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Buch: »Atlantis? Ein Indizienbeweis«


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Verfasst am: 27. 09. 2010 [12:06]
Restitutus
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Beiträge: 250
"Villanders" schrieb:

Nachdem ich demnächst kurz im Süden Marokkos herumkrebsen werde:
WO müßte ich besonders schauen?
WORAUF müßte ich besonders achten?


Auf den steinernen Wegweiser, den antimon dort aufgestellt hat mit dem Hinweis: HIC EST ATLANTIS.



„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 28. 09. 2010 [10:36]
hns
Experte
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Beiträge: 370
"Restitutus" schrieb:

"Villanders" schrieb:

Nachdem ich demnächst kurz im Süden Marokkos herumkrebsen werde:
WO müßte ich besonders schauen?
WORAUF müßte ich besonders achten?


Auf den steinernen Wegweiser, den antimon dort aufgestellt hat mit dem Hinweis: HIC EST ATLANTIS.




Ich denke es wäre aus wissenschaftlicher Vorgehensweise sinnvoller, wenn sich jemand zweites die interessante Stelle anschaut an der Antimon von (prä)historischen Hinterlassenschaften berichtet (Steinplatten, Scherben etc.). Und auch eventuelle Lesefunde bewertet (nicht notwendigerweise durch die Atlantisbrille):

http://asalas.org/pictures.php

Und dann hier über die Ergebnisse berichtet.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.2010 um 10:36.]
Verfasst am: 28. 09. 2010 [12:22]
Villanders
Routinier
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Beiträge: 85
Das Problem ist - auch - , daß wahrscheinlich am ganzen Südrand des Atlas prähistorische Funde zu machen sind, und bescheidene Steinsetzungen, Mäuerchen, ugl., gibts bis in rezente Zeiten.
Es ginge um davon abweichende, deutlich herausragende Funde.
Verfasst am: 28. 09. 2010 [21:59]
kurti
Koryphäe
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Beiträge: 1241
Selbst wenn man >deutlich herausragende< Funde machen würde stellen sich immer wieder mindestens die zwei Fragen ob Platons (Solons) Atlantisbericht so verfälscht ist, dass nur noch die eine oder andere Übereinstimmung mit dem Maghreb feststellbar ist oder machte man nur Anleihen im Maghreb für eine schon damals unüberprüfbare ( Phantasie) - Story.
Egal was man dort für Indizien findet bleibt es im Hinblick auf Atlantis ja oder nein eine Katze die sich in den Schwanz beißt.

Grüße
Kurti


[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.2010 um 22:02.]
Verfasst am: 01. 10. 2010 [21:22]
edi
Beginner
Dabei seit: 16.08.2010
Beiträge: 6
"kurti" schrieb:

Selbst wenn man >deutlich herausragende< Funde machen würde stellen sich immer wieder mindestens die zwei Fragen ob Platons (Solons) Atlantisbericht so verfälscht ist, dass nur noch die eine oder andere Übereinstimmung mit dem Maghreb feststellbar ist oder machte man nur Anleihen im Maghreb für eine schon damals unüberprüfbare ( Phantasie) - Story.
Egal was man dort für Indizien findet bleibt es im Hinblick auf Atlantis ja oder nein eine Katze die sich in den Schwanz beißt.

Grüße
Kurti




Hallo kurti,

denke schon, dass die Ortung, welche Antiimon vorgenommen hat, ziemlich eindeutig mit der Beschreibung von Platon zusammenfällt: der Wächter (akkay/akkayän in Tamazight, bzw. azain in baskisch, das dem Azaes doch sehr nahe kommt) ist bei dem König: Der Tiersymbol für Wächter ist der Skorpion und südlich von Sidi Ifni befindet sich eine großartige natürliche (ich weiß nicht ob sie gänzlich natürlich ist; das wäre vlt. von Interesse für den Moderator Andreas nämlich Landschaftsskulpturierung) Skorpionfigur aus einem Felsen.
Ich konnte sie allerdings im Google-Earth ausmachen.
Das ist auch eines der Tehenu "Standarte" (Tehenu-Palette).
Und ich hätte das jetzt nicht geschrieben, weil noch nicht fertig, wären nicht die fortgesetzten Zerstörungen vor Ort gewesen ebenso wie die Ignoranz und das Lächerlich-machen seitens der wissenschaftliche Archäologie.

