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Cheops und die Pharaonen


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Verfasst am: 24. 07. 2010 [10:15]
hns
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Hallo kurti,
besten Dank für die weiteren Links.
"kurti" schrieb:

Hier ist mir vor allem dieser Satz aufgefallen:
Zitat:
Gelenkt wurden die Arbeitskolonnen von einem "großen Administrationsgebäude" in der Tempelstadt. Hier saß die Bauleitung, wie Titel-Inschriften nahelegen. Sie lauten: "Vorsteher der Pyramidenbaustelle", "technischer Inspektor" oder "Konstruktionschef".
Das muss man erst mal mit der Hypothese von technisch überlegenen Erbauern zusammenbringen. Die hätten dann sicher alles in ihrem Äquivalent zum Wireless-Internet untergebracht und man würde weder eine Siedlung noch Inschriften finden. Oder sie hätten Container verwendet, die man wieder abtransportiert.

Zitat:

Da kann man schon einiges erkennen ohne das Buch zu kaufen.

Leider sagt mir der Schreibstil nicht zu. Immer wieder enden Sätze mit ! und manche sogar mit !!! (http://de.wikipedia.org/wiki/Ausrufezeichen) was für mich ein Indiz für einen rein rhetorischen Manipulationsversuch ist, indem versucht wird den Leser durch Begeisterung mitzureißen und rasche schnelle Schlußfolgerungen sofort zu glauben. Das macht man in der Werbung ( "jetzt kaufen!!!" ) - aber nicht in der (seriösen) Forschung.

Das Ziel des >>populärwissenschaftlichen Erkenntnis"krimi"s'<< ist ja lt. Klappentext den Leser "aus dem Staunen nicht mehr herauskommen zu lassen...". Und dadurch eine hohe Auflage zu erzielen. Für diesen Zweck ist das Buch sprachlich treffend gestaltet. Aber durch die mehr oder weniger ausdrückliche Ägyptologenschelte ( "Ihr Herren Ägyptologen: Es ist das falsche Grab..." ) scheint es mir für den Erkenntnisgewinn nicht relevant zu sein und man braucht sich nicht wundern warum sich Ägyptologen nicht um solche Bücher kümmern...

D.h. das Buch hat eine völlig andere Botschaft als wir hier diskutieren!!! Es geht nicht um die Chronologie der Pharaonen!!! Das ist nur die Basis um ein Bühne für den Bösewicht (Ägyptologen) zu schaffen und den "Krimi" detective.gif interessant zu machen!!! Schade eigentlich, da so viel Recherchearbeit drin steckt.

Unterhaltsam liest es sich schon (und ist ja auch so deklariert)... 13-claphands.gifthumbup.gif


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.2010 um 10:16.]
Verfasst am: 24. 07. 2010 [11:40]
LAH
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Beiträge: 511
Zitat:
Das muss man erst mal mit der Hypothese von technisch überlegenen Erbauern zusammenbringen.
Es ist offensichtlich, dass die Ägypter tatsächlich Pyramiden gebaut haben. Sie haben jedoch Mörtel und Bruchstein (oder auch Lehmziegeln) verwendet. Meist haben sie schon bestehende Bauten überbaut. Djoser hat z.B. eine Mastaba als Grundlage genommen:
http://lah.ru/fotoarh/megalit/afrika/egypt/saqqara/joser/20.jpg
Mörtelloses Mauerwerk bildet einen Kontrast zur primitiven Bauweise der Ägypter:
http://lah.ru/fotoarh/megalit/afrika/egypt/saqqara/joser/07.jpg

Manchmal haben die Ägypter das verwendet, was so rumlag. Dieser Granitblock war ursprünglich Bestandteil eines anderen Mauerwerks:
http://lah.ru/fotoarh/megalit/afrika/egypt/saqqara/unas/04.jpg
Verfasst am: 24. 07. 2010 [12:47]
hns
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"LAH" schrieb:

Zitat:
Das muss man erst mal mit der Hypothese von technisch überlegenen Erbauern zusammenbringen.
Es ist offensichtlich, dass die Ägypter tatsächlich Pyramiden gebaut haben. Sie haben jedoch Mörtel und Bruchstein (oder auch Lehmziegeln) verwendet. Meist haben sie schon bestehende Bauten überbaut. Djoser hat z.B. eine Mastaba als Grundlage genommen:

Mörtelloses Mauerwerk bildet einen Kontrast zur primitiven Bauweise der Ägypter:

Manchmal haben die Ägypter das verwendet, was so rumlag. Dieser Granitblock war ursprünglich Bestandteil eines anderen Mauerwerks:

Ich behaupte das waren offensichtlich Reparaturversuche und (mißlungene) Experimente zur Erforschung der Arbeitsmethoden in den letzten 200 Jahren. Leider alle undokumentiert 09-rolleyes.gif

So ähnlich wie Knossos auf Kreta:
http://www.explorecrete.com/archaeology/images/knossos01.jpg

[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.2010 um 12:51.]
Verfasst am: 24. 07. 2010 [14:36]
hns
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"hns" schrieb:

Unterhaltsam liest es sich schon (und ist ja auch so deklariert)... 13-claphands.gifthumbup.gif
Jetzt mußte ich bei Seite 142 zur Neutrino-Finsternis-These herzhaft lachen! Ziel erreicht!!!

