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Buch: »Atlantis? Ein Indizienbeweis«


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Verfasst am: 09. 02. 2010 [22:53]
antimon
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Hallo Kurti,


kurti schrieb:

Hallo Antimon,

ich lese jetzt schon eine ganze Weile nur noch mit, denn wie Du selbst siehst tretet Ihr auf der Stelle und das wird sich auch bis zum Wiederauftauchen von Atlantis nicht ändern.
Dass Atlantis letztendlich nur durch archäologische Untersuchungen falsi- oder verifiziert werden kann, ist, wie ich ja schon öfters hier gesagt habe, auch meine Meinung. Nur müsste da doch auch mal was passieren. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen dass sich dort Beweise für eine frühe Beziehung zu Griechenland finden lassen.

ZITAT:
Asulil ist ein amazighischer männlicher Vorname und bedeutet der Felsen. Exakt die Bedeutung, die auch dem Namen Atlas (Titan) aus der griechischen Mythologie zugewiesen wird. Und, wo wir doch gerade vom Gebirge Atlas sprechen, ein Gebirge besteht in aller Regel aus Felsen.
ENDE

Ich muss mich korrigieren. Atlas hat nach Virgil die Bedeutung 'der Harte', aber der König Atlas wird in der Griechischen Mythologie zum Gebirge/Stein. Zusätzlich bedeutet Atlas natürlich auch der Träger, genau wie das berberische Asalas.

Es gibt also mehrere Bedeutungen. Daher ist es gerechtfertigt nach mehreren Bedeutungen/Entsprechungen im Berberischen zu suchen. (Ich verstehe nicht, warum man das nicht diskutieren können soll?) Ich kann mir gut vorstellen, dass die Worte etymologisch verwandt sind (Atlas und Asalas sind es aber sicherlich). Es gibt sicher viel extremere Verfremdungen über längere Zeiträume als Atlas vs. Asulil. Ich bestehe aber nicht darauf hier Recht zu haben!

Desweiteren ist die Etymologie von Atlas (nach heutigem Wissensstand und Lehrmeinung) nicht klar. Man kann heute nicht sagen, dass Atlas eindeutig Griechisch ist (worauf Restitutus besteht). Man kann aber auch nicht sagen, dass es eine andere Wurzel hat. Ich sage lediglich Atlas und Asalas sind eindeutig miteinander verwandt. Ob es im Ursprung nun griechisch oder berberisch war ist für meine Theorie dabei aber egal. Wichtig ist, dass sie höchswahrscheinlich miteinander verwandt sind. Dieses ist aber noch nicht in die aktuelle Lehrmeinung eingeflossen. Die englische Wikipedia sagt z.B. zu Atlas:
The etymology of the name Atlas is uncertain and still debated. Virgil
took pleasure in translating etymologies of Greek names by combining
them with adjectives that explained them: for Atlas his adjective is durus, "hard, enduring",[19] which suggested to George Doig[20] that Virgil was aware of the Greek τλήναι "to endure"; Doig offers the further possibility that Virgil was aware of Strabo's remark that the native North African name for this mountain was Douris.[21]

Some modern linguists derive it and its Greek root from the Proto-Indo-European root *tel, 'to uphold, support'; others[citation needed] suggest that it is a pre-Indo-European name.
Übrigens gibt es sicherlich auch noch andere berberische Namen die in einer Beziehung zur griechischen Mythologie stehen könnten, z.B. der weibliche amazighische Vorname Gaya vs. griechisch Gaia etc.



Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
Verfasst am: 09. 02. 2010 [23:23]
antimon
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"Restitutus" schrieb:

antimon schrieb:

Zitat:

Zitat:
Ich zitiere einmal die klassische Lehrmeinung zu Herodots Atlas

Klassische Lehrmeinung? Eine gewagte Behauptung, finde ich (und sicherlich auch andere). Ihr Zitat stammt doch wahrscheinlich von Stecchini?
Falsch.


Zitat:
Es ist wohl doch eher allgemeiner wissenschaftlicher Konsens, dass das Atlasgebirge von den Griechen schon immer so bezeichnet wurde (also auch schon vor den Dark Ages, in der Mythologie, z.B. Heracles / Perseus etc.)


Auch falsch.

Zitat:
wenn ihr des öftern fremdländische Männer mit griechischen
Namen genannt hört; den Grund dafür sollt ihr

"Öfter" bedeutet nicht "immer". Also auch nicht explizit dass Atlas ein ins Griechische übersetzter Name ist. "Öfter" klingt für mich so als ob ab-und-zu ein Name übersetzt wurde und nicht nur genau einmal nicht.

Das ist nun wieder typisch für die Leidenschaft der Atlantisautoren, Zitate aus dem Zusammenhang zu reißen, damit sie sagen, was man will, dass sie sagen. Denn wie ursprünglich zitiert, steht da weiter:
[Solon] suchte nun den Sinn eines jeden Namens wieder zu erfassen;
"Eines jeden" ist für mich nicht "ab und zu". (Der Originalbegriff, der hier von Rufener etwas fragwürdig als "öfter" übersetzt ist, lautet übrigens pollakis, "vielfach, häufig", aber auch "viele [an Zahl]".)

Da überdies die Namen aller übrigen neun Könige plus ihrer Eltern plus ihrer Großeltern eindeutig Griechisch sind (zzgl. des "Originals" Gadeiros), sehe ich nicht ein, warum Atlas hier die einzige Ausnahme darstellen sollte, nur um eine willkürliche Behauptung zu unterstützen.

Aber wie ich in einem anderen Forum kürzlich gesagt habe:

Der Gehalt einer Aussage ist umgekehrt proportional zur Kritikunfähigkeit des Aussagenden.



Restitututs,

Sie sagen selber "pollakis" heißt "vielfach, häufig", aber auch "viele". Aber, Restitututus, auch viele Namen bedeutet nicht alle Namen. Ist der auseinandergerissene Zusammenhang jetzt wieder hergestellt bei Ihnen?


Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
Verfasst am: 09. 02. 2010 [23:43]
antimon
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"Villanders" schrieb:

"Warum gibt es dann amazighische Vornamen?"

Es gibt keine.
Es gibt nur einen Namen und bei Bedarf ein Angabe der Abstammung (Vatersname, KEIN Familienname).
Hallo Villanders,

mag sein. Ich würde diesen Namen aber eher als persönlichen Namen bezeichnen. Also analog zu unserem Vornamen, denn es wird zwischen männlichen und weiblichen Namen unterschieden. Das ist allgemein bei Nachnamen ja nicht der Fall. Auch spricht man allgemein eher von Vornamen z.B. hier: Marokkanische und arabische Vornamen




Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
Verfasst am: 09. 02. 2010 [23:48]
Villanders
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Persönlicher Name gefällt mir schon besser.

Und am Rande: Nachnamen zeigen z.B. auch im Isländischen oder im Russischen das Geschlecht an.....
Verfasst am: 09. 02. 2010 [23:48]
edi
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antimon schrieb:




Some modern linguists derive it and its Greek root from the Proto-Indo-European root *tel, 'to uphold, support'; others[citation needed] suggest that it is a pre-Indo-European name.
Übrigens gibt es sicherlich auch noch andere berberische Namen die in einer Beziehung zur griechischen Mythologie stehen könnten, z.B. der weibliche amazighische Vorname Gaya vs. griechisch Gaia etc.





oder mit der gleichen Wurzel z.B. "es-vas" (thr.) und "ayy-es" = Pferd;
"aq" (thr.) = steiler Küstenabhang und "aq-roy, isk" = Horn, Kap (von isk=Berg).
"Gaya" finde ich in tamazight z.Zt. nur als männlich.

Grüsse

edi

Verfasst am: 10. 02. 2010 [08:59]
antimon
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Zitat:
oder mit der gleichen Wurzel z.B. "es-vas" (thr.) und "ayy-es" = Pferd;
"aq" (thr.) = steiler Küstenabhang und "aq-roy, isk" = Horn, Kap (von isk=Berg).

Hallo edi,

interessant. Sind das denn die Wurzeln? es und aq? Nehme ich richtig an, dass thr. thrakisch bedeutet, also kleinasiatischer Raum?

Zitat:

"Gaya" finde ich in tamazight z.Zt. nur als männlich.

Ja, richtig. Da habe ich mich wohl versehen.

Grüsse

Michael


Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
Verfasst am: 10. 02. 2010 [09:24]
Villanders
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Fehlt nur noch der Hinweis, daß "gay" sowieso männlich ist...

Die etymologischen bzw. linguistischen Spielereien sind mir an sich sowieso suspekt, vorzugsweise, je weiter sie zurückgehen, zu hypothetische "Ursprachenwurzeln" udgl.
Oft schauen diese "Ableitungen" und "gemeinsamkeiten" nicht besser aus als die Fehler der Antike, nur "wissenschaftlicher".
Da erinnere ich mich an ein ziemlich altes Buch über Atlantis, wo z.B. Nazareth mit Nassereith in Verbindung gebracht wurde.
Ich kann mir nicht helfen....
Verfasst am: 10. 02. 2010 [10:04]
Restitutus
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Zitat:
Desweiteren ist die Etymologie von Atlas (nach heutigem Wissensstand und Lehrmeinung) nicht klar. Man kann heute nicht sagen, dass Atlas eindeutig Griechisch ist (worauf Restitutus besteht).
Korrektur. Ich habe nicht gesagt, dass Atlas eindeutig eine griechische Wurzel habe. Ich habe gesagt, Platon habe ihn als einen Namen gebraucht, der im griechischen Kulturkreis geläufig ist, genau so wie die Namen der neun Brüder des Atlas, ihrer Eltern und ihrer Großeltern. Was Platon nicht sagt, ist, dass der König, den ein Grieche Atlas nennen würde, in seiner Heimat einen ähnlich klingenden Namen trug - das ist ja bei Eumelos/Gadeiros auch nicht der Fall. Folglich sind alle Versuche, diesen Namen aus Berber- oder anderen Sprachen abzuleiten, sinnlos und unbrauchbar, denn falls Atlas so wie Eumelos in Wahrheit eine sinngemäße Übertragung ist und keine klangliche - Atlas in seiner Funktion als Herr des Westens zum Beispiel -, so mag sein ägyptisches Äquivalent, wenn es denn eines gab, ebenso gut auch Osiris und das atlantische Hugo gelautet haben.






[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.2010 um 10:05.]

„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 10. 02. 2010 [10:05]
edi
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antimon schrieb:






Zitat:


oder mit der gleichen Wurzel z.B. "es-vas" (thr.) und "ayy-es" = Pferd;
"aq" (thr.) = steiler Küstenabhang und "aq-roy, isk" = Horn, Kap (von isk=Berg).

Hallo edi,

interessant. Sind das denn die Wurzeln? es und aq? Nehme ich richtig an, dass thr. thrakisch bedeutet, also kleinasiatischer Raum?




Zitat:



"es" und "aq" - die Bestätigung von einem Linguisten habe ich nicht und besonders beim Thrakischen muss sehr vorsichtig vorgegangen werden, weil eine Grammatik kaum rekonstruierbar ist, da hat Villander schon recht.
Thrakische Stämme waren auch im kleinasiatischen Raum (incl. diverse Insel) ansässig.

Grüsse

edi
Verfasst am: 10. 02. 2010 [13:58]
edi
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Beiträge: 76




Restitutus schrieb:





Zitat:


Desweiteren ist die Etymologie von Atlas (nach heutigem Wissensstand und Lehrmeinung) nicht klar. Man kann heute nicht sagen, dass Atlas eindeutig Griechisch ist (worauf Restitutus besteht).
Korrektur. Ich habe nicht gesagt, dass Atlas eindeutig eine griechische Wurzel habe. Ich habe gesagt, Platon habe ihn als einen Namen gebraucht, der im griechischen Kulturkreis geläufig ist, genau so wie die Namen der neun Brüder des Atlas, ihrer Eltern und ihrer Großeltern. Was Platon nicht sagt, ist, dass der König, den ein Grieche Atlas nennen würde, in seiner Heimat einen ähnlich klingenden Namen trug - das ist ja bei Eumelos/Gadeiros auch nicht der Fall. Folglich sind alle Versuche, diesen Namen aus Berber- oder anderen Sprachen abzuleiten, sinnlos und unbrauchbar, denn falls Atlas so wie Eumelos in Wahrheit eine sinngemäße Übertragung ist und keine klangliche - Atlas in seiner Funktion als Herr des Westens zum Beispiel -, so mag sein ägyptisches Äquivalent, wenn es denn eines gab, ebenso gut auch Osiris und das atlantische Hugo gelautet haben.



Platon sagt nicht, dass der König, den ein Grieche Atlas nennen würde, in seiner Heimat einen ähnlich klingenden Namen trug, aber er sagt auch nicht, dass dem nicht so wäre, wenn es denn der Fall (vorhandene phonetische und semantische Ähnlichkeit) gewesen war, bzw. ist.
So verhält es sich z.B. auch mit "Azaes", bei welchem mir auffällt, dass "tZa" in Thamazight = 9 ist und Azaes der neunte Bruder war, dessen irdische Ortung eine himmliche Entsprechung hat, nämlich im Amrot oder Antares, das "Herz des Skorpions" (dem "r" des Rif-Atlas entspricht "l" im Süd-Atlas; und es gab im 6 Jh. ein Führer der Amazigh mit dem Namen Antalas).
Was Osiris betrifft: in seiner himmlichen Gestalt (Orion) und Bedeutung als "äusserster Westen" und "äusserster Osten" ist er den Tuareg als "Amanar" lebenswichtig und geläufig ebenso wie in seiner griechischen Ikonographie als der Jäger mit seinem Hund(-stern) Sirius (Hund/Sirius=Eidi in tamazight).

Grüsse

edi




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