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Ehrenamtliche Beauftragte in der Archäologie gesucht
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Verfasst am: 16. 08. 2010 [16:51]
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Ehrenamtlicher
Beginner
Themenersteller
Dabei seit: 16.08.2010
Beiträge: 6
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Guten Tag, da es kein Forum gibt in dem sich ehrenamtlich Beauftragte in der Archäologie austauschen, möchte ich das hier in einem ersten Versuch starten und würde mich sehr über einen informativen Gedankenaustausch an dieser Stelle freuen. Bis bald, der Ehrenamtliche |
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Verfasst am: 21. 08. 2010 [00:24]
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Carnyx
Routinier
Dabei seit: 26.06.2010
Beiträge: 88
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Ah, das interessiert mich schon lange: Wie wird man eigentlich "Ehrenamtlicher" und was macht man da? |
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Verfasst am: 21. 08. 2010 [13:36]
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astrofratz
Experte
Dabei seit: 12.07.2010
Beiträge: 396
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Hm also Ehrenamtlich ist doch kein Problem. Ich wohne neben einem Museum, dass bis auf eine Angestellte nur Ehrenamtliche hat. Da brauchste nur hingehen und sagen, dass du ohne Geld dafür zu kriegen hier auch ein paar Stunden in der Eingangshalle sitzen möchtest. Und schwups bist du ehrenamtlicher Mitarbeiter im Museum. |
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Verfasst am: 22. 08. 2010 [18:00]
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a.brunn
Dabei seit: 27.07.2000
Beiträge: 357
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Hallo Carnyx,
Wie man es wird: einfach mal Kontakt aufnehmen zum jeweiligen Denkmalamt / Museum / Verein (siehe auch unten). Was man macht: Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Die meisten Ehrenamtlichen in der Bodendenkmalpflege dürften wohl Oberflächenfunde aufsammeln (beschreiben, zeichnen ...), die Fundstellen kartieren und Funde und Berichte abgeben, sprich in der Landesaufnahme tätig sein. Es gibt auch die Möglichkeit, bei Ausgrabungen mitzuwirken. Meist gibt es auch Weiterbildungsangebote der jeweiligen Ämter und Vereine für ihre Ehrenamtlichen. Informationen zur ehrenamtlichen Tätigkeit gibt es bei den Denkmalämtern der jeweiligen Bundesländer, z.B.
... und natürlich bei den Kreis- und Stadtarchäologien und Vereinen. Andreas Brunn
www.archaeologie-online.de |
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Verfasst am: 23. 08. 2010 [11:42]
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Sixpack
Amateur
Dabei seit: 23.08.2010
Beiträge: 21
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Moin. "Ehrenamtlicher Beauftragter in der Archäologie" zu werden ist nicht allzu schwer,nach einer gewissen "Probezeit" und genug Interesse wird man es. Der direkte Weg über das Denkmalamt dürfte aber wohl der beste Weg sein,da etliche "Heimat-und Geschichtsvereine" lieber ihr eigenes Süppchen kochen und man als "Ehrenamtlicher" dort mehr als Nestbeschmutzer angesehen wird,da in diesen Vereinen meist auch die ältere Generation vertreten ist und mit Infos eher zurückhaltend ist. (Man könnte ja ihr über jahrzehnte gesammeltes Wissen für sich ausnutzen. )Zumindest habe ich als Vereinsmitglied dieses Problem! Genauso problematisch sehe ich es,sich bei den örtlichen Institutionen wie die örtlichen Behörden und den Vereinen, denen der Denkmalschutz normalerweise auch ein Anliegen sein sollte,vorzustellen. Da wird man mehr wie skeptisch angeguckt und misstraurisch beäugt,wenn man sich dort als "Ehrenamtlicher" vorstellt und auch noch einen Ausweis vom RP vorweisen kann. Im Allgemeinen sehen sich diese Institutionen mehr oder weniger von einem übergangen und man bekommt eher Ablehnung als Zustimmung zu spüren. Zumindest ist es in meinem Fall so und da wäre es auch nett,wenn man,gerade am Anfang der "Ehrenamtlichen-Karriere" vom Amt ein wenig mehr Hilfe bekäme als nur den Flyer über die ehrenamtliche Beauftragten. |