Zum Hintergrund meines Gefühlsausbruchs: lt. Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie krümmt Energie (also auch Masse) den Raum. Deshalb laufen Planeten auf Bahnen um die Sonne. Licht wird dadurch auch abgelenkt (http://www.lehrer-online.de/lichtablenkung.php). Und auch Neutrinos. Für die Lichtbeugung durch die Sonne gibt es Messungen, die belegen, dass sich die scheinbare Position von Sternen um 1,7 Bogensekunden (http://www.relativity.li/de/epstein/lesen/i0_de/i2_de/) verschiebt. Dieser Effekt nimmt mit zunehmendem Abstand von der Sonne ab.

Und alle solchen Effekte sind sehr ähnlich! D.h. (lichtschnelle) Neutrinos die an der Sonne vorbeifliegen werden auch ca. 1 Bogensekunde abgelenkt, weil die Raumkrümmung auf jegliche Materie wirkt.

Nun zur von Dir zitierten Theorie dass der Mond viele Neutrinos die in der Sonne entstehen bei einer Sonnenfinsternis auf die Erde bündelt. Damit sie tatsächlich gebündelt werden, muß die Ablenkung zum Rand vom Mond zunehmen! D.h. in der Mitte geht es geradlinig durch, zum Rand hin immer mehr gebeugt, sonst entsteht kein Brennpunkt (also genau umgekehrt wie es bei der Lichtablenkung im Schwerefeld der Sonne passiert). Und der notwendige Ablenkwinkel am Mondrand läßt sich aus der Geometrie des Erde-Mond-Sonne-Systems auf ca. 16 Bogensekunden abschätzen (Tangens des Winkels = halber Monddurchmesser / Abstand Mond-Erde).

Übertragen auf den Mond hat dieser eine verschwindend kleine Masse ("stattliche Gravitation" war die mein homerisches Gelächter provozierende Formulierung) im Verhältnis zur Sonne. D.h. die Raumkrümmung am Rand der Sonne ist sehr viel größer als beim Mond und trotzdem sehr klein und erreicht gerade mal die 1.7 Bogensekunden (und davon dass Licht am Mond meßbar abgelenkt wird, habe ich noch nichts gehört). Ich denke daher dass es den postulierten Effekt einfach nicht gibt und dass er nur deshalb nicht widerlegt ist weil man ihn so schwer messen kann.

Also scheint die Theorie auf mangelnden physikalischen Kenntnis-Füßen zu stehen, so dass ich da lieber keinen für die Ägyptologie relevanten Schluß draus ziehen würde...
Verfasst am: 24. 07. 2010 [16:40]
Artaxerxes
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Hallo Paulus 7,

Zitat:
Hallo Artaxerxes,

mir ist schon klar, dass Du den selben Sandhaufen verteidigst, wie Herr Dörnenburg. Doch das ist vergebens. So ein Körnchen Sand ist schnell vom Wind weggetragen, wenn es nicht geschützt liegt.
Und der Wind ist stärker geworden in den letzten 10, 20 oder 30 Jahren. Das ist der Nachteil, wenn man wahllos sämtliche Bäume der Umgebung umsägt – und nicht für Ersatz sorgt.
Grünzeug ist halt wichtig, auch wenn's noch keiner wahrhaben will


…wo wir gerade bei Sand sind. Noch Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde der sogenannte „Lahnmarmor“ – der in diversen Schlössern und sogar im Empire State Building Verwendung fand – mittels Sand, Wasser und einer „Schnur“ geschnitten. Immerhin kam man auf eine Schneidtiefe von 6 – 7 cm innerhalb von 24 Stunden. Wäre mal auf Ägypten zu übertragen – immerhin gibt’s da genügend Sand, Wasser und Fasermaterial für Seile. Diese Art der Steinbearbeitung würde dann auch feinste „Rillen“ erklären.

Zitat:
Warum sollte sich der Wind in Göbekli Tepe, Indien oder anderswo bedienen, wenn Ägypten grad so herrlich offen daliegt?
Nur keine Panik. Die anderen Gebiete kommen auch noch dran. Lass nur erst mal alles richtig schön verwüsten und den vielgepriesenen Klimawandel seine Kreise weiter ziehen.
Schließlich ist alles eine Frage der Bewaldung – und der Zeit. Man kann sich ja nicht um alles gleichzeitig kümmern. Das geht leider nicht.


Das ist ja die Krux. Man kann natürlich alles philosophisch auf einen Punkt fokussiert sehen, wenn gleichzeitig die Archäologen – obwohl dort sicher auch Diadochenkämpfe ausgefochten werden – zumeist näher am Geschehen – sprich den Erkenntnissen aus diversen, weltweiten Grabungen und deren Resultaten ist. Und dann ist es nun mal so, dass höchstwahrscheinlich die Bronzezeit in Indien begann und die Bewohner von Göbekli Tepe ihren späteren ägyptischen Handwerkern Jahrhunderte voraus waren.

