Thema mit vielen Antworten

Buch: »Atlantis? Ein Indizienbeweis«


Autor Nachricht
Verfasst am: 01. 02. 2010 [15:23]
Villanders
Routinier
Dabei seit: 08.01.2010
Beiträge: 85

Die Zitate sind aktuell in winzigster Schrift, kaum leserlich....

Lesbarkeit käme bei mir vor Formatierung.
Verfasst am: 01. 02. 2010 [19:20]
a.brunn
Admin
Dabei seit: 27.07.2000
Beiträge: 349

"Restitutus" schrieb:
Hm. Die Konvertierung des Forums hat ja nicht so toll geklappt. Jetzt sind erst einmal sämtliche Textformatierungen verloren gegangen.


So, jetzt sollte es eigentlich etwas besser aussehen. Die Zitate sind auch nicht mehr ganz so klein. ../../../../../fileadmin/img/smilies/01-smile.gif

Verfasst am: 01. 02. 2010 [19:44]
Villanders
Routinier
Dabei seit: 08.01.2010
Beiträge: 85
Merci vielmals !
Verfasst am: 02. 02. 2010 [07:42]
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
Jawohl! Jetzt bin ich auch zufrieden. Gut so!

../../../../fileadmin/img/smilies/09-rolleyes.gif


„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 06. 02. 2010 [17:42]
antimon
Experte
Themenersteller
Dabei seit: 02.10.2008
Beiträge: 155
Hallo,

ich stelle fest, das Forum hat sich technisch verbessert. Super + vielen Dank an den/die admins.


"Restitutus" schrieb:
Seit
der Expedition des Suetonius Paulinus unter Caligula, genauer gesagt.
Vorher herrschte da große Unklarheit: Noch Strabo ist völlig konfus,
was die Lokalisierung des Atlas betrifft, und Kommentatoren zu Herodot
haben darauf hingewiesen, dass sein
Atlas wohl eher das Hoggarmassiv ist als das, was seit der römischen
Besetzung Mauretaniens unter diesem Namen läuft, weil es am
marokkanischen Atlas weit und breit keine Salzlagerstätten gibt, wie
Herodot aber angibt. Jegliche Spekulation zum heutigen Atlasgebirge und
Platons Atlas ist somit müßig.
Hallo Restitutus,

Ihre Aussage kann ich zum Glück leicht mit naturwissenschaftlichen Fakten widerlegen. Das Atlasgebirge ist ein Faltengebirge, das sich aus einem ehemaligen Meeresboden gebildet hat. Solche geologischen Formationen sind prädestiniert für Salzstöcke/-vorkommen. Googlen Sie doch mal, dann finden Sie schnell was, z.B.: Atlassalz: Salzbrunnen in Marokko etc..
Ich finde es übrigens erstaunlich, dass Sie solche leich zu falsifizierenden Behauptungen einfach mal als Wahrheiten dahinstellen. Wie ist das dann bei Ihren Beiträgen aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich?



"Restitutus" schrieb:
Und
was beweist das? Die Hügel, auf die ich aus meinem Dachfenster schaue,
werden von den einen Leuten der Taunus genannt, von den anderen die
Höhe. Nährt das vielleicht den Verdacht, dass irgendjemand sie
womöglich Himalaja nennt?
Lieber Restitutus,

ich verstehe Ihre 'Logik' nicht. Es geht doch um die Frage warum ein Gebirge A heißt und von wem es A getauft wurde. Es ist einfach Fakt, dass es A heißt (in unserem Fall Atlas). Es ist auch Fakt, dass es von anderen B und C genannt wurde/wird. Aber keiner stellt hier eine Behauptung auf weil es B und C genannt wird heißt es A. Der Atlas heißt Atlas. Das wollen Sie doch nicht ernsthaft bezweifeln?


"Restitutus" schrieb:
Genau so gut kann ich beweisen wollen,
dass die Saalburg bei Bad Homburg früher mal Asalaburg hieß und
folglich von Berbern gebaut worden sein muss. In meinem eigenen Buch
habe ich das Beispiel "Atoll" gebracht, das sich von einem Wort atollon ableitet. Na? Dieselben Radikale wie in "Atlantis"! Voilà! Atlantis muss in Polynesien gelegen haben! 05-icon_wink.gif
Sie stellen das so dar, als ob ich meine Atlantis Lokalisierung von der namentlichen Korrelation Gebirge Atlas <-> König Atlas ableite. Das ist aber völlig falsch, Sie scheinen das leider nicht verstanden zu haben (oder nicht verstehen zu wollen?). Erstens: Meine Lokalisierung begründet sich auf einer großen Anzahl Indizien und nicht nur auf einem. Zweitens: Ich habe in dem HCS-Verfahren bewußt keine namentlichen Indizien auf globaler Ebene verwendet, da dieses zu Kreisschlüssen führen könnten. Der Atlantik oder das Gebirge Atlas könnten ja evtl. genau wegen Platos Erzählung fälschlicher Weise so getauft worden sein. Das Ergebnis des HCS Verfahrens auf globaler Ebene ohne diese namentlichen Indizien ist aber eine Küstenebene am Atlantik direkt bei dem Gebirge Atlas. An dieser Stelle frage ich mich doch wohl zu recht warum dann auch noch diese namentlichen Korrelationen zwischen Plato und der Lokalisierung bestehen. Übrigens treffen die anderen namentlichen Indizien ebenfalls zu (Gadeiros/jenseits der Säulen des Herakles, etc.)!