Grüsse

edi




Verfasst am: 10. 11. 2010 [19:16]
Villanders
Routinier
Dabei seit: 08.01.2010
Beiträge: 85
Tja, leider bin ich nicht bis in die interessante Gegend vorgestoßen, ich hab nur im Draa-Tal mich ein bißchen umgucken/umhören können.
Nach Auskunft sowohl Ortsfremder als auch lokaler Bewohner ist der Begriff "Insel" nur in "unserem" Sinne bekannt, sprich, ein Stück Land mit Wasser rundherum.
Die ganze besuchte Gegend ist voll mit Überresten verschiedensten Alters, meist Keramik von unbekannt bis eher neuzeitlich, da trau ich mir kein Urteil zu.
Sehr viele Flächen zeigen zumindest Spuren landwirtschaftlicher Bearbeitung, die ich allerdings eher jünger einschätzte - auch, wenn derzeit niemand als Nutzer auch nur nahe ist.
Auf den Berghängen und Geröllfeldern gibts allerorten "Steinsetzungen", öfters kreisförmig mit einem Eingang, vermutlich für Kleinvieh bestimmt. Alter unbestimmbar, in der (Halb-)Wüste schauen die Steine nach kurzer Zeit gleichartig aus.
Von den Dünen werden bisweilen Gräber freigegeben, mit sehr verwitterten Skeletten, meist in Seitenlage, leicht angehockt. Alter????
Beigaben sind keine zu erblicken - Bestattungen wohl jüngeren Datums.
Steinwerkzeuge negativ.
Arganien gibts nur in höheren Berglagen.
Man müßte mit Fachleuten (zur Altersbestimmung) die angesprochene Gegend besuchen können, die könnten zumindest zumindes zu junge Funde ausschließen.
Mehr war in dieser Beziehung leider nicht drinnen
Verfasst am: 03. 06. 2011 [13:42]
WolfThom
Novize
Dabei seit: 03.06.2011
Beiträge: 3
@Antimon:

Zitat:
Ich denke nicht, dass die Gegend südlich der Kyreneike in den letzten 20.000 Jahre Meer war. Das begründe ich damit, dass:

-es keinen wissenschaftlichen Konsens pro Deine Annahme gibt (wie gesagt, lasse ich mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen, sofern Du da Quellen hast?)
-ich gehe davon aus, dass der Meeresspiegel früher deutlich niedriger war als heute. Deine Annahme verlangt aber einen Meeresspiegel der deutlich höher ist als heute (bzw. einen Meeresspiegel der relativ zum Land deutlich höher war)

Letzteres kannst Du übrigens gut mit dem Programm Nasa World Wind und dem Sealevel-Plugin ersehen. Von der heutigen Situation ausgehend müsste das Meer um bis zu 50 m steigen, damit die Kyreneike eine Insel ist.

Aber unabhängig davon, wo z.B. sind bei der Kyreneike die vielen hohen Berge im Norden? Was ist mit den vielen anderen Indizien?


Nun, Tatsache ist:

a) Das es in der Zeit ca. 7000 bis 4000 vor. Chr. (also NACH der letzten Eiszeit) eine WARMZEIT gab, in der sogar die Alpengletscher abgeschmolzen waren und der Meeresspiegel wesentlich höher war als heute!

http://www.atlantis-schoppe.de/Sintflut_im_Schwarzen_Meer.htm

(übrigens, die "Säulen des Herakles" wurden auch im schwarzen Meer am Bosporus und den Dardanellen lokalisiert...siehe auch Zanggers Troja Hypothese und eventuelle Wanderungen der Etrusker aus Kleinasien und über Kreta und Sizillien bis nach Italien bzw. Etrurien, was Platon als Kolonie von Atlantis nennt ---> siehe auch Aeneis Sage mit Dido und Bezug zu den Phöniziern Nordafrikas!--->und Thorwald C. Frankes Sizillien Hypothese).




