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Buch: »Atlantis? Ein Indizienbeweis«
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [02:47]
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antimon
Experte
Themenersteller
Dabei seit: 02.10.2008
Beiträge: 155
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Schöne Zitate Restitutus. Was beudeutet euhemerisch und aititologisch dann nach Ihrer Meinung? Vermutlich nicht dass, was ich darunter verstehe. Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [08:46]
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Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
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Folgen Sie den Links, dann sehen Sie es. „Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser |
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [09:09]
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Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
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Der primäre Bezug ist noch immer auf Inseln, die während der Nilschwemme aus dem Wasser ragen oder von ihr entfernt werden. So hat der Papyrus Oxyrhynchus 1445.13 nesoi potamophoretoi, und das bedeutet wörtlich: "Inseln, die vom Fluss weggerissen werden". Ihr Problem, werter antimon, ist aber, dass der Pap. Ox. erst aus der Adoptivkaiserzeit stammt. Es gibt zwar auch etwas ältere Nachweise für den Gebrauch als "Schwemmland", so die Tabulae Heracleensis aus dem 1. Jh. - aber die Schwierigkeit für Ihre Argumentation ist, dass alle Quellen, die nesoi in dem von Ihnen gewünschten Sinne anwenden, der nachalexandrinischen Koine entstammen. Und das ist nicht mehr das Griechisch, das Platon schrieb. „Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser |
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [10:07]
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edi
Routinier
Dabei seit: 25.01.2010
Beiträge: 76
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Restitutus schrieb: Aber nicht besonders weit im Westen. Mar.tu/Amurru ist schlicht die akkadische Bezeichnung für die Wüstenregion westlich des Euphrats, aus der Bibel offenbar als das Land der Amoriter bekannt. Für unser Thema also vollkommen irrelevant. Nebenbei ist die Gleichsetzung mit Perseus abwegig. Verschiedene Keilschriften erwähnen den einen oder anderen Planeten im Sternbild Amurru; die Ekliptik läuft aber nicht durch den Perseus. Die Ekliptik läuft nicht durch den Perseus, aber zur Frühlings Tag-und-Nacht-Gleiche markierte (mul)mar.tu genau den Westen und die Bezeichnung (mul) steht für Sterne/Sternbilder. Die "abwegige" Gleichsetzung mit "Perseus" ist nicht von mir, sondern von den alten Griechen, zuerst schriftlich bei Ptolomäus zu sehen. Der Stern Algol innerhalb dieses Sternbildes ist bei ihm als "Gorgonea prima" verzeichnet. Grüsse edi |
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [10:45]
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hns
Experte
Dabei seit: 23.08.2006
Beiträge: 337
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Klar ist dass der Meeresspiegel in der letzten Eiszeit um bis zu 120 m tiefer lag. Das war aber auf dem Höhepunkt der Eiszeit also vor 20000 Jahren. Der Anstieg seither erfolgte aber sicher nicht linear (vor 10000 Jahren 60m vor 2000 Jahren 12m). http://www.pik-potsdam.de/~stefan/anstieg_des_meeresspiegels.html
Wenn wir Atlantis auf 2000 v. Chr. ansetzen (die 9000 Jahre halte ich für einen Übersetzungsfehler) dann war die Eiszeit schon lange vorbei. Und der Atlantik wäre bei einer Rate von max. 15cm / 100 Jahre (siehe Daten aus dem Artikel) seither um max. 6 m gestiegen. Und das Mittelmehr ebenfalls maximal 6 m (wenn die Verbindung zum Atlantik bereits bestand). Die oben zitierten Daten deuten aber darauf hin dass es noch viel weniger war. D.h. der globale Anstieg des Meeresspiegels spielt keine Rolle. In der gleichen Zeit kann ein zuvor z.B. 20m tiefer See verlanden und durch angewehten Sand auf 10m über NN ansteigen. Hierfür habe ich schon drauf hingewiesen dass sowhl der Tschad-See als auch der Aral-See in den letzten 40 Jahren fast 90% ihrer Fläche eingebüßt haben! (Der Tschadsee war lt. Wikipedia um 4000 v. Chr. mehr als 10 mal so groß wie vor 40 Jahren). Da Nordafrika nicht vereist war ist eine Hebung des Landes durch das Abschmelzen der Gletscher wohl nicht relevant. Eher kann sich das Gebiet südlich der Kyreneike