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Laie trifft Wissenschaftler?
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [11:27]
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Christophfeistauer
Beginner
Themenersteller
Dabei seit: 25.06.2012
Beiträge: 8
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Zuerst fand ich vor vier Jahren ein paar Steine, fragte mich, was das wohl sei und hatte ein Thema für mich entdeckt, das mich fortwährend begeistert. Kurz drauf traf ich mich mit zwei wohl auch anerkannten Fachleuten für die Altsteinzeit, lernte ihre Sichtweise und ihre Argumentation kennen, fragte mich was das wohl und hatte ein Thema für mich entdeckt, das mich fortwährend entsetzt. Eine Wissenschaftspolizei oder ein Wissenschaftsgericht, die feststellen könnten, wie fundiert das Wissen der Archäologie überhaupt ist oder die beim Verdacht auf eine betonierte Lehrmeinung mal genauer hinsehen könnten gibt es nicht. Auch in allen weiteren Kontakten zu Archäologen kam ich mir dauernd vor, wie jemand, der strengste Glaubenswächter davon überzeugen will, dass, die Erde eine Kugel ist. Mit dem Gefühl, in die Zeit der Inquisition gereist zu sein, entdeckte ich zwei dementsprechende Rollen für mich, die auch keinen wissenschaftlichen Titel vorraussetzen und denen ich auf meiner Web-Site gerecht zu werden versuche. Da spiele ich den Ketzer und den Narren oder besser gesagt den Spötter. |
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [11:57]
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Irminfried
Experte
Dabei seit: 16.09.2011
Beiträge: 308
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Hallo Christoph, laß mich zuerst die Entschuldigung schreiben, falls ich etwas sarkastisch herüberkomme. Ich bin weder Archäologe noch an irgendeiner Verschwörung oder Inquisition beteiligt. Aber ich muß gestehen, unter den von Dir eingestellten Bildern kann ich keinerlei Werkzeuge finden. Natürlich ergeben sich Ähnlichkeiten und natürlich werden Artefakte in Fluß- oder Bachläufen abgerollt. Aber schaue Dir, wenn nicht schon geschehen, mal diverse Bruchsteine in Steinbrüchen, an Prallhängen, an Steilhängen an und Du wirst die gleichen Formen finden, die Du auf Deiner umfangreichen Seite vorstellst. Nun mußt Du Dir noch einen mehrere tausend Jahre andauernden Schleif- und Abrollprozeß (sei es durch Wasser, Eis oder Wind) vorstellen, das Ergebnis sind die von Dir zu Werkzeugen stilisierten Steine. Wir waren am Wochenende in einem offengelassenen Steinbruch auf Fossiliensuche und die Kinder haben unentwegt Steinbeile, Dolche, Klingen etc. gefunden, die recht frisch aus dem Hang abgerutscht waren. Die von Dir angefertigte Zeichnung eines "Artefaktes" spiegelt das Wunschdenken wider... hier wurden Schneiden hineingezeichnet, die nicht existent sind... Bitte nimm es nicht krumm, aber ich kann in Deinem Bemühen keine Erfolge sehen. Gruß Irminfried
...warum auch die Glaubenswächter von etwas überzeugen, daß durch Ebendiese vehement vertreten wird? Mir ist kein Archäologe bekannt, der sich auf eine flache Erdscheibe festgelegt hat... Thüringen in den Grenzen von 530!
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [12:20]
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Christophfeistauer
Beginner
Themenersteller
Dabei seit: 25.06.2012
Beiträge: 8
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Dreißig Minuten, und schon ist die erste Antwort da. Die besonders schnellen gibt es injedem Forum. Bin gespannt, ob noch so was kommt. |
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [12:22]
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Irminfried
Experte
Dabei seit: 16.09.2011
Beiträge: 308
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es dauert auch nicht wirklich lange um sich ein Bild der Steine auf Deiner Seite zu machen... was noch kommt? Hier beispielsweise ein Link zu wirklichen Artefakten... Steine und Scherben Beste Grüße vom Schnellsten... [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.06.2012 um 12:23.] Thüringen in den Grenzen von 530!