Zitat:
Zitat Arta: "… (welchen endgültigen Namen man ihm auch immer zuschreibt) Oder zweifelt jemand heute daran, dass das Grab von Opa Tut für selbigen auch gebaut wurde?"

Siehst Du: Das Wort "seriös" ist fast so seriös wie das Wort "zuschreiben": Im wissenschaftlichen Sinn: Gar nicht.
Also ich zweifle nicht, dass das Grab von Tut tatsächlich für Tut gebaut wurde. Das "Einzige", wo ich so meine Zweifel hab, ist die zeitliche Einordnung. Aber das steht ja momentan nicht zur Debatte. Also soll's ruhen.
Welchen Tut meinst Du eigentlich? Tutmosis den I.? Oder den II., III., IV. oder XI.?

Ich gebs ja zu: Am liebsten zitier ich auch immer mich selbst. Das hat so was Animalisches von Identität, huah:


Also gemeint war Tutanchamun, den dritten und bekanntesten der Thutmosisse, fand man ja in der Königscachette, weit entfernt von seiner Gruft im Kings Valley – soweit ich mich erinnere. Zu dem Zeitparadoxon komme ich gleich.

Zitat:
Zitat Arta: "" Zitat Arta: "Und nachdem wir ja aus der Bibel wissen das Set den Henoch in seinem 162igsten Lebensjahr zeugte und zu Methusalem gesagt wurde "Im Alter von 187 Jahren zeugte er Lamech, danach lebte er noch 782 Jahre" würde ich die biblischen Zeitangaben nebst denen von Herodot mal auf den Prüfstand stellen. Dies gilt übrigens speziell für die Aussage, dass die Pyramiden round about 10.000 Jahre älter sein sollen."
Ich denke, dass man da nicht soviel durcheinander bringen sollte""

Wenn Du aber schon beim "Meister" nachschlägst, dann solltest Du den Meister auch richtig zitieren – wer immer das auch sein soll. ""


Wie bereits in einem vorherigen Post beschrieben, ist der Meister natürlich EvD, der die Idee der Präastronautik hatte. In seinem Buch (Meine Welt in Bildern) schreibt er

(Zitat) „Herodot ….behauptet in seinem zweiten Buch (Histories Apodexis) in den Kapiteln 141 und 142, die Priester von Theben hätten ihm versichert, dass das hohepriesterliche Amt seit 11.340 Jahren vom Vater auf den Sohn übertragen würde. Diese Aussage belegten die Priester dem Geschichtsschreiber Herodot, indem sie ihm 341 Kolossalstatuen zeigten, deren jede eine hohepriesterliche Generation repräsentierte, und – so versicherten die Gastgeber – vor 341 Generationen hätten die Götter unter den Menschen gelebt….(Zitat Ende)

Das erinnert uns doch an Platon und die Erzählungen der Priester, diesmal allerdings aus Sais. Auch dort ging es um rd.10.000 Jahre. Aber hier – wie auch in Theben – fand man bislang keinen entsprechenden Nachweis. (Kolossalstatuen oder Säulen) Ferner gehe ich mal davon aus, dass Herodot nicht dumm war. Ich – an seiner Stelle – hätte den Priester direkt gefragt, welche der Götter denn seinerzeit unter den Menschen lebten. Der Priester sollte sich ja – von Berufs wegen – hervorragend im ägyptischen Olymp auskennen und hätte also genau erklären können, welcher Gott sich seinerzeit wo aufgehalten hat. Immerhin hatte er ja auch noch seine Statuen – sozusagen als Gedächtnisstütze.

Dann kommt man - gedanklich – irgendwann auch zur Bibel. (und den Apokryphen) Es erstaunt schon, dass die Bücher, die in den Kanon aufgenommen wurden sich - bar jeder Logik - mit Lebensaltern befassen, die vollkommen irreal sind. (Methusalem) Man erklärt dies heutzutage mit anderen Recheneinheiten. (Bei Indianern in Papua wuchs z. B. das Lebensalter mit jedem getöteten Feind an) Wer weiß, vielleicht hatte Methusalem ja auch ein paar hundert „Feinde“ auf dem Gewissen.

Sich also auf die priesterlichen Zeitangaben zu verlassen, bedeutet schon ein nicht geringes Risiko.



Zitat:
Das kommt sonst nämlich ganz schlecht und unscharf rüber und wirft ein super diffuses Dendera-Zwielicht auf den nicht zitierenden, sondern hilflos nachempfindenden Zitator, weil nämlich kein Zitat gezeigt wird, sondern nur ein sinnentstelltes und aus dem Zusammenhang gerissenes jämmerliches Etwas. Das ist nicht sehr klug und gar nicht gut für die Kariere. Schon gar nicht, wenn's einer merkt.