anheben, so dass dort der Boden ansteigt (Meeresspiegel scheinbar sinkt). Da sich südlich der Kyreneike eine riesige Fläche heute nur wenige Meter über dem Meeresspiegel befindet, ist nicht auszuschließen dass das vor 4000 Jahren ein großer See war. Eine echte Insel wird die Kyreneike dadurch zwar nicht, aber immerhin eine Halbinsel. Mit schmaler Zufahrt. Daher meine ich nicht dass das absolut gesichert ist, aber es ist ebenso falsch diese Möglichkeit kategorisch abzulehnen bis sie bewiesen ist. Die anderen Indizien betrachte ich erst mal nicht, da man sonst Gefahr läuft das Ergebnis vorwegzunehmen. Ein paar Hinweise/Indizien was man dort finden kann gibt http://www.expedition-atlantis.com/Expedition-nach-Atlantis.html wobei ich da auch nicht alles glaube (z.B. geht der Autor davon aus dass die Cyreneike während der Eiszeit eine komplette Insel war - was aber bei 120m tieferem Meeresspiegel nicht sein kann)... -- hns [Dieser Beitrag wurde 5mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.2010 um 10:56.] |
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [11:54]
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Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
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Ich nicht. Denn Solon versucht ja schon fast, bis in diese Zeit zurückzurechnen (laut der Parischen Chronik beginnt die Herrschaft des Kekrops im Jahr 1582 v. d. Z.). Es wäre lächerlich und höchst überflüssig, wenn der ägyptische Priester da lediglich schlappe vierhundert Jahre draufsatteln würde. Er verweist doch ausdrücklich auf immense Zeiträume, die vor allem lagen, was Solon als geschichtlich bezeichnen wollte! [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.2010 um 11:54.] „Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser |
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [12:11]
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hns
Experte
Dabei seit: 23.08.2006
Beiträge: 337
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Da sind wir uns doch hoffentlich einig, dass "Platon lügt" (wem auch immer die Schuld zu geben sei). Denn entweder gab es Athen schon 9000 Jahre vor Solon oder die 9000 stimmen nicht. Da es für ersteres keinerlei Hinweise gibt bin ich geneigt das zweitere zu glauben. Außerdem ändert das an meiner Argumentation nichts wenn es 500 oder 1000 Jahre früher war. In die Meeresspiegel und Hochphase der Eiszeit kommen wir damit nicht zurück. Wir bleiben in der Stein/Kupfer/Bronzezeit (ein Ötzi konnte damals schon die Alpen überqueren). |
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [12:18]
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antimon
Experte
Themenersteller
Dabei seit: 02.10.2008
Beiträge: 155
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Restitutus, Ich habe Ihre Aussage widerlegt und gezeigt, dass Platons Atlanter so wie die Seevölker den östlichen Mittelmeerraum bekriegt haben. Sie gehen darauf aber nicht ein, sondern versuchen sich daran aufzuhängen, dass ich ein "u.a." vor "Türkei" vergessen habe. Ihr Diskussionsstil und Ihre 'überzeugenden' Argument sind mir einmal mehr ein Indiz dafür, auf welchem intellektuellen Niveau Sie sich bewegen. Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [12:20]
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antimon
Experte
Themenersteller
Dabei seit: 02.10.2008
Beiträge: 155
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Hallo edi, interessant. Haben Sie da vielleicht eine Quellenangabe? Viele Grüße Michael Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
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Verfasst am: 15. 03. 2010 [12:38]
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antimon
Experte
Themenersteller
Dabei seit: 02.10.2008
Beiträge: 155
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Eben, die Werke Diodors beruhen also auf schon in der Antike 'entmystifizierten' Berichten. Haben wir das ermittelt? Nein, Restitutus, das haben wir nicht. Diodors Berichte haben einen wahren Kern. Und meiner Meinung nach ist Diodors Amazonen Bericht euhemerischer/realistischer als Platons 'Atlantis' Story, obwohl sie viele Gemeinsamkeiten haben. Euhemerismus spielt übrigens in der modernen Archäologie eine immer bedeutendere Rolle (z.B. Zweistromland/Israel/etc.). Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
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