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radiometrisches Datieren
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Verfasst am: 02. 03. 2010 [10:41]
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spili
Novize
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 3
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Hallo, ich möchte mit meinem Biokurs über Kreationismus sprechen. Bei Verfechter von ID wird immer ein bestimmter Fall präsentiert, als Beweis dafür, dass die Datierung Unsinn, und die Erde 6000 Jahre alt ist. Es handelt sich dabei um den Schädel 1470, im Jahr1972 von Richard Leakey entdeckt. Bei der Datierung scheint etwas schiefgelaufen zu sein. Was ist da genau passiert? Ich möchte gern auf solche Einwände vorbereitet sein. ich schicke ein link zu meiner Quelle mit. http://www.cai.org/de/bibelstudien/schaedel-1470-und-radiometrisches-datieren Danke für eure Hilfe |
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Verfasst am: 04. 03. 2010 [13:35]
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Artaxerxes
Amateur
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 47
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Hi spili, bin zwar noch relativ neu hier, kann Dir da aber eine Fundstelle (Wiki) zu Schädel 1470 präsentieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_rudolfensis Interessant ist, dass an gleicher Stelle auch Hinterlassenschaften anderer Spezies gefunden wurden. Zitat: "Allerdings wurde in den gleichen Fundschichten eine Fülle von einzelnen Extremitäten-Knochen sowie ein Becken (Archivnummer LMN-ER 322 entdeckt, die sich erheblich von Australopithecus-Funden unterscheiden und eher denen moderner Menschen ähneln." Was mich dann daran erinnert, dass man ja Radiokarbondatierungen von Pflanzen an der Autobahn vorgenommen hat, die 500 Jahre alt gewesen sein sollen. Grund dafür war die Verunreinigung mit Autoabgasen bzw. Rußartikeln. Fazit: Die Kreationisten suchen sich aus den - verständlicherweise - differierenden Messungen immer das Passende heraus. Trotzdem gibt es an der C14-Methode nicht viel zu deuteln - ist einfach nur Physik. Gruss Artaxerxes spili schrieb: Hallo, ich möchte mit meinem Biokurs über Kreationismus sprechen. Bei Verfechter von ID wird immer ein bestimmter Fall präsentiert, als Beweis dafür, dass die Datierung Unsinn, und die Erde 6000 Jahre alt ist. Es handelt sich dabei um den Schädel 1470, im Jahr1972 von Richard Leakey entdeckt. Bei der Datierung scheint etwas schiefgelaufen zu sein. Was ist da genau passiert? Ich möchte gern auf solche Einwände vorbereitet sein. ich schicke ein link zu meiner Quelle mit. http://www.cai.org/de/bibelstudien/schaedel-1470-und-radiometrisches-datieren Danke für eure Hilfe homo homini lupus
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Verfasst am: 04. 03. 2010 [20:11]
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spili
Novize
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 3
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Hallo Artaxerxes, den Hinweis mit der Autobahn finde ich klasse, vielen Dank. Es war mir schon klar, dass es kein Zufall ist, dass im Zusammenhang mit ID immer dieser Fund zitiert wird, und zwar nur dieser. Bei den anderen waren offenbar keine unregelmäßigkeiten zu entdecken. Auf der gleichen Seite wird übrigens auch darüber berichtet, dass man Keramiklöffel in Steinkohle eingebettet gefunden hat, dass der letzte Flugsaurier im XIX. Jahrhundert gesichet wurde usw. Nur darüber habe ich keine Lust zu diskutieren... Meine Schüler (5 Klasse) haben Wasser gekocht, bei Einem kochte das Wasser bei 25 Grad. Ich könnte jetzt auch behaupten, dass Wasser nicht - wie die Wissenschaftler uns einreden wollen - bei 100 Grad kocht! Stattdessen habe ich den Thermometer weggeschnissen, so sind die Naturwissenschaftler, was nicht ins Konzept passt, wird ignoriert! Danke noch mal |