"Restitutus" schrieb:
Antwort auf:
Antwort auf ...(*) Nach Platon ist der Königsname Atlas (sowie Gadir) ja eindeutig nicht griechischen Ursprungs.
Überhaupt
nicht. Er sagt das ausschließlich für Gadeiros/Gadir. Über den Ursprung
des Namens Atlas äußert Platon sich nicht.

Eben, bei Gadeiros sagt er, dass dieser Name übersetzt wurde und im Griechischen Eumelos heißt. Bei Atlas, den er ja zuerst erwähnt, spricht er nicht davon, dass der Name übersetzt wurde. Vielmehr sagt er, dass Poseidon seinen ersten Sohn Atlas getauft hat und dass das Land und das Meer nach ihm (Atlas) benannt wurden. Analog dazu sagt er auch, dass das Gebiet des Gadeiros eben nach Gadeiros benannt wurde (und nicht nach Eumelos).

Übrigens sind Vornamen die auf -as enden wie z.B. Anas gebräuchliche männliche Vornamen in Marokko (jaja, ich weiss, das beweist nichts).

Asulil
ist ein amazighischer männlicher Vorname und bedeutet der Felsen. Exakt die Bedeutung, die auch dem Namen Atlas (Titan) aus der griechischen Mythologie zugewiesen wird. Und, wo wir doch gerade vom Gebirge Atlas sprechen, ein Gebirge besteht in aller Regel aus Felsen.

Viele Grüße
Michael


Circumstantial Evidence for Plato's Atlantis in South Morocco - A Hierarchical Constraint Satisfaction Approach: http://asalas.org
Verfasst am: 06. 02. 2010 [19:35]
Restitutus
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Beiträge: 250
Ich zitiere einmal die klassische Lehrmeinung zu Herodots Atlas:
Zitat:

"Herodotus (IV
184) states that in the land of the Atlantes there is a mountain of great
height which is called Atlas and which the natives say to be the Pillar
of the Sky: “The Atlas is narrow, rounded all around, and so high
that it is impossible to see its summits because it is never free of clouds,
summer or winter.” The Atlas can be readily identified with peak
Ilaman in the chain Takor in the mountains of the Ahaggar. This peak is
the highest one in the Ahaggar and in the Sahara desert (almost exactly
3000 meters) and has a shape which is unique in the world and which is
exactly described by Herodotus. It is so steep and narrow that the Matterhorn
would look like a stump in comparison with it; it is of an unusually regular
round contour. Observers have reported that its summit is surrounded by
clouds for long unbroken periods."

Das wird bestätigt z. B. von Liverani "The Libyan Caravan Road in Herodotus IV", Law "The Garamantes and Trans-Saharan Enterprise", Carpenter "A Trans-Saharan Caravan Route in Herodotus". Herodots Atlas ist mitten in der Wüste - der marokkanische Atlas ist es heute nicht und war es damals schon gar nicht. Wenn aber sein Atlas gar nicht unser Atlas ist, dann scheitern an ihm eine Menge Spekulationen...







„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 06. 02. 2010 [20:04]
Restitutus
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Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
"antimon" schrieb:
ich verstehe Ihre 'Logik' nicht. Es geht doch um die Frage warum ein Gebirge A heißt und von wem es A getauft wurde. Es ist einfach Fakt, dass es A heißt (in unserem Fall Atlas). Es ist auch Fakt, dass es von anderen B und C genannt wurde/wird. Aber keiner stellt hier eine Behauptung auf weil es B und C genannt wird heißt es A. Der Atlas heißt Atlas. Das wollen Sie doch nicht ernsthaft bezweifeln?

Doch, genau das will ich. Der marokkanische Atlas hat nichts mit dem
platonischen Atlas zu tun, weil niemand in Platons Zeit den
marokkanischen Atlas so nannte. Erst Polybios hat ihm diesen Namen verpasst.

