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Buch: »Atlantis? Ein Indizienbeweis«


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Verfasst am: 05. 03. 2010 [18:49]
kurti
Koryphäe
Dabei seit: 07.11.2003
Beiträge: 1051
Hallo Restitutus,

ZITAT:
Mit dem großen Atlantis verschwindet also auch der große Krieg aus den Annalen - ja, und da bleibt von der ganzen Mär eigentlich nichts mehr übrig.
ENDE

Ich würde da mal zustimmen, wenn ich kurti wäre.../../../../fileadmin/img/smilies/21-ohmy.gif
Die einzige in ägyptischen Annalen dokumentierte Streitmacht die von einer >westlichen Macht< angeführt wurde und Unterstützung von Seestreitkräften hatte, versammelte sich in der Schlacht bei Sais. Das kann aber nicht der von Platon geschilderte Angriff der Atlanter gewesen sein sondern konnte ihm bestenfalls als Indiz für solche und >gehabte< Kriegszüge aus dem Westen dienen und damit sein >gewesenes< Atlantis glaubhaft machen.
Noch kurz zu Europa:
Da mit Ägypten und Griechenland der Beginn des noch >freien, östlichen Teils< abgesteckt war hätte man den okkupierten Teil Europas bis nach Thyrrenien von Libyen aus gesehen mit: > den westlichen Teil des Mittelmeeres mit seinen Inseln und Teile des gegenüberliegenden Festlandes< eingrenzen können. Kenntnis von diesem Teil des Mittelmeeres hatten die Ägypter schon recht früh durch die Minoer.../../../../fileadmin/img/smilies/12-smartass.gif

Gruß
Kurti

Verfasst am: 06. 03. 2010 [09:42]
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250

Zitat:

kurti schrieb:

Die einzige in ägyptischen Annalen dokumentierte Streitmacht die von einer >westlichen Macht< angeführt wurde und Unterstützung von Seestreitkräften hatte, versammelte sich in der Schlacht bei Sais. Das kann aber nicht der von Platon geschilderte Angriff der Atlanter gewesen sein sondern konnte ihm bestenfalls als Indiz für solche und >gehabte< Kriegszüge aus dem Westen dienen und damit sein >gewesenes< Atlantis glaubhaft machen.

Es würde keinen großen Unterschied machen. In Athen wusste man nichts von der Schlacht von Sais; wenn ein Ägypter davon redete, mochte das Wahrheit oder Märchen sein, keiner in Platons Publikum konnte das beurteilen.


Zitat:
Da mit Ägypten und Griechenland der Beginn des noch >freien, östlichen Teils< abgesteckt war hätte man den okkupierten Teil Europas bis nach Thyrrenien von Libyen aus gesehen mit: > den westlichen Teil des Mittelmeeres mit seinen Inseln und Teile des gegenüberliegenden Festlandes< eingrenzen können.

Was für ein gegenüber liegendes Festland? Es wird ja von Europa, Libyen und Asien begrifflich sorgfältig unterschieden. Wie viele Kontinente gibt es denn noch im Mittelmeer?



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.2010 um 09:42.]

„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 06. 03. 2010 [14:21]
kurti
Koryphäe
Dabei seit: 07.11.2003
Beiträge: 1051
Hallo Restitutus,

Du bist ja nerviger als mein jüngster Enkel mit vier Jahren.../../../../fileadmin/img/smilies/banghead.gif