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [18:26]
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astrofratz
Moderator
Dabei seit: 12.07.2010
Beiträge: 594
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Doch, dass ist die Wissenschaft selber. Du müsstest einfach nur Begründen, warum man zB aus Grauwacke Werkzeug herstellen sollte und warum es keine Bearbeitungsspuren aufweist. Und dann müsstest du sowas auch noch in einer archäologischen Ausgrabung feststellen. Sowas nennt sich wissenschaftlicher Beweis und simsalabim, brauch man kein Gremium oder Polizei, da sich dann jeder selber davon überzeugen kann ob es stimmt oder nicht. Bei den von dir abgebildeten Stücken handelt es sich allerdings nicht um Artefakte sondern um Geröll. Zum Einstieg würde ich dir einfach ein paar Bücher zum Thema empfehlen, dann könntest du ja auch mal nachvollziehen, warum diese Steine keine Werkzeuge gewesen sein können. Schau dir zB mal in einem Museum Pfeilspitzen oder Steinmesser an, du wirst nichtmal eine entfernte Ähnlichkeit feststellen. |
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [18:43]
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wak
Experte
Dabei seit: 22.04.2012
Beiträge: 111
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Um zu sehen, dass sich unter den Steinen kein Artefakt befindet benötigt man doch keine halbe Stunde! Was will da noch kommen? Die ganz beratungsresistenten gibt es doch in jedem Forum.
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [22:36]
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Lure
Routinier
Dabei seit: 25.04.2012
Beiträge: 57
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Hallo Christoph! Das sind alles Flußgerölle, alle sind mehr oder weniger poliert, manche sind zusätzlich bestoßen. Poliert werden sie durch (feine) Sedimente, z.B. Sand, bestoßen werden sie durch die Kollission mit größeren Brocken. Kein einziges Stück sieht bearbeitet aus, aber manche sind hübsch anzusehen. Du wunderst dich auf deiner Homepage irgendwo über die Unterscheidung zwischen "Artefakt" und "Pseudo-Artefakt". Moment, ich finde es gleich... "Regelrecht zum Kopfschütteln finde ich, was man mir immer wieder zur Bedeutung des Fundzusammenhangs erklärte. „Finden Sie einen solchen Stein in einer Höhle neben einer Feuerstelle, neben einem Nahrungsrest, einem menschlichen Backenzahn, also im Zusammenhang mit irgendetwas, was auf Menschen hindeutet, handelt es sich um ein Artefakt. Finden Sie einen solchen Stein jedoch in irgendeinem Flussbett oder ist seine Herkunft eventuell sogar völlig unklar, handelt es sich aus wissenschaftlicher Sicht um ein Pseudoartefakt." Das bedeutet, dass Archäologen voll und ganz dazu stehen, es einem Stein selber, ohne weitere Informationen nicht ansehen zu können, um was es sich dabei handelt. Und, dass sie genauso dazu stehen, da nicht länger hinzuschauen, zu fragen und zu forschen, wo kein eindeutiger Fundzusammenhang mehr gegeben ist." (Zitatende) Das möchte ich gerne erklären: Ein Pseudo-Artefakt erweckt den Anschein eines Artefakts, ist aber natürlichen Ursprungs, also nicht menschengemacht. Ein Flußgeröll an einer menschlichen Lagerstätte wird zum Artefakt im weiteren Sinne dadurch, daß ein Mensch es dorthin transportiert haben muß (vorausgesetzt natürlich, es kann unmöglich von alleine dahin gekommen sein, also z. B. in einer Höhle weitab vom nächsten Fließgewässer). Ein Artefakt im engeren Sinne ist es natürlich nicht, sofern es keine Bearbeitungsspuren aufweist (artis facere = künstlich machen bzw. herstellen). Aber man kann zumindest irgendeine Art von menschlicher Intention in der Deponierung an dem Lagerplatz sehen. Der Artefaktcharakter wird dann sozusagen erzeugt durch die intentionelle Manipulation an oder mit dem Geröll, die man wohlwollend unterstellt, ohne daß Spuren dieser Manipulationen feststellbar sind. |
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [23:09]
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Lure
Routinier
Dabei seit: 25.04.2012
Beiträge: 57
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.. fast vergessen: Gerade ist ein Buch erschienen zum Thema "Steinartefakte vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit" - da würde ich mal reingucken an deiner Stelle. Hier der Link zum Inhaltsverzeichnis als Info: http://www.kernsverlag.com/floss_inhaltsverzeichnis.pdf |
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [23:11]
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Christophfeistauer
Beginner
Themenersteller
Dabei seit: 25.06.2012
Beiträge: 8
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bleibt arm |
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Verfasst am: 25. 06. 2012 [23:33]
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astrofratz
Moderator
Dabei seit: 12.07.2010
Beiträge: 594
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@Christophfeistauer Naja wenigstens hast du jetzt begriffen, warum das auf deiner Webseite keine Artefakte sind. |
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