Dendera: Zitat Arta: " … nun, dann müsste sich ein Fitzelchen davon sicher irgendwo in Ägypten finden lassen."

Nur keine Panik. Hast Du LAH's Bilder in der Rubrik "Alternative Theorien", Thread "Modernste Kreissägen im Altertum?" nicht gesehen?
Dann solltest Du das bitte schnellstmöglich nachholen. Und der Rest wird auch noch gefunden. Mach Dir also keine Sorgen und hab ein wenig Geduld.

Irgendwie ist das schon erstaunlich: Ihr Old-Egypt-Freaks habt alle immer so unglaublich, unglaublich viel Zeit (wenn's um Eure eigene Meinung geht), aber Anderen gönnt ihr keine 5 Minuten. Ist das ein Charakterproblem? Ein Geburtsfehler? Erziehung? Genetisch bedingt? Haben die Pyramiden abgefärbt? Liegt's an der Sonne? /
Zitat:


Hier irrt der geneigte Schreiber, denn der „Zitator“ besitzt eine umfangreiche Büchersammlung – u. a. die Hauptwerke des Meisters sowie übrigens – wie bereits erwähnt – auch Vehlikowski.

Um dieses ganze Konvolut zu lesen, bedarf es mehr als fünf Minuten, um es einzunorden, etliche Jahre. Zu LAH’s Bildern hatte ich ja bereits oben geantwortet – zu den „Kreissägen“ übrigens auch im selbigen Thread. Man kann ja beispielsweise auch heute noch eine Flex vergraben – in 1000 Jahren wird darüber aber keiner mehr staunen – vielleicht nur über den Hersteller - z. B. „Black & Decker.


[quote] Zitat Arta: "Wiki schreibt: Manethos Werk Aegyptiaca, die Geschichte Ägyptens, ist frühzeitig untergegangen. Das Verzeichnis der Dynastien, ein Drittel der Herrschernamen und einige Fragmente sind in „Abschriften von Abschriften„ erhalten geblieben, … "

Weißt Du? Wiki ist für den Alltagsgebrauch eine sehr brauchbare, schnell greifbare Quelle. Aber man muss natürlich wissen, dass Wiki sich selbst als Enzyklopädie versteht. Das heißt: Sie richten sich (manchmal) nach dem gegenwärtig offiziell anerkannten Stand des Wissens.
Das ist auch weitestgehend richtig so, denn jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kahn. Gleichzeitig hat es aber den Nachteil, dass neue oder umstrittene Erkenntnisse nur ungenügend aufgezeigt werden, auch wenn sie richtig sind.
Bei derartigen Fragen sollte man sich demzufolge sehr gründlich überlegen, ob und wie man Wiki nutzt, zu welchem Zweck, oder lieber nicht. Auch das wirft u.U. kein gutes Dendera-Zwielicht auf den Zitator.


Ich hoffe (und gehe davon aus), Du weißt, dass bei Africanus über 509 und bei Diodor 475 + X altägyptische Herrscher aufgezählt sind. Das sind bezeichnenderweise noch viel mehr als bei Herodot oder Manetho (arm.).
Es ist also ganz und gar nicht so, dass Herodot allein und (Zitat Kurti) "… ziemlich abseits und … für die Ägyptologie kaum verwertbar…" ist.
Im Gegenteil, Herodot wird vom Großteil der sonstigen, noch vorhandenen Quellen gestützt: Umso mehr und deutlicher stellt sich die Frage, wo die restliche "Hälfte" der Pharaonen und Jahre geblieben ist!
Du kannst gern versuchen, mich weiter zu "ärgern". Verlass Dich aber bitte darauf, dass ich mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit immer noch irgendwas aus dem "gewaltsam gestrickten Strumpf" meiner Oma (= Strickstrumpf) hole. Sie hat sehr solide gestrickt.



Der Zitator weiß Wiki richtig einzuschätzen. Allerdings sehe ich – hinsichtlich Manetho – keinen Korrekturbedarf. Und wenn die Kopisten – neben Horus-, Nebti-, Gold–,Thron-, Beinamen auch noch den Eigennamen erwähnt haben, gut dann sind das vielleicht 5.000 Namen aber im Endeffekt nur 150 Pharaonen (mancher dieser Schelme hat sich ja auch noch umgetauft – z. B. Echnaton)

Und zu Dendera – wie war das denn mit dem Waldglas? Übrigens ist es – bis heute – keinem Glasbläser gelungen beine „Blase“ in der gezeigten Größe (als Größenreferenz nehme ich mal testweise den im Relief verewigten ägyptischen Elektriker) herzustellen


Zitat:
Zitat Arta: " … ein Drittel der Herrschernamen …."
Soll das heißen, dass sich alles noch um zwei Drittel weiter in die Vergangenheit verschieben soll, als ich das eh schon festgestellt und in "Henochs Uhr" festgeschrieben habe?
Das glaub ich zwar nicht, aber mir soll's recht sein ….