"antimon" schrieb:
Erstens: Meine Lokalisierung begründet sich auf einer großen Anzahl Indizien und nicht nur auf einem.

Von denen hier schon eine ganze Anzahl widerlegt worden sind.

"antimon" schrieb:
Eben, bei Gadeiros sagt er, dass dieser Name übersetzt wurde und im Griechischen Eumelos heißt. Bei Atlas, den er ja zuerst erwähnt, spricht er nicht davon, dass der Name übersetzt wurde.

Doch, er tut es. Und zwar hier:

Bevor ich aber beginne, muss ich eine kurze
Bemerkung vorausschicken, damit ihr nicht erstaunt seid,

wenn ihr des öftern fremdländische Männer mit griechischen
Namen genannt hört; den Grund dafür sollt ihr
erfahren. Weil Solon diese Geschichten in seinen Dichtungen
verwenden wollte, forschte er nach der Bedeutung
der Eigennamen; dabei entdeckte er, dass jene Ägypter,
welche sie als erste aufgeschrieben haben, dieselben
zuerst in ihre eigene Sprache übersetzt hatten; er selbst
suchte nun den Sinn eines jeden Namens wieder zu erfassen;
dann übersetzte er ihn in unsere Sprache und schrieb ihn auf.
...
Wenn ihr nun also solche Namen hört, wie
sie auch hier vorkommen, so soll euch das nicht wundern;
ihr wisst ja jetzt den Grund dafür.


Und genau das tut Kritias. Alle darauf folgenden Namen sind griechischer Herkunft, ein einziger davon, Eumelos, wird zusätzlich in der Originalsprache angegeben. Folglich ist auch Atlas eine Übertragung ins Griechische und keine "fremdländische", etwa berberische. Wir wissen nicht, was Platon/Solon als "sinngemäße" Übersetzung auffasst, wenn er einen ägyptischen (!) Namen mit Atlas wiedergeben will, aber eines steht dadurch fest: Atlas heißt weder in Atlantis noch in Ägypten wirklich Atlas und Atlantis auch nicht Atlantis.

Damit zielen all diese Assoziationsspiele mit zufällig ähnlich klingenden berberischen Lautkombinationen genau so ins Leere wie mein Atoll-Beispiel, mit dem ich in meinem Buch den Namen scherzhafterweise aus dem Malayischen abgeleitet habe. Immerhin ist ein Atoll, maledivisch atollon (!), malayisch atolu (und dort laut Wörterbuch ein "Fremdwort unbekannter Herkunft", also zweifelsohne Original-Atlantisch), bekanntlich eine versunkene Insel...

"antimon" schrieb:
Asulil ist ein amazighischer männlicher Vorname und bedeutet der Felsen. Exakt die Bedeutung, die auch dem Namen Atlas (Titan) aus der griechischen Mythologie zugewiesen wird. Und, wo wir doch gerade vom Gebirge Atlas sprechen, ein Gebirge besteht in aller Regel aus Felsen.

Der Felsen etwa, auf den Jesus seine Kirche gebaut hat? Jetzt weiß ich: der gute Atlas hieß eigentlich PETRUS und Atlantis PETROVKA!

Woher nimmst du übrigens diese Etymologie Atlas = Felsen? Hast du die eben ad hoc erfunden? Mir ist sie jedenfalls noch in keiner einzigen Quelle begegnet.



„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 06. 02. 2010 [20:07]
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
Also dieser Editor ist genau so unzuverlässig wie der letzte. Beim Senden hat er, wie man sieht, sämtliche Kennzeichnungen von Zitaten gekillt und alles mit der gleichen Einrückung und der gleichen Schriftgröße links raus geknallt.






„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser

Verfasst am: 06. 02. 2010 [20:23]
Villanders
Routinier
Dabei seit: 08.01.2010
Beiträge: 85
Nur am Rande: "Vornamen" in unserem Sinne sind im Berberraum (und allgemein im semitisch/hamitischen Raum) nicht gebräuchlich.
Verfasst am: 07. 02. 2010 [11:24]
Restitutus
Experte
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 250
Zitat:
Ich schrieb:

Doch, genau das will ich. Der marokkanische Atlas hat nichts mit dem

platonischen Atlas zu tun, weil niemand in Platons Zeit den

marokkanischen Atlas so nannte. Erst Polybios hat ihm diesen Namen verpasst.
Korrektur: Der letzte Satz sollte sich auf Paulinus beziehen. Ich weiß nicht, wie ich jetzt auf Polybios kam.





„Als Antoninus ist mein Heimatland Rom. Als Mensch ist es das Universum."
- Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser




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