22.05.2012 - 04:14:58
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Amphorentyp


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Verfasst am: 23. 04. 2010 [17:37]
antimon
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Dabei seit: 02.10.2008
Beiträge: 155
Hallo,

ich habe mal irgendwo gelesen, dass dieser Amphorentyp (karakteristisch ist der Wulst in Henkelhöhe) Ähnlichkeit mit karthargischen Amphoren hat, woanders, dass er an römische Amphoren erinnert (was ich bisher nicht nachvollziehen konnte).

Kann mir jemand sagen was von beidem stimmt, bzw. ob überhaupt eins davon zutrifft, oder doch etwas anderes? Die Bilder zeigen keine alten Amphoren...

Vielen Dank
Michael



[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 23.04.2010 um 17:45.]

Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
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Verfasst am: 19. 05. 2010 [20:34]
Balduin
Experte
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Beiträge: 149
Hi
Sorry, wollte längst meinen Senf geben...
Also: Den Boden halte ich für eine neuzeitliche Anpassung, damit man sich das Ding auch hinstellen kann, ohne einen Ständer. Ähnliche Amphoren kenne ich schon, aber genau so kenne ich das nicht. Wahrscheinlich ist auch der Mund neuzeitlich angepasst, damit auch was rein geht. Amphoren mit so großer Öffnung sind recht selten und dienten meistens dem Transport von Oliven und anderen eingelegten Früchten.
Folgende Amphoren kommen m.E. als Vorlagen in Betracht, allerdings stimmt keine davon so genau überein, dass man sagen könnte die ist es.

Richborough 527
Augst 43
Agora G199
Camulodunum 176 + 189
Kingsholm 117
LRA 4

Gruß
Balduin

P.S. War zu faul Bilder zu scannen, falls Du das brauchst sag bescheid!
Verfasst am: 03. 06. 2010 [12:39]
antimon
Experte
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Dabei seit: 02.10.2008
Beiträge: 155
Hallo Balduin,

vielen Dank!

Ich habe zwei Bilder nach Deinen Angaben ergooglen können: Camulodunum 189, Richborough 527. Die Bilder zeigen wohl römische Amphoren in England. Allerdings besitzen beide nicht diesen karakteristischen Wulst zwischen den Henkeln. Ist sowas auf den anderen Bildern von Dir zu sehen? Sind die auch römisch?

Vielen Dank
Michael




Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
Verfasst am: 29. 01. 2012 [19:17]
antimon
Experte
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Beiträge: 155
Hallo,

nach zwei Jahren greife ich diesen Thread nochmal auf, allerdings habe ich eine neue Frage zu einer Tonscherbe, die ich im November letzten Jahres im Souss in Südmarokko gefunden habe. Vorab muss ich sagen, dass die Scherbe nicht unbedingt alt sein muss, obwohl es wegen dem Fundort möglich erscheint (eine Stelle, die im Meso- und Neolithikum besiedelt war). Ich bin mir auch nicht ganz schlüssig, ob die Scherbe gedreht ist oder nicht, für mich als Laie sieht sie aber ungedreht aus, obwohl sie am oberen Rand rundliche Wischspuren hat.

Das Besondere an der Scherbe ist, dass der Ton mit sehr vielen Glimmerstücken versetzt wurde. Dieses wurde vermutlich aus dekorativen Gründen gemacht um dem Gefäß einen edlen Anschein zu geben.

Mich würde sehr interessieren, ob bei anderen Kulturen vergleichbare Techniken bekannt sind und ab wann so etwas eingesetzt wurde.

Eine etwas ausführlichere Beschreibung der Fundgegend ist hier zu finden: asalas.org/doku.php, dann das vorletzte Dokument ReportExpeditionSoussMassaNov2011.pdf, Seite 9, 10

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Verfasst am: 30. 01. 2012 [07:34]
Irminfried
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Beiträge: 211
Guten Morgen Antimon,

könntest Du bitte etwas schärfere Bilder reinstellen?
Danke Dir.

Es gibt, denke ich überall Keramiken mit sehr grober Magerung. Diese hängt von der Art des Tones und seinen Schrumpfungseigenschaften zusammen.
Aber laß uns bitte für Näheres nochmal Bilder zukommen.

Gruß
Irminfried

Thüringen in den Grenzen von 530! 05-icon_wink.gif
Verfasst am: 31. 01. 2012 [23:09]
antimon
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Beiträge: 155
Hallo Irminfried,

vielen Dank für das Interesse. Anbei ein paar detailreichere Fotos. Ich habe auch einen kleinen Film gemacht, um zu demonstrieren, wie sich der Glimmer bei Bewegung im Licht verhält. Fotographisch ist dieser Effekt schwer zu bannen, da dort die Glimmerpartikel nur weiß aussehen und nicht silbern reflektieren.

Auf den Makro-Aufnahmen vom Bruchrand der Scherbe scheint es fast so, als ob eine dünne Schicht mit Glimmer-Ton innen und aussen aufgetragen wurde (s. insbesondere rand2.jpg). Im Kern scheint die Scherbe aus gröberen Material zu bestehen. Genau kann ich das aber nicht sagen, ich müsste es mir vielleicht mal unter einem Mikroskop ansehen.

Sollte tatsächlich eine dünne Schicht aufgetragen sein, so würde ich vermuten, dass das Material sparsam verwendet wurde und somit wertvoller als herkömmlicher Ton war. Es spräche also dafür, dass es zur Dekoration eingesetzt wurde und nicht nur eine Magerungssubstanz ist.

Viele Grüße
Michael


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Verfasst am: 31. 01. 2012 [23:11]
antimon
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