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Verfasst am: 30. 08. 2010 [08:54]
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Sixpack
Amateur
Dabei seit: 23.08.2010
Beiträge: 21
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Scheint aber hier bei den "Profis" leider auch nicht anders zu sein,wenn man die Anzahl der Aufrufe des Beitrags und die wahnsinnige Resonanz betrachtet. ![]() Scheint fast so,als ob man da als "Ehrenamtlicher" auf verlorenem Posten steht. Wohl oder übel geduldet aber trotzdem nicht ernstgenommen und als "Partner" angesehen. @Astrofratz Einen ehrenamtlichen Beauftragten der Denkmalpflege,im Auftrag des RP und zuständig für den Bereich Archäologie in einem Landkreis,wirst Du jetzt nicht wirklich mit einem Freiwilligen vergleichen,der stundenweise unentgeldlich an der Museumskasse sitzt .Diese Einstellung würde natürlich einiges erklären,wobei es nicht unbedingt vorteilhaft für das Ansehen der "Profis" wäre.
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Verfasst am: 30. 08. 2010 [12:25]
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Elise
Beginner
Dabei seit: 30.08.2010
Beiträge: 5
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Wie das schon angesprochen wurde, besitzen die Ehrenamtlichen ein beeindruckendes Wissen, vor allem Detailwissen zu einzelnen Themen. Davon besonders effektiv provitieren zu können muss auch ein Landesamt lernen. Ich denke das Potential dieser "Quelle" wurde noch nicht ganz erkannt, was sich aber mit Sicherheit noch ändern wird und das auch gezwungenermaßen (Leider ist es ja nun so, dass an der Kultur oft zuerst gespart wird, wir operieren eben nicht am offenen Herzen). Zu oft wird das Thema aus archäologischen Diskussionen ausgeschlossen, für einige ist es zu weit entfernt vom Fund und Befund. Aber ich muss auch sagen, man bemüht sich stellenweise doch sehr mit den Ehrenamtlichen gemeinsame Sache zu machen. Dem stehen aber auch manchmal die Ehrenamtlichen selber im Weg...sehr schade. |
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Verfasst am: 28. 11. 2010 [18:57]
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charly2008
Dabei seit: 17.08.2009
Beiträge: -1
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Hallo liebe Forumsmitglieder, ich möchte hier auch einige Bemerkungen zu diesem Thema machen. Ehrenamtliche Beauftragte für die Archäologi- sche Denkmalpflege werden von den Denk- malfachbehörden in den Regierungspräsidien im Einvernehmen mit den Unteren Denkmal- schutzbehörden der Gemeinden und Kreisen für die Dauer von fünf Jahren benannt. Das zuständige Regierungspräsidium stellt einen Lichtbildausweis aus, der den Inhaber als Beauftragten für die Archäologische Denk- malpflege legitimiert und dessen Tätigkeits- feld nennt. Ehrenamtlicher Mitarbeiter wird man, sobald man beim Landesamt für Denkmalpflege eine Nachforschungsgenehmigung erhalten hat. Man ist dann auch durch das Land gesetzlich unfallversichert und darf dann Flächen begehen und Fundstücke sammeln, sofern man die Erlaubnis vom Besitzer eingeholt hat. Bei den Unteren Denkmalbehörden z.B. beim Denkmalamt Frankfurt ist es kaum möglich Ehrenamtlicher Mitarbeiter zu werden (es mag Unterschiede in anderen