Thema mit vielen Antworten

noch ein Luftbild ...


Autor Nachricht
Verfasst am: 23. 02. 2012 [14:59]
Heydenarchaeologie
Experte
Dabei seit: 29.03.2011
Beiträge: 174
ich wollte niemanden beleidigen wenn ich dir zu nahe getreten bin - im Klartext: geht es in diesem Thread um Schattierungen oder um das Muster? Wenn letzteres so muss ich dich auch um etwas Rücksicht bitten da anscheinend keiner auf dein Argument eingehen konnte oder wollte
Verfasst am: 23. 02. 2012 [15:03]
Miata
Amateur
Themenersteller
Dabei seit: 22.02.2012
Beiträge: 32
OK - dann versuche ich das Ganze nochmal genauer zu beschreiben:

Es geht mir um das - ich nenne es mal "seltsame Objekt" ungefähr in der Mitte des Bildes.

Der annähnernde Kreis und das Viereck stehen wohl in Beziehung miteinander und gehören höchstwahrscheinlich zusammen. Auch der Punkt in der Mitte.

Die zwei schneidenden Linien, sind höchstwahrscheinlich durch die landwirtschaftliche Bearbeitung entstanden und geben nur einen momentanen Zustand dar.
Die weiteren Farbschattierungen sind ebenfalls höchstwahrscheinlich auf die verschiedenen Bodengüten (Humushöhe, Kies im Untergrund etc.) zurückzuführen, da das Land ehemaliges Schwemmland in Rheinnähe ist - wenn auch wahrscheinlich seit Jahrtausenden keine direkte Ablagerung mehr dort war. Diese Farbschattierungen sind in diesem Gebiet zu dieser Jahreszeit normal und nicht Gegenstand der Frage.

Die Größe hab ich ja schon beschrieben oben im Ursprungsthread.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 23.02.2012 um 15:06.]
Dateianhang

fundstelle.JPG — 63 mal heruntergeladen
Typ: image/jpeg, Größe: 26.52 Kilobyte
Verfasst am: 23. 02. 2012 [15:06]
Heydenarchaeologie
Experte
Dabei seit: 29.03.2011
Beiträge: 174
Gut also waren wir gar nicht so falsch 01-smile.gif
Ich tippe auf eine Motte, eine frühmittelalterliche Holzfestung welche meist aus einem Wohnturm, einer ringwallanlage und einem Dorf bestand. Der Punkt könnte ein Brunnen sein.
Verfasst am: 23. 02. 2012 [15:06]
Irminfried
Experte
Dabei seit: 16.09.2011
Beiträge: 318
Hi,

ich würde dies auch eher als MA Motte ansprechen wollen.
Ohne das Gelände zu kennen, würde ich annehmen, daß der grün verwaschene Bereich im Osten der Anlage ein tiefer ausgeschwemmter Altarm oder eine Erosionsrinne ist und die "Motte" etwas erhöht. Wenn diese Erhöhung eine ältere Kiesbank ist, erklärt sich damit auch der unterschiedliche Bewuchs, da in der Erosionsrinne mehr Humus abgelagert ist und die Feuchtigkeit besser gehalten wird.

Gruß
Irminfried

Thüringen in den Grenzen von 530! 05-icon_wink.gif
Verfasst am: 23. 02. 2012 [15:15]
Miata
Amateur
Themenersteller
Dabei seit: 22.02.2012
Beiträge: 32
Ich muss zugeben, der Begriff "Motte" war mir in diesem Zusammenhang völlig unbekannt.

Nachdem ich etwas gegoogelt habe, kommt mir dies auch als eine Mögliche erklärung vor.

Danke!! 03-icon_lol.gif
Verfasst am: 23. 02. 2012 [15:22]
Melchior
Experte
Dabei seit: 13.06.2011
Beiträge: 266
Mir scheint auch eine Motte als wahrscheinlich, vll. ein einfacher Holzwohnturm ohne Hügel in diesem Fall.

Die scharfen Linien können von einem Flussaltarm stammen. Die hellen Flächen sind ja schon trockener, die dunklen werden durch besser wasserspeicherndes Sediment vervorgerufen. Rechts kann also Flusssediment sein, die scharfe Linie das alte Flußufer.

Gruß

Melchior
Verfasst am: 23. 02. 2012 [17:14]
eisenstein
Amateur
Dabei seit: 17.02.2012
Beiträge: 49
Hallo,
Hast du dich mal mit der geografischen Lage auseindergesetzt?Ich könnte mir evtl. auch ein Radar (z.b. Würzburg Riese)vorstellen,wäre vlt. auch ein Denkanstoß.
gruß Eisenstein
Verfasst am: 23. 02. 2012 [17:24]
Granit
Routinier
Dabei seit: 13.02.2012
Beiträge: 80
Die Vermutung einer solchen Turmhügelburg scheint mir auch sehr wahrscheinlich. Könnte passen.
Verfasst am: 23. 02. 2012 [17:56]
Pygmalion
Experte
Dabei seit: 17.03.2010
Beiträge: 335
Motten kommen ja in sehr unterschiedlichen formen, größen und Höhen vor.
Manche liegen auf aufgeschütteten hügeln, andere nicht, manche haben 12m hohe Hügel, andere nur 1-2m...
Alle gemeinsam haben sie, dass in der Mitte ein hölzerner Turm stand(eventuell mit steinfundament, sieht hier aber aufgrund des bewuchses nicht so aus), Außen rum gab es dann meistens noch einen von einer Palisade eingefassten Bereich. Dazu passt das ganze sehr gut...wie gesagt, ich habe soetwas schonmal gesehen, so eine struktur ist gar nicht so selten. Motten gab es haufenweise, weil sie die Behausung des niederen Adels waren...wurden dann aber im späteren Verlauf des Mittelalters alle abgerissen, weil sie zum einen verteidigungstechnisch völlig überflüssig waren und zum anderen nicht mehr dem luxusanspruch stand hielten, den man entwickelte...deswegen ist auch keine einzige original erhalten.
Es wurden aber einige nachgebaut. In Herne wurde z.b. eine nachgebaut, im zuge der ausstellung "Aufruhr" und in Kanzach steht auch eine, sogar mit kleiner "Vorburg", in dem turm kann man sogar übernachten 05-icon_wink.gif
Verfasst am: 23. 02. 2012 [17:59]
Heydenarchaeologie
Experte
Dabei seit: 29.03.2011
Beiträge: 174
An der Nord- und Ostseeküste sowie in den nordischen Ländern gab es glaube ich Motten bis ins 15. Jahrhundert. Provisorische Festungen für Kaperer und zur Verteidigung gegen ihresgleichen und Hansepatrouillen



Hinweis: Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um hier im Forum Beiträge schreiben zu können, müssen Sie sich zunächst einloggen. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie hier ein neues Benutzerkonto anlegen.