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Verfasst am: 05. 03. 2010 [07:28]
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Balduin
Experte
Dabei seit: 21.05.2007
Beiträge: 149
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Hallo Leute Bei so alten Knochen geht es nicht um C14, dass wird bei so alten Sachen ziemlich ungenau. Die Funde werden meistens mit Kalium/Argon datiert. Kalium hat eine viel längere Halbwertszeit (bissl was über 1,2 Mrd. Jahre) als C14 Isotopen ( ca. 5700 Jahre) und ist deshalb um einiges genauer. Genau heißt hier natürlich +/- ein paar 10.000 Jahre. Das Zerfallsprodukt ist Argon, deshalb der Doppelname. Bis dann Balduin |
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Verfasst am: 05. 03. 2010 [11:54]
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Artaxerxes
Amateur
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 47
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Sorry Balduin, ich habe mich da etwas unklar ausgedrückt, mein Hinweis bezog sich auf die Autobahnmessung. Natürlich funktioniert C14 nur im Quartär. Es gibt ja - für die Bestimmung älterer Proben eine Unzahl von Messmethoden, die jeweils auf den radioaktiven Isotopenzerfall ausgerichtet sind. Bei Datierungen von Fossilien nutzt man m. W. die Aluminium-Beryllium-Methode (funktioniert leider auch nur für das umgebende Gestein). Aber wie bei allen Datierungen - weit jenseits der 100.000 Jahre - wird die Messungenauigkeit logischerweise größer. Denn ein "zwischenzeitlicher" Vulkanausbruch oder ein sonstiges tektionisches Ereignis könnte die Messuhr ja wieder auf Null zurücksetzen, was dann auch eine "ungefähre" Datierung unmöglich machen dürfte. Gruss Artaxerxes homo homini lupus
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Verfasst am: 05. 03. 2010 [12:44]
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Artaxerxes
Amateur
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 47
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Hallo spili, ist doch immer so, der menschlichen Natur gefällt es weit mehr, an "Unmögliches"zu glauben, als der Realität klar ins Auge zu blicken. Ist ja auch schwer sich mit der Relativitätstheorie anzufreunden, wenn es doch einen "Däniken" gibt. Sonst wären die Geschichten um Nessi, Kristallschädel oder sonstige Abnormitäten ja der schreibenden Zunft keine Zeile wert. Doch das rege Interesse z. B. an der Präastronautik oder der Kryptozoologie zeigt doch, dass schlussendlich alles nur eine "Glaubenssache" ist. Gruss Artaxerxes spili schrieb: Hallo Artaxerxes, den Hinweis mit der Autobahn finde ich klasse, vielen Dank. Es war mir schon klar, dass es kein Zufall ist, dass im Zusammenhang mit ID immer dieser Fund zitiert wird, und zwar nur dieser. Bei den anderen waren offenbar keine unregelmäßigkeiten zu entdecken. Auf der gleichen Seite wird übrigens auch darüber berichtet, dass man Keramiklöffel in Steinkohle eingebettet gefunden hat, dass der letzte Flugsaurier im XIX. Jahrhundert gesichet wurde usw. Nur darüber habe ich keine Lust zu diskutieren... Meine Schüler (5 Klasse) haben Wasser gekocht, bei Einem kochte das Wasser bei 25 Grad. Ich könnte jetzt auch behaupten, dass Wasser nicht - wie die Wissenschaftler uns einreden wollen - bei 100 Grad kocht! Stattdessen habe ich den Thermometer weggeschnissen, so sind die Naturwissenschaftler, was nicht ins Konzept passt, wird ignoriert! Danke noch mal homo homini lupus
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Verfasst am: 07. 03. 2010 [20:16]
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spili
Novize
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 3