Bundesländern und Städten geben?). In Frankfurt, finden wegen reger Bautätigkeit, sehr viele Notgrabungen statt (Siehe Harheim). Ich durfte bei zahlreichen Grabungen mithelfen. Nachdem ich anfragte ob es möglicherweise einen Fahrtkostenzuschuss für die Fahrt zu den Baustellen gibt wurde mir gesagt, ich sei kein ehrenamtlicher Mitarbeiter sondern nur Grabungshelfer. Das heisst, man ist nicht im Auftrag der Behörde tätig und ist nur geduldet und man müsste eine private Haftpflicht-versicherung abschliessen um eventuelle Versicherungsfälle auf der Baustelle abzudecken. Charly |
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Verfasst am: 19. 12. 2010 [02:34]
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h.c.credner
Amateur
Dabei seit: 14.12.2008
Beiträge: 17
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Der Status des EM ist in den einzelnen Bundesländern nicht einheitlich geregelt, aber definiert. Die Zusammenarbeit ist dort, wo ich es kenne, in NRW und RP, sehr intensiv und offen. Die Sorge der Archäologen auf der einen Seite gilt zurecht den "Raubgräbern" auch unter den EM. andererseits arbeiten die meisten EM eng und ehrlich mit den Landesämtern und Museen zusammen. Diese können auch garnicht auf EM`s verzichten, sie würden dadurch die Kontrolle über eine Vielzahl von Interessierten verlieren, die nachweislich mehr als 50% aller Funde erbringen. Als EM kann man einen echten wissenschaftlichen Beitrag zur Archäologie erbringen, wenn man erkennt, wo die Archäologie wegen Mangels an finanziellen Mitteln und Ideen unfähig ist zu agieren. Ich praktiziere zum Beispiel unentgeltlich Luftbildarchäologie im bodennahen Bereich von 2,0 bis 100 m Höhe zur Prospektion auf eigene Faust und auf Anfrage der Archäologen und Dokumentation von archäologischen Grabungen, inzwischen auch auch auf Anfrage, weil es sich herumgesprochen hat. Darüber hinaus ist auch die Luftbildfotografie von völlig anderen Motiven ein Hobby geworden. Mein Equippment hat ohne die beiden gleichzeitig aktiven Kameras einen Materialwert von etwa 500 bis 600 €. Zahlreiche unterirdische Bodendenkmäler habe ich aus der Luft erstmals dokumentiert und viele archäologische Grabungen begleitet. Leider aber sind meine Bemühungen wie Gespräche und zahlreiche Vorträge: Luftbildarchäologie mit dem Drachen (KAP) und Teleskopstab (PAP), die Archäologen und Grabungstechnikern für diese Methode aktiv zu gewinnen, wenig erfolgreich, so als ob eine so preiswerte alternative Technik eines Archäologen unwürdig wäre. Anwendungsprobleme dürften es nicht sein, denn schriftlich habe ich alles haarklein dargelegt und es ist wirklich nicht kompliziert. Vielleicht sollte ich es über die Schiene der EM versuchen?! Grüsse aus der Eifel, Christian |
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Verfasst am: 19. 12. 2010 [09:44]
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Sixpack
Amateur
Dabei seit: 23.08.2010
Beiträge: 21
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Vielleicht liegt es daran,daß sie eine andere Technik anwenden bzw. bevorzugen? Bei mir wird zwischenzeitlich alles auf die Lidartechnik umgestellt. Ich bekomme z.B. hochauflösende Laserscanbilder vom Gelände vom Amt gestellt und kann dann meine Begehungen vor Ort recht genau starten. Es ist erstaunlich,was auf diesen Bildern alles zu sehen ist. Kleinste Bodenveränderungen werden sogar duch die Bäume sichtbar,da man diese "schichtweise" ausblenden kann. Aber Begehungen vor Ort müssen dann doch noch Menschen machen. Ganz kann man dann doch nicht auf Ehrenamtliche verzichten. [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.2010 um 09:46.] |
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