Pardon – was Du in Henochs Uhr festgeschrieben hast entzieht sich – wie schon gesagt – meiner Kenntnis. Vielleicht wäre auch hier mal ein Zitat sinnvoll um die Gedankengänge nachvollziehen zu können. Alles weitere – s.o.

Ach ja, die Verschwörungstheoretiker glauben ja heute noch, dass nie ein Mensch auf dem Mond war....:roll:


Zitat:
Aber wenn wir einmal in der Nähe dieses Bereiches sind, gestatte mir bitte eine Frage, die mir schon lange auf der Seele brennt:
Wie kommt es, dass Religion(en) in einigen Bereichen flexibler und dynamischer sind, als sogenannte "Wissenschaften"?
Sollte es nicht umgekehrt sein?
Die Frage ist übrigens nicht neu und stammt auch nicht von mir. EvD hat sie schon vor fast 30 Jahren gestellt. Nur eine brauchbare Antwort gab's bisher noch nicht …

Beste Grüße
Paulus7


Diese „flexiblen“ Bereiche sind mir unbekannt. Ich konnte bisher – bei den großen monotheistischen Religionen – keine Flexibilität feststellen, ganz im Gegenteil. Aber das wäre Stoff für mehrere andere Threads. (Zitat: „Tötet sie alle, der Herr wird die seinen schon erkennen!“)



Zitat:
Zitat Svega: "… was die Glühbirnen betrifft gibt es Lektüre, die diese Geschichte widerlegt und ganz nebenbei das fragwürdige Argumentations- und Überlebensprinzip fast aller alternativer Theorien verständlich aufzeigt."

Im Prinzip ist bzgl. der Dendera-Glühbirnen wohl erst einmal jede Aussage mehr oder weniger Spekulation bzw. These (oder wie Du es nennen möchtest). Unsere, genauso wie Eure.
Im Prinzip ist bzgl. der Dendera-Glühbirnen wohl erst einmal jede Aussage mehr oder weniger Spekulation bzw. These (oder wie Du es nennen möchtest). Unsere, genauso wie Eure.

Aber die Blasen sehen nun einmal so aus wie "Glühbirnen" und der Text bringt sie offensichtlich auch noch irgendwie mit der aufgehenden (wiedergeborenen) Sonne – also mit Licht und/oder Strahlung – in Verbindung. Was soll man da machen.[b]Und die Ähnlichkeit im Aussehen ist wohl kaum zu leugnen.[/b


[b]Hier sei mir nur kurz eine ironische Bemerkung – in Ergänzung des oben geschriebenen – erlaubt. Ulrich Roski – den ich übrigens sehr verehrt habe – verwies bereits darauf: „..das es zuweilen gelingt, aus einem Hintern ein Gesicht zu machen – wenn man ihn gut schminkt!!“07-cool.gif

Gruß Artaxerxes


[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.2010 um 16:46.]

homo homini lupus
Verfasst am: 25. 07. 2010 [00:00]
Paulus7a
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Wie so oft, fang ich mal wieder beim Schluss an …

Hallo Artaxerxes,

Marmor ist für einen Stein im Allgemeinen seeehr weich (es gibt Unterschiede, hängt auch von der Lagerung ab). Diese Art der Bearbeitung hat auch Diodor beschrieben. Und Draht-, Ketten-, Zahnlos- oder Schnürensägen gibts heute auch noch und sie werden sogar teilweise in der Hartgesteinbearbeitung eingesetzt.
Aber: Das Material – aus dem sie bestehen – ist ein anderes. Oft wird Diamant, seltener Wolframcarbid eingesetzt. Titannitrit wird auch manchmal zur Werkzeugbeschichtung genutzt. 12-smartass.gif

Zitat Arta: "… Erkenntnissen aus diversen, weltweiten Grabungen und deren Resultaten ist. …"

Was dabei rauskommt, kannst Du Dir sehr gut bei den "Modernsten Kreissägen im Altertum?" anschauen. Eigentlich ist das "wissenschaftliche" Ergebnis dazu einfach nur traurig. 30-icon_cry.gif

Zitat Arta: " … Theben – fand man bislang keinen entsprechenden Nachweis …"

Das heißt doch aber unter KEINEN Umständen, dass dieser Nachweis nicht noch irgendwo rumliegt!

Zitat Arta: " Sich also auf die priesterlichen Zeitangaben zu verlassen, bedeutet schon ein nicht geringes Risiko"

No risk, no fun. 13-claphands.gif

Sicher ist das ein immenses Risiko. Aber wenn unsere Ahnen – die wahren ja nicht doof – diese Daten aufgeschrieben und gespeichert haben (das war ja damals viel schwieriger als heute), dann haben sie sich was dabei gedacht – und es nicht frei erfunden.
Wenn Du richtig bei mir gelesen hättest, dann hättest Du merken MÜSSEN, dass ich mich auch nicht blindlings auf die Daten verlasse, sondern nach Parallelen und Übereinstimmungen suche! 12-smartass.gif

Und siehe da – Oh großes Wunder – es passt! 13-claphands.gif
Nicht nur orthographisch, sondern auch naturwissenschaftlich. Kann man auch lesen, wenn man es möchte. 12-smartass.gif