ZITAT:
Es würde keinen großen Unterschied machen. In Athen wusste man nichts von der Schlacht von Sais; wenn ein Ägypter davon redete, mochte das Wahrheit oder Märchen sein, keiner in Platons Publikum konnte das beurteilen.
ENDE
Erstens schrieb ich im Konjunktiv und zweitens woher willst Du wissen was Athener damals wußten und glaubten ?
Platons Atlantisstory stand auch damals nicht in der >Athener Morgenpost < und trotzdem hat sie existiert. Wir wissen auch nicht wie bekannt sein Werk den Athenern und Griechen war usw.usf.
Mein Ausgangspunkt war, was Solon in Sais hätte erfahren können. Die Geschichte von der Schlacht bei Sais und andere Angriffe der Libyer müssen ja nicht nur in Karnak aufgezeichnet gewesen sein. Außerdem soll Platon ja auch eine Ägyptenreise gemacht haben und sicher andere Griechen ebenfalls. Es ist völlig egal ob man ihnen einen Bären aufband oder ob jeder Reisende glaubte was man ihm in Ägypten erzählte, wichtig ist nur, dass ein Bericht wie der von einer solchen Schlacht Platons Atlantsstory nicht schaden konnte sondern eher seine Geschichte glaubhafter machte.
Die Möglichkeit, dass er einen solchen Bericht über Solon oder selbst aus Ägypten kannte ist durchaus nicht unwahrscheinlich.

ZITAT:
Was für ein gegenüber liegendes Festland? Es wird ja von Europa, Libyen und Asien begrifflich sorgfältig unterschieden. Wie viele Kontinente gibt es denn noch im Mittelmeer?
ENDE

Lies bitte was ich geschrieben habe und Du wirst ziemlich genau das >Festland< abstecken können welches Platon als
>Europa bis nach Tyrrhenien< beschreibt.
Noch mal: >Platon spricht von Europa, Asien und Libyen. Mein Text war die mögliche, geographische Angabe in alten, ägyptischen Annalen, denn die schrieben wahrscheinlich nicht Europa und Asien. (Siehe Restitutus)

Gruß
Kurti

Verfasst am: 10. 03. 2010 [11:49]
PeterNowak
Amateur
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Beiträge: 19
Hallo,
ich bin neu hier im Forum und möchte was zu der Theorie "Atlantis in Afrika" sagen. Natürlich ist es prinzipiell denkbar, dass Atlantis im Mittelmeergebiet lag, dafür spräche die Lage der "Säulen des Herakles" bei der Strasse von Sizilien nach Sergio Frau. Aber selbst dann wäre Atlantis eine Insel im westlichen Mittelmeer (freilich spricht dagegen u.a. die Beschreibung als "wahres Meer", denn auf die dann übrig bleibenden Rinnsale würde das kaum zutreffen) und nicht Teil des afrikanischen Festlandes. Da Libyen aber bis Ägypten (das während des Krieges besetzt war) zum Besatzungs- oder Einflussgebiet von Atlantis gehörte, dürfte eine solche Annahme ziemlich unwahrscheinlich sein.
Peter Nowak
Verfasst am: 10. 03. 2010 [13:34]
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
Ich kenne keinen einzigen antiken Autor, der die Säulen des Herakles in Sizilien ansiedelt. Schon die älteste bekannte Erwähnung bei Stesichoros von Himera, einem Zeitgenossen Solons, verweist ganz unzweideutig nach Gibraltar.



„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 10. 03. 2010 [18:42]
Villanders
Routinier
Dabei seit: 08.01.2010
Beiträge: 85
Zufällig bei Wikipedia erschmökert:

"Im Widerspruch zu dieser frühzeitlichen Auffassung steht allerdings die Erwähnung dieser Säulen in der Germania des Tacitus, der diese im Gebiet der Friesen vermutete. Auch nach Apollodor befanden sich diese Säulen im Land der Hyperboreer, mithin im Norden, so dass sie ebenso gut in der Nordsee bei Helgoland gelegen haben könnten."

Ist zwar lang nach Platon, aber wäre das trotzdem völlig abwegig & auszuschließen?
Verfasst am: 10. 03. 2010 [19:19]
edi
Routinier
Dabei seit: 25.01.2010
Beiträge: 76




Villanders schrieb:


Zufällig bei Wikipedia erschmökert:

"Im Widerspruch zu dieser frühzeitlichen Auffassung steht allerdings die Erwähnung dieser Säulen in der Germania des Tacitus, der diese im Gebiet der Friesen vermutete. Auch nach Apollodor befanden sich diese Säulen im Land der Hyperboreer, mithin im Norden, so dass sie ebenso gut in der Nordsee bei Helgoland gelegen haben könnten."