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Hallo Artaxerxes, sorry, dass ich jetzt nachbohre. Warum bestimmt man den Alter der Sedimente (wie bei dem Schädel 1470) und nicht die Knochen selbst? Wäre es nicht genauer? Dann könnte man Fehlerquellen, wie Vulkanasche o.ä. ausschließen. Oder geht bei Knochen nur C14 ? Welche Fehlerquellen können bei einer Fehlbestimmung noch in Frage kommen? Gruß spili |
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Verfasst am: 08. 03. 2010 [11:01]
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Artaxerxes
Amateur
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 47
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Hallo spili, also ich bin zwar kein Physiker, aber soweit ich das verstanden habe sind Altersbestimmungen anhand von fossilen Knochen nicht mehr möglich. Allerdings kann das - die Fossilien umgebende - Gestein datiert werden, indem man die dort enthaltenen radioaktiven Isotope bestimmt. Aber auch hier sind jede Menge Unwägbarkeiten vorhanden, denn zunächst muss die Höhe bzw. die geomagnetische Breite der Fundstelle bestimmt werden damit die Intensität der kosmischen Strahlung (die für die zu messende Radioaktivität verantwortlich zeichnet) geschätzt werden kann. Wird die spätere Fundstelle bedeckt (z. B. durch Sedimente) beginnt der radioaktive Zerfall der zu messenden Isotope (hier z. B. Aluminium und Beryllium). Hat man bei der Ortsbestimmung aufgepasst bzw. gut geschätzt, kann das Alter der Gesteinsprobe relativ sicher bestimmt werden (Die Halbwertzeiten sind bekannt). Ich hoffe das hilft ein wenig. Gruss Artaxerxes homo homini lupus
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Verfasst am: 09. 03. 2010 [07:43]
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Balduin
Experte
Dabei seit: 21.05.2007
Beiträge: 149
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Hallo Artaxerxes Das mit der kosmischen Strahlung stimmt so nicht ganz. Die kann zwar die Messung beeinflussen, aber es ist nicht so, dass sie radioaktiven Zerfall verhindert und der dann erst einsetzt wenn die Schicht bedeckt wird. Der Zerfall findet ständig statt. Gruß Balduin |
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Verfasst am: 09. 03. 2010 [11:11]
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Artaxerxes
Amateur
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 47
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Hallo Balduin, hatte die Info von einem Physiker aus dem Bekanntenkreis. Auch bei Wiki findet sich unter Geochronologie hierzu folgendes: Zitat: Die Altersbestimmung über das Aluminiumisotop 26Al und das Berylliumisotop 10Be im Mineral Quarz basiert auf dem (bekannten) Verhältnis von 26Al und 10Be, die beide durch kosmische Strahlung (Neutronen-Spallation, Myonen-Einfang) an der Oberfläche von Steinen/Mineralen entstehen. Das Verhältnis ist abhängig u. a. von der Höhenlage, der geomagnetischen Breite, der Strahlungsgeometrie und einer möglichen Schwächung der Strahlung durch Abschirmungen (Verbringung, Bedeckung). Die spezifischen Strahlungsbedingungen und damit das Verhältnis von 26Al zu 10Be müssen vor der Altersbestimmung festgelegt bzw. abgeschätzt werden können . Ab dem Zeitpunkt, zu dem das infragekommende Material vor der kosmischen Strahlung abgeschirmt wurde (z. B. durch Einlagern in eine Höhle), nimmt der Anteil der beiden Radionuklide durch radioaktiven Zerfall unterschiedlich schnell ab, sodass sich aus dem Verhältnis dieser Radionuklide zum Zeitpunkt der Untersuchung und dem angenommenen (bekannten) Gleichgewichtsverhältnis unter Bestrahlung und Kenntnis der jeweiligen Halbwertszeiten (siehe auch Nuklidkarte) das Alter abschätzen lässt. Diese Methode wurde auch zur Bestimmung des Alters von fossilen Hominiden-Knochen genutzt. Allerdings können die Knochen nicht direkt untersucht werden, sondern es werden die sie umgebenden Quarz enthaltenden Sedimente herangezogen. Gruß Artaxerxes homo homini lupus
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