Der Anstieg des Weltmeeres lässt sich insbesondere an Korallenriffen zuverlässig ablesen. Diese wachsen immer knapp unter der Wasseroberfläche. Steigt der Meeresspiegel, halten die Riffe mit diesem Wachstum mit. Da die kalkhaltigen Lebewesen gleichzeitig besonders gut zu datieren sind, kann man an der Kombination von Bohrtiefe und Alter den jeweiligen Wasserstand gut ablesen. Die globalen Klimaschwankungen selbst sind anhand der Geschwindigkeit des Anstiegs des Meeresspiegels ablesbar. Darüber hinaus sind sie durch Grönland-Eisbohrungen, die Untersuchung von Mooren und Baumringuntersuchungen insbesondere in jüngerer Zeit recht gut belegt. Die Warmzeit bis 5500 vor Christus führte zu einem nahezu vollständigen Abschmelzen der Gletscher in den Alpen.



Diese Entwicklung hat erheblichen Einfluss auf die Archäologie. So beginnt die Geschichte der Menschheit in den Lehrbüchern um das Jahr 3000 vor Christus. Erst langsam beginnt man zu begreifen, dass der größte Teil der Menschheit schon immer in Küstennähe wohnte und deren Hinterlassenschaften zum größten Teil unter dem Meeresspiegel liegen. Selbst antike Städte wie Alexandria oder die griechischen Siedlungen am Schwarzen Meer liegen heute unter Wasser.



So ist es zu erklären, dass auf Malta Spuren bis tief in das Meer hinein führen; dass man vor Indien in 40 Metern Tiefe eine voll ausgebildete Stadt findet; dass man vor Rügen Steinzeithäuser findet und dass vielleicht auch im Schwarzen Meer heute Ortschaften im Wasser begraben sind. Hätte beispielsweise im Jahr 5500 vor Christus irgendjemand eine Stadt im Nildelta gebaut, könnte man sie heute niemals finden. Sie läge heute 15 Meter unter Sedimenten und unter dem Grundwasserspiegel. Die antike Hauptstadt Ägyptens Sais wird heute unter größten Mühen ausgegraben, weil sie unter dem Grundwasserspiegel in den Sedimenten des Nildeltas liegt.



Festzuhalten bleibt hier, dass sich seit der letzten Eiszeit erhebliche geologische und klimatische Verwerfungen ergeben haben, die durchaus zu kuriosen Ergebnissen führen können. Die wechselvolle Geschichte der Ostsee mag das verdeutlichen: Bis 13000 vor Christus war sie von einem Eispanzer bedeckt, um sich dann bis 8000 vor Christus in einen Süßwassersee zu verwandeln. Durch den Anstieg und Einbruch des Weltmeeres wandelte sie sich bis 7000 vor Christus in eine salzhaltige Meerverbindung (!) zwischen Nordsee und Weißem Meer. Der Rückgang des Gletschereises entlastete sodann die Landmasse, so dass die Ostsee „aus dem Meer stieg“ und bis 5000 vor Christus wieder zu einem Frischwassersee wurde. Erst danach brach das Weltmeer wieder in die Ostsee ein, die wir heute als Meer mit geringem Salzgehalt kennen.



Ähnliches soll im Schwarzen Meer passiert sein. Interessanterweise war gerade die hier betrachtete Zeit um 5500 vor Christus von einem extremen Klima und einem extremen Anstieg des Weltmeeres geprägt. Die britischen Inseln waren erst wenige Jahrhunderte zuvor vom europäischen Festland getrennt worden.