Ist zwar lang nach Platon, aber wäre das trotzdem völlig abwegig & auszuschließen?
2 x im Jahr wurde im capital Bereich von A. geerntet.
Das Gebiet um Helgoland ist m.E.n. mit dem Namen des Autochton (Erdgeboren, Gigas) auch enthalten, weil Orion ein Erdgeborener war.

grüsse

edi

Verfasst am: 10. 03. 2010 [20:01]
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
"edi" schrieb:


Villanders schrieb:

Zufällig bei Wikipedia erschmökert:

"Im Widerspruch zu dieser frühzeitlichen Auffassung steht allerdings die Erwähnung dieser Säulen in der [color=rgb(0, 43, 184)]Germania[/color] des [color=rgb(0, 43, 184)]Tacitus[/color], der diese im Gebiet der [color=rgb(0, 43, 184)]Friesen[/color] vermutete. Auch nach [color=rgb(0, 43, 184)]Apollodor[/color] befanden sich diese Säulen im Land der [color=rgb(0, 43, 184)]Hyperboreer[/color], mithin im Norden, so dass sie ebenso gut in der Nordsee bei [color=rgb(0, 43, 184)]Helgoland[/color] gelegen haben könnten."

Ist zwar lang nach Platon, aber wäre das trotzdem völlig abwegig & auszuschließen?
Tacitus hat gar nichts vermutet. Er schrieb ganz rational:

"Und das Gerücht hat sich verbreitet, es wären dort noch Säulen des Hercules vorhanden; entweder ist also Hercules dorthin gekommen oder wir haben uns angewöhnt, alles, was es nur überall Großes gibt, auf seinen berühmten Namen zu beziehen. Nun fehlte es Drusus Germanicus zwar keineswegs an Kühnheit, aber der Ozean ließ nicht zu, dass er selbst untersucht oder weiter nach dem Hercules geforscht werde. Danach hat es niemand wieder versucht; heiliger und ehrerbietiger schien es, an die Taten der Götter zu glauben, als zu wissen."

Dem ist nichts hinzuzufügen.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 10.03.2010 um 20:03.]

„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 10. 03. 2010 [21:50]
PeterNowak
Amateur
Dabei seit: 09.03.2010
Beiträge: 19




Restitutus schrieb:


Ich kenne keinen einzigen antiken Autor, der die Säulen des Herakles in Sizilien ansiedelt. Schon die älteste bekannte Erwähnung bei Stesichoros von Himera, einem Zeitgenossen Solons, verweist ganz unzweideutig nach Gibraltar.

Dann lies vielleicht mal einen gewissen Herodot. Der erwähnt die Säulen in seinen "Historien" elfmal, davon sind die meisten Erwähnungen von zweifelhafter Lokalisierung, einige aber eindeutig nicht auf die Strasse von Gibraltar zu beziehen. Ich hab auch erst gedacht, Sergio Frau sei ein Spinner. Seine Ansicht über Atlantis teile ich auch nicht, aber in Bezug auf die Säulen des Herakles hat er Recht, zumindest wenn es nicht so absolut auf die Strasse von Sizilien bezieht, wie er es tut.
Peter Nowak

Verfasst am: 10. 03. 2010 [22:12]
PeterNowak
Amateur
Dabei seit: 09.03.2010
Beiträge: 19
Vielleicht nochmal zur Grundlage:
Bei Platon, auf den ja mreine Beschäftigung mit dieser Frage auch zurückgeht, sagt der ägyptische Priester:
"Es lag aber vor der Meerenge, welche Ihr" [die Griechen] "in eurer Sprache die Säulen des Herakles nennt ..."
Das ist auf zwei Arten zu deuten, die eigentlich nur von der Betonung abhängen:
1.) Wir Ägypter nennen diese Meerenge anders,
2.) wir Ägypter nennen eine andere Meerenge so.
Das Letztere erscheint zunächst hergeholt, aber wenn man sich die Aussagen von Diodor über die Wasserbauten des Herakles vor Augen hält, wird diese Deutung plötzlich viel wahrscheinlicher.
Peter Nowak



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