Zitat Arta: " … Um dieses ganze Konvolut zu lesen, bedarf es mehr als fünf Minuten, um es einzunorden, etliche …"

Warum also das Gedrängel, wenn diese Einsicht vorhanden ist?
Gut Ding braucht nun mal Weile … 23-whistling.gif 12-smartass.gif

Zitat Arta: "… Allerdings sehe ich – hinsichtlich Manetho – keinen Korrekturbedarf …"

Bei Manetho (arm.) sehe ich auch keinen. Bei dem, was unsere Ägyptologie daraus macht, allerdings schon. Und zwar DRINGEND! 34icon_exclaim.gif34icon_exclaim.gif34icon_exclaim.gif 25-scared.gif

Zitat Arta: " … aber im Endeffekt nur 150 Pharaonen …"

Also Jürgen von Beckerath ist bei 269 angekommen. Von Menes bis zur Zeitenwende.
Im Abgleich von Manetho und Herodot (übereinstimmend) bin ich für den selben Zeitraum auf rund 400 Pharaonen gekommen. Das passt auch anstandslos mit der Zeit und mit der Astronomie (die meinen Zeitrahmen naturwissensch. belegt) zusammen. Kannst Du gerne nachrechnen.
Und wie gesagt: Diodor und noch ein paar Andere liefern noch erheblich mehr altägyptische Herrscher. Wo nimmst Du also Deine 150 her? 20-confused.gif

Zitat Arta: "Pardon – was Du in Henochs Uhr festgeschrieben hast entzieht sich – wie schon gesagt – meiner Kenntnis" 32-thumbdown.gif 32-thumbdown.gif 32-thumbdown.gif
Das ist ein echtes Versäumnis. Und ich frag mich ernsthaft, wie Du dann meine Arbeit auch nur halbwegs korrekt beurteilen willst ?!?
banghead.gif
Zitat Arta: ""… Ulrich Roski … verwies bereits darauf: „..das es zuweilen gelingt, aus einem Hintern ein Gesicht zu machen – wenn man ihn gut schminkt!!“"

Wohl war! Wohl war! Das dürfte eine der tieferen Erkenntnisse der Menschheitsgeschichte sein. 09-rolleyes.gif


Beste Grüße
Paulus7 tomatoes.gif

Verfasst am: 25. 07. 2010 [00:03]
Paulus7a
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Hallo hns,

Die Neutrino-Theorie ist nicht auf meinem Mist gewachsen (siehe Quellenangaben) und ich kann sie auch nicht wirklich beurteilen. Das hatte ich auch so geschrieben und doch sehr relativiert. 09-rolleyes.gif

Trotzdem finde ich sie auch NICHT zum Lachen. Und Du solltest das auch nicht tun. Die Leute, die diese Theorie erdacht haben, haben sich auch was dabei gedacht – und sie haben damit versucht Phänomene zu erklären, die es offensichtlich tatsächlich zu geben scheint.
Andererseits steht die Neutrinoforschung noch an ihrem allerersten Anfang. Da frage ich mich schon, woher Du Dein absolut wirkendes "Wissen" beziehst oder bezogen haben willst. Bist Du ein Geheimbündler oder ein Astrologe? 20-confused.gif17-icon_redface.gif

Ich möchte hierbei auch noch mal auf mein Beispiel mit dem Hund hinweisen, welches auch eine Tatsache ist: D.h. Irgendwas, von dem wir nicht wissen, was es ist, passiert bei Sonnenfinsternissen. Ob es nun Neutrinos sind – oder was anderes – soll mir beides recht sein. Aber falls Du Astronom bist, solltest DU rauskriegen was es ist – bevor "ich es" tue. 23-whistling.gif

Fakt ist, dass die Plattentektonik nicht der Weisheit letzter Schluss ist, weil sie einige Fakten in Bezug auf die Pyramiden absolut nicht erklären kann. Das kann dagegen die Expansionstheorie erheblich besser. Und wenn Du mich fragst, hat sie durchaus ihre Berechtigung. Mehrere Fakten deuten glasklar in diese Richtung. 25-scared.gif

Beste Grüße
Paulus7 tomatoes.gif

Verfasst am: 25. 07. 2010 [00:08]
Paulus7a
Koryphäe
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Nochmal Hallo hns,

Zitat hns: " Da kann man schon einiges erkennen ohne das Buch zu kaufen…"

Ja. Bei Google ist das ein Kompromiss, der mir gar nicht gefällt. Bei Amazon ist das für beide Seiten angenehmer. Aber was will man dagegen machen? 15-unsure.gif

Wenn man 5 Sechstel lesen kann, denkt der Leser, er wüsste alles, was drinsteht. Dem ist aber ganz und gar nicht so, denn Google scheint einigermaßen auf den Inhalt zu achten. So komisch das auch sein mag. Wie bei Scheherezade … 20-confused.gif