Schoppe, S. und Chr.: „Spartel Bank Hypothesis – Rest in Peace“, 2005 [Link]

Gutscher, M.-A.: „Destruction of Atlantis by a great earthquake and tsunami? A geological analysis of the Spartel Bank hypothesis“, in: Geology, Vol. 33, No. 8, pp. 685-688, 2005 [Link]

http://www.atlantis-schoppe.de/Sintflut_im_Schwarzen_Meer.htm







Dies war die Epoche der Kupfersteinzeit (als Obsidian, wie bei den Maya und Azteken, noch das wichtigste Arbeitsmaterial für Werkzeuge war, aber auch schon gediegene Metalle wie Kupfer und Zinn sowie Gold und Silber und Blei verarbeitet wurden!).

b) Es historisch nachweisbar in der damals noch grünen und Viehreichen Sahara Flüsse und südlich der Cyrenaika den von Diodor von Sizillien erwähnten und damals noch recht grossen TRITON-See gab...ein Binnen- bzw. Flachwassermeer, wie es auf allen Kontinenten eixstierte!
So etwa in Russland das weiße Meer, oder auch noch südlich des Atlas-Gebirges ein Binnenmeer und weiter südlich in Afrika der riesige Tschad-See mit Flussverbindungen in den Golf von Guinea (heutiges Nigeria mit dem Niger).

a.petit. Notfall Atlantis - mit Atlantis in Libyen

http://www.mysteria3000.de/wp/2007/apetit-notfall-atlantis/

Expedition nach Atlantis

http://www.expedition-atlantis.com/Expedition-nach-Atlantis.html

http://www.philognosie.net/index.php/fun/funview/283/

http://www.philognosie.net/index.php/article/articleview/301/

http://www.expedition-atlantis.com/Buch/108-Diskus-von-Phaistos.html

http://www.expedition-atlantis.com/Buch/6.1-Der-Diskus-von-Phaistos.html

c)Während der Warmzeit dürften sogar Nord-Skandinavien sowie Island und Grönland und Kanada gut bewohnbar gewesen sein!

d) Diodor von Sizillien erwähnte die Amazonen, die im Bündniss mit den "Atlantoi" des westlichen Afrikas einen Angriff auf Ägypten unternehmen...dies passt gut zu den AMAZIGH bzw. lange matrilinearen Berbern und auch der Megalith-Kultur Maltas und der Kykladen-Kultur oder der minoischen Kultur auf Kreta und Thera/Santorin, mit Vebrindungen nach Libyen.
Es gibt noch eine Sage, wo die Amazonen diesmal Athen und Griechenland angreifen und es wie in Platons Atlantis um Stierkulte geht: Die Theseus Sage (mythischer Gründer Athens) mit dem Minotautus...

http://www.myrine.at/Amazons/indexd.html

Ein anderer griechischer Mythos mit eventuell realer Grundlage: Die Amazonen

http://www.myrine.at/Amazons/libyad.html

http://www.myrine.at/Berber/berberd.html

http://www.myrine.at/Malta/indexd.html

http://www.myrine.at/Amazons/1372210d.html

e) Thor Heyerdahls stellte auch einen Bezug der tektonisch aktiven Kanaren mit ihren Pyramiden, Steinzeit-Tempel sowie Unterwasserruinen und Flut-Mythen und Schrift der Guanchen zur maltesischen Megalithik und den Fels-Bildern in der Sahara mit den Schilf-Schiffen bzw. Binsen-Booten her...wie sie auch im Süden Mesopotamiens bzw. den Sumpfgebieten des heutigen Irak verwandt wurden...siehe auch den sumerischen Ur-Noah mit seinem Hausboot aus Schilf!

f) Auch Marion Zimmer Bradley hat ein paar historische Quellen als Vorlage genutzt: Etwa die sagenhaften Feeninseln und versunkenen Länder vor der irischen Küste (auch nördlich der Bretagne, wo megalithische Steinsetzungen und Bauten wie bei Malta weit ins Meer hinein reichen), oder die versunkene Stadt Ys und das westlich von England versunkene fruchtbare Land Lyonesse (um die heutigen Scilly Inseln)...

g) Das Azoren-Plateau (auch dort gibt es Unterwasserruinen wie bei Bimini) war immerhin Island-gross...auch Madeira und die Kapversen ragten während der Eiszeit weiter aus dem Wasser, wie auch die Bahamas-Bänke...durch den Golfstrom während der Eiszeit erwärmt.



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