecke verwendet.

Übrigens: Wo gibts noch Atlantisberichte, NICHT auf Platon beruhend?


Vielleicht schmecken die Früchte wenn sie sehr reif sind, vielleicht auch dann nicht, habe aber gelesen, dass Fruchtfleischmarmelade in Marokko angeboten wird.

Berichte über Atlanter gibt es m.W. ausser bei den bereits diskutierten Herodot, Diodorus S., Maximus von T. vielleicht noch in den ägyptischen Totenbüchern, worauf Restitutus aufmerksam machte (danke für den Link, Restitutus).

edi
Verfasst am: 18. 05. 2010 [22:06]
Villanders
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Ich hab die Früchte vor Ort gekostet....
Verfasst am: 18. 05. 2010 [22:19]
edi
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"Villanders" schrieb:

Ich hab die Früchte vor Ort gekostet....


...und werden es wegen der Härte nicht nochmal tun.
Aber Marmelade ist auch eine Speise.

edi
Verfasst am: 18. 05. 2010 [22:38]
Villanders
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Nix Härte, reife (!) Früchte sind relativ weich. Aber "herb" ist ein schwächlicher Hilfsausdruck.....
Die Kerne allerdings beiß ich nicht.
Verfasst am: 19. 05. 2010 [06:09]
edi
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"hns" schrieb:

Hallo,

da inzwischen einige sehr in den relevanten Sprachen Bewanderte mitdiskutieren, möchte ich eine kleine Frage dazwischen schieben, die mich schon lange bschäftigt seit ich Antimons Buch gelesen haben.

Und zwar die Argan-Frucht die in der Souss-Massa-Eben endemisch ist. Die Frage ist nun woher der Name "Argan" stammt und was er eventuell bedeutet.

Nikolaus


Hallo Nikolaus,

noch Folgendes (H.R.)
1. Frucht/Früchte allgemein: ara/aratän
Beerenfrüchte allgemein: ashäko (Glossonema) und arenked
(Leptadenia), die als Notnahrung verwendet werden.

2. das Holz der Argania:
ab(a)nus, ar. (ar.=arabisch), entstanden aus dem Griechischen.
Aus dem Holz werden vorwiegend Perlen für Gebetsketten und Amuletten angefertigt.
3. Bezeichnung für Gold - uräk, oräk. ararg ist eine alte Bezeichnung (18407-cool.gif, wird heute nicht mehr verwendet.

Grüsse

edi





Verfasst am: 19. 05. 2010 [09:42]
Restitutus
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Beiträge: 250
"edi" schrieb:

Berichte über Atlanter gibt es m.W. ausser bei den bereits diskutierten Herodot, Diodorus S., Maximus von T. vielleicht noch in den ägyptischen Totenbüchern, worauf Restitutus aufmerksam machte (danke für den Link, Restitutus).


Bitte sehr. Wobei ich es für wahrscheinlicher halte, dass der Atlantismythos einfach eine euhemerisierende Nacherzählung der ägyptischen Totenbücher ist als umgekehrt.

Den Professor darfst du übrigens getrost ignorieren. Ich kenne seine Bücher: Nichts als paläofaschistisches Gefasel. Ich habe die alte Nazisau nur deshalb angeführt, weil sie ihre Fantasien zufällig nach der gleichen Methode unterstützt, mit der du die deinen frisierst: Wörterbücher nebeneinander legen, schauen, was vielleicht irgendwie ähnlich aussieht, und dann drauflos behaupten, das könne doch kein Zufall sein. Wobei der Freiheitsgrade ganz beliebige sind, je nachdem, wie weit man sich die Toleranzgrenzen steckt, was noch als "ähnlich" betrachtet werden darf.



„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 19. 05. 2010 [13:25]
edi
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"edi"]
[quote="hns" schrieb:

Hallo,

Und zwar die Argan-Frucht die in der Souss-Massa-Eben endemisch ist. Die Frage ist nun woher der Name "Argan" stammt und was er eventuell bedeutet.

Nikolaus


Hallo Nikolaus,

das waren die Einträge, welche für die Twareg Dialekten bei H.R. angeführt sind.

In Tamazight (Marokko) ist "Argaz" = Mann.

Grüsse

edi



Verfasst am: 19. 05. 2010 [20:48]
edi
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Beiträge: 76
"Restitutus" schrieb:

...Wörterbücher nebeneinander legen, schauen, was vielleicht irgendwie ähnlich aussieht, und dann drauflos behaupten, das könne doch kein Zufall sein. Wobei der Freiheitsgrade ganz beliebige sind, je nachdem, wie weit man sich die Toleranzgrenzen steckt, was noch als "ähnlich" betrachtet werden darf.




Nanu! Restitutus sagt nichts dazu?

"edi" schrieb:

Hallo Nikolaus,

das waren die Einträge, welche für die Twareg Dialekten bei H.R. angeführt sind.

In Tamazight (Marokko) ist "Argaz" = Mann.

Grüsse

edi


noch nie beim "Rot" oder "Gelb" und einer freien Strasse hinübergelaufen?

edi

Verfasst am: 30. 05. 2010 [19:52]
edi
Routinier
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Beiträge: 76
"edi" schrieb:


noch nie beim "Rot" oder "Gelb" und einer freien Strasse hinübergelaufen?

edi




Das war nur im linguistischem Sinn gemeint.
Weiß nicht, wieso in dem von Restitutus zitierte Wiki-Eintrag, der Name des Baumes und alles was aus ihn produziert wird (das alles ist "Argan"05-icon_wink.gif, als nicht berberischen Ursprungs angegeben wird.
Jedenfalls stehen beide Bezeichnungen - Argan und Argaz -in einem sehr engen Zusammenhang, nämlich derjenige der Zeugung, der Produktion, angefangen mit der ursprünglichsten das wie Antimon in seiner erweiterten Film-Zusammenfassung ausspricht (danke für Ihren Mut, Antimon!), das Schöpferische und Göttliche schlechthin, "the bottom of the well" ist: Lust und Anstrengung, Jung sein, Zeugung und Geburt von Dingen und Welt.
Sicher setzt sich Argaz/Argan aus "aru", das soviel wie entbinden, Kinder bekommen, machen, lösen, öffnen, bewirken, helfen geboren zu werden, bedeutet (ag = Volk, Leute) und "agena" = Bach, Regenbach, was auch die Zeugung/Geburt sind, zusammen bzw. "egär" = Feuerwerfen (Twareg), "germas", warm, heiß (Thrakisch), "j'erm", (Armenisch).
Im Zusammenhang damit (Kinder, Verwandschaft (Twareg) = tegaze, tegeze), als Symbol, steht "tesi" (Songhai), "gesa" (Thrakisch), "geeyse" (Altprussisch) = Fischervogel, Königsfischer, Eisvogel: Symbol für Wasser und Glut, ein "brennendes Eis" mit leuchtend blauen Federn, wie sie die ägyptische Maat und der ursprüngliche russische Feuervogel ganz bestimmt hatte: http://www.brunnvalla.ch/d/tierbild20.htm.
Vielleicht geht in dieser Richtung auch die Etymologie der baskischen Bezeichnung für "Mann" - "Gison" oder "Gizon" und der georgischen "K'atsi" = Mann. Das Wort "arga" bedeutet übrigens in Skytho-Sarmatischen "Segen geben, segnen" ("ar" = etwas durch Anstrengung gewinnen, erreichen), "mrga" ist = "Vogel", im heutigen Ukrainischen als "mrija" erhalten, anderswo "mirage".

Diese etymologische Recherche liefert eine ausführliche Beschreibung der Begrifflichkeiten und das soziokulturelle Bedeutungsfeld, wichtig m.E.n. um zu verstehen, dass dieser Fruchtbaum nicht nur mit Früchten, deren Genuß eine Umwandlung und Anstrengung abverlangt, sondern vielmehr mit Bedeutungen mehrerer Menschengeschlechter, die mit ihn zu tun hatten, beladen war:
http://www.mondeberbere.com/science/argan/argan_linguistique.htm
Interessant ist die Beibehaltung von Benennungen für das selbe Themenbereich (Fruchtbaum und Arbeitsprozesse) in Gegenden ausserhalb NW-Afrikas:

"Irg"/"Irgn" ("iri" Twareg = Saat, Erzeugnis, Frucht, Keim) - die armenische Bezeichnung für Obst/Frucht allgemein ist "Mirg". In ägyptischen Quellen steht m.W. "mr" für ein Öl.
Walnussöl ist geschmacklich dem Arganöl sehr ähnlich, genauso das Aussehen der Frucht.
In Gebieten ausserhalb des Verbreitungsgebietes der Argania, finden sich Bezeichnungen für Walnuss wie "orekh", "orach", "orzech" etc. (slavische Sprachen), arr'oe" (Albanisch). Die Griechen hatten mit "raxos" Dornstrauch im Gegensatz zu kräftigen Bäumen, stachelige Rute (auch Reiser der Weinrebe) und die wilden Ölbäumen bei den "Trözeniern" bezeichnet.
(das Thema Dragon, Drakon, Draka = streitsüchtiger Mensch, dera = reißen, zerreißen (BG), und Draka =Kampf, dratsja =kämpfen (RU), argos=Held (Altkeltisch) bzw. argilos= eine Maus (Thrakisch) lasse ich aus. Nur soviel: "d-" bzw. "da-" steht in skytho-sarmatischen für erhöhte, gesteigerte Wirkung einer Handlung).

Taggunt (brechen): "tund"= schlagen, stoßen, klopfen (Thrakisch), "tough", "tug" = schlagen (Altkeltisch).

Und so weiter, und so weiter aber später.

edi

Verfasst am: 30. 05. 2010 [20:36]
Villanders
Routinier
Dabei seit: 08.01.2010
Beiträge: 85
"Diese etymologische Recherche liefert eine ausführliche Beschreibung der Begrifflichkeiten und das soziokulturelle Bedeutungsfeld,..."

Selten so gelacht.
Erinnert mich an die grad von mir gelesene Legenda Aurea mit den "etymologischen" Betrachtungen zu den diversen Heiligennamen....

Arganfrüchte und Walnüsse haben sehr wenig Ähnlichkeit, auch die Öle schmecken nach eigener Erfahrung recht unterschiedlich.

Arganien waren früher wesentlich weiter verbreitet, jetzt sind sie nur mehr in einem kleinen Rückzugsgebiet, leider.

Vielleicht seh ich wirklich im Herbst mehr. Und in Marrakesch wird mir ein Märchenerzähler vielleicht was über Atlantis erzählen.



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