Zitat hns: " … D.h. das Buch hat eine völlig andere Botschaft als wir hier diskutieren!!! Es geht nicht um die Chronologie der Pharaonen!!! … 32-thumbdown.gif

Doch !!! Es geht sehr wohl um altägyptische Könige, die manchmal auch Pharaonen genannt werden. Und es geht ausschließlich um die richtige zeitliche Einordnung des alten, vorchristlichen Ägypten !!! 31-thumbup1.gif31-thumbup1.gif31-thumbup1.gif

Zitat hns: "…Das ist nur die Basis um eine Bühne für den Bösewicht (Ägyptologen) zu schaffen und den Krimi" interessant zu machen!!! 32-thumbdown.gif

Nee! Es geht NICHT um den Bösewicht des einzelnen Ägyptologen.
Es geht um die offensichtlichen und tiefgreifenden Fehler, die die "Institution Ägyptologie" (allerdings unter der Führung von Ägyptologen) als solche insgesamt gemacht hat und diese Fehler bis zum heutigen Tage und mit fast allen Mitteln verteidigt. Letzteres ist viel, viiiiieeel schlimmer als die Fehler an sich, weil es schlicht unwissenschaftlich ist. 34icon_exclaim.gif

Das legt nun mal den Schluss nahe, dass wir alle absichtlich für dumm verkauft werden. 25-scared.gif Auch der Großteil der Ägyptologen. Und insgesamt möchte ich erreichen – (ich weiß, das ist vermessen) – dass die Ägyptologie wieder eine richtige Wissenschaft wird. Das ist sie nämlich nicht mehr.
Aber um das zu erreichen, müssen die Ägyptologen mal ein bisschen selbst wach werden. Und dazu will ich sie ermuntern … 34icon_exclaim.gif33-icon_idea.gif34icon_exclaim.gif

Zitat hns: "Schade eigentlich, da so viel Recherchearbeit drin steckt." 12-smartass.gif

Oh ja. Da steckt sogar noch viel mehr Arbeit drin, als der Leser auch nur ahnt. Es ist ja auch praktisch nur eine Kurzzusammenfassung … und es geht ja auch noch weiter … 13-claphands.gif31-thumbup1.gif34icon_exclaim.gif

Zitat hns: "Unterhaltsam liest es sich schon (und ist ja auch so deklariert)…"

Danke!
31-thumbup1.gif

Beste Grüße
Paulus7
Verfasst am: 25. 07. 2010 [00:13]
Paulus7a
Koryphäe
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Beiträge: 1213
Eine dringende Bitte an die Moderation:

Wäre es irgendwie möglich, das Super-Sinne-Mast-kop in normales Breitbild zu verwandeln?

Mein Zimmer ist nicht breit oder Lang genug - und die zwei Monitore, die ich schon nebeneinander stehen hab, gebens auch nicht her.

Vielen Dank im Voraus

Paulus7 09-rolleyes.gif
Verfasst am: 25. 07. 2010 [13:42]
kurti
Koryphäe
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Beiträge: 1521
Hallo zusammen,

@Paulus 7a
Mein Zimmer ist nicht breit oder Lang genug - und die zwei Monitore, die ich schon nebeneinander stehen hab, gebens auch nicht her. ENDE


Du mußt Deinen Bildschirm etwas mit dem Schweißbrenner erhitzen dann kannst Du ihn der >Raumkrümmung< anpassen und x-beliebig langziehen. 04-icon_cheesygrin.gif

@hns
" … D.h. das Buch hat eine völlig andere Botschaft als wir hier diskutieren!!! Es geht nicht um die Chronologie der Pharaonen!!! …ENDE


Es geht schon um die Chronologie, aber um seinen eigenen diesbezüglichen >Vermutungen< mehr Beweiskraft zu verleihen muß man den Ägyptologen Fehler und unwissenschaftliches Vorgehen attestieren.
Die Chronologie muß möglichst viele Pharaonen aufweisen, um in die graue >Göttervorzeit< zu kommen.
Das Ende der Eiszeit, gewisse Sternenkonstellationen und >verschlüsselte< Zahlenbotschaften in den Pyramiden dienen dann gerne zur >wissenschaftlichen< Untermauerung. Solche Berechnungen schinden immer großen Eindruck bei den Lesern. Siehe auch in einschlägigen Foren den Standardsatz > es wurde nachgewiesen, dass...!< Die notwendigen Priestergenerationen zur >punktgenauen< Landung lassen sich dann ja prächtig aus den zur Verfügung stehendenden Listen je nach Wunsch placieren. Deshalb darf auch Herodot mit seinem Cheops usw. nicht die Gise-Pyramiden beschreiben, denn die sind den Göttern mit ihren Plasmaschneidern vorbehalten. Herodot >muß< deshalb andere Pharaonen oder andere Pyramiden beschreiben und gegenteilige Indizien sind dann eben Fälschungen, Irrtümer der Ägyptologen und natürlich völlig falsche Übersetzungen.

@Paulus 7a
Nee! Es geht NICHT um den Bösewicht des einzelnen Ägyptologen.
Es geht um die offensichtlichen und tiefgreifenden Fehler, die die "Institution Ägyptologie" (allerdings unter der Führung von Ägyptologen) als solche insgesamt gemacht hat und diese Fehler bis zum heutigen Tage und mit fast allen Mitteln verteidigt. Letzteres ist viel, viiiiieeel schlimmer als die Fehler an sich, weil es schlicht unwissenschaftlich ist. 34icon_exclaim.gif
Das legt nun mal den Schluss nahe, dass wir alle absichtlich für dumm verkauft werden. ENDE


Könntest Du bitte mal ein >konkretes< Beispiel samt Beweisführung ( nicht Vermutungen und Unterstellungen) hier zur Diskussion stellen oder
>muß< man dazu Dein >ganzes< Buch lesen?

@Artaxerxes
(Zitat) „Herodot ….behauptet in seinem zweiten Buch (Histories Apodexis) in den Kapiteln 141 und 142, die Priester von Theben hätten ihm versichert, dass das hohepriesterliche Amt seit 11.340 Jahren vom Vater auf den Sohn übertragen würde. Diese Aussage belegten die Priester dem Geschichtsschreiber Herodot, indem sie ihm 341 Kolossalstatuen zeigten, deren jede eine hohepriesterliche Generation repräsentierte, und – so versicherten die Gastgeber – vor 341 Generationen hätten die Götter unter den Menschen gelebt….Ende


Das ist so nicht ganz richtig, denn Herodots Informanten waren die Hephaistospriester ( Ptah-Priester) in Memphis und er ließ sich deren Auskünfte in Theben und Heliopols jeweils bestätigen. ( Historien II :2,5 u. II : 3,1)
Nachfolgend spricht er dann nur noch von den Priestern, aber seinen Ausführungen nach ist er dabei jeweils in Memphis. (II . 99 u. 101)
Von Sethos dem 341. Pharao sagt er, dass er Priester des Hephaistos war und es genau so viele Priestergenerationen gab wie Pharaonen.(II 141,1 u. 142,1)
In >Theben< wird ihm das dann durch die Priesterstatuen bestätigt. Bis zum Besuch des Hekataios waren es 345 und Herodot sieht seine Rechnung bestätigt. (II 143)
Herodot betont für Theben aber, dass es die Priester des >Zeus (Amun)< waren die ihm die Statuen zeigten. Auch später gibt er an, wenn die Priester von Sais oder Heliopolis sind.
Daraus und nach seinen Kontextschilderungen darf man schließen, dass es sich bei seinen Informanten bezüglich der Königsliste um die Hephaistospriester von Memphis handelt.
Das Ganze wirft aber die Fragen auf wieso für jeden Pharao einen Hohenpriester und warum standen diese im
>Amuntempel< von Theben und wurden von Amunpriestern gepflegt und gehegt?
Theben war erst seit der 11.Dynastie Hauptstadt mit Unterbrechungen und unter Tutenchamun wurde Memphis >wieder< die Hauptstadt. Es gab auch nicht >den< Hohenpriester des Staates sondern den Hohenpriester der Priesterschaft eines Gottes.
So lassen sich die Hohenpriester des Hephaistos bis in die 2.Dynastie belegen und Memphis existiert bereits in der ersten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hoherpriester_des_Ptah
Die Hohenpriester in Theben sind dagegen erst belegt seit der 18.Dynastie
Amun ist erst seit dem Mittleren Reich belegt und war seit der 11. Dynastie Lokalgottheit Thebens.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hoherpriester_des_Amun

Die jeweiligen Priesterschaften hatten auch unterschiedliche Aufgaben so waren die Sem-Priester (Osiris-Priester) für den Totenkult zuständig usw.
Jedenfalls hatte >jede< Priesterschaft ihren Hohenpriester und nur solche konnte man ja in Generationen zählen, wenn das Amt denn mal vom Vater auf den übergehen sollte. Letzteres darf man bezweifeln, denn Djoser machte Imhotep zum Hohenpriester des Gottes Ptah (Hephaistos) von Memphis und des Sonnengottes Re von Heliopolis.
Nachdem Sethos auch Hephaistospriester war und die ganze Generationengeschichte von den Hephaistospriestern erzählt wurde ist es doch sonderbar, dass die Statuen von Hephaistospriestern im Amuntempel stehen sollen.

Es ist also zu hinterfragen warum bei jedem Pharao ein >neuer< Hoherpriester fungierte ( nach Herodot II 143, 2 >hochgestellter< Priester ) obwohl doch das Amt vom Vater auf den Sohn übergeht. ( II 143, 3 )
Sonderbar ist auch, das die Statuen im Tempel zu Lebszeiten der Priester aufgestellt wurden (II 143,2) obwohl der Amuntempel erst seit der 11.Dynastie existierte. An Herodots Schilderung ist jedenfalls m.E. einiges unschlüssig oder liegt das an meinen Geistesblitzen ? 25-scared.gif

Gruß
Kurti














[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.2010 um 